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Frankreich: Der Papst bei den Skeptikern

12.09.2008 | 18:50 |  Von unserem Korrespondenten RUDOLF BALMER (Die Presse)

Nach einem Zwischenstopp in Paris pilgert Benedikt XVI. nach Lourdes.

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Paris. Benedikt XVI. hat seine erste Frankreich-Reise als Papst mit einem Plädoyer für eine stärkere öffentliche Rolle der Religion begonnen. Der Laizismus – die in Frankreich traditionell streng gehütete Trennung zwischen Religion und Staat – sei keineswegs mit dem Glauben unvereinbar, erklärte Benedikt nach seiner Ankunft am Pariser Flughafen Orly.

Der Höhepunkt der viertägigen Papst-Visite ist der Besuch des Marien-Wallfahrtsort Lourdes, wo vor 150 Jahren die Jungfrau Maria der Tochter eines Taglöhners erschien. „Viele kommen in der Hoffnung auf Heilung ihres Körpers an und kehren mit geläutertem Herzen und geheilter Seele heim“, sagte Staatspräsident Nicolas Sarkozy bei der Begrüßung Benedikts zum Jubiläum von Lourdes.

Allabendlich ziehen die Pilger in einer Fackelprozession zur Marien-Grotte, wo 1858 die 14-jährige Bernadette Soubirous ihre mysteriöse Begegnung mit der „weißen Dame“ hatte, die von der Kirche als Erscheinung der heiligen Jungfrau anerkannt wurde.

Vor 150 Jahren war Lourdes ein kleines Nest am Fuße der Pyrenäen. Als Bernadette schließlich bei der dritten Erscheinung der „Dame“ fragte, wer sie sei, antwortete diese in ihrer Mundart: „Ich bin die Unbefleckte Empfängnis.“

Das Mädchen, das weder zur Schule noch in den Religionsunterricht gegangen war, wusste nicht, was das bedeuten sollte. Aber sie tat, was die „Dame“ verlangte, und grub mit bloßen Händen ein Loch, aus dem sogleich eine Quelle sprudelte. Und sie übermittelte ihrem Pfarrer die Bitte, dass an diesem Ort eine Kapelle gebaut werden solle. Dies brachte damals auch die zunächst skeptischen Geistlichen zur Überzeugung, dass es sich nicht um Aberglauben handelte, sondern um eine echte Erscheinung.

 

Wichtiger Tourismuszweig

Sehr schnell strömten Gläubige aus ganz Frankreich und sogar aus dem Ausland nach Lourdes, nachdem von einer wundersamen Heilung die Rede war. Nach einer vierjährigen Untersuchung gab dann auch der Bischof von Tarbes Bernadettes insgesamt 18 Marien-Erscheinungen und sieben unerklärlichen Heilungen seinen offiziellen Segen. Als Schwester Marie-Bernard verstarb Bernadette Soubirous 1879 in einem Kloster. Heute hat die 15.000 Einwohner zählende Kleinstadt Lourdes mit ihren 230 Hotels für die jährlich rund sechs Millionen Besucher nach Paris und Nizza die drittgrößte Aufnahmekapazität im französischen Tourismus.

Lourdes hat schon immer nicht nur fromme Pilger angelockt, sondern auch die Skeptiker. Die Umtriebe der „Tempelhändler“, die mit den Pilgern ihr Geschäft machen, liefert den Spöttern reichlich Argumente: Auf drei Nebenstraßen reihen sich Läden mit kitschigen Souvenirs, Kerzen und Fläschchen mit Lourdes-Wasser.

Gerade wegen des Misstrauens im weltlichen Frankreich war die Katholische Kirche immer vorsichtig bei der Anerkennung von Wundern. In den 150 Jahren hat die Kirche nur 67 Wunder anerkannt, die der Einwirkung der Notre-Dame von Lourdes zugeschrieben werden. Das ist weniger als ein Prozent der gemeldeten Heilungen, denn jährlich werden 40 bis 50 spontane Heilungen registriert.

DICHTES PROGRAMM

Benedikt XVI. fährt am Samstag nach einer Messe vor dem Invalidendom nach Lourdes. Dort nimmt er an der Fackelprozession zur Basilika Notre-Dame du Rosaire teil. Höhepunkt ist die Sonntagsmesse auf der Wiese der Heiligtümer. Am Montag lädt der Papst zur Salbung der Kranken.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.09.2008)

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8 Kommentare
Lichtherz
16.09.2008 15:41
0 0

Traditionen hat!

Bei der Verbrennung der Tempelritter gaben sich der Papst und der französische König ja auch die Hände. Eine alte Allianz...

Gast: Ludwig Ammer
13.09.2008 13:26
0 0

Maria Eck

sollte dem Papst mehr wert sein als diese durch und durch zweifelhafte Bernadette. Maria Eck steht für die Tapferkeit einer katholischen Bevölkerung, die sich trotz aller Repressalien, Drohungen, Verbote und fürchterlicher Schikanen nicht von weltlicher Macht und schon überhaupt nicht einer legalen Staatsmacht die Wallfahrt hat verbieten und die Kirche nicht hat nehmen lassen. Maria Eck steht auch für Adelholzener Mineralwasser, mit dem ich trotz der unausweichlichen Aussicht auf die Notwendigkeit einer Lebertransplantation meine Festigkeit im katholischen Glauben halten kann und im Gegensatz zum laizistisch verrohten Ratzinger Sepp weiter Transplantationsgegner in dem Sinne bleibe, daß ich die Organspenderei mit Ausweis als Gotteslästerei verwerfe. Wenn¿s einmal mein heiliges Adelholzener + Sauerstoff + Magnesium + L-Carnithin nimmer tut, dann muß ich überlegen, ob ich wie die heilige Rebecca die Schock-/Herdepilepsie mit Lähmungen gehen lasse und dahinsieche oder mit der Leber sterbe

Austritt



zuständige Behörde:

die BEZIRKSHAUPTMANNSCHAFT (in Städten mit eigenem Statut: der Magistrat, in Wien: das Magistratische Bezirksamt)

erforderliche Unterlagen:

1. amtlicher LICHTBILDAUSWEIS
2. NACHWEIS DER MITGLIEDSCHAFT in der Glaubensgemeinschaft z.B.:

* Taufschein
* Trauschein, Firm- oder Konfirmationsbestätigung etc.
* sonstige Bestätigung über die Mitgliedschaft
* Zahlungsnachweis
* Zahlungsaufforderung

für den Austritt fallen KEINE GEBÜHREN an.

Quelle:
http://www.help.gv.at/Content.Node/82/Seite.820003.html (Homepage der Bundesregierung)



Antworten Lichtherz
16.09.2008 15:42
0 0

vielen Dank für die Information!

kaum zu glauben, dass dieser Verein, der schon so viel auf seiner Kappe hat, noch Mitglieder hat....

Antworten Halka
15.09.2008 15:10
0 0

EINTRITT

EINTRITT

Zuständige Behörde:

das jeweilige Wohnpfarramt

Erforderliche Unterlagen:

1. Wiedereintritt in die Römisch-katholische Kirche:

Nachweis über den Erhalt christlicher Sakramente, z.B:

* Heiratsurkunde
* Taufschein
* Sterbeurkunde früherer Ehepartner oder Ehepartnerinnen

2. Übertritt von einer anderen christlichen Religionsgesellschaft zur Römisch-katholische Kirche:

* Taufschein mit Austrittserklärung der zuständigen staatlichen Behörde
* Geburtsurkunde

3. Übertritt von einer nicht-christlichen Religionsgesellschaft zur Römisch-katholische Kirche:

* Beitrittserklärung der vorhergehenden Glaubensgemeinschaft mit Austrittserklärung der zuständigen staatlichen Behörde
* Persönliche Dokumente im Original (z.B. amtlicher Lichbildausweis, Geburtsurkunde)

für den Eintritt fallen KEINE GEBÜHREN an.

Quelle:
http://www.help.gv.at/Content.Node/82/Seite.820201.html#katholisch
(Homepage der Bundesregierung)

Antworten Gast: hlsebastian
12.09.2008 13:30
0 0

Eintritt

http://portal.kirchen.net/portal/page.asp?id=697

Antworten topiltzin
12.09.2008 08:14
0 0

Re: Austritt

http://www.cina.de/x4gg/

Antworten Antworten Gast: Kiebitz
13.09.2008 09:14
0 0

Ein, aus, wieder ein, um-

TRETET NICHT SOVIEL UND SOOFT!