Eine christliche Religionsgemeinschaft hat in Kanada eine Mumps-Welle ausgelöst, weil sich die Anhänger gegen Impfungen wehren. Ihrem Glauben zufolge stellt die Impfung eine Kränkung Gottes dar. "Soweit ich es verstehe, interpretieren sie die Bibel so, dass impfen bedeutet, an der Fähigkeit Gottes zu zweifeln, den Menschen zu beschützen", sagte eine Sprecherin dem Fernsehsender CBC.
Durch diese Weigerung lösten sie eine Mumps-Welle in der Region Vancouver aus: Seit Februar sind 116 Fälle von Mumps sowie 70 Verdachtsfälle registriert worden, sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörden am Mittwoch. Bei Untersuchungen hat sich herausgestellt, dass die plötzliche Infektionswelle ihren Ursprung in der christlichen Gemeinschaft in dem Ort Chiliwack nahe Vancouver hat.
Mumps ist eine ansteckende Viruserkrankung, die mit Fieber und einer Schwellung der Speicheldrüsen einhergeht. Zu den möglichen Komlikationen gehören Hirnhautenzündungen und Hodenentzündungen, die zur Unfruchtbarkeit führen können. In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission eine Impfung gegen die auch als Ziegenpeter bekannte Krankheit im Kleinkindalter.
(Ag.)

Europa in Eis und Schnee Eislaufen in Holland, Snowboarden in Rom
Schöpferische Kälte Eisige Uferlandschaft am Genfer See
Wien eiskalt Eislaufen auf der Alten Donau, Frieren in der Stadt
Bisher unangetastet Die Kälterekorde in Österreichs Bundesländern
Wintersport Kennen Sie die Pistenregeln?
Schweiz Eisige Uferlandschaft am Genfer See
Thaipusam Extrem-Piercings für den Hindu-Kriegsgott
Wien eiskalt Frieren in der Stadt, Eislaufen auf der Alten Donau