25.05.2013 21:58 Merkliste 0

Prüller-Jagenteufel: Schönborns Reformerin

22.09.2012 | 15:38 |  von Duygu Özkan (DiePresse.com)

Pastoralamtsleiterin Veronika Prüller-Jagenteufel nimmt eine Schlüsselposition bei den anstehenden Kirchenreformen ein. Bis 2022 sollen die 660 Pfarren neu strukturiert werden. Mit ihr zu Besuch an der Basis.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

„Gott sei Dank“, sagt Johannes Neubauer und verweist mit einer ausladenden Handbewegung auf die symmetrisch angeordneten Holzbänke hinter ihm, „Gott sei Dank ist die Kirche am Sonntag immer voll.“ Ungewöhnlich klingt das, was der Pfarrer sagt. Volle Kirchen – manch anderer Geistlicher dürfte vergessen haben, wie sich das anfühlt.
An diesem ruhigen Nachmittag allerdings ist die Apostelpfarre, in der Neubauer vom Orden der Salvatorianer wirkt, menschenleer. Fast leer, denn neben ihm steht Veronika Prüller-Jagenteufel und pflichtet seinen Ausführungen mit einem leichten Nicken bei. Als Pastoralamtsleiterin der Erzdiözese Wien hört Prüller-Jagenteufel viel zu. Und genau in dieser Position – die Bischöfe weltweit selten Laien und noch seltener Frauen zutrauen – wird sie auch in den nächsten Monaten viel zu tun haben: Erst am Mittwochabend hat Kardinal Christoph Schönborn eine Radikalreform für die Kirche Wiens angekündigt.

Bis 2022 sollen die 660 Pfarren neu strukturiert, also zusammengelegt werden. Die Reformen werden auch Johannes Neubauer treffen, das weiß er. Seine Apostelpfarre befindet sich in einer nüchtern-grauen Asphaltlandschaft nahe der viel befahrenen Laxenburger Straße in Wien-Favoriten. Der redselige Priester wirkt hier seit 30 Jahren – und nur, weil sich die Bänke sonntäglich gut füllen, heißt das nicht, dass ihm nicht auch die Schäfchen davongelaufen sind. Der zehnte Gemeindebezirk ist bevölkerungsreich, aber katholikenarm. Nur rund ein Drittel der Favoritner ist Mitglied der Kirche. Daher wurde in diesem Bezirk auch das Pilotprojekt für die Reform „Apostel 2.1“ angesiedelt: 15 Pfarren gibt es hier, einige werden wohl zusammengelegt. Ende des Jahres liegt der Endbericht vor, er soll als Vorbild für die groß angelegte Reform dienen.

Priester bleibt Priester. „Natürlich ist es schmerzlich zu sehen, wie viele Menschen sich von der Kirche abwenden“, sagt Prüller-Jagenteufel in ruhigem Ton. Die Kirche sei aber nicht nur dort zu suchen, wo ein Pfarrer ist – sondern auch dort, wo Gläubige zusammenkommen. Mit dieser Einstellung werde sie sich den Reformen widmen, und diese Einstellung heißt auch, dass den Laien mehr Aufgaben und Kompetenzen übertragen werden. Dabei will die Pastoralamtsleiterin zwei Bereiche getrennt wissen: mehr Gestaltungsmöglichkeiten für Laien, aber die priesterlichen Aufgaben bleiben den Priestern vorbehalten.
Es ist diese weltkirchlich zu behandelnde Frage, die in in Österreich immer wieder für ein religiöses Erdbeben sorgt: Die Pfarrerinitiative rund um Helmut Schüller (und nicht nur sie) fordert die Priesterweihe für verheiratete Männer (und Frauen) – und fordert damit Rom heraus. Auch gegen die Reformpläne Schönborns hat Schüller Widerstand angekündigt. Damit ziehe sich die Kirche zurück, anstatt vor Ort stark zu werden. Daran glaubt Prüller-Jagenteufel jedoch nicht. Der verstärkte Einsatz von Laien könne einer Entfernung von der Kirche entgegenwirken. Zudem werde es nach der Reform nicht weniger Priester, und damit auch nicht weniger Eucharistiefeiern geben, wie von Kritikern befürchtet.

Im Garten der Apostelpfarre spazieren ein paar Kleinkinder auf noch wackeligen Beinen über den Rasen. Rund 90 Kinder werden hier betreut, an Bedürftige wird Essen ausgegeben, in den unteren Stockwerken des Gebäudes sind Flüchtlinge untergebracht, armenische Christen. Energisch führt der Pfarrer durch die Räume. Inwieweit die Reformen die in seiner Pfarre bestehenden Strukturen ändern wird, kann Neubauer noch nicht sagen. Nur so viel: Er wisse, dass eine Reform notwendig sei. Die Diözese habe eine enge Zusammenarbeit mit den Orden angekündigt. Ein notwendiger Schritt: Fast die Hälfte aller Pfarrer in der Wiener Diözese gehört einem Orden an.
Diese sollen sich im Reformprozess auf ihre ursprünglichen Stärken besinnen, sagt Prüller-Jagenteufel. Bei den einen ist es die Arbeit im sozialen Bereich, bei den anderen die Spiritualität. Und: Im Gegensatz zu den Diözesen habe innerhalb der Orden viel früher eine selbstkritische Reflexion eingesetzt: „Von ihnen können wir noch lernen.“ Neubauer kann zustimmen. Der mangelnde Nachwuchs habe die Orden dazu bewogen, sich die Frage zu stellen: „Wie kann es weitergehen?“

Die selbstkritische Auseinandersetzung sei weiteres Ziel der Reformen, sagt die Pastoralamtsleiterin. Nicht zuletzt die Missbrauchsfälle hätten gezeigt, dass eine transparente, moderne und zeitgemäße Kirche entstehen müsse. Neubauer ist derselben Meinung. Und er geht sogar noch weiter. Es müsse Laien auch möglich sein, Sakramente zu spenden. Zu sehen, dass ein Priester, der weder bei den Vorbereitungen war, noch die Gemeinde gut kenne, dafür „eingeflogen“ werde, sei für ihn ein „Stachel im Fleisch.“ Und selbst Priesterinnen kann er sich vorstellen. Das wiederum dürfte ein „Stachel im Fleisch“ der Kirchenleitung sein. ?

Die Presse, Print-Ausgabe, 23.09.2012

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

91 Kommentare
Gast: nicholasblarney
21.09.2012 07:56
5 7

Was soll das?

Was soll das, dass grad jene, die sich dauernd über "zuviel" Kirche aufregen, jetzt plötzlich Angst um "Rückzug von der Basis" haben? Das ist doch leeres Geschwätz. Zum einen sollte es auch Herr Schüller wissen: Gott beruft die Priester, und nicht sonstwer. Also wird auch die Anzahl derer, die er beruft, ihre Richtigkeit haben. Zum anderen haben sich die Zeiten geändert. Absolut nichts spricht dagegen, dass ein Pfarrer am Sonntag in drei benachbarten Kirchen, die er bequem mit dem Auto erreichen kann, die Messen liest. Zum dritten dürfte es an der Zeit sein, die Spreu vom Weizen zu trennen. Nicht wahr, Herr Schüller?

Re: Was soll das?

Kleine Einschränkung: Auch zum Priesteramt Berufene haben einen freien Willen und können daher "Nein" sagen. Da Gott unseren freien Willen unter allen Umständen respektiert, ist es möglich, daß es weit weniger Priester gibt als berufen wurden.

Antworten Antworten Gast: W.S.H.A.
21.09.2012 09:47
0 0

Re: Re: Was soll das?

Tatsache ist, dass Berufung inzwischen mit Beruf verwechselt und das so auch in etlichen Priesterseminaren weitergegeben wird. Dass die Ganzhingabe an Gott nicht mehr verstanden wird, ist ein Ergebnis davon.

Antworten Antworten Gast: Reg.
21.09.2012 09:46
1 0

Re: Re: Was soll das?

Tatsache ist, dass Berufung inzwischen mit Beruf verwechselt und das so auch in etlichen Priesterseminaren weitergegeben wird. Dass die Ganzhingabe an Gott nicht mehr verstanden wird, ist ein Ergebnis davon.

Dachte nicht, dass ich Prof. Zulehner mal zustimmen würde.


Gast: Warbol
21.09.2012 07:50
2 2

Leierkritiker

Nun denk ich zwar auch, dass die Reform die Protestantisierung der kath. Kirche einläutet, also eine ganz andere Kirche daraus wird und dies eigentlich ganz nach dem Geschmack von Schüller und Zulehner sein müsste, aber die beiden kritisieren aus Profession.

Der eine will vermutlich lieber eine Minigemeinde , um in der Welt herumfliegen zu können und Zeit zu haben seine Thesen anzuschlagen und der andere, um ihm gleich zu tun, anstatt mit hochdotierter Professorenpension eine Pfarre zu übernehmen und ganz für diese da zu sein.

Gast: vergilius
21.09.2012 06:21
7 8

hr. schüller kritisiert

kard. schönborn will priester als leiter von gemeinden - hr. schüller kritisiert. kard. schönborn will laien als gemeindeleiterinnen - hr. schüller kritisiert. was will der schüller überhaupt anderes, als seine ergüsse in der presse lesen? und hrn. zulehner stünde es auch gut an, sich einmal zurückzuhalten. sind diese herrn nur zum matschkern auf die welt gekommen. ab in die pfarrpastoral und net nur auf regimentskosten durch die lande ziehen und protestieren!

Gast: SE42
21.09.2012 02:28
4 8

Sudern

Schüller soll endlich mal die Schnauze halten. Er liest gerade mal zwei Messen in der Woche in einer Pfarre und sudert rum, dass die Pfarrer zu viel zu tun haben. Das stimmt zwar auch, aber eher bei denen die drei - nach der Reform sechs Pfarren - zu versorgen haben und nicht dauernd rumjammern, wie dieser Schüller, der lieber mal die Ärmel hochkrempeln sollte!

Bitte sagt jetzt,

wenn ich auch soviel nutzloses Zeug schreibe.

Gast: Corvin
20.09.2012 23:07
15 8

So sprach ein Papst

Papst Alexander VI sagte:
"Jede Religion ist gut, die beste aber - die dümmste."
Er sprach es aus, was alle Päpste vor und nach ihm dachten. "Rom kann nur herrschen, wenn die Welt dumm ist".
Des großen Alexander Reich zerfiel; das der alten Römer und das Napoleons ging in Trümmer; sie waren gebaut auf der Gewalt der Waffe. Aber das Katholiken Reich besteht schon 2000 Jahre und wird wer weiß noch wie lange bestehen, denn es ruht auf dem solidesten Fundamtent - auf der Dummheit der Meschen.

Re: So sprach ein Papst

Danke für die Klassifizierung als dummer Mensch für (über eine Milliarde Menschen).

Antworten Gast: farnese
21.09.2012 07:25
7 9

Noch schlimmer ist die eigene Dummheit, wenn man im 21. Jh. auf eine Aussage eines Papstes des 15.Jh. zurückgreift

der zudem auch noch alles andere war als ein geistliches Oberhaupt, sondern vielmehr weltlicher Fürst mit Gier nach Macht.

4 6

Es muss sich um ein gutes Projekt handeln,

wenn Schönborn von links außen und rechts außen gleichsam dafür kritisiert wird.

Re: Es muss sich um ein gutes Projekt handeln,

Sie meinen also,der Schönborn ist kein konservativer Rechts-Außen der Katholischen Kirche?

Auf welchem Holodeck des Vatican-Konzernes leben Sie?

Antworten Antworten Gast: Qosim
21.09.2012 07:34
5 4

Fishhof bleib bei deinem Leisten

Du magst von Biologie eine Ahnung haben, aber von der kath. Kirche bestimmt nicht

Antworten Antworten Gast: Qosim
21.09.2012 07:28
2 2

Fischhof bleib bei deinem Leisten

Du magst von Biologie eine Ahnung haben, aber von der kath. Kirche bestimmt nicht

Warum immer Herr Z.?

Ich habe noch nie verstanden, warum in den Medien zu Kirchenthemen immer nur ein einziger Theologe zu Wort kommt. Gibt es sonst keine? Warum immer nur der eine, der offenbar nur eines kann: dagegen sein. Wohl nur deshalb, weil sein Widerspruch so schön medienwirksam ist. Schade, daß Die Presse da auch mitmacht.

Re: Warum immer Herr Z.?

Der ORF lässt überhaupt nur seine linksgerichteten Experten zu Wort kommen. Ist das noch nie aufgefallen, dass im ORF immer die selben Experten zu Rate gezogen werden?

Antworten Gast: EasyGoin
21.09.2012 07:37
6 4

Zulehner ist der Pelinka der Religion. Benötigt man eine linke Stellungnahme, so ruft man Zulu


Antworten Antworten Gast: nicholasblarney
21.09.2012 07:59
3 3

Re: Zulehner ist der Pelinka der Religion. Benötigt man eine linke Stellungnahme, so ruft man Zulu

Das haben Sie treffend formuliert.

6 6

Re: Warum immer Herr Z.?

Herr Z. überschreitet mit seinen Stellungnahmen als Emeritus schon seit geraumer Zeit die Grenzen seiner Kompetenz.


7 3

Re: Re: Warum immer Herr Z.?

Das ist ein Problem in der Kirche. Wenn man eine eigene Meinung hat, überschreitet man seine Kompetenz.

Antworten Antworten Antworten Gast: H.K.
21.09.2012 07:41
2 5

Re: Re: Re: Warum immer Herr Z.?

Sie scheinen in der Sache nicht sonderlich bewandert zu sein, oder?

5 4

es ist eigentlich vollkommen egal

wie der seine verbliebenen 5% schäfchen verteilt und bedient....

der vferein braucht mehr geld für die erhaltung der strukturen für die häuptlinge, da wird halt bei den gläugigen gespart -aber es sind eh schon kaum mehr welche da....

es werden noch mehr davonlaufen....

mit christentum hat diese kirche sowieso nicht zu tun!

Gast: Niki Strobl
20.09.2012 22:19
4 1

Lange Wegstrecken?

"Letztlich könne das, so die Befürchtung Zulehners, zu einer Entwöhnung der Gläubigen von der Eucharistie führen."

Als hätten wir diese Entwöhnung nicht schon längst hinter uns, und zwar aus allen möglichen anderen Gründen.

Gast: ArchCatholic
20.09.2012 21:32
5 4

Vorbild der Euchristie ist das letzte Abendmahl

das JESUS inmitten seiner (ihm vertrauten) Jünger feierte - nicht am Marktplatz mit 1000 Leuten die er nicht kennt.

Kern des Christentum ist das persönliche Gebet, danach die Gemeinschaft, mit der Ehe, der Familie als Kern.

Dieselbe Kirche die gegen alle "sozialistischen" Maßnahmen zur Zertrümmerung der Familie, der dortigen Seelenbindungen durch ein anonymes, seelenloses Kollektiv Sturm gelaufen ist -

ersetzt jetzt die Pfarrgemeinde (als nächste Ebene der Gemeinschaft nach der Familie) durch eine "Großgemeinde" - was ist das bitte anders als ein sozialisitisches, anonmyes, seelen- und bindungsloses Kollektiv ?

Sind hier die Gesamtschul-Apologeten, die Total-EU-Fans am Werk ? Derselbe Fehler des Nicht-Anerkennes der SEELE des Menschen und deren Bedürfnisse.

Dem Schüller wirft man vor ein Linker zu sein, selbst ist man noch viel ärger.

Grundlage des Christentums ist GOTT und die SEELE des Menschen, die Liebe, Wärme, Geborgenheit, Nähe, natürliches, organisches Wachstum braucht, Reifung - nicht technokratische AKH-Athomsphäre oder die "Nähe" eines Autokinos.

Dieser Plan der Mitarbeiter des Herrn Kardinals ist sicher nicht IHM und SEINEM HEILIGEN GEIST sondern eher dem Gegenspieler entsprungen. Wer zieht hier die Fäden ?

Das ist ein Zertrümmerungsprogramm der Kirche, kein Neubeginn.

Das ich mal mit Herrn Schüller in einem Boot sitze hätte ich mir nie träumen lassen, ein Zeichen wie sehr schlecht der Kardinal beraten wird.

Antworten Gast: coram
21.09.2012 08:15
1 1

"Sozialistisches Kollektiv", bei allem Respekt, aber das ist ein besonderer Unsinn. Derartig kleine Gemeinden wie wir sie u.a. haben, sind teils Erbe der Reform unter Kaiser Joseph II., aber sind vor allem keine Voraussetzung für eine Meßfeier, die in allen Zeiten kleine und große Zusammenkünfte kannte und auch in Zukunft bei größeren Pfarreinheiten möglich sein werden

Zum einen ist die kath. Messfeier bzw. Eucharistie nicht eine 1:1 Reproduktion des Letzten Abendmahls, sondern wird durch Jesu Tod und Auferstehung zu etwas Neuem, zum anderen vergessen Sie, dass Jesus auch vor Massen, also vor Tausenden gepredigt hat und dies gleichfalls zur Meßfeier gehört und dies keineswegs so innig im vertrauten kleinen Kreis stattfand.

Antworten Antworten Gast: Shalom
21.09.2012 21:13
1 0

Re: "Sozialistisches Kollektiv", bei allem Respekt, aber das ist ein besonderer Unsinn. Derartig kleine Gemeinden wie wir sie u.a. haben, sind teils Erbe der Reform unter Kaiser Joseph II., aber sind vor allem keine Voraussetzung für eine Meßfeier, die in allen Zeiten kleine und große Zusammenkünfte kannte und auch in Zukunft bei größeren Pfarreinheiten möglich sein werden

Abendmahl hielt ER im Kreis SEINER Jünger, auch nach der Auferstehung erschien ER nur seinen Jüngern oder IHM Nahestehenden.

Es wäre IHM sicher absolut möglich gewesen nach der Auferstehung am Forum Romanum mit Pauken, Getöse und Granaten zu erscheinen oder im Tempel - ER tat es nicht.

ER blieb in Kreis der Stille, der Geborgenheit, der stillen Ehrfurcht, der Liebe, des Vertrauens, der geliebten Menschen kurz: der Gefühle die durch langsam gereifte Beziehungen entstehen. Verinnerlichung statt Marktplatzathmosphäre.

Genau die Marktplatzathmosphäre hatte ER im Tempel ja angegriffen.

Genau die war der Auslöser des Betreibens SEINER Ermordung durch höchste religiöse Amtsinhaber.

Re: Vorbild der Euchristie ist das letzte Abendmahl

Wo Sie recht haben, haben Sie Recht.

Wozu Basis?

Karteileichen sind doch genauso gut wie echte Katholiken. Und sie haben den Vorteil, dass sie nicht zurückreden - man kann sie aber auch nicht missbrauchen, außer als Karteileiche.

Gast: Murmel
20.09.2012 20:37
5 8

Déjà vu

Mir fällt zu Schüller langsam nichts mehr ein, aber ihm und seinem Adlatus Zulehner offenbar auch nichts Neues mehr. Fad

Gast: gast k
20.09.2012 20:22
5 10

stehaufmanderl

wow - "wir werden notfalls auch dagegen aufstehen" - schüller, der revolutionär, endlich wieder wie wir ihn kennen! wo war er nur so lange? auf urlaub, auf vortragstounee oder im untergrund flugblätter drucken, konspirative sitzungen abhalten und pfarrerinitiativen anheizen? oberpeinlich, der mann! langsam wird mir schönborn im vergleich geradezu sympathisch.

Gast: Hermina P.
20.09.2012 20:12
1 3

Werbeträger Zulehner?

So was, jetzt ist Zulehner auch noch in die Werbung gegangen .... Oder ist es für das im letzten Satz genannte Unternehmen in Not eher Rufmord?!

Gast: Der Jakobi
20.09.2012 19:14
4 4

Wusste gar nicht, dass SchüllerZulehner so eucharistisch orientiert sind...

Oder ist das schlicht die gewohnte Fundamentalkritik über alles und jeden?

Antworten Gast: Opinio
21.09.2012 08:23
1 3

Dieser Widerspruch lässt sich auch darin festmachen, dass Schüller zwar heftig den Reisetourismus der Pfarrer kritisiert, die in anderen Pfarren aushelfen, selbst aber offensichtlich so unterbeschäftigt ist in seiner Minipfarre, dass ihm viel Zeit bleibt herumzufliegen und sein Unsaat allerorten auszustreuen.


Warum nicht wie die Post

Hl. Messen mit Subunternehmern und Frachise Partnern künftig in Wirtshäusern und Trafiken anbieten!

Antworten Gast: Prima
21.09.2012 08:26
0 0

Eine gute Idee, allerdings nicht neu, denn Messen wurden allerorten gefeiert und zu den Leuten muss man ohnehin gehen


Re: Warum nicht wie die Post

Dann gehen ja diese Wirtshäuser auch noch pleite.

Wer hört sich schon freiwillig den Schmarren an was die verzapfen. Kaum jemand.

4 9

Seit wann macht sich Zulehner Sorgen um die Eucharistie?

Die Eucharistie ist das Sakrament des sich immer neu zur Gemeinschaft der Gläubigen (Kirche) Bekennens. Wer noch in die Kirche geht, um dieses Sakrament in dieser Weise zu begehen, gehört zu einer Minderheit, um die es hier sowieso nicht geht.

In Wirklichkeit geht es um den voranschreitenden Verlust des Glaubens und des Wissens darum. Da hilft es nicht, in jedem Kuhdorf eine Messe zu feiern.

Bei den Menschen sind die Priester am besten dann, wenn sie nicht - wie Schüller - ständig auf Tournee gehen.

Antworten Gast: oppitzer
20.09.2012 18:05
8 1

Re: Seit wann macht sich Zulehner Sorgen um die Eucharistie?

Was schwafelst du da, scoius???

4 8

Re: Re: Seit wann macht sich Zulehner Sorgen um die Eucharistie?

ach, mich nervt dieses Raunzen des Herrn Schüller...

Gast: SE56
20.09.2012 17:18
4 8

Klappe

Schiller sollte wirklich mal die Klappe halten - er liest als Pfarrer ganze zwei Messen in der Woche und betreut nur eine Pfarre. Da soll er mal ganz ruhig sein bitte.

Antworten Gast: Gast xxxxx
20.09.2012 19:06
6 1

Re: Klappe

Schiller war doch wohl jemand anderer.

Antworten Gast: noch Katholik
20.09.2012 17:57
7 4

Re: Klappe sollte Schönborn halten!


Antworten Antworten Gast: Kirchengeschädigter
20.09.2012 18:06
7 4

Re: Re: Klappe sollte Schönborn halten!

RICHTIG!

Gast: SE42
20.09.2012 17:17
9 0

Pfarren

"Unser" Pfarrer in NÖ betreut zurzeit drei Pfarren - nach der "Reform" werden es sechs sein, ohne, dass er einen weiteren Priester oder sowas als Unterstützung bekommt. Er hat keine Ahnung, wie er das schaffen soll ... ich auch nicht.

Antworten Gast: St. Stephan
20.09.2012 17:52
3 7

Re: Pfarren

Bitte nicht schon schimpfen, bevor Ergebnisse vorliegen. Die Fälle werden einzeln angesehen, wie betont wurde.

Gast: Gast yxyx
20.09.2012 17:17
10 4

Widerstand gegen Schönborns Reformpläne

Als Nicht-Katholik (ich bin froh, dass ich bereits vor Jahrzehnten aus Überzeugung - und nicht nur wegen des Kirchenbeitrags - ausgetreten bin) empfinde ich Schüllers Initiativen nicht nur mutig, sondern auch weit zeitgemäßer als das diktatorische Verhalten Schönborn. Wenn hier jemand "verkrustet" und antiquiert ist, dann ist es der Kardinal.
Beim Lesen der Postings kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier die Schüll-Gegner mobilisiert wurden!

Re: Widerstand gegen Schönborns Reformpläne

In meinem "Pfarrkreis" betreut der Pfarrer vier ehemalige Pfarrgemeinden. Sehr viele Aufgaben übernahmen Laien. Es gibt sogenannte "Pfarrzellen", die Nähe und Hilfe zum Gläubigen bringen. Diese Pfarrzellen werden von Laien geleitet. Funktioniert sehr gut und die Menschen scheinen sich sejr wohl zu fühlen.

Antworten Gast: heanznbua
20.09.2012 18:47
1 6

Re: Widerstand gegen Schönborns Reformpläne

Ich frag mich, wer hier verkrustet ist? Herr Schüller, der den status quo einzementieren möchte oder Kard. Schönborn, der sieht, dass es so nicht mehr lange geht?

Die falschen Schreiber hier!

Nach diesen Kommentaren würde ich sagen, da sind keine Kirchengeher unter den Schreiberlingen.