Votivkirche: Asylwerber lehnen Ersatzquartier ab

30.01.2013 | 13:17 |   (DiePresse.com)

Die angebotene Unterkunft sei kein "menschenwürdiges Angebot", sagen die Besetzer der Votivkirche. Das Erzdiözese glaubt nicht an einen schnellen Umzug.

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Die Asylwerber in der Votivkirche haben das von der Kirche angebotene Quartier abgelehnt. Die Unterkunft sei kein "menschenwürdiges Angebot", wurden die Besetzer am Mittwoch in einer Aussendung des "refugee camp vienna" zitiert. Auch die Erzdiözese Wien glaubt nicht, dass ein Umzug rasch erfolgen wird. "Es wird sicher nicht sehr schnell funktionieren", sagte Michael Prüller, Sprecher von Kardinal Christoph Schönborn.

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Die Gespräche mit den Flüchtlingen erwiesen sich als schwierig, bedauerte Prüller. Da es sich nicht um eine homogene Gruppe handle, sei eine einheitliche Willensbildung schwierig. Trotzdem glaubt man in der Erzdiözese weiterhin an eine Lösung. "Wir hoffen immer noch, dass das zustande kommt", so Prüller.

"Kein menschenwürdiges Angebot"

Die Asylwerber kritisieren die Ausstattung der angebotenen Unterkunft. "Der vom Kardinal öffentlich als 'ordentliches Quartier' bezeichnete Keller ohne Fenster mit einer Dusche und zwei Toiletten ist kein menschenwürdiges Angebot", hieß es in der Aussendung. Auch die zuletzt von Schönborn geäußerte Kritik an den Aktivisten sorgte für Missstimmung: "Wir sind keine Kinder, niemand missbraucht uns für ihre Zwecke oder Nutzen."

Die Aktivisten stießen sich zudem an angeblichen Zugangsbeschränkungen zur Kirche. Diese würden es schwierig machen, "lebensnotwendige Unterstützung tagtäglich zu gewährleisten". Allerdings sei man weiterhin gesprächsbereit, "aber wir werden die Votivkirche nicht verlassen, solange es keine Lösung gibt".

(APA)

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345 Kommentare
 
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Wäre eine Suite im Bristol angenehm...


... oder wäre selbige auch "menschenunwürdig"
?

Re: Wäre eine Suite im Bristol angenehm...

eine Gefängniszelle wäre wohl angemessen. Und statt Hungerstreik gibt's da mal Wasser und Brot.

Trauerspiel

Ich bin für eine Räumung der entweihten Kirche und ein Einreiseverbot nach Österreich für die deutschen Aktivisten und die Asylanten.

Du meine Güte!

Wirklich ein Trauerspeil.
Das "Dr.Schlau" meinst du sicher ironisch, habe ich recht?

Re: Trauerspiel

Es befinden sich keine Asylanten in der Votivkirche.

Bestenfalls Asylwerber, hauptsächlich aber abgewiesene Asylwerber.

Ein Asylant ist ein Mensch der einen Grund laut GK glaubhaft machen konnte und Asyl gewährt bekommen hat.

Aber solche Irrtümer kommen daher, dass die Linken immer wieder Asyl und Zuwanderung vermischen.

Re: dass die Linken immer wieder Asyl und Zuwanderung vermischen

Ja, und gut mit böse, richtig mit falsch, wahr mit erlogen, kritisch mit fanatisch etc.

Wieviele der Votivkirchenbesetzer sind eigentlich legal in Österreich?

Gibt es da zuverlässige Zahlen?

Kein einziger.........

.....hätte unser Staat noch ein Fünkchen Rückgrat, müssten die Besetzer allesamt sofort in Schubhaft genommen und abgeschoben (mit mindestens fünfjährigem Aufenthaltsverbot) werden ! Damit dieser Staat wieder Rückgrat bekommt, muss sich im Herbst 2013 grundlegend etwas ändern !

Re: Wieviele der Votivkirchenbesetzer sind eigentlich legal in Österreich?

Vermutlich sind das mal genau die deutschen Aufwiegler und die Mitarbeiter der NGOs.......viel mehr werdens nicht sein.

Etwa 100 gläubige Katholiken planen am kommenden Wochenende in die Votivkirche zu gehen, um alle Besetzer ganz einfach hinauszutragen.....

.....gute Aktion/ würde da sogar mithelfen. Wenn der Staat und auch die Kirchenführung diesem Treiben kein Ende bereiten wollen, müssen die Gläubigen das selbst in die Hand nehmen.

Bin für eine Dauerbeschallung durch die Walcker-Orgel


Re: Bin für eine Dauerbeschallung durch die Walcker-Orgel

Guter Vorschlag!

Wenn das nix hilft schicken wir eben den Gabalier...

http://de.wikipedia.org/wiki/Tempelreinigung

Als Jesus im Jerusalemer Tempel (gemeint ist der auch den Heiden zugängliche Vorhof) die Händler und die Geldwechsler sitzen sah, trieb er sie der Überlieferung des Johannesevangeliums zufolge mit einer Geißel aus Stricken aus dem Tempel. Dabei stieß er Tische um und verschüttete das Geld der Wechsler mit den Worten: „Macht meines Vaters Haus nicht zum Kaufhaus!“ (Joh 2,16 EU) und „Steht nicht geschrieben: ‚Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker‘? Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht.“ (Mk 11,17 EU)

28 0

Herr Schönborn, sie sind nur mehr feig. Durch ihr Zögern erweisen sie der Kirche einen schlechten Dienst. Gehen sie am besten in ein Kloster!


Re: Herr Schönborn, sie sind nur mehr feig. Durch ihr Zögern erweisen sie der Kirche einen schlechten Dienst. Gehen sie am besten in ein Kloster!

Auch ein Kloster ist für ihn keine Lösung, dazu braucht man nämlich Mut. Irgendwo in der Einöde isolieren, damit er nichts mehr anstellen kann.

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Wirlick interessieren

würde mich, was hat man den Votivkirchenbesetzern erzählt und zugesichert und vor allem wer hat dies getan. Von sich aus, machen diese Personen das nicht, da sie an und für sich damit rechnen müssten abgeschoben zu werden.

Da sie sich aber einzementieren - kann nur eine rechtverbindliche Zusage erfolgt sein, dass alle Forderungen, die offenbar auch nicht von diesen Personen selbst formuliert wurden, auf jeden Fall erfüllt werden.

Offenbar hat man gerechnet, dass Österreich nach einer Woche, alles erfüllt.

Re: Wirlick interessieren

Wenn es eine solche Zusage gäbe, dann hätten die Asylwerber ihr Ziel erreicht und würden die Kirche verlassen.

So eine Zusage wird es schon deshalb nicht geben, weil sie rechtlich nicht möglich ist und Strache wartet doch nur darauf, so etwas öffentlich zu machen.

Um es mit den Worten der Briten zu sagen:"Sorry! The lifestyle you ordered ist currently out of stock."


Wenn keiner der Lösungsvorschläge angenommen wird,

dann sollte eine Lösung durchziehen, die eben nicht mit den Illegalen in der Votivkirche abgesprochen ist.
Eine Lösung, die auf dem Boden der Menschenrechtscharta steht und auf dem Boden der österreichischen Gesetze.
Es steht nämlich nirgends geschrieben, dass Menschen, die keinen Asylgrund vorbringen können, gewaltsam in einem Land ihrer Wahl bleiben dürfen und fremdes Eigentum sowie die Gastfreundschaft nach Belieben missbrauchen dürfen...

gibt es eigentlich ein beispiel aus einem anderen eu-land?

das die vorgehensweise zeigt und vielleicht auch gleich eine lösung - oder ist das der erste fall ?

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Re: gibt es eigentlich ein beispiel aus einem anderen eu-land?

In Frankreich sind Kirchenbesetzungen durch Moslems schon lange üblich.
Daraus entstand die Bewegung "Sans papiers",die das Vorbild der Votivkirchenbesetzer ist.
Auch in der Schweiz versuchten sie es:

Am 19. Dezember 2008 besetzten rund 150 Sans-Papiers und solidarische AktivistInnen die Predigerkirche im Niederdorf in Zürich.

Also durchaus nichts Neues.


Bundeskanzler spielt Krisenfeuerwehr

Interessant, dass dieser Artikel scheinbar fast nicht gelesen wird. Vielleicht beschäftigt sich der Dichand-Wahlneffe mit den falschen Themen.

Warum muss der Schiachborn Ersatzquartiere anbieten?

Die Votivkirche wird für Reinigungs,- oder Renovierungsarbeiten geschlossen, die Besucher nach Hause geschickt (Da fällt mir gerade ein arab. Sprichwort ein: Der beste Fisch und der beste Gast fangen nach drei Tagen....)!

Vielleicht kommen's ja nach der Renovierung am Sonntag zum Hochamt, die Bauxerln.

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Re: Warum muss der Schiachborn Ersatzquartiere anbieten?

Ich binn Ihrer Meinung, aber mit Ihrer Verunstaltung eines Familiennames passt Ihr Komentar besser in die Krone

Du meine Güte!

Da kann kommen wat will! Ich werde zur NR-Wahl ein ganz, ganz klares Zeichen FÜR Menschlichkeit und GEGEN rechte Hassideologie setzen.

Ich wähle NICHT freiheitlich!
Ich wähle für Österreich.
GRÜNIN!

 
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