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Prüller-Jagenteufel: Schönborns Reformerin

22.09.2012 | 15:38 |  von Duygu Özkan (DiePresse.com)

Pastoralamtsleiterin Veronika Prüller-Jagenteufel nimmt eine Schlüsselposition bei den anstehenden Kirchenreformen ein. Bis 2022 sollen die 660 Pfarren neu strukturiert werden. Mit ihr zu Besuch an der Basis.

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„Gott sei Dank“, sagt Johannes Neubauer und verweist mit einer ausladenden Handbewegung auf die symmetrisch angeordneten Holzbänke hinter ihm, „Gott sei Dank ist die Kirche am Sonntag immer voll.“ Ungewöhnlich klingt das, was der Pfarrer sagt. Volle Kirchen – manch anderer Geistlicher dürfte vergessen haben, wie sich das anfühlt.
An diesem ruhigen Nachmittag allerdings ist die Apostelpfarre, in der Neubauer vom Orden der Salvatorianer wirkt, menschenleer. Fast leer, denn neben ihm steht Veronika Prüller-Jagenteufel und pflichtet seinen Ausführungen mit einem leichten Nicken bei. Als Pastoralamtsleiterin der Erzdiözese Wien hört Prüller-Jagenteufel viel zu. Und genau in dieser Position – die Bischöfe weltweit selten Laien und noch seltener Frauen zutrauen – wird sie auch in den nächsten Monaten viel zu tun haben: Erst am Mittwochabend hat Kardinal Christoph Schönborn eine Radikalreform für die Kirche Wiens angekündigt.

Bis 2022 sollen die 660 Pfarren neu strukturiert, also zusammengelegt werden. Die Reformen werden auch Johannes Neubauer treffen, das weiß er. Seine Apostelpfarre befindet sich in einer nüchtern-grauen Asphaltlandschaft nahe der viel befahrenen Laxenburger Straße in Wien-Favoriten. Der redselige Priester wirkt hier seit 30 Jahren – und nur, weil sich die Bänke sonntäglich gut füllen, heißt das nicht, dass ihm nicht auch die Schäfchen davongelaufen sind. Der zehnte Gemeindebezirk ist bevölkerungsreich, aber katholikenarm. Nur rund ein Drittel der Favoritner ist Mitglied der Kirche. Daher wurde in diesem Bezirk auch das Pilotprojekt für die Reform „Apostel 2.1“ angesiedelt: 15 Pfarren gibt es hier, einige werden wohl zusammengelegt. Ende des Jahres liegt der Endbericht vor, er soll als Vorbild für die groß angelegte Reform dienen.

Priester bleibt Priester. „Natürlich ist es schmerzlich zu sehen, wie viele Menschen sich von der Kirche abwenden“, sagt Prüller-Jagenteufel in ruhigem Ton. Die Kirche sei aber nicht nur dort zu suchen, wo ein Pfarrer ist – sondern auch dort, wo Gläubige zusammenkommen. Mit dieser Einstellung werde sie sich den Reformen widmen, und diese Einstellung heißt auch, dass den Laien mehr Aufgaben und Kompetenzen übertragen werden. Dabei will die Pastoralamtsleiterin zwei Bereiche getrennt wissen: mehr Gestaltungsmöglichkeiten für Laien, aber die priesterlichen Aufgaben bleiben den Priestern vorbehalten.
Es ist diese weltkirchlich zu behandelnde Frage, die in in Österreich immer wieder für ein religiöses Erdbeben sorgt: Die Pfarrerinitiative rund um Helmut Schüller (und nicht nur sie) fordert die Priesterweihe für verheiratete Männer (und Frauen) – und fordert damit Rom heraus. Auch gegen die Reformpläne Schönborns hat Schüller Widerstand angekündigt. Damit ziehe sich die Kirche zurück, anstatt vor Ort stark zu werden. Daran glaubt Prüller-Jagenteufel jedoch nicht. Der verstärkte Einsatz von Laien könne einer Entfernung von der Kirche entgegenwirken. Zudem werde es nach der Reform nicht weniger Priester, und damit auch nicht weniger Eucharistiefeiern geben, wie von Kritikern befürchtet.

Im Garten der Apostelpfarre spazieren ein paar Kleinkinder auf noch wackeligen Beinen über den Rasen. Rund 90 Kinder werden hier betreut, an Bedürftige wird Essen ausgegeben, in den unteren Stockwerken des Gebäudes sind Flüchtlinge untergebracht, armenische Christen. Energisch führt der Pfarrer durch die Räume. Inwieweit die Reformen die in seiner Pfarre bestehenden Strukturen ändern wird, kann Neubauer noch nicht sagen. Nur so viel: Er wisse, dass eine Reform notwendig sei. Die Diözese habe eine enge Zusammenarbeit mit den Orden angekündigt. Ein notwendiger Schritt: Fast die Hälfte aller Pfarrer in der Wiener Diözese gehört einem Orden an.
Diese sollen sich im Reformprozess auf ihre ursprünglichen Stärken besinnen, sagt Prüller-Jagenteufel. Bei den einen ist es die Arbeit im sozialen Bereich, bei den anderen die Spiritualität. Und: Im Gegensatz zu den Diözesen habe innerhalb der Orden viel früher eine selbstkritische Reflexion eingesetzt: „Von ihnen können wir noch lernen.“ Neubauer kann zustimmen. Der mangelnde Nachwuchs habe die Orden dazu bewogen, sich die Frage zu stellen: „Wie kann es weitergehen?“

Die selbstkritische Auseinandersetzung sei weiteres Ziel der Reformen, sagt die Pastoralamtsleiterin. Nicht zuletzt die Missbrauchsfälle hätten gezeigt, dass eine transparente, moderne und zeitgemäße Kirche entstehen müsse. Neubauer ist derselben Meinung. Und er geht sogar noch weiter. Es müsse Laien auch möglich sein, Sakramente zu spenden. Zu sehen, dass ein Priester, der weder bei den Vorbereitungen war, noch die Gemeinde gut kenne, dafür „eingeflogen“ werde, sei für ihn ein „Stachel im Fleisch.“ Und selbst Priesterinnen kann er sich vorstellen. Das wiederum dürfte ein „Stachel im Fleisch“ der Kirchenleitung sein. ?

Die Presse, Print-Ausgabe, 23.09.2012

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91 Kommentare
 
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Gast: Zutodeschrumpfen
25.09.2012 05:56
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Brüllend ihr Reformwerk vermarktend jagt die gelernte Pastoraltheologin (Satansbraten?) damit die katholische Kirche zum Teufel!

Geldfokus und Machtkalkül waren trotz all der vielen schönen Worte immer die Triebfedern der Amtskirche, welche in scharfem Gegensatz zum biblischen, barfüßigen, auf Gastfreundschaft angewiesenen Wanderprediger Jesus steht, der den Menschen diente (nicht umgekehrt).

Diese mittelfristig die Kirche schwächende Strukturänderung beweist wenig Gottvertrauen.


Gast: Aurora.log
23.09.2012 13:57
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Ein Dilemma

Pater Johannes bringt es wieder einmal zu Stande mit schwierigen Themen elegant umzugehen. Er ist wirklich einer der verbindentsten Pfarrer, die mir je untergekommen sind und seine Pfarre eine der lebendigsten. Dennoch, man kann den Laien nicht alles aufbürden und sich dann auf die Priester, Bischöfe und Päpste im Letzten zurückziehen. Das wird nicht generell funktionieren, außer vielleicht bei solchen Lichtblicken, wie in der Apostelpfarre, solange es an der Person eines einzelnen hängt.

Gast: apostolische Tradition
22.09.2012 21:54
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Wort Gottes

Wie viele Katholiken haben die Bibel schon einmal gelesen?

Welcher Katholik kann die Inhalte der 16 Kapitel des Römerbriefes oder der 13 Kapitel des Hebräerbriefes frei wiedergeben?

Wenn ich 15jährige nach den Geboten Gottes Frage können sie vielleicht 2-3 nennen. Dann fangen sie zu stottern an.

Wenn junge Menschen nach 8 Jahren Religionsunterricht nicht einmal die 10 Gebote nennen können, frage ich mich, was der Religionslehrer lehrt?

Christen wären in Österreich glücklicher, wenn sie nach der Lehre Christi leben würden.

Aber an die Stelle Christi hat sich der Stellvertreter Christi in Rom gesetzt, der ebenfalls unfehlbaren Gehorsam verlangt.

Stellvertreter Christi (griech: Antichristos).
Das Papstamt mit seiner unfehlbarkeit beansprucht göttliche Autorität, die aber allein Gott zusteht.

Was Rom lehrt, ist scheinheiliges Geschwätz:

Christus lehrt, dass der Bekehrte Frieden mit Gott hat.
Rom lehrt: durch mein Taufwasser kommst du in den Himmel.

Christus lehrt, dass der Glaubende (von Herzen auf Gott vertrauende) Gott aufgenommen hat.
Rom lehrt: durch meine Hostie nimmst du Gott in dein Leben auf.

Christus lehrt, dass es seit Christi Opfer kein Opfer für Sünden mehr gibt, das ein für allemal geschehen ist.
Rom lehrt: Das Opfer ohne Ende.

Christus lehrt, dass Gott die Sünde vergibt.
Rom lehrt: Meine römischen Diener können euch die Sünden vergeben.

In Rom herrscht der Antichrist, der keine Bibel braucht

Antworten Gast: albeit
24.09.2012 23:58
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Re: Wort Gottes


Den Papst den Antichrist nennen ..
dass ist aus der Todsesangst Luthers heraus verstehbar
es nimmt Ihn (den Papst) aber auch wichtiger als Er ist


Antworten Antworten Gast: info@krebs-heilung.at
07.10.2012 14:55
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Re: Re: Wort Gottes

Ihrem Kommentar kann ich intensivst
beipflichten, das, was sich Kirche nennt, sollte sich allein auf das Wort JESUS CHRISTUS zurückbesinnen und reduzieren. Jesus lehrte keine Theologie, keine Dogmatik und auch keine liturgischen Zeremonien die allesamt aus dem tiefsten Heidentum stammen.
In der Neuen Testament steht geschrieben " kein Mensch sol sich heiliger Vater nennen, denn der HL. Vater bin nur ICH allein, sagt GOTT ! Weltkirche ist eben nur Welt und nicht Geist durch den GOTT die Menschen selber belehrt. Liebe Grüße an alle meine Brüder und Schwester, JOSEF

Antworten Gast: deo gratias
24.09.2012 12:23
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so ein unsinn

glauben kommt nicht vom auswendiglernen, und was das sakrament der buße betrifft:

"Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert." (Joh 20, 22-23)

Schnee von gestern ...

Die "Zusammenlegung" hat längst stattgefunden, vor Jahrzehnten schon: Durch die Trägheit vieler, die sich noch Christen nennen, aber mit der Kirche nix mehr am Hut haben wollen und "ihre" Kirche "daher" nicht mehr besuchen, und durch viele Menschen, die sich nicht mehr zum Christentum bekennen und lieber in den Tag hinein leben wollen. Leere Kirchen kosten Geld, und das wird auch in der Kirche knapp, daher ist dieser Schritt – so bedauerlich er auch ist – logisch und notwendig. Schade! In zwanzig Jahren wird man sagen: "Wenn wir das gewußt hätten!"

Re: Schnee von gestern ...

Wenn Pfarrer heiraten dürften,würde sich das bald ändern.

Es gibt ja auch fesche Priester oder doch?

Sogar Jesus war verheiratet.

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Falsch, den Evangelischen laufen die Leute noch schneller davon und auch dort gibt es Engpässe beim Personal.


Gast: Christus dachte nicht ökonomisch
22.09.2012 01:02
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Staubaufwirbelnder heißer Herbst in der Kirche vorprogrammiert

Dafür werden Schönborns Sargnägel mit Wonne sorgen. Nachdem Schüller derartig viel Zeit für sein Revoluzzertum hat ohne Burnout zu bekommen, ist anzunehmen, daß er als Pfarrer nicht gerade unter Überarbeitung leidet. Und der unvermeidliche Kren des Oberkatholiken Zulehner darf natürlich auch nicht fehlen. Warum die Medien immer nur das inzwischen ziemlich fad gewordene Duett Schüller-Zulehner lustvoll im Scheinwerferlicht hypen, unterstreicht nur deren Entfremdung von allem was mit Kirche zu tun hat (Freimaurer oder bloß Atheisten?) sowie deren Einfallslosigkeit und Rechercheunlust. Aufputz für jeden Artikel wären interessante oder provokante andere Meinungen, denn das Schüller- und Zulehner-Gequake kennt jeder mittlerweile zur Genüge.

Schönborns Überraschungscoup könnte sehr leicht in einem Fiasko enden. Vergrault er nämlich seine letzten Getreuen, bleibt nurmehr der Schüller-Fanclub als Aktive in der Kirche übrig. Dann kann Schönborn nurmehr eine Berufung nach Rom retten oder der Rückzug als Dominikanermönch. Bis dahin bleibt ihm gewiß keine ruhige Minute.

Fest steht: mit diesen überfallsartig verkündeten Zwangsmaßnahmen macht Schönborn den allermeisten Kirchengehern überhaupt keine Freude. Ein weiterer selbstverschuldeter Schrumpfungsprozeß könnte die Folge sein... Absicht? oder Versehen?

Statt die Kirche für den sich abzeichnenden Kampf der Kulturen zu stärken, wird sie gezielt geschwächt. Denn Frequenzreduktion bedeutet erhebliche Einnahmenverluste.

1015

Es gibt in Wien laut Statistik 2010 insgesamt 1015 Priester - wieso ist es mit dieser Zahl nicht möglich, 660 Pfarren zu versorgen.

1. Priester sollten in priesterlichen Berufen tätig sein und nicht in der Administration!

2. Entlastung von nicht priesterlichen Aufgaben - es ist ein Unding, dass ein Priester, der schon zwei Pfarren betreut, auch noch an drei Schulen Reli unterrichtet.

3. Die Klöster sollten viel stärker in die Pflicht genommen werden - Heiligenkreuz etwa hat ca. 90 Priestermönche, betreut aber gerade einmal 16 Pfarren.

Re: 1015

Bei einigen der 1015 Priester ist es aber besser, dass sie nicht im pastoralen Dienst stehen! ;-)

Es gibt sicher genügend Laien, die als Religionslehrer arbeiten können. Es gibt aber auch Priester, die als Religionslehrer arbeiten, weil sie sich vor pastoralen Aufgaben drücken!

Gast: Hotelzimmer201
21.09.2012 14:29
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Hält Schüller das auch selber ein, was er ständig von der Kirche fordert?

Schüller sagt zu Recht, dass Seelsorger für die Menschen da sein sollen.
Aber ist Schüller selber für die Menschen in ihren Nöten da, oder nur für die eigene Selbstdarstellung in den Zeitungen?

Gast: Gläubigenaufstand ist zu erwarten
21.09.2012 13:03
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Wetten, die Laien müssen als Ehrenamtliche kostenlos roboten -

oder entbrennt ein Intrigenspiel zwischen Bezahlten und Unbezahlten um die wenigen(?) bezahlten Pöstchen? Ebenso werden die Kapläne um den höher bezahlten Pfarrerposten rangeln. Hat das der weltfremde Schönborn bedacht? Bisher wurde jeder Kaplan nach einigen wenigen Jahren Pfarrer. Krux des neuen Schemas ist der Kahlschlag an höher bezahlten Pfarrersposten. Die um den Pfarrersposten keilenden Kapläne werden mit Intrigieren und feinen Nadelstichen überbeschäftigt sein. Das Pfarrklima wird bald entsprechend mies und die Mitarbeitermotivation im Keller sein. Welcher kirchenzerstörerische Berater hat denn das um teures Geld dem Kardinal, der um jeden Preis modern sein will, eingeredet?

Für alte Leute wird der Meßbesuch wegen der weiteren Strecken verunmöglicht. Außerdem sind Wortgottesdienste wenig attraktiv.

Einigen Laien wird es als versierten Seicherln gelingen, bestimmte Filialgemeinden über Jahrzehnte, vielleicht sogar generationenlang, quasi in Erbpacht zu übernehmen. Ob das positive Konsequenzen zeitigen wird?

Dieser 0815-McKinsey-Ansatz zur Kostenreduktion wird vielfach die letzten Gläubigen aus den Kirchen vertreiben.

Was passiert übrigens mit den dann leergewordenen Kirchengebäuden? Abreißen? In Moscheen umwandeln? An Supermarktketten vermieten?

Es scheint, Schönborn demontiert in vorauseilender Untertänigkeit die kathol. Kirche, um dann dienstbeflissen und servil den Moslems den roten Teppich zu rollen?

Re: Wetten, die Laien müssen als Ehrenamtliche kostenlos roboten -

Es gibt auch Laien, die Gemeinden in sehr fruchtbarer Weise leiten (ich könnte konkrete Beispiele nennen). Das können sowohl hauptamtliche als auch ehrenamtliche Laien sein. Außerdem gibt es Diakone, die als Haupt- oder Ehrenamtliche sehr gute Arbeit leisten. Das Hauptproblem ist, dass der im ohne hin sehr geringen Priesternachwuchs oft selten Menschen zu finden sind, die für die Leitung einer Gemeinde geeignet sind.

warum wird Schueller nicht evangelisch?

weil er dort nie Papst werden kann..??

Re: warum wird Schueller nicht evangelisch?

Wann hat er gesagt das er Papst werden will?

Re: Re: warum wird Schueller nicht evangelisch?

in den letzten Jahrhunderten hat noch kein gewählter Papst vorher angesagt, das er papst werden möchte.
Im Gegensatz zu manchen unserer Politker, die schon in der Sandkiste verkündeten "Ich will Bundeskanzler werden!"

Re: Re: Re: warum wird Schueller nicht evangelisch?

Entschuldigung.
Wußte nicht das sie mit den Papsttypen herum hängen und dadurch genau wissen was die gesagt haben.

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Fast-Food-Christentum

Wenn der geweihte Priester zum Zwecke der sonntäglichen Eucharistie von Pfarre zu Pfarre eilt, kann er eine wichtige Aufgabe nicht erfüllen: das Gespräch und das Beisammensein mit den Gläubigen. Man sieht bei dieses Diskussionen, dass Leute mitreden, die niemals aktiv in der Pfarre tätig waren. Für den Zusammenhalt der Gemeinde ist der ständige Kontakt notwendig. Nur so nebenbei: Anscheinend wird über dieses Thema in Arbeitskreisen seit Jahren diskutiert, also könnte doch etwas Praxisnahes herausschauen. Oder hat man wieder einmal nur die angepassten Schäfchen eingeladen?

Gast: SE42
21.09.2012 10:22
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Sudern

Schüller soll doch einfach mal die Schnauze halten. Der liest ganze zwei Messen in der Woche und betreut nur eine Pfarre. Sudert aber über Priester, die drei und mehr Pfarren betreuen müssen - soll er eben eine, oder zwei dazu nehmen - würd ihm nicht schaden.

Gast: Penelope1111
21.09.2012 09:32
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Reformverweigerer

Die Kirche schafft sich ab!

Weniger Einsamkeit -> bessere Seelsorge

Wären die Brüder Schüller und Zulehner samt Anhängern tatsächlich Verkündiger des Glaubens, so böte sich eine ganz einfache Lösung an: Sie motivieren einfach so viele junge Männer, das Priesteramt anzustreben, daß jede einzelen Pfarre personell entsprechend ausgestattet werden kann und erhalten bleibt. Da sie das offenbar nicht können, sollten sie vielleicht keine Ratschläge abgeben, wie gut Seelsorge auszusehen hat.
Mal im Ernst: Priester sind heute weit weniger in das Sozialleben ihrer Gemeinden eingebettet als früher. Die resultierende Einsamkeit schreckt sicher viele von Priesteramt ab, macht Priester unglücklich und behindert sie bei der Erfüllung ihrer Aufgaben. Die Idee, jede Pfarre von einem Priesterteam betreuen zu lassen, das sich gegenseitig Unterstützung geben kann, ist daher sicher geeignet, das Priesteramt attraktiver zu machen und die Qualität der Seelsorge zu heben.

Antworten Gast: shalom
21.09.2012 21:03
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der einzige der "motiviert" Priester zu werden ist ER - durch die Berufung

dass die Kirche mit diesen Berufenen dann oft leichtfertig um geht ist eine Sünde, eine große sogar.

Auch wissen oft viele Berufene nicht, dass sie es sind, denn nicht immer äußert sich das in Orkanstärke, oft eher als feine, leise Zeichen für die unsere Zeit wenig Sensibilitiät und über die die Wenigsten Informationen haben, sie daher nicht zu deuten wissen.

Warum man manche - die recht offensichtlich berufen sind - von kirchlicher Seite nicht anspricht oder sie nicht haben will - obwohl ER selbst sie berufen hat - ist ein weiteres trauriges Kapitel der Fehlgeleitetheit.

Sie motivieren einfach so viele junge Männer, das Priesteramt anzustreben,

Ja wer will den in diesem bestehenden System Priester werden?

Gast: nicholasblarney
21.09.2012 07:56
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Was soll das?

Was soll das, dass grad jene, die sich dauernd über "zuviel" Kirche aufregen, jetzt plötzlich Angst um "Rückzug von der Basis" haben? Das ist doch leeres Geschwätz. Zum einen sollte es auch Herr Schüller wissen: Gott beruft die Priester, und nicht sonstwer. Also wird auch die Anzahl derer, die er beruft, ihre Richtigkeit haben. Zum anderen haben sich die Zeiten geändert. Absolut nichts spricht dagegen, dass ein Pfarrer am Sonntag in drei benachbarten Kirchen, die er bequem mit dem Auto erreichen kann, die Messen liest. Zum dritten dürfte es an der Zeit sein, die Spreu vom Weizen zu trennen. Nicht wahr, Herr Schüller?

 
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