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Christen in 60 Ländern diskriminiert und verfolgt

04.12.2008 | 17:21 |   (DiePresse.com)

Eine Plattform spricht von 230 Millionen verfolgten Christen weltweit. Besonders schwierig sei die Lage unter islamisch geprägten Regimes, aber auch Hindu-Fanatiker greifen Christen an.

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Die Plattform "Solidarität mit verfolgten Christen" hat am Donnerstag in Wien den "Stopp der weltweiten Christenverfolgung" gefordert. Die Plattform, die sich aus neun verschiedenen kirchlichen und nicht-kirchlichen Organisationen zusammensetzt, möchte anlässlich des 60. Jahrestags der Erklärung der Menschenrechte am 10. Dezember verstärkt auf die Zunahme von Christenverfolgungen aufmerksam machen.

"Religionsfreiheit ist ein Test für alle anderen Menschenrechte", erklärte Johann Marte, Präsident der Stiftung "Pro Oriente". Derzeit werde weltweit jeder zehnte Christ diskriminiert oder verfolgt. Besonders schwierig sei die Situation "in islamisch geprägten, autoritären Regimes". Der "Kampf gegen den Westen" werde seit den Terroranschlägen von 9/11 vom "islamischen oder hinduistischen Fanatismus mit religiösen Motiven aufgeheizt" und Christen würden somit für die "Politik des Westens büßen", so Marte. Der für 10. Dezember geplante Aktionstag hat zum Ziel, auf diese "noch nie dagewesenen" Verfolgungen mit Flugblättern und einem Wortgottesdienst im Stephansdom hinzuweisen und Bewusstsein zu schaffen.

Christen in 60 Ländern diskriminiert

Es gebe weltweit 60 Länder, in denen Christen diskriminiert werden, und in neun Staaten werde die Todesstrafe für eine Abkehr vom Islam verhängt - darunter Saudi-Arabien, der Iran, Afghanistan, Somalia, Pakistan oder Katar, erklärte Kurt Igler von der Österreichischen Evangelischen Allianz. Er richtete auch einen Appell an die heimischen Medien, denn der Bevölkerung sei das "Problem der Tibeter bewusst, die Verfolgung von Millionen Christen aber nicht". Und auch politische Entscheidungsträger hätten oft überhaupt keine Informationen über die Christenverfolgungen. Daher werde sich die Plattform mit einem Brief an den neuen Außenminister Michael Spindelegger (ÖVP) wenden, um auch die Politik zu sensibilisieren, erklärte Christian Zeitz vom "Akademikerbund".

Die Verfolgung entstehe oft aus vorgeschobenen Gründen, wie etwa im indischen Bundesstaat Orissa, wo der christlichen Gemeinschaft der Mord an einem hinduistischen Geistlichen angelastet wurde, erklärte Werner Frühwirt von "Christian Solidarity International". In der darauffolgenden Gewaltwelle, in der die "indische Regierung und die internationale Gemeinschaft wochenlang zugesehen" hätten, seien 500 Christen getötet und rund 50.000 vertrieben worden. Zeitz vom Akademikerbund: "Die Beeinträchtigung der Menschenrechte erfolgt heutzutage weniger durch staatliche Organe, sondern durch religiöse Fanatiker."

Die Plattform möchte nun jedes Jahr zum Jahrestag der Menschenrechts-Erklärung einen solchen Aktionstag veranstalten. Vertreter der Islamischen Glaubensgemeinschaft nahmen an der Pressekonferenz nicht teil. Es bestehe aber, so Zeitz, Kontakt in "vielfältiger Form" und "vielleicht" werde man bei künftigen Aktionstagen gemeinsam an Politik und Medien appellieren.

 

(APA)

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6 Kommentare
Gast: speib
26.12.2008 08:44
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250 Millionen Menschen werden weiltweit im 21 Jhdt(!) unterdrückt, verfolgt, getötet.

Das ist das schlimmste Massaker aller Zeiten. Noch nie wurden so viele Menschen verfolgt. Somit handelt es sich um das schlimmste Menschheitsverbrechen in der gesamten Geschichte der Menschheit.

Und wieder sind es totalitäre Ideologien wie jene des Mo..... die dahinterstecken.

Übrigens: auch die Nazis haben Menschen verfolgt oder getötet, die nicht ihrer Ideologie angehören wollten. Viele haben damals weggeschaut. Wer heute wegschaut macht sich mitschuldig.

Gast: Mo
06.12.2008 14:00
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schock!!!!!

es war mir zwar bewußt das christen verfolgt werden aber nicht in so einem ausmaß!!!!

Auf jeden fall find ich es NETT das sich gerade moslems in europa beschweren wie schlecht sie behandlt werden und dass sie ihren glauben nicht auslben dürfen (thema kopftuch usw.)

Aber ganz ehrlich mal sollten wir (menschen) in der heutigen zeit nicht endlich mal beginnnen "normal" miteinander umzugehen !!!!!!!

Ich kann dieses leidige AUSLÄNDER-THEMA nicht mehr hören Österreich war und wird immer ein MISCHFOLK bleiben wir definieren uns quasi dadurch.

LEBEN und LEBEN lassen

schönes we

gruß
mo

Antworten Gast: Marie
21.02.2010 16:00
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Re: OMG

das gibt es echt nich....soo schlimm

Gast: Türkin
04.12.2008 18:02
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Verstecken lösst keine Probleme;

Ich fand diesen Artikel durch Zufall und finde es traurig, dass ein Medium wie die Presse diesen Artikel nicht besser platziert.

230 Millionen Christen werden mehr oder weniger verfolgt. Das sollte einen Aufschrei erzeugen und nicht einen Artikel auf Seite Irgendwo.
Würde selbes dem Islam widerfahren gäbe es einen weltweiten Flächenbrand. Alles Menschenrechtsorganisationen würden auf die Barrikaden steigen. Aber in diesem Fall handelt es sich "nur" um Christen.
Ein Armutszeugnis einer christlichen Gesellschaft welche Österreich doch ist.

MfG
Ilkay

Antworten Gast: mo
06.12.2008 14:07
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Re: Verstecken lösst keine Probleme;

ok stell dir vor die österreiche würden das persönlich nehmen und sich denken ok was die moslems können können wir schon lange und alle moslems in österreich verfolgen und töten !!! WAS GLAUBST DU WÜRDE DANN PASSIEREN !!!!!! österreich ist aufgrund seiner geschichte nicht mehr in der lange sich gegen soetwas zu wehren oder zu positionieren und in deinem fall würd ich mal meinen kannst du nur foh darüber sein das dem so ist.
Ich finde es ehrlich gesagt eine bondenlose frechheit von dir so zu argumentieren ich nehme mal an das du in ö. lebst wahrscheinlich sogar die ö. staatsbürgerschaft hast und trotzdem so denkst! Mich würde es nicht wundern wenn sich irgend wann mal wirklich jemand provoziert fühlt und zurückschlägt bei so einer einstellung

lg

mo

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Re: Re: Verstecken lösst keine Probleme;

Der Beitrag von "Türkin" ist sehr zu begrüßen.
Sie schreibt seit Kurzem hier im Forum und immer gescheit und objektiv. Was ist daran "Frechheit", wenn sie kritisiert und bedauert, daß es keine/kaum Reaktionen auf die Verfolgung und Tötung von Christen in islamischen oder kommunistischen Ländern gibt.
NICHTS zu tun und nicht zu protestieren gehört aber heute vielleicht schon im Westen zur politischen Korrektheit! Die CHRISTENHEIT KANN VERSCHWINDEN, HAUPTSACHE POLITICAL CORRECTNESS!
"Türkin" hat vollkommen recht, wenn sie die Organisationen, die sich für jeden von der Polizei erwischten Drogendealer starkmachen, kritisiert.
Außerdem sehen Sie es doch nicht so eng und nur auf Ö bezogen. Es ist auch Europa betroffen, zukünftig!