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Dompfarrer Faber: "Ohne Druck bewegt sich viel zu wenig"

15.08.2012 | 10:25 |   (DiePresse.com)

Toni Faber, Dompfarrer von St. Stephan, ist "nicht unglücklich" über die Ungehorsams-Debatte. Er tritt für eine neue Qualität der Begegnung ein.

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Toni Faber, Dompfarrer von St. Stephan, kann der Debatte über priesterlichen Ungehorsam einiges Positives abgewinnen. "Ich bin grundsätzlich mit dieser Initiative - obwohl es dem Kardinal (Christoph Schönborn, Anm.) und manchen Priestern sehr viel Druck bereitet hat - nicht unglücklich. Weil ohne Druck bewegt sich halt viel zu wenig", sagte er im Interview mit der APA. Selbst unterzeichnen würde er den Aufruf der Pfarrer-Initiative aber nicht.

Faber ist der festen Überzeugung, dass viele Mitglieder der Pfarrer-Initiative - "einige, die ich davon ganz persönlich jahrzehntelang als eifrigste Seelsorger kenne" - nicht das meinen, was ihnen von manchen Vertretern der römisch-katholischen Kirche vorgeworfen werde. "Dass sie zur Revolution oder zur Reformation aufrufen, das stimmt nicht. Sie wollen aber eine neue Qualität der Begegnung, eine neue Qualität des Gesprächs, und darin unterstütze ich sie. Nicht aber in der Unterschriftenleistung in einem Aufruf zum Ungehorsam."

Rom bremst nicht alles

Wie Schönborn und Schüller ist auch Faber Mitglied im Priesterrat der Erzdiözese Wien, wo auch über die Forderungen der Reformer diskutiert werde. Dass man dort nicht alle Fragen, wie Frauenpriestertum oder Aufgabe des Zölibats klären könne, sei klar, aber: "Wenn sich nicht teilkirchlich etwas an Diskussion schon vorne weg bewegt, wird das Gesamtschiff sehr schwer in Bewegung geraten." Es sei auch nicht so, dass Rom alles bremse. "Wir müssen Verantwortungsträgern an römischen Leitungsstellen das auch gut artikuliert rüberbringen."

Dass die gegenwärtige Situation der Kirche es Seelsorgern automatisch schwer mache, glaubt Faber nicht. "Ich kenne viele Pfarrerkollegen, die auch kleine Gemeinden mit größtem Erfolg führen." Strukturveränderungen seien trotzdem unabwendbar, denn: "Es gibt nicht so sehr den Priestermangel, sondern viel mehr den Katholikenmangel." Zudem müsse die Kirche "niederschwellige Angebote" ausprobieren - "medial, im Eventbereich, im wirtschaftlichen und politischen Bereich". Und auch eine Präsenz auf Facebook sei etwas, "wo man fischen kann".

Verständnis für beide Seiten hat Faber in der Debatte um den ehemaligen Dechant im niederösterreichischen Piesting, Peter Meidinger, der sein Amt aufgrund seines Bekenntnisses zum Ungehorsam nicht behalten durfte. "Er hat Jahrzehnte lang gut gearbeitet und durch diese Unterschrift wird all das, was er vorher gemacht hat, nicht nutzlos und wertlos." Trotzdem müsse der Kardinal schauen, welches Instrument er wählt, "um doch klar zu sagen, Ungehorsam als alleinige Flagge kann nicht das Ziel der Mitarbeiter sein".

Generell ist Faber "sehr beeindruckt davon, wie sich der Kardinal menschlich bewegen lässt", etwa in der Frage eines homosexuellen Pfarrgemeinderates in Stützenhofen (NÖ). Viele Pfarrer seien oft mit Fällen konfrontiert, die "laut Regel, laut Papierformat sozusagen, nicht ganz stimmig zu dem hineinpassen, wie wir es uns vorgestellt haben". Aber: "Das Gesetz ist für den Menschen da und nicht der Mensch für das Gesetz. Außerdem ist das Leben noch einmal viel bunter als wir uns das vorstellen könnten."

(APA)

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33 Kommentare
 
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"Ohne Druck bewegt sich viel zu wenig"

Dem den Menschenrechten, die auf Betreiben vornehmlich atheistischer Philosophen der Aufklärung mühsam Klerus und Adel abgerungen wurde, sei Dank, dass man sich von diesem vermeintlichen Druck und dem vermeintlichen Drücken zu müssen überhaupt ein für allemal für frei und unabhängig erklären kann. Es mutet schon eigenartig an, wie sehr die Menschen daran geöhnt wurden, sich per Ebsünde unterjochen zu lassen und jetzt darüber streiten gegen welchen Druck, sie sich wehren sollen und wer Gottes Stellvertreter und vor allem wie Gottes Stellvertreter zu vertreten haben. Die Vorstellung, dass hier niemand zu verteten ist, diese Vorstellung zu denken, ist der Weg in die wahre Freiheit!

Antworten Gast: lavater
17.08.2012 22:31
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Re: "Ohne Druck bewegt sich viel zu wenig"

.... ist der Weg in die wahre Freiheit!

von Freiheit sollten sie erst reden, wenn sie
keinen Hass, keinen Groll haben und die Freiheit haben, jedem Menschen von Herzen zu vergeben.

Weiters sollten sie an keinerlei Form von Egoismus oder Gier gebunden sein, sonst sind sie auch nicht wirklich frei.

Menschen, die sich selbst großartig als frei bezeichnen, sind oft selbst nur Sklaven ihrer eigenen Gebundenheiten.

Von Freiheit sollten sie auch nicht reden, wenn sie frei von logischem Denken sind.

Denn an den Urknall zu glauben und nicht zu fragen, woher die Materie für den Urknall kommt, ist Freiheit von logischem Denken.

Und Freiheit vom logischen Denken ist eine Bindung an die Dummheit.

Und wenn sie an Zeus oder Habsburg-Knochen nicht glauben (da haben sie wahrscheinlich recht), dann heisst dies noch lange nicht, dass der wahre, gerechte und heilige Gott, der Himmel und Erde gemacht hat, nicht existiert.
Jonah 1:9; Johannes 3:16; 1.Timotheus 1:15


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@lavater

Gehört auch die Physiognomie von Lavater zu ihrem Glauben? Glauben Sie an das Eselsgesicht oder an die Verbrechervisage? Oder ergibt sich ihr Pseudonym aus völlig anderen Gegebenheiten?

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Und Freiheit vom logischen Denken ist eine Bindung an die Dummheit.

Da muss ich ihnen allerdings auf Grund ihrer Ausführungen zustimmen!

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Menschen, die sich selbst großartig als frei bezeichnen, sind oft selbst nur Sklaven ihrer eigenen Gebundenheiten.

Na, na sie kleiner Katechismussklave!
Denken Sie an die Erbsünde, sie Erbsündler!

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Mit Bibelzitaten können sie nur Gläubige, das sind Menschen, denen beigebracht wurde, das nach zu denken, was ihen vorgedacht wurde, beindrucken

"Und Freiheit vom logischen Denken ist eine Bindung an die Dummheit" Dieser Satz ist lustig zu lesen, wenn man daran denkt, dass es sich entweder um Menschen handelt, die an das Intelligent Design glauben oder doch mehr an die 7 Tage Schöpfung.
Wissenschafter glauben nicht an den Urknall. Glauben tun nur Gläubige, diese halten für wahr, was ihnen gesaft wird zu glauben. Wenn über den Urkanll debattiert wird, dann glauben die Wissenschafter nicht daran. Die Debatte dreht sich darum, wie gut der Urknall bzw. Die Urknalltheorie zur Beschreibung und Erklärung der Entstehung der Welt tauglich ist. Und wenn es bessere Erklärungen gibt, Erklärungen die mehr erklären und weniger Widersprüche haben, dann wird eben die Urknalltheorie modifiziert oder ganz verworfen.

Antworten Antworten Antworten Gast: lavater
18.08.2012 17:50
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Re: Wie halten sie’s mit dem Energieerhaltungssatz?

Der Energieerhaltungssatz sagt aus, dass die Gesamtenergie eines abgeschlossenen Systems sich nicht mit der Zeit ändert. Zwar kann Energie zwischen verschiedenen Energieformen umgewandelt werden, beispielsweise von Bewegungsenergie in Wärme. Es ist jedoch nicht möglich, innerhalb eines abgeschlossenen Systems Energie zu erzeugen oder zu vernichten:

Die Gesamtenergie in einem abgeschlossenen System bleibt konstant.

Glauben sie also, dass ein Mensch oder der Zufall zur Gesamtenergie des Universums ein bisschen Energie hinzufügen kann?

Wenn ja, dann erklären sie bitte, wie das geht.
Wenn nein, dann erklären sie bitte, wie die Gesamtenergie
des Weltalls entstanden ist (=hinzugefügt wurde zu Null Energie).

Als Atheist werden sie sicher eine gute Antwort haben, wie sie den Energieerhaltungssatz umgehen.


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Re: Re: Wie halten sie’s mit dem Energieerhaltungssatz?

Habe Sie die Anregung von unten schon aufgenommen und ihren "neuen" Gottesbweis seiner Heiligkeit Papst Benedikt übermittelt?
Zögern Sie nicht. lieber Lavater!Ruhm, Preis und Ehre, auch die der Altäre, sind ihnen sicher!!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Valentin Bählamm
19.08.2012 22:14
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Glauben sie also, dass ein Mensch oder der Zufall zur Gesamtenergie des Universums ein bisschen Energie hinzufügen kann?

Auf dumme Fragen gibt es keine vernünftigen Antworten!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Valentin Bählamm
19.08.2012 10:38
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Re: Re: Wie halten sie’s mit dem Energieerhaltungssatz?

Basterln Sie einen Gottesbeweis aus dem Energieerhaltungssatz? Das müssen Sie sofort dem Oberschamanen in Rom melden! Für diesen Gottesbeweis sit ihen die Ehre der Altäre sicher!

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Dogma gegen Reform

Das ist ein höchst unterhaltsames Getue. Das Schauspiel und das Ritual vom Nichts will reformiert werden, aber wozu und warum? Fakt ist, dass die Existenz eines höheren, allwissenden, in jeder Hinsicht überlegenen und alles erschaffenden oder erschaffen habenden Wesens oder Seins bis dato durch nichts bewiesen ist, also höchst unwahrscheinlich ist. Und jetzt wird ein Rechthabertheater in Permanenz aufgeführt, wer mehr oder weniger recht hat, wer mehr oder weniger im Besitz des göttlichen Wissens ist und wer mehr oder weniger die göttlichen Vorschriften erlassen, interpretieren und per Strafe der Höllenverdammnis executieren darf. Und dieses Theater füllt täglich die Kolummnen der Zeitungen!

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Kaiser Karl und das Krampfadernwunder - glaubt der Dompfarrer dieses Wunder aus Gehorsam, oder glaubt er es sowieso?


Gast: Anzes
16.08.2012 11:57
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Interessant, wie die StyriaMediagruppe einen bestimmten Pfarrer herauspickt und ihn ständig zu Wort kommen lässt in ihren Druckschriften

Fast könnte man meinen der Protektor dieser Styria Bischof Kappelari findet das toll

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Prälat Möhlich vom Pfarrer Braun?

Faber könnte sein Vertreter sein! Immer schön schleimig und from frömmelnd.

Gast: Valentin Bählamm
15.08.2012 23:34
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Dompfaff

Lieber Dompfaff!
Haben Sie schon jemals die Nichtexsitenz Gottes erewogen? Auch Sie solltene es zu ihren Heil tun!Denek Sie mal nach wieviel Geisteskraft Sioe für eine imaginäre Vorstellung verschwenden, Sie können aucxh Gut sein ohne eine Transzendenz !

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@ „Es gibt nicht so sehr den Priestermangel, sondern viel mehr den Katholikenmangel“






manche würden sagen der Glaubwürdigkeits-mangel…






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Re: @ „Es gibt nicht so sehr den Priestermangel, sondern viel mehr den Katholikenmangel“

Uns das trotz Zwangstaufen!

Bei Ihnen gibt es eher einen Wörtermangel.

Gast: Univ.Prof. H.Schima
15.08.2012 15:55
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Danke, Herr Faber für Ihren verantwortungsvollen Standpunkt!

Danke für diesen Standpunkt, der zugleich die Nöte und Sorgen der teilweise hervorragenden Priester der Pfarrerinitiative würdigt (von denen ich selbst einige in der Sorge um die Seelen sehr schätzen gelernt habe!) und zugleich das Bemühen um einen Gesprächsstandpunkt mit der römischen Zentrale, die ja leider viel zu egoistischen und machtbewußten Standpunkt einnimmt. Jenen Kommentarschreibern aber, die solche Dialogstandpunkte schlecht machen und einen Beton-Standpunkt verteidigen, seien die Evangelienaussagen über die Pharisäer nahegelegt!!!

Antworten Gast: qualitatis
16.08.2012 12:18
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lieber Schima, schön dass sie so viele Initiativpriester kennen (meinen)

um ein solches Urteil über sie abgeben glauben zu können und andere, die sich lieber an den Worten des Papstes orientieren mit einem Bibelwort beschimpfen.

Dies zeigt, dass man ihrer emotionale Entgleisung nicht ernst nehmen muss, denn sachlich haben sie offensichtlich keine Argument vorzubringen.

Der göttliche Heiland hat Petrus den Auftrag erteilt und daher sollte man als Gläubiger lieber den vielen sachlichen Argumenten seines Nachfolgers lauschen, die in brüderlichen Weise ermahnen und ohne Schimpfwörter auskommen, denn solche Beschimpfungen sind an sich schon ein Zeichen eines Ungeistes.

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Hätte die Kirche mehr

Schüllers und Fabers und weniger Schönborns, wäre es um sie besser bestellt!

Antworten Gast: jo freili
16.08.2012 12:21
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besser bestellt vielleicht als Heurigenstube


Antworten Gast: Xerios
15.08.2012 21:21
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Re: Hätte die Kirche mehr

Ja sicher, weil den Evangelischen nicht die Leute davon laufen...

Ich bin Atheist und Ex-Kathole, aber eines muss ich schon sagen: Wem die Katholische Kirche nicht passt, soll halt zu den anderen gehen.
Ist ja nicht so, als ob es keine Altenativen geben würde (liberal wie konservativ-er).
Nicht alles muss immer nach dem Kopf selbsternannter Reformer gehen.
So eine Haltung ist nämlich bereits ebenfalls intolerant und dogmatisch.

Gast: UKW
15.08.2012 13:25
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Wäre strategisch auch nicht klug, wenn er diese Ungehorsamsinitiative unterschreiben würde

Einerseits muss er Schüler & Co recht geben, weil das die Society-Party-Gesellschaft hören will, andererseits darf er seinen prestigeträchtigen Job zu St. Stephan nicht aufs Spiel setzen.

Was würde er wohl tun, wenn ihn Schöönborn in die Provinz versetzt? Der Schaden für die Wiener Champagner-Industrie wäre verheerend. Täglich zu den Events pendeln geht wohl auch schwer.

Sie wiederholen sich!


Antworten Antworten Gast: UKW
15.08.2012 20:42
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Re: Sie wiederholen sich!

Sie haben das gut erkannt. Gratuliere.

Was ich noch gut erkannt habe:

Schüler = SCHÜLLER
Schöönborn = SCHÖNBORN

Danke für die Gratulation!

 
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