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"Vatileaks"-Affäre: Kurzer Prozess zum Auftakt

29.09.2012 | 17:25 |   (DiePresse.com)

Nur drei Stunden dauerte der erste Prozesstag gegen den Papst-Kammerdiener, der ein Maulwurf war. Dann wurde vertagt.

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Öffentliche Verfahren sehen üblicherweise anders aus: Der Prozess gegen den früheren Kammerdiener des Papstes, Paolo Gabriele, wurde am Samstag in einem kleinen Gerichtssaal hinter der Peterskirche eröffnet. Zu den Verhandlungen wurde lediglich ein Pool aus acht Printmedien- und Agenturjournalisten zugelassen, die den Kollegen dann über die Entwicklungen des Prozesses berichteten. Fotos oder TV-Bilder des Angeklagten im Gerichtssaal gab es keine.

Immerhin führen drei Richter das Verfahren gegen den 46 Jahre alten Gabriele. Dem früheren Kammerdiener von Papst Benedikt XVI. wird Diebstahl und Weitergabe von päpstlichen Dokumenten vorgeworfen. Dafür drohen dem Vater von drei Kindern vier Jahre Haft, die er in einem italienischen Gefängnis verbüßen müsste, weil der Vatikan keine eigenen Gefängnisse hat.

Gabriele sieht sich als „Agent des Heiligen Geistes". Laut Anklageschrift wollte der vom Papst „Paoletto" (Paulchen) gerufene Kammerdiener Korruption im Kirchenstaat aufdecken und ausmerzen: Er habe überall in der Kirche Übel und Korruption gesehen, über die der Papst nicht hinreichend informiert sei.
Die von Benedikts Mitarbeiter gestohlenen und von italienischen Medien veröffentlichten Dokumente deuteten auf einen Machtkampf im Vatikan auf höchster Ebene hin. Mit Gabriele ist ein Computertechniker angeklagt, dem wegen Beihilfe ein Jahr Haft droht. Das Verfahren gegen ihn wurde am Samstag ausgeschieden. Wann er sich verantworten muss, war unklar.


Mehrere Zeugen sollen bei den nächsten Gerichtsverhandlungen gegen Gabriele einvernommen werden. Zu ihnen zählen auch der Privatsekretär des Papstes, Bischof Georg Gänswein, sowie eine Haushälterin des Heiligen Vaters aus der Geistlichen Gemeinschaft „Memores Domini" und sechs Gendarmen.
Auch Gabriele soll bei der Verhandlung am kommenden Dienstag aussagen. Er wurde gestern von einigen Gendarmen in den Gerichtssaal eskortiert. Kein Familienangehöriger begleitete den Ex-Butler, der regungslos den Prozessauftakt verfolgte.s-6;0s ?s-6;0s

 

 

(APA)

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9 Kommentare
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AH

es gibt wieder ein forum für die kircheninsider, die sich gaaaaanz genau auskennen.

Im Vergleich

zum Papst wirkt der Stronach wie ein Jüngling!

Antworten Gast: Dieser Gastname kann nicht verwendet werden.
29.09.2012 15:03
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Re: Im Vergleich

Also, jemandem sein Alter zum Vorwurf zu machen, ist ja wirklich das Letzte! Überlegen Sie sich bitte, ob Sie nicht vielleicht ein bisschen (oder auch sehr) menschenverachtend sind.

Antworten Antworten Gast: Dieser Gastname kann nicht verwendet werden.
29.09.2012 22:41
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Re: Re:Da schau her! Schon 4 rote Stricherln!

Ich nehme einmal zu Gunsten der Rotstrichler an, dass sie nur Fans von diesem Aaron Fishhof sind, und nicht, dass sie meinen, alle über 85 sollte man wegeuthanasieren.

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Re: Im Vergleich

...aber nur, solange Stronach nicht den Mund aufmacht.

Re: Re: Im Vergleich

Bitte,bitte!

Frank kann stundenlang frei und locker reden,

der Papst hingegen bekommt schon einen Schwächeanfall,

wenn er von einem Zettel einige Minuten etwas vorlesen muß!

Gast: Gast AO
29.09.2012 10:58
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@ Papst-Kammerdiener vor Gericht



Und was ist mit den Hintermännern?



Re: @ Papst-Kammerdiener vor Gericht

Sie meinen Opus Dei?

Antworten Antworten Gast: smilodon
29.09.2012 15:04
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Re: Re: @ Papst-Kammerdiener vor Gericht

Du meinst, Opus Dei steckt hinter den Diebstählen?