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Erstmals Frau als Kandidatin für IKG-Präsidentenamt

30.08.2012 | 12:52 |   (DiePresse.com)

Die "Initiative Respekt" geht mit Spitzenkandidatin Sonia Feiger in die Wahl des Kultusrats im November 2012.

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Sonia Feiger, PR-Beraterin und langjährige Chefredakeurin der "Gemeinde", des ehemaligen offiziellen Organs der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), ist Spitzenkandidatin der "Initiative Respekt" bei der Wahl um die Präsidentschaft  der IKG im November 2012. Das gab die Initative in einer Presseaussendung bekannt. Sie ist damit nach eigenen Angaben die erste weibliche Kandidatin, die sich um das höchste Amt in der IKG in Österreich bewirbt.

Neben Feiger treten auf den nachfolgenden Listenplätzen der Initiative der Wirtschaftsexperte Amos Davidovits, der internationale Immobilienfachmann Daniel Gallner, und die Integrationsexpertin Julie Klein um Mandate im Kultusrat an.

"Logische Fortsetzung eines Weges"

(c) Initiative Respekt Sonia Feiger

(c) Initiative Respekt Sonia Feiger

Sonia Feiger ist als Tochter ungarischer Eltern in Prag geboren, in Wien aufgewachsen und seit 40 Jahren in einer ganzen Reihe jüdischer und internationaler Organisationen aktiv. "Ich war 1972 die erste weibliche Präsidentin der jüdischen Hochschülerschaft in Österreich, habe die IKG 16 Jahre lang als Mitarbeiterin in allen positiven und negativen Aspekten von innen sehr gut kennen gelernt und bin jetzt ich die erste weibliche Kandidatin für das Amt der Präsidentin der IKG. Für mich ist das die logische Fortsetzung eines Weges."

Amos Davidovits, der Zweite auf der Wahlliste der "Initiative Respekt", sieht die wirtschaftlichen Sicherung der der IKG für die nächsten Generationen als eine der vordringlichsten Aufgaben der nächsten Legislaturperiode: "Was wir dringend brauchen, sind straffe und effiziente Strukturen, Transparenz in allen Organisationen und Abläufen der IKG und die Überprüfung aller Bereiche auf ihre Effizienz. Außerdem müssen bestehende Grauzonen aufgelöst werden".

Die Initiative Respekt! wurde im Mai 2011 von der Unternehmerin und Philantropin Patricia Kahane gemeinsam mit einer Gruppe engagierter Mitglieder der Jüdischen Gemeinde gegründet und setzt sich für eine Reform der seit den 60er Jahren in ihren wesentlichen Teilen unveränderten Verwaltungsstrukturen der IKG, für mehr Expertentum in den Gremien, Offenheit und Transparenz in der Gemeindepolitik und der Verwaltung, die gerechte Verteilung der Mittel und mehr Respekt bei allen Entscheidungen in der IKG ein.

Alle fünf Jahre Wahlen

Der Kultusvorstand besteht aus 24 sogenannten Kultusvorstehern und wird alle fünf Jahre von den Gemeindemitgliedern gewählt. Er ist das oberste Organ der Kultusgemeinde und beschließt die wesentlichen Richtlinien, trifft Grundsatzentscheidungen und kontrolliert deren ordnungsgemäße Umsetzung, beschreibt die IKG auf ihrer Homepage.

Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde wird vom Kultusvorstand für fünf Jahre gewählt. Er vertritt die Kultusgemeinde nach außen und leitet die Sitzungen des Kultusvorstandes. Die Umsetzung der Beschlüsse des Kultusvorstandes ordnete der Präsident an, bzw. kontrolliert er ihre Ausführung.

Von 1998 bis 2012 stand Ariel Muzicant an der Spitze des Gremiums, ihm folgte nach einer Wahl Mitte Februar sein Vize-Präsident Oskar Deutsch nach. Als Vize-Präsidenten wurden die Kultusvorsteher Judith Adler und Chanan Babacsayv gewählt. Judith Adler ist die erste Frau in einer Position im Präsidium.

(Red.)

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3 Kommentare

Respekt Frau Feiger

Ich wünsche viel Erfolg!

Bravo!

Das gibt Hoffnung. Meine besteht in dem Wunsch nach einem friktionsfreien Verhältnis zwischen Juden und Nicht-Juden, die nicht automatisch mit "Arieren" gleichzusetzen sind, wie ich bisher den Eindruck gehabt habe.
Und dass dieser niemals endende Groll und die ständigen Schuldzuschreibungen einer sachlicheren Auseinandersetzung über die vergangenen und gegenwärtigen Versäumnisse weichen mögen.

Re: Bravo!

Ken!