Papst spendet Segen "Urbi et Orbi"

25.12.2012 | 13:59 |   (DiePresse.com)

Vor Zehntausenden Menschen verlas Papst Benedikt XVI. am Petersplatz seine Weihnachtsgrüße in 65 Sprachen. Die Christmetten in Rom und Bethlehem standen ganz im Zeichen der Krisen im Nahen Osten.

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Papst Benedikt XVI. hat am ersten Weihnachtsfeiertag den apostolischen Segen "Urbi et Orbi" - der Stadt und dem Erdkreis - gespendet. Vor Zehntausenden Menschen auf dem Petersplatz in Rom und Millionen Fernsehzuschauern in aller Welt verlas er in 65 Sprachen Weihnachtsgrüße. Das Oberhaupt von weltweit 1,2 Milliarden Katholiken sprach von der Mittelloggia des Petersdomes zu den Gläubigen. Zehntausende hatten sich dazu bei wolkenverhangenem Himmel auf dem weiten Areal vor der Basilika versammelt. Auf Deutsch sagte der Papst: "Die Geburt Jesu Christi, des Erlösers der Menschen, erfülle Euer Leben mit tiefer Freude und reicher Gnade; sein Friede möge in Euren Herzen wohnen. Gesegnete und frohe Weihnachten!"

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Ende des Blutvergiessens

Eindringlich forderte Benedikt auch ein Ende der Gewalt im Bürgerkriegsland Syrien. "Noch einmal rufe ich dazu auf, das Blutvergießen zu beenden, die Hilfeleistungen für die Flüchtlinge und Evakuierten zu erleichtern und auf dem Weg des Dialogs eine politische Lösung für den Konflikt zu verfolgen." An die Konfliktparteien im Nahen Osten appellierte er, allzu vielen Jahren der Kämpfe und Spaltungen ein Ende zu setzen und mit Entschiedenheit den Verhandlungsweg einzuschlagen. Die Menschen in den Umbruchstaaten im Norden Afrikas forderte der Papst auf, gemeinsam Gesellschaftsformen aufzubauen, die auf Gerechtigkeit und Achtung der Freiheit und der Würde jedes Menschen gegründet seien. Dies gelte besonders für Ägypten, dieses geschätzte und durch die Kindheit Jesu gesegnete Land, wie Benedikt betonte.

Frieden für Mali, Toleranz für China

Er verurteilte die von Islamisten verübte Gewalt in Nigeria und Mali. "Das Geburtsfest Christi begünstige die Wiederkehr des Friedens in Mail und der Eintracht in Nigeria, wo grausame terroristische Attentate weitere Opfer fordern, besonders unter den Christen." Nach China sandte er den Wunsch, dass "der Beitrag der Religionen - in der Achtung einer jeden gegenüber - so zur Geltung gebracht werde, dass diese beim Aufbau einer solidarischen Gesellschaft mitwirken können, zum Wohl jenes edlen Volkes und der ganzen Welt." China erlaubt es den Katholiken nicht, den Papst als ihr Oberhaupt anzuerkennen.

Sorge um Lage in Nahost

Die Christmetten in Rom und Bethlehem (>> mehr dazu) standen in der Nacht zuvor ganz im Zeichen der Krisen im Nahen Osten. In seiner Predigt appellierte Benedikt XVI. an die weltweit 1,1 Milliarden Katholiken, für Israelis und Palästinenser sowie für die Menschen im Libanon, in Syrien und dem Irak zu beten. Er kritisierte gleichzeitig, dass im modernen Leben kein Platz mehr für Gott sei. "Wir wollen das fassbare Glück, den Erfolg unserer eigenen Pläne und Absichten. Wir sind mit uns selbst vollgestellt, so dass kein Raum für Gott bleibt", sagte der Papst. Deshalb gebe es auch keinen Raum für andere, die Kinder, Armen und Fremden. Wo aber Gott "vergessen oder gar geleugnet" werde, gebe es keinen Frieden.

Gerechtigkeit im Heiligen Land

In der neben der Geburtskirche gelegenen Katharinen-Kirche in Bethlehem forderte der lateinische Patriarch von Jerusalem, Fouad Twal, besondere Kraftanstrengungen für den Frieden im Nahen Osten. "Nur Frieden und Gerechtigkeit im Heiligen Land" könne für Stabilität in der Region und der Welt sorgen, sagte Twal. Er rief alle Gläubigen auf, auch für Frieden, Stabilität und Freiheit in Syrien, Ägypten, dem Libanon, Irak und Sudan zu beten. Der 72-jährige aus Jordanien stammende Würdenträger ist der höchste Repräsentant des Vatikan im Heiligen Land.

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(APA/dpa/Reuters)

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87 Kommentare
 
12 3

Mich freut die Freizügigkeit des Papstes

Er ist so spendenfreudig. Der spendet jedem.

5

lieb

aber hat es schon jemals genützt?

Dennoch, das Ende der EU hätte er fordern können!

Ein Reg.ime das Länder gleichschaltet, sie bis in´s letzte Winkel mit Videos überwacht und Bürger´s Kommunikation überwacht. Ein Totalitäres Regime! Warum unterstützt der Vatikan schon wieder so eine Entwicklung?

18

Re: Dennoch, das Ende der EU hätte er fordern können!

Du tust mir leid echt. So ein Wahn muss schrecklich sein. Weil ja gerade die Rechten überhaupt kein totalitäres System anstreben und völlig ehrlich den Bürgern gegenüber handeln. pfff

Re: Re: Dennoch, das Ende der EU hätte er fordern können!

A so is des.

urbi@orbi

.

Wien


in Rom mit Gold und Silber in Wien der Dompaff Toni Faber mit Sektglas und Lachsbrötchen. Vater Vater warum hast Du mich verlassen.

Re: Wien

Neidisch? Wer sagt denn, dass Sekt und Lachs so erstrebenswert sind? Ich ziehe kaltes, klares, lebendiges Wasser jeder Flasche Sekt vor!
Alles eine Ansichtssache und kein Grund sich über solche Kinkerlitzchen aufzuregen. Alles vergeht...
Gesegnete Weihnachten und den Frieden Gottes in Ihrem Herzen! :)

Demut

Alleine das Festgewand mit Goldstickerei (von Nonnen gestickt) der vergoldete Sessel zeigt uns doch ganz deutlich die Demut die uns Jesus vorgelebt und gepredigt hat. Der ganze Prunk des Vatikans, der gotischen Döme in aller Welt, der Reliquienkult, schämt sich da überhaupt keiner mehr. Und sie wollen Hirten sein, bitte ich bin kein Schaf und brauche keinen Hirten. Der wahre Glaube liegt ganz woanders und bedarf nicht dieser Stellvertreter Jesu....

Gehen Sie im Lumpengwand zu einer Hochzeit?

Bei einer Hl. Messe kommt Jesus Christus, Gott Sohn, höchst persönlich. Da ist es nur allzu verständlich, dass die Leute das Beste aufbieten, was sie haben. Wenn Sie zu einer Hochzeit oder einer Audienz bei Queen Elisabeth eingeladen sind, dann kommen Sie auch nicht im Arbeitsoverall.

Re: Gehen Sie im Lumpengwand zu einer Hochzeit?

Naja, aber die Queen ist schon real. Was würden Sie anziehen, wenn Buddha käme? Oder Mohamed? Oder Thor? Odin? Das Spaghetimonster? Wieso glauben Sie, dass Jesus kommt - doch nur weil es Ihr Vater geglaubt hat? Was wenn Sie in Indien geboren worden wären?

Re: Re: Gehen Sie im Lumpengwand zu einer Hochzeit?

In manchen Teilen Indiens gibt es viele Christen (Apostel Thomas hat bereits das Christentum nach Indien gebracht). Ganz egal, was Sie oder andere glauben, für Christen ist Jesus da und wenn er kommt, dann kleidet man sich angemessen. Der Papst weiß das.

Re: Gehen Sie im Lumpengwand zu einer Hochzeit?

Zu Queen Elisabeth geh' ich sehr wohl im Arbeitsoverall, weil da geh' ich höchstens hin um ihr Klo zu reparieren. Wenn Jesus sichtbar, höchstpersönlich zu einer diese Messen kommen würde, dann sicher nicht mit roten Armanischuhen, im schwarzen Mercedes wie unsere Bischöfe, sondern wie damals, als er nach Jerusalem kam.

Re: Re: Gehen Sie im Lumpengwand zu einer Hochzeit?

Nach katholischem Glauben werden bei jeder Messe Brot und Wein zu Leib und Blut Jesu Christi gewandelt. Dadurch ist Jesus leiblich anwesend.

Re: Gehen Sie im Lumpengwand zu einer Hochzeit?

das hat er aber nie gemocht der Jesus, dass ihm einer den Prunk um die Ohrwaschl haut - zumindest steht´s so in dem dicken Büchl
außerdem
hat der Jesus mit der KK nix, aber gar nix zu tun
der Bereicherungsverein ist viel später gegründet worden, aus den Tempeln würd er sie heute aussehaun der Jesus
steht übrigens auch in dem Büchl....

Re: Re: Gehen Sie im Lumpengwand zu einer Hochzeit?

Bitte geben Sie die von Ihnen genannten Stellen an. Ich kenne die Stelle nicht, wo Jesus gesagt hätte, dass er nicht mag, dass man ihm den Prunk um die Ohrwaschl haut. Vielmehr kenne ich die Stelle wo eine Sünderin ihm mit teurem Öl die Haare salbt. Die Jünger murren über die Verschwendung, doch Jesus weist sie zurecht und lässt es zu.

Re: Re: Re: Gehen Sie im Lumpengwand zu einer Hochzeit?

@Veit1: Danke für Ihre Kommentare! Es ist schwierig hier zu diskutieren, wenn die Grundlagen des katholischen Glaubens und das NT nicht bekannt sind (das Gleichnis vom Hochzeitsmahl z.B.) bzw. alles so gedreht und gewendet wird, dass es dem Zeitgeist passt. Und Aussagen wie sie @Zwerg Bumsti macht "Wenn Jesus sichtbar, höchstpersönlich zu einer diese Messen KOMMEN WÜRDE..." zeugen davon, dass offenbar nur ein verschwindend geringer Prozentsatz der Diskutanten hier weiß, was die heilige Eucharistie ist!

Der unsympathischste Papst, den ich je erlebt habe.

Sein Vorgänger war auch bei Nichtchristen beliebt.
Ratzinger nicht einmal überall in der eigenen Gemeinde.

Der sympathischste Papst, den ich je erlebt habe.

Seien wir froh, dass wir so einen brillanten Papst haben.

26

Re: Der unsympathischste Papst, den ich je erlebt habe.

Der Chef-Inquisitor eben.

Ach wie bin ich froh... der Dompfaff in Wien

lasst Leute abführen, weil sie in den Stephansdom einlass gewährt wollten.

Hauptsache ein Armaniträger spendet "Segen" und pfeift auf Menschen die kein Zuause haben...


lasst Leute abführen, weil sie in den Stephansdom einlass gewährt wollten

Die wollten nicht "Einlass", die wollten die Messe mit ihren Protesten stören-das ist mehr Einbruch oder Hausfriedensbruch als Einlass.

Ich danke meiner braven Schwesterzeitung, dass sie in voller Breite über den Segen des Papsts berichtet, während die Ermittlungen des Verfassungsschutzes gegen Priester wegen Verhetzung und Wiederbetätigung geflissentlich verschwiegen wird.




http://www.spiegel.tv/?t=1108.473#/filme/magazin-25112012/




Re: Ich danke meiner braven Schwesterzeitung, dass sie in voller Breite über den Segen des Papsts berichtet, während die Ermittlungen des Verfassungsschutzes gegen Priester wegen Verhetzung und Wiederbetätigung geflissentlich verschwiegen wird.

Da hab ich kreuz.net extra als Lesezeichen hinzugefügt und nun ist die Seite nicht mehr erreichbar. :-((

Re: Ich danke meiner braven Schwesterzeitung, dass sie in voller Breite über den Segen des Papsts berichtet, während die Ermittlungen des Verfassungsschutzes gegen Priester wegen Verhetzung und Wiederbetätigung geflissentlich verschwiegen wird.


Die Presse ist im Besitz der römisch-katholischen Kirche:

„98,33 % der Anteile sind im Besitz der Katholischer Medien Verein Privatstiftung (vormals Katholischer Preßverein Privatstiftung) und zu 1,67 % im Besitz des Katholischen Medien Vereins (vormals Katholischer Preßverein)“

„…Meilensteine der Unternehmensentwicklung waren … die schrittweise Übernahme der österreichischen Traditionszeitung Die Presse ab 1991.“

vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Styria-Verlag

vgl. http://diepresse.com/unternehmen/sales/online/532662/Offenlegung-fuer-Die-Presse-Digital



und ewig grüßt .......

der Papst,
immer wieder mit "urbi et Orbi",
können die nicht einmal einen neue Kreation vorstellen .....


 
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