IKG-Präsident: "Die Beschneidung ist nicht brutal"

20.12.2012 | 18:14 |  RAINER NOWAK UND OLIVER PINK (Die Presse)

Der neue IKG-Präsident Oskar Deutsch über Engelberg, Muzicant, Strache und Stronach sowie die Notwendigkeit, in Sachen Beschneidung juristisch zu handeln.

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Die Presse: Sie wollen öffentlich darüber nicht sprechen, wir versuchen es dennoch: Sie haben Ronald Lauder, dem Präsidenten des Jüdischen Weltkongresses, Hausverbot erteilt, da er Vorstandsmitgliedern der IKG 4,5 Millionen Euro angeboten haben soll, damit diese Ihren Rivalen, Martin Engelberg, zum IKG-Präsidenten wählen.

Oskar Deutsch: Das sind interne Angelegenheiten. Ich bringe das nicht nach außen.

Was überrascht, ist die Härte, mit der dieser IKG-Wahlkampf geführt wurde – so unversöhnlich.

Was ist unversöhnlich? Sie wissen, bei uns wird viel diskutiert. Was ich verurteile, ist, dass der Wahlkampf in die nicht jüdischen Medien getragen wurde. Und zwar nicht von mir. Ich habe aber kein Problem mit Martin Engelberg. Er hatte das Recht wie jeder andere zu versuchen, IKG-Präsident zu werden. Es ist ihm nur nicht gelungen.

Eine Ihrer ersten Handlungen war eine Anzeige gegen die „Initiative gegen Kirchenprivilegien“, die ihrerseits den Beschneider Schlomo Hofmeister angezeigt hat. Muss man im Jahr 2012 unbedingt an einem archaischen Brauch festhalten, der, egal, wie man es dreht und wendet, letztlich ein Akt der Gewalt an Kindern ist?

Gemeinderabbiner Hofmeister hat gemeint: Wenn man ein kleines Kind erstmals in seinem Leben in eine Badewanne setzt, wird es auch weinen. Die Beschneidung ist nicht brutal. Und die Religion ist die Religion. Und wenn die Religion vorsieht, dass ein Junge nach acht Tagen beschnitten wird, dann ist das so – nicht nur bei den religiösen Juden, sondern auch bei den säkularen. Dieses eine Gebot der Beschneidung wird von 99,9 Prozent aller Juden weltweit eingehalten. Ich habe viele Mails und Briefe von Mitgliedern der Gemeinde bekommen, die wirklich besorgt waren. Und mit der Anzeige wollten wir jetzt zeigen: Wir müssen von Anfang an solche Sachen im Keim ersticken.

Ihr Vorgänger, Ariel Muzicant, war relativ rasch mit der sogenannten Antisemitismus- oder Nazi-Keule zur Hand. Er hat etwa in der Debatte über ein Beschneidungsverbot von einer neuen Shoa gesprochen. Sie wirken da verbindlicher.

Ich will Muzicant nicht interpretieren: Aber wenn diese Säule des Judentums nicht erlaubt ist, werden viele Juden hier nicht leben können. Ich glaube, man muss auch provokant argumentieren, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich habe mich auch bisher schon klar geäußert, wenn Antisemitismus aufgekommen ist. Und ich bemühe mich, Europas Politiker dafür zu sensibilisieren, dass man bei dem, was in Ungarn stattfindet, nicht wegschauen darf: dass Juden oder Roma physisch angegriffen werden. Hier würde ich fast sagen: Wehret den Anfängen!

Sehen Sie in der Gesellschaft Tendenzen gegen die Religionen?

Es gibt beides: eine Bewegung in Richtung Religion und eine dagegen. Gerade bei uns im Judentum gibt es eine traditionelle Mitte. Und diese Mitte wird immer geringer.

Die Kultusgemeinde verliert zusehends Mitglieder. Sie wollen gegensteuern. Wie?

Es gibt in Wien rund 8000 Juden, die nicht Mitglied der Kultusgemeinde sind. Da haben wir schon erfolgreich eine Initiative gestartet. Dann planen wir über die Rot-Weiß-Rot-Card eine gezielte Einwanderung – rund 150 Familien per anno. Um sicherzustellen, dass es hier auch in den nächsten 30, 40 Jahren eine jüdische Gemeinde gibt.

Jüdische Zuwanderer aus Osteuropa oder Zentralasien leben anders – auch und gerade ihr Judentum. Wie kann das funktionieren? Eventuell nur in Parallelgemeinden?

Da kann ich Ihnen nicht recht geben. Die Kultusgemeinde ist beispielhaft für gelungene Integration. Daher ist es wichtig, diese Einheitsgemeinde zu bewahren. Das gibt es nicht mehr in vielen Ländern Europas.

Dann könnte es sein, dass es irgendwann einen bucharischen Präsidenten gibt.

Es könnte einen Präsidenten geben, der in Österreich geboren ist und bucharische Vorfahren hat. Allerdings: Mein Vater kam aus Klausenburg, meine Mutter aus Lemberg.

Haben Sie schon mit Bundespräsident Heinz Fischer gesprochen, der ein prononcierter Verfechter des UN-Beobachterstatus für Palästina ist?

Ja, ich war vor einigen Tagen bei ihm. Wir haben uns über alles Mögliche unterhalten.

Mit dem Ergebnis: We agree to disagree?

Genau so ist es. Es gibt viele Themen, bei denen wir einer Meinung sind. In Sachen Naher Osten haben wir uns aber noch nicht geeinigt. Schade, dass Österreich hier nicht neutral ist – sondern vermehrt Resolutionen pro Palästina unterstützt.

Vielleicht weil ein kleines Land dazu tendiert, sozusagen zum Kleineren und Unterlegenen zu halten?

Ich glaube, dass es Interessen gibt.

Welche Interessen?

Wirtschaftliche.

Mit dem arabischen Raum?

Genau.

Und um muslimische Wähler zu gewinnen?

Kann auch sein.

Haben Sie Kontakt zu FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache beziehungsweise werden Sie ihn suchen?

Nein, dafür gibt es überhaupt keinen Grund– wenn Sie sich dessen Umgebung anschauen. Was soll ich mit denen anfangen? Nur weil sie jetzt nach Israel fahren?

Wie ist Ihr Verhältnis zu Frank Stronach?

Er hat ein großes Herz. Das zeigt er, indem er unsere Institutionen sponsert.

Darf man Sie fragen, wie Sie bei der Heeresvolksbefragung am 20. Jänner stimmen werden?

Es ist eine geheime Wahl. Und ich habe Kinder, die dann zum Militär gehen müssten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.12.2012)

 
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92 Kommentare
Koprolalist
21.12.2012 11:53
19

Jahwe ist ein Sadist.

Q.E.D.

Antworten Minimaximus
21.12.2012 12:10
13

Re: Jahwe ist ein Sadist.

Nein. Menschen sind Sadisten. Irgendwo sitzt gerade Gott auf einer Wolke und weint.

Ich bin der festen Überzeugung, dass Gott diese Verstümmelung gerade nicht gutheißt. Gott hat den Mann mit Vorhaut erschaffen, warum sollte er wollen, dass wir Menschen daran herumschnippeln?

Antworten Antworten WM
21.12.2012 16:06
1

Re: Re: Jahwe ist ein Sadist.

So ein armer, bedauernswerter Gott. Er kann ja nichts dafür...

Antworten Antworten Antworten bosaudf
23.12.2012 16:00
2

Re: Re: Re: Jahwe ist ein Sadist.

Wenn es Jahwe wirklich gäbe, könnte er sich ja mal zu Wort melden.

Es gibt keinen Jahwe. Es gibt einen "Jahwismus". Und wir sollten endlich einräumen, daß das eine gemeingefährliche und insofern unter Behandlungspflicht gehörende Geisteskrankheit ist.

Wieviele Menschen sind durch das Judentum, das Christentum und den Islam schon zu Tode gekommen? Wieviele wurden verstümmelt?

Warum sind diese archaischen Kulte immer noch erlaubt?

Drogenkonsum ist auch verboten - und der ist deutlich weniger schädlich.

geronimo
21.12.2012 11:24
30

Ich vermute

- die Beschneidung und das Aufbewahren der Vorhäute war mal eine Art Besitzzeichen des jeweiligen Nomaden-Stammesoberhauptes über den Nachwuchs.

Das jetzt noch zu machen ist primitiv und verletzt die körperliche Unversehrtheit und die Menschenwürde des Kleinkindes.

Der Staat sollte das diesbezüglich ohnedies bestehende Verbot (Schutz der körperlichen Unversehrtheit von Kindern) ohne wenn und aber durchsetzen.

Antworten gregor127
21.12.2012 12:50
19

Re: Ich vermute

Also wenn ich eines meiner Kinder absichtlich verletze, was würde dann passieren?? Wenn ich zugebe das ich das mit Absicht gemacht habe, würde wohl das Jugendamt die Kinder weg nehmen, oder?? Kann man bitte gleiches Recht für alle einfordern?? Ich denke ja

Antworten Antworten Agent Orange
21.12.2012 16:04
8

Re: Re: Ich vermute

"Kann man bitte gleiches Recht für alle einfordern?"

Das ist in diesem Fall nicht notwendig. Halbwegs normale Menschen fügen ihren Kindern nicht mutwillig und in voller Absicht Schmerzen zu.

AVier
21.12.2012 10:56
28

Das Volk soll über ein Beschneidungsverbot abstimmen!

Eine Diskussion um die Einhaltung der körperlichen Unversehrtheit männlicher Minderjähriger hat nichts mit Antisemitismus oder Islamophobie zu tun! Diese Keulen werden von der IKG und den islamischen Verbänden nur geschwungen, um ja keine Diskussion über die Beschneidung von männlichen Minderjährigen aufkommen zu lassen.

Sollten wir in Österreich auch das Abschneiden der Ohrläppchen erlauben, wenn das eine neue Religionsgemeinschaft erfordert?

Leider haben unsere Politiker nicht den Mut, um ein Gesetz zu verabschieden, welches die Beschneidung von männlichen Minderjährigen verbieten würde.

Man könnte ja einen Kompromiß vorsehen. Beschneidung ist erlaubt, wenn der Betroffene mindestens 18 Jahre alt ist und die Erlaubnis zur Beschneidung mit Unterschrift bestätigt.

Das Volk hätte bei einem Beschneidungsverbot weniger bedenken, wie man aus den Forenbeiträgen lesen kann. Ich bin mir sicher, dass mehr als 60% der wahlberechtigten Österreicher die Beschneidung von Minderjährigen aus religiösen Gründen ablehnt.

Ich bin für eine Volksabstimmung über dieses Thema.

Antworten dr. philpp
21.12.2012 12:00
14

wozu abstimmen, nach Stgb ist das vorsätzliche Körperverletzung unter erschwerenden Umständen (wehrlose Kind). Man sollte über ide Einschränkungen des Schutzes von Relgionen abstimmen, bevor es dafür zu spät ist...


MaXXimum23
21.12.2012 10:35
30

Man könnte jetzt

meinen, in der Neuzeit ist der Oskar Deutsch nicht angekommen, ist er am Ende ein Ewiggestriger?

parapente
21.12.2012 10:33
32

Der lieberGott

stellt so einen Pfusch her, dass der Mensch gezwungen ist, die Neugeborene im Nachhinein richtigstellen zu müssen!!

harei
21.12.2012 09:56
3

Sorgen

Haben wir keine anderen Sorgen. Ich finde es toll das die Ihre Traditionen weiterleben.

Antworten Seneca
21.12.2012 14:19
10

"Toll" im ursprünglichen Wortsinn wohl schon !


Antworten Pfefferstreuer
21.12.2012 12:31
12

Re: Sorgen

Ich finde es nicht toll, dass Sie unsere Sprache schänden.

Antworten Antworten bosaudf
21.12.2012 19:56
6

Re: Re: Sorgen

Bevor Sie hier von "schänden" reden, möge mir die Redaktion einen Link erlauben:

http://www.nytimes.com/2012/12/19/nyregion/lawyer-says-ritual-circumcision-is-protected-activity.html?emc=tnt&tntemail1=y&_r=0

Der verstümmelte Penis wird dort mit dem Mund (!) abgelutscht, FYI: Diese "Metzitzah B'peh" ist, wenn ich das richtig sehe, der eigentliche Bundesschluß, d.h. ohne dieses Ritual ist die Beschneidung nicht gültig.

Eigentlich hatte ich es so verstanden, daß wir hier alle wissen, worüber wir gerade reden. Soll ich Ihnen das ganze mal im Film zeigen?

Ich habe Filmaufnahmen einer Beschneidung mit Metzitzah auf CD gebrannt und dem Bundestagsabgeordneten unseres Wahlkreises in die Hand gedrückt. Er hat trotzdem zugestimmt, dieses "Ritual" zu erlauben.

Bei allen anderen Menschen läuft das Ablutschen eines kindlichen Penis mit dem Mund unter Pädophilie. Ich weiß nicht, wieso Juden hier eine Ausnahme bilden sollen.

Iceland62
21.12.2012 09:50
42

Wenn die Religion das vorsieht...

"Und wenn die Religion vorsieht, dass ein Junge nach acht Tagen beschnitten wird, dann ist das so."
Und wenn die Religion vorsieht, das kleine Kinder keine Schmerzen empfinden können, dann ist das so.

Und wenn die Religion vorsieht, dass die Erde eine flache Scheibe ist, dann ist das auch so.

Und wenn ein Arzt oder Astronom etwas Gegenteiliges behaupten, dann lügen sie!

Argumente und seien sie noch so gut, helfen gegen eine solche Verstocktheit nichts. Das ist das bedauerliche in der aktuellen Diskussion.

lr4086
21.12.2012 09:49
41

Körperverletzung

Die Beschneidung ist eine Körperverletzung und ist von Amts wegen strafrechtlich zu verfolgen.
Welcher mutige Staatsanwalt kommt seiner Verpflichtung nach und schützt die körperliche Unversehrtheit von kleinen Kindern?

Antworten bosaudf
21.12.2012 14:53
11

Re: Körperverletzung

In Deutschland sind entsprechende Strafanzeigen niedergeschlagen worden, die zuständigen Justizminister haben die Staatsanwälte ANGEWIESEN, die Ermittlungsverfahren einzustellen.

Es hat hier nach dem Kölner Urteil nur wenige Tage gedauert, da ist der Staat eingeknickt.

Toast
21.12.2012 09:32
14

Die "provokante Argumentation" fällt unter §3h.

(Zensur?)

Antworten Agent Orange
21.12.2012 16:06
4

Re: Die "provokante Argumentation" fällt unter §3h.

Worte schneiden eben schärfer als rituelle Skalpelle!

Koprolalist
21.12.2012 09:07
18

Er hat ein großes Herz...

indem er unsere Institutionen sponsert...
Hahaha...

presseleser3400
21.12.2012 08:50
30

Volksbegehren

Weiss nicht ob ich da jetzt durch die Zensur komme, aber googelt doch mal "kirchen-privilegien".

Aber klar, wenn Gott den Mann falsch gebaut hat, dann ist es nur rechtens wenn Rabbiner und Muftis das irgendwie korrigieren. Wenn ein Baby wie in UK stirbt, dann war es Gottes Wille und sollte daher auch straffrei sein.

Kate Austen
21.12.2012 08:40
34

man stelle sich vor eine Religion verlangt, daß jedem Mädchen am achten Tage nach der Geburt ein winziges Spitzerl der Schamlippen abgeschnitten werden muß, damit sie nicht ein Lebenlang in Sünde leben muß

würde irgendwer so einen Schwachsinn vertreten?

Aber bei Buben is so ne Beschneidung gottgewollt und nicht ärger als Badewannensitzen einzustufen...

Antworten Toast
21.12.2012 09:38
24

Re: man stelle sich vor eine Religion verlangt, daß jedem Mädchen am achten Tage nach der Geburt ein winziges Spitzerl der Schamlippen abgeschnitten werden muß, damit sie nicht ein Lebenlang in Sünde leben muß

Mancherorts gibt es auch Beschneidungen bei Mädchen. Die Blödheit macht selbst davor nicht Halt.

Antworten Antworten bosaudf
21.12.2012 18:27
5

Re: Re: man stelle sich vor eine Religion verlangt, daß jedem Mädchen am achten Tage nach der Geburt ein winziges Spitzerl der Schamlippen abgeschnitten werden muß, damit sie nicht ein Lebenlang in Sünde leben muß

Mancherorts heißt: Bei den äthiopischen Juden. Sprechen Sie Herrn Deutsch mal darauf an.

Ach ja, das seien ja keine Juden, die müssten erst konvertieren.

Ich rede von den Falascha.

Ich gehe nicht davon aus, daß Oskar Deutsch weiß, was er glaubt. Oder Schlomo Hofmeister. Ich beschäftige mich mit religiösen Spinnern aller Couleur seit 30 Jahren, den meisten habe _ich_ _ihre_ Religion erklärt, es gab keine 10 Ausnahmen, in denen das umgekehrt war.

tecum
21.12.2012 08:38
31

religiöse Vorschriften

Diese stehen nicht immer mit den geltenden Recht im Einklang. Es gibt in der kath. Kirche Vorschriften, die in gleicher Weise Verwunderung auslösen, allerdings nicht aus der Bibel stammen.
Wenn sich Juden und Moslems die Beschneidung einbilden, so sollte dies nicht daran scheitern, diese zu verbieten.
In einem modernen aufgeklärten Staat haben allerdings derart archaische Vorstellungen grundsätzlich nichts verloren!

Minimaximus
21.12.2012 08:13
46

Wenig überraschend

Wenig überraschend gibt es von der IKG den üblichen Aussetzer in der Vorweihnachtszeit. Die Beschneidung mit der Badewanne zu vergleich ist....es ist....sorry, mir fehlen echt die Worte. Jede Formulierung würde dem nicht gerecht. Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man echt hysterisch lachen über so viel ideologisierte Ignoranz und Verachtung der Integrität der körperlichen Identität von Kindern gegenüber.

Was haben die Religionen eigentlich allesamt für ein verdammtes Problem mit den Geschlechtsteilen von Menschen? Die einen tabuisieren, die anderen verbieten, wieder andere schnippeln herum. Das ist doch nicht normal.

mr. vain_
21.12.2012 08:07
34

Nö, die Zirkumzision ist auf keinen Fall brutal...

...und der Junge in England ist nur durch einen dummen Zufall gestorben.

gregor127
21.12.2012 07:31
37

primitiv

Da sieht man wie primitiv Menschen sein können. Das sinnlose verletzen von Babies vergleichen mit dem ersten Bad. Schade das nicht die Religion sagt, das jeder der ein Kind verletzt, sich nachher beim Fenster hinaus stürzen muß.

bruno der bär
21.12.2012 01:48
3

DA MACHT DAS FISCHERL

einmal was richtig und schon werden ihm wirtschaftliche Interessen und der Fang muslimischer Wählerstimmen unterstellt...

Seneca
20.12.2012 23:53
32

"Wenn man ein kleines Kind erstmals in seinem Leben in eine Badewanne setzt, wird es auch weinen. Die Beschneidung ist nicht brutal...."

Wer derart verniedlichend über diesen religiös motivierten Verstümmelungsakt spricht, ignoriert, daß dieser unselige Brauch bereits viele Menschenleben forderte und einer noch viel größeren Zahl von Menschen lebenslange Probleme beschert. Auch wenn die Toten und die geschädigt Überlebenden nur eine Minderheit darstellen im Vergleich zur Mehrheit derjenigen, die durch Gottes Gnade ihre Beschneidung heil überstehen konnte, dürfen sie nicht totgeschwiegen werden.
Wenn Religionen nicht aus eigener Kraft in der Lage sind, archaische, barbarische Rituale zu beseitigen, muß ihnen ein übergeordneter Rechtsstaat dabei behilflich sein.

Antworten bosaudf
21.12.2012 13:53
9

Re: "Wenn man ein kleines Kind erstmals in seinem Leben in eine Badewanne setzt, wird es auch weinen. Die Beschneidung ist nicht brutal...."

Welcher Rechtsstaat?

In einem Rechtsstaat gibt es einklagbare Grundrechte. Und die haben wir in Deutschland am 12. Dezember 2012 auf Druck des Zentralrats der Juden in Deutschlad gerade abgeschafft.

Icn wünsche Ihnen von Herzen, daß das ganze in Österreich anders ausgeht und wir dann in Deutschland nachziehen. Allein, erwarten tue ich etwas anderes...

Antworten Antworten Seneca
21.12.2012 16:06
9

Die Macht der Religionen gehört beschnitten - nicht die Genitalien unmündiger Kinder.


Stronach
20.12.2012 23:37
30

nein das stimmt nicht


man kann es drehen wie man es ist und bleibt eine Körperverletzung

bosaudf
20.12.2012 23:14
68

Degoutant.

Der Vergleich einer Beschneidung mit einer Badewanne zeigt, wenn Sie mir die Bemerkung gestatten, daß sowohl Rabbi Hoffmeister als auch Oskar Deutsch eine offenkundige Wahrnehmungsstörung haben, die ärztlich behandelt gehört.

Das Thema Lauder/Deutsch/Engelberg ist nicht nur degoutant. Offenbar ist diesen Herren nicht klar, wie sehr sie damit die jüdischen Lobbies (die mit dem normalen Juden auf der Straße eh nichts zu tun haben) decouvrieren.

Wenn diese Herren antijüdische Ressentiments anstacheln wollen, sollen sie nur weiter in dieser Weise das Feuer an die Lunte legen.

Detlef Bosau, Stuttgart

imax
20.12.2012 23:01
2

der stronach

hat doch überall sein geld drin.

beschwerer
20.12.2012 22:58
59

ja wenn die religion etwas vorsieht

macht man es halt, gell, zum beispiel auch allerhand dinge bei männern und frauen abschneiden, einander krampfhaft missionieren, bekriegen und solchen schmafu.

beschwerer
20.12.2012 22:52
2

ohoh, nowak baut seine nu-schiene weiter aus

die wird immer mächtiger glaubt er, und ohne sie ist er sicher nix großes, was aber auch nichts neues ist freilich...

PENITENTIAM AGITE
20.12.2012 22:51
62

Ich glaube wir sind uns da einig, dass es doch noch welche auf der Welt gibt, die einen noch größeren Sprung in der Schüssel haben, als ich!

Könnts natürlich auch anderer Meinung sein.
Aber bedenkt: wenn ihr Euch in die Badewanne setzt, dann ist das wie ein sauberer Messerschnitt durch die Vorhaut!

Antworten PENITENTIAM AGITE
21.12.2012 09:27
25

Re: Ich glaube wir sind uns da einig, dass es doch noch welche auf der Welt gibt, die einen noch größeren Sprung in der Schüssel haben, als ich!

Bitte keinen grünInnen Stricherl mehr!
Ihr haut mir den guten Bewertungsschnitt total zusammen und ich muss noch weitere 2 Monate posten um den 10.000 rote Stricherl highscore zu errreichen!

Antworten Antworten Hedge
21.12.2012 14:26
0

Re: Re: Ich glaube wir sind uns da einig, dass es doch noch welche auf der Welt gibt, die einen noch größeren Sprung in der Schüssel haben, als ich!

Wer war der Spielverderber mit dem merkwürdigen Stricherl da unten ??

Antworten aufmerksamer Leser
21.12.2012 00:51
12

Re: Ich glaube wir sind uns da einig, dass es doch noch welche auf der Welt gibt, die einen noch größeren Sprung in der Schüssel haben, als ich!




http://diepresse.com/home/panorama/religion/1321740/Vatikan-verteidigt-Recht-auf-Beschneidung




Antworten Hedge
20.12.2012 23:16
28

Re: Ich glaube wir sind uns da einig, dass es doch noch welche auf der Welt gibt, die einen noch größeren Sprung in der Schüssel haben, als ich!

Ausnahmsweise ganz bei Ihnen
und wünsche angenehme Feiertage

Stephanos
20.12.2012 22:50
35

Das ist eine Lüge!

Aussage eines Buben, der es mir heuer erzählt hat: " Es hat schrecklich weh getan. Ich habe sehr viel schreien müssen."

Antworten Lady Manhattan
21.12.2012 05:52
3

Re: Das ist eine Lüge!

So weit ich weiß, kann man sich nicht bewusst erinnern an das, was am 8. Tag nach der Geburt mit einem geschah. Allerdings werden die von der anderen Reli bis zum 12. LJ irgendwann beschnitten - das finde ich traumatisierend. Aber über die darf man ja nicht speziell reden oder schreiben.

Antworten Antworten Stephanos
21.12.2012 20:00
3

Re: Re: Das ist eine Lüge!

Der Bub ist Moslem. Allerdings lasse ich mir von niemandem einreden, diese Schmerzen könne ein Baby nicht empfinden.

Polis Tyrol
20.12.2012 22:19
42

Was gibt's gegen das Schlagen von Kindern einzuwenden?

Die weinen ja auch, wenn man sie in eine Badewanne setzt!

Antworten Herman
21.12.2012 00:10
5

. . . die Presse sollte Advokaten mit derartingen fadenscheinigen Argumenten ignorieren.


Le Monde
20.12.2012 22:06
47

was wir uns unter dem deckmantel der "religionsfreiheit"

allwes bieten lassen müssen ist schon ziemlich brutal!

religion ist immer noch sepkulation und damit pasta. das gilt für alle religionen.


Antworten aufmerksamer Leser
21.12.2012 00:54
0

Re: was wir uns unter dem deckmantel der "religionsfreiheit"




http://diepresse.com/home/panorama/religion/434562/index.do




jhau
20.12.2012 21:24
43

Wenn man ein kleines Kind erstmals in seinem Leben in eine Badewanne setzt, wird es auch weinen. Die Beschneidung ist nicht brutal.

Vergleiche haben die Eigenschaft zu hinken - dieser hinkt sogar ziemlich arg.

Ein Vorfall in einem Spital in New York spricht jedenfalls gegen die Verharmlosung dieser medizinisch sinnlosen Praxis.

http://www.dailymail.co.uk/news/article-2109965/Two-week-old-baby-died-herpes-contracted-disease-circumcision.html#ixzz1oNcx2FtB

Vielleicht ändert die Gottheit, die derzeit noch so großen Wert auf diese blutige "Säule" seines Volkes legt, einmal zugunsten Neugeborener ihre Vorschriften.

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