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"Vatileaks": 1,5 Jahre Haft für Ex-Papstdiener

06.10.2012 | 12:33 |   (DiePresse.com)

Der ehemalige Kammerdiener des Papstes, Paolo Gabriele, soll vertrauliche Dokumente kopiert und einem Journalisten zugespielt haben. Die Anklage hatte vorab drei Jahre Haft gefordert.

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Im Diebstahlsprozess gegen den früheren päpstlichen Kammerdiener Paolo Gabriele hat das vatikanische Gericht den Butler zu 18 Monaten Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte eine dreijährige Haftstrafe gefordert. Strafmildernde Umstände wurden vom Gerichtspräsidenten Giuseppe Dalla Torre berücksichtigt. Gabriele wird für die Prozesskosten aufkommen müssen.

Gabrieles Verteidigerin Cristina Arru hatte einen Freispruch für ihren Mandanten gefordert. Der 46-jährige Gabriele habe nichts gestohlen, sondern sich die Papiere vom päpstlichen Schreibtisch nur zu Unrecht angeeignet.

"Ich fühle mich nicht als Dieb"

Als strafmildernde Umstände betrachtete Gerichtspräsident Giuseppe Dalla Torre die Tatsache, dass der frühere Kammerdiener Paolo Gabriele nicht vorbestraft sei, dass er mehrere Jahre im Vatikan gedient und dass er Reue für seine Tat gezeigt hatte. Der 46-jährige Butler beobachtete regungslos die Urteilsverkündung. Als er den Gerichtssaal verließ, grüßte er die Anwesenden, darunter seinen Vater, und lächelte.

Gabriele dürfte die Haftstrafe in einem italienischen Gefängnis absitzen, da es im Vatikan keine Strafanstalten gibt. Fraglich ist, ob der Papst jetzt seinen Ex-Kammerdiener begnadigen wird, nachdem dieser sich für schuldig erklärt hatte. Gabriele sagte in seinem Schlusswort, er habe aus tiefer Liebe zu der Kirche und zum Papst gehandelt. "Ich fühle mich nicht als Dieb", berichteten vom Vatikan zugelassene Prozessbeobachter am Samstag nach der Verhandlung.

Dokumente für den Seelsorger

Gabriele wird vorgeworfen, vertrauliche Dokumente kopiert und dem italienischen Journalisten Gianluigi Nuzzi zugespielt zu haben. Der vatikanische Staatsanwalt, Nicola Picardi, berichtete in seinem Schlussplädoyer am Samstag, dass Gabriele seinem Seelsorger, Pater Giovanni Luzi, einige Dokumente weitergegeben habe, die dann in Nuzzis Bestseller "Sua Santitá" (Seine Heiligkeit) veröffentlicht wurden. Luzi berichtete, er habe die Dokumente verbrannt.

Acht vom Vatikan zugelassene Journalisten nahmen an der letzten Verhandlung teil und informierten danach zusammen mit Vatikan-Sprecher Federico Lombardi die Medien.

(APA)

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6 Kommentare
Gast: Gibor
06.10.2012 17:44
2 0

Missionarstellung gestattet

andere Stellungen wären Sünde.

### Weisrussland ### Kammerdiener des Staatsoberhaupts verurteilt ### 1,5 Jahre Haft ###


Gast: Sacha
06.10.2012 17:31
0 0

Sacha

Ja Ja Ja! Und diese prozess? Ge bitte!!

http://federation-pro-europa-christiana.org/wordpress/?p=4264

Sacha

Gast: Gibor
06.10.2012 17:16
1 0

Mit Kammerzofe wäre das nicht passiert

deshalb meinen Rat, kostenlos, an den Papst:

Zofen sind besser.

Gast: xxx yyy
06.10.2012 16:30
0 0

war das eine Sünde ?


Dann müsste der Papst ja Absolution erteilen, oder ?

Wahrscheinlich war es keine Sünde.

Gast: Stevenson
06.10.2012 15:53
0 1

240450

Da muss jetzt aber der Kammerdiener des Inseratenkanzlers, dieser Burgenländer, verdammt aufpassen, sonst geht der noch für seinen Chef ins Häfn.