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Geschlecht, Haare Augen: Vatikan kritisiert Babys nach Maß

03.03.2009 | 14:29 |   (DiePresse.com)

Eine US-Firma verspricht bei künstlicher Befruchtung Babys nach Bestellung - ein "ethisch unannehmbarer Eingriff", urteilt der Vatikan.

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Der Vatikan reagiert empört auf das Angebot einer auf künstliche Befruchtung spezialisierten Klinik in Los Angeles, Babys mit Geschlecht, Augen- und Haarfarbe nach Wahl anzubieten. "Nicht zum ersten Mal gibt es solche Ankündigungen, mit denen Kliniken um Kunden werben. Es handelt sich um einen ethisch unannehmbaren Eingriff, mit dem man den Körper manipulieren und nach eigenem Belieben beherrschen will", kommentierte der emeritierte Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben, Bischof Elio Sgreccia.

Der Bischof bekräftigte die Ablehnung der Kirche gegenüber jeglicher Form von Genmanipulation. "Diese Art von Herrschaftsinstinkt lebt im Menschen. Wenn er nicht von der Moral und den Gesetzen gebremst wird, wird er nicht mehr von einem Regime, sondern von Personen ausgenutzt, die Geld und Interesse haben, mit dem Leben der anderen zu spielen", so Sgreccia.

Heikles Thema Bioethik

Im Dezember hatte die vatikanische Glaubenskongregation ein neues Bioethik-Dokument unter dem Titel "Dignitas Personae" ("Die Würde der Person") veröffentlicht. Die Wissenschaft müsse die Würde des menschlichen Lebens in all seinen Phasen respektieren, hieß es darin.

Die Glaubenskongregation beklagte, dass viele Forscher heute die voranschreitende Entwicklung biomedizinischer Technologie in eine "hauptsächlich genetische Perspektive stellen". In dem 40-seitigen Schreiben wurde vor den Manipulationen am menschlichen Leben gewarnt, die im heutigen philosophischen und wissenschaftlichen Umfeld möglich gemacht würden. Der Vatikan bezog sich dabei etwa auf das reproduktive Klonen des Menschen - das er als "biologische Sklaverei" bezeichnete - sowie auf die Herstellung von Mensch-Tier-Mischwesen.

(APA)

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5 Kommentare
Kantig
03.03.2009 19:09
0 0

Was der Vati kann sage ich niiiiiiicht!


Gast: Oskar
03.03.2009 18:16
0 0

Und was ist mit ausgestorbenen Rassen?

Mit Mammuts und Neandertaler? Die hatten vor gar nicht allzulanger Zeit ihre Berechtigung hierzulande.

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@ der Vatikan und seine „Ethik“




Im Dezember versuchten der Vatikan die Initiative Frankreichs zur 60 Jahr Feier der Menschenrechte der UNO zu verhindern, die die Straffreiheit der Homosexualität zum Ziel hatte.

Das gelang dem Vatikan – trotz massiver Interventionen – bei keinem Land Westeuropas. Weder Italien, nicht einmal Albanien, stimmten gegen diese Initiative. In der Gesellschaft des Vatikans waren lediglich Diktaturen und Gottesstaaten wie der Iran.

Während die Fundamentalisten im Vatikan gegen die Straffreiheit der Homosexualität Politik machen, richten die Fundamentalisten im Iran Menschen wegen ihrer Homosexualität hin.


siehe:

19.07.2005 - Die Hinrichtung des 16-jährigen Mahmoud Asgari und des 18-jährigen Ayaz Marhoni wegen "homosexueller Handlungen"
http://diepresse.com/home/panorama/420938/index.do?gal=420938&index=5


02.12.2008 - Vatikan: Vorstoß gegen Straffreiheit der Homosexualität
http://diepresse.com/home/panorama/religion/434562/index.do




Antworten Gast: anon
03.03.2009 18:19
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Re: @ der Vatikan und seine „Ethik“

klassische Themaverfehlung!

Antworten Antworten Peregrin
09.03.2009 17:14
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Re: Re: @ der Vatikan und seine „Ethik“

Und ausserdem falsch, wie schon mehrfach korrigiert. Der Nutzer ist offenbar merkbefreit.