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Papst fordert "ethisches Fundament" für Finanzmärkte

22.09.2012 | 16:36 |   (DiePresse.com)

Der Papst fordert, dass sich die Politik nicht einzig auf die "Logik des Marktes" beschränken dürfe.

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Papst Benedikt XVI. hat christlich-demokratische Politiker aufgerufen, ein "solides ethisches Fundament" für das globale Finanzsystem zu schaffen, wie Kathpress berichtete. Die Krise verpflichte dazu, "unseren Weg neu auszurichten, uns neue Regeln zu geben und neue Formen des Engagements zu entwickeln", sagte der Papst am Samstag in Castel Gandolfo vor christlich-demokratischen Politikern aus mehreren Kontinenten. Das Fehlen eines solchen Fundaments habe zur gegenwärtigen Finanzkrise beigetragen.

Die Politik dürfe sich nicht einfach darauf beschränken, der "Logik des Marktes" zu folgen, sondern müsse das Bemühen um das Gemeinwohl in den Mittelpunkt stellen, so Benedikt XVI. In den vergangenen Monaten waren mehrere teils brisante Dokumente aus dem Vatikan an die Öffentlichkeit gelangt, so etwa über das umstrittene Finanzgebaren der Vatikanbank IOR.

Schutz des Lebens

Der Papst forderte die Politiker zugleich zum Schutz des Lebens und der Ehe auf. Sie müssten gegen Abtreibung, Sterbehilfe und jede Form von Eugenik eintreten. Indirekt wandte er sich auch gegen eine Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften. Die "Tendenz zu einer wachsenden Isolierung des Individuums" müsse umgekehrt werden, so Benedikt XVI.

Benedikt XVI. sprach Kathpress zufolge vor mehr als 100 Mitgliedern der Christlich Demokratischen Internationale, die bis Samstag in Rom tagte. Präsident des Weltverbandes ist gegenwärtig der Italiener Pier Ferdinando Casini, Vorsitzender der christlich-demokratischen Partei UDC. Nach Medienberichten soll sich unter den Teilnehmern der Papstaudienz auch der syrische Oppositionspolitiker George Sabra befunden haben.

(APA)

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14 Kommentare

mir fällt da die EAV ein

"hummanismus und menschliche ethik bringen keine kohle darum hammas auch nicht nötig"


Gast: Kuya
24.09.2012 07:06
3 0

dem Markt fehlt die politische Verantworung

. . . oberstes Gebot der öffentlichen Hand, ausgeblichen zu bilanzieren.
Soziale Gerechtigkeit, die Schulden müssen von den überdurchschnittlichen Einkommen und Gewinnen abgetragen werden.
Mindesteinkommen gleich einem Vorsteuerrabatt und Umverteilung via Einkommenssteuer.
Persönlichkeitswahl!

Gilt

das auch für die Finanzgeschäfte des Vatikan?

Gast: TvA
23.09.2012 01:12
0 0

der Prophet gilt nix im eigenen Land ...

Was beinhaltet des deutschen Papstes "Floskel" denn genau? "Schlag bei (google hilft...)" Platon, Nomoi nach, völlig "unchristlich" und doch genau und n-i-e im Widerspruch zur judeo-christlichen Überlieferung. Zu hoch für die großgermanischen ungläubigen Foristen? Schade! Oder gibt's noch Hoffnung (haTikwa), dass die Vernunft des Menschen nicht nur potentiell, sondern auch aktuell ist?

Gast: UKW
22.09.2012 19:25
4 2

Hat der syrische Oppositionspolitiker auch seine Waffen zum Segnen mitgebracht?

Wie ging nochmal der Spruch? Wenn dich dein Bruder auf die rechte Wange schlägt, halte ihm die Kalaschnikow unter die Nase? Oder so ähnlich?

Gutes Beispiel: Kirche legt sämtliche Investments offen


Sorry, bin erst nach Verschicken dieses Kommentars aufgewacht. Muss ein Traum gewesen sein.

Gast: Mammon
22.09.2012 19:04
3 1

"Papst fordert "ethisches Fundament" für Finanzmärkte"

- und was beinhaltet diese Floskel aus seiner Sicht genau?

Gilt diese Ethik

auch für diverse Aktien-Beteiligungen des Vatican-Konzern?

Re: Gilt diese Ethik

natuerlich nicht

der vatikan ist weiterhin die groesste geld-waschmaschine weltweit. dagegen ist die schweiz ein sandspielkasten fuer kinder.

diese leute sind meister im wasser predigen und wein trinken

der neue kreuz-zug der katholiken ist offenbar nicht mehr "gegen die unglaeubigen" sondern gegen den markt.

die kirche half auch schon in den 30er jahren mit, einen gewissen hernn aus braunau an der macht zu halten, speziell wegen der damals implementierten kirchensteuer.
so wird jetzt mitgeholfen weltweiten sozialismus einzufuehren. unter dem mantel des schutz des lebens.


Gast: Selig die Winner
22.09.2012 17:10
1 0

Zins und Zinseszins kennen keine Ethik,

sondern nur die Exponentialfunktion. Man kann der Mathematik nicht mit Ethik beikommen.

Antworten Gast: TvA
23.09.2012 01:24
1 0

Re: Zins und Zinseszins kennen keine Ethik,

wetten doch? Wenn man ein Angebot macht, das -einfach- nicht abgelehnt werden kann? everything goes ...

Antworten Antworten Gast: Selig die Winner
23.09.2012 18:38
0 0

Re: Re: Zins und Zinseszins kennen keine Ethik,

ja, das "Corleone-Prinzip"...

Gast: Nebelkerzerl
22.09.2012 16:59
6 1

Erst mal vor der eigenen Tür kehren.


Vielleicht sollte der Herr Papst doch einmal die eigenen Vorgaben beachten, nämlich das Zinsverbot

http://de.wikipedia.org/wiki/Zinsverbot
Zitat
Im christlich geprägten mittelalterlichen Europa galt seit dem 12. Jh. ein allgemeines Zinsverbot.


Antworten Gast: 'Su Nuracxi
22.09.2012 20:39
1 4

Re: Erst mal vor der eigenen Tür kehren.

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