09.02.2012 23:54 | Meine Presse Merkliste0

Buddhisten erbost über "Dakini"-Sex-Massage

21.11.2008 | 09:34 |   (DiePresse.com)

Ein Stuttgarter Sex-Massage-Studio hat sich den Namen "Dakini-Massage" patentieren lassen. Dakinis sind aber buddhistische Engels-Frauen. Das sei wie "Heilige-Marien-Massage", so Kritiker.

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Gleichmut ist eine hohe Tugend im Buddhismus, aber in Deutschland ist es damit nun vorbei: Lea Renate Söhner, eine Unternehmerin aus Stuttgart, hat sich den aus dem tibetischen Buddhismus stammenden Begriff "Dakini" markenrechtlich schützen lassen, um unter dem Namen sexuelle und Tantra-Massagen anzubieten. "Das stellt eine Beleidigung der buddhistischen Gemeinde dar, da der Begriff Dakini genauso wenig eine Verbindung zur Erbringung sexueller Dienstleistungen hat wie die Heilige Maria der Christen oder die Fatima der Moslems", heißt es in einem Protestschreiben.

Dakini
Dakinis ("Himmelstänzerinnen") sind im buddhistischen Glauben engelsähnliche Frauen, die die Toten ins Jenseits geleiten.

Die Anhänger des tibetischen Buddhismus hoffen nun, dass das Patentamt die Entscheidung rückgängig macht, da eine "Dakini-Massage" nicht nur gegen gegen die guten Sitten verstoße, sondern auch irreführend sei. "Die Bezeichnung 'Heilige-Marien-Massage' für eine sexuelle Dienstleistung würde niemals genehmigt werden, warum sollte es bei einem zentralen Begriff der buddhistischen Religion anders sein", argumentieren sie.

Der Begriff "Dakini" kommt im Namen jeder Massage des Instituts vor: Von der Dakini-Tantramassage für beide Geschlechter bis zur Dakini-Lingammassage für den Mann und der Dakini-Yonimassage für die Frau für je 155 Euro, wobei Lingam in Sanskrit den Phallus bezeichnet und Yoni das weibliche Pendant. Die Massagen werden als "sinnliche Forschungsreisen" und "unvergessliches Erlebnis" beworben.

"Prostitution mit spirituellem Blabla"

"Es geht uns nicht darum, der Dame das Geschäft zu verderben, wir haben weder gegen Prostitution etwas einzuwenden, noch dagegen, diese Prostitution mit therapeutischem und spirituellem Blabla zu veredeln, wir haben nicht einmal etwas dagegen, dass die Begriffe 'Dakini' und 'Dakinimassage' von dieser Geschäftsfrau verwendet werden", heißt es in der Aussendung. "Das einzige, was wir nicht länger dulden wollen, ist das Monopol auf den Gebrauch dieser Begriffe, den die Dame durch den Markenschutz erlangt hat. Der Begriff soll weiterhin frei bleiben, jeder Mensch soll ihn gebrauchen oder missbrauchen können, die 'karmischen Folgewirkungen' jeder Handlung werden ohnehin nicht von einem deutschen Gericht bestimmt".

(APA/Red.)

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12 Kommentare
Gast: hopp
31.07.2009 19:21
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was schon da ist

man kann keine wörte als marken-recht nehmen was schon gebrauch wird.
sonst kann jeden das wort "gut, schlecht, maria, marianne oder haus, nachbarn etc." anschreiben lassen, und dann.

allerdings hab ich von eine sendung, die eigentlich "gute nachbarn schlechte nabarn" heissen sollt---e, sich so nicht nennen durfte.
wege eine andere sendung, andere programm.

wenn nun jemand das wort "andere, anders, ändere, ändern oder haus, häuse" haben will, was dann...hopp

Gast: presseleser
24.01.2009 20:21
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Gleichmut ist etwas Anderes

"Gleichmut" (sanskrit: upeksha; tibetisch: tang nyom) ist meines Wissens eine Geisteshaltung, nach der man andere nicht als Feind oder Freund kategorisiert und zwar aus dem Verständnis heraus, dass alle fühlenden Wesen in gleicher Weise nach Glück streben und nicht leiden wollen.

Was hier offensichtlich gemeint war ist "Gleichgültigkeit" und eben diese Gleichgültigkeit hat im Buddhismus keinen Platz, da sie dem Mitgefühl und in weiterer Folge dem Wunsch allen fühlenden Wesen zu helfen widerspricht.

Jemand, dem alles Gleichgültig ist, der kann nicht zwischen Gut und Böse unterscheiden und auch schwer seine Verhaltensmuster kritisch betrachten und damit kaum eine positive Veränderung dieser anstreben.

Gast: otaku
09.12.2008 00:22
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Markenrecht missverstanden

1) Die Markeninhaberin beschwert sich zurecht über Ihre einseitige Definition der Daikini. Bei Wikipedia.de heißt es dazu weiterhin: "Die Daikinis repräsentieren die Ermutigung und Inspiration für den spirituellen Weg und überprüfen zugleich den spirituellen Fortschritt der Dharma-Praktizierenden." Das wäre sicher von diesen Dienstleistern etwas viel verlangt ...

2) Auch der deutsche Buddhismus ist vielfältig. Dass man sich gerade im dem Tantra nahe stehendem tibetischen Buddhismus so aufregt, überrascht mich selbst. Ich komme vom Zen und finde es eher drollig und womöglich kontraproduktiv, wenn man erotischen Massagen einen Namen gibt, der in irgendeiner Assoziation zum Tod steht (und das tun Daikinis eben auch).

3) Ansonsten haben die Buddhisten offenbar Sorge, dass der Name "nicht frei bleibt" und ihn "nicht mehr jeder gebrauchen kann". Diese Sorge ist unberechtigt. Dies wäre nur dann ein Problem, wenn diese Marke überragende Bekanntheit erlangte.

Gast: otaku
09.12.2008 00:22
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Markenrecht missverstanden

1) Die Markeninhaberin beschwert sich zurecht über Ihre einseitige Definition der Daikini. Bei Wikipedia.de heißt es dazu weiterhin: "Die Daikinis repräsentieren die Ermutigung und Inspiration für den spirituellen Weg und überprüfen zugleich den spirituellen Fortschritt der Dharma-Praktizierenden." Das wäre sicher von diesen Dienstleistern etwas viel verlangt ...

2) Auch der deutsche Buddhismus ist vielfältig. Dass man sich gerade im dem Tantra nahe stehendem tibetischen Buddhismus so aufregt, überrascht mich selbst. Ich komme vom Zen und finde es eher drollig und womöglich kontraproduktiv, wenn man erotischen Massagen einen Namen gibt, der in irgendeiner Assoziation zum Tod steht (und das tun Daikinis eben auch).

3) Ansonsten haben die Buddhisten offenbar Sorge, dass der Name "nicht frei bleibt" und ihn "nicht mehr jeder gebrauchen kann". Diese Sorge ist unberechtigt. Dies wäre nur dann ein Problem, wenn diese Marke überragende Bekanntheit erlangte.

Gast: Goodman
08.12.2008 16:18
0 0

Belustigte Buddhisten

Gemach. In Buddhistischen Internet-Foren tauchte das Thema hier und da auf. Es sorgte nicht so sehr für Ärger, sondern vor allem für viel amüsiertes Kopfschütteln.
Sicher: Der beantragte Markenschutzeintrag zeugt eher von esoterischer Entrücktheit und sehr zweifelhaftem Namensgeschmack als von buddhistischem Sachverstand. Dass ein Wettbewerber bei den Sympathisanten der Lehre Stimmung für seine Interessen macht, wurde durchschaut.

Aber, wie sie schon schrieben: Gleichmut ist unter Buddhisten eine populäre Tugend. Was stört es die Baumrinde, wenn sich eine Sau daran wetzt?

LeaSoehner
26.11.2008 11:24
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Irreführung

Sehr geehrte Redakteure,
1. Der Name Dakini ist nicht patentiert, sondern in Deutschland als Marke für Massagen seit 8 Jahren geschützt. Dakini ist in Österreich ebenfalls für Massagen geschützt. Warenklasse 44 Registriernummer: AT 212316.

2. Nicht "die Buddhisten" haben die Marke angegriffen, sondern ein Konkurrent, der mit demselben (erfolgreichen) Konzept und demselben Namen Massage-Unternehmen eröffnen wollte. Dieser Geschäftsmann hat in dem Moment seine Abneigung gegen Tantramassagen entdeckt, als er menschlich und wirtschaftlich mit einem Tantramassage-Studio gescheitert ist.

3. Buddhismus ist keine organisierte Religion. Nichts desto trotz hat der o.g. Mitbewerber auf dem Gebiet von Tantramassagen, durch das Bedienen von Emotionen aus der untersten Schublade (Sex-Massage, Prostitutiton) versucht, die buddhistische Welt vor seinen Karren zu spannen. Es ist ihm nur bei ein paar Fanatikern gelungen. Und bei Ihnen....

4. Ihre Beschreibung des Begriffs Dakini ist falsch.

Gast: Ludwig Ammer
23.11.2008 01:27
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Proust Madeleine!

Sich als Mann wie zuckerige Krümelchen einer angebissenen "Maria Magdalena" in schwarzem oder Lindenblütentee zu fühlen, hat viel mit sexueller Massage zu tun, aber Marcel Proust ist damit an keiner katholischen Zensur hängen geblieben. Petit Madeleine waren auch da nichts weiter als Dildos: der Jakobsmuschel gleich gefächerte aber deutlich längere Förmchen wurden normal mit Sandkuchenteig gefüllt, aber sich selbst gerne befriedigende Frauen ließen sich von eingeweihtem Personal mit einem festeren Teig die Madeleines "verbacken" also hart bis steinhart werden. Mit der heiligen Pilgermuschel zwischen den Beinen ließen sich nymphomanisch gesinnte Damen auch gerne bei mangelnder männlicher Ausdauer das Vorspiel oder den Glücksmoment erledigen. Das war dann bestbürgerlich schon mindestens so heilig französisch wie das Bekenntnis des Benedikt XVI. neben dem mit einer bekennenden Schlampe die Ehe erledigt und erneuert habenden Präsi der Franzosen. Ist "Madlaine Feuerstein" ein australischer

Gast: fridi
21.11.2008 13:06
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Kein Patent

Liebe Presseredakteure,

wenn schon Texte übernehmen, dann wenigstens solche die inhaltlich richtig sind - das kann man vorab prüfen indem man den Text liest!
Einen Namen kann man sich nicht patenieren lassen, sondern nur Erfindungen. Wie aus dem Artikle selbst ersichtlich wird geht es um eine Eintragung als Marke und nicht um ein Patent!
Schlimm genug, daß die APA schon falsche Inhalte verbreitet, noch schlimmer, wenn eine "Qualitätszeitung" diese falschen Inhlate unkorrigiert übernimmt.


Gast: schön
21.11.2008 11:37
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einfach schön

Also eines muß man den Buddhisten wirklich lassen, den Gleichmut mit dem an die Frage herangegangen wird, kann man sonst mit der Lupe suchen.

DAS kennzeichnet eine WELTRELIGION!!!

Frage nicht wie in einer ähnlichen Situation der Vatikan oder irgendwelche Moslem-Fundis reagieren würden, die schon bei Banalitäten ständig mit Mord & Totschlag drohen.....

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Re: einfach schön

der vatikan droht mit mord und totschlag? wo? im radio vatikan? im osservatore romano? :))

mfg
mc

Lichtherz
21.11.2008 11:23
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Deutschland hat ein Faible für Prostitution ...

zeigt sich auch auf anderen Gebieten...

Antworten Gast: dmt
21.11.2008 15:56
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schliess nicht von dir auf andere