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Spannung in Islam-Gemeinschaft: Aleviten scheren aus

02.04.2009 | 15:46 |   (DiePresse.com)

Die Aleviten wollen als eigenständige Religions-Gesellschaft anerkannt werden und sich von der islamischen Glaubens-Gemeinschaft abspalten. Das würde eine Machtverschiebung bedeuten.

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Der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) droht eine entscheidende Schwächung: Die Aleviten in Österreich streben eine Anerkennung als eigenständige Religionsgesellschaft und - in weiterer Folge - als religiöse Bekenntnisgemeinschaft an. Ein entsprechender Antrag des "Kulturvereins von Aleviten in Wien" ist beim Kultusamt eingelangt, bestätigte Oliver Henhapel gegenüber "DiePresse.com". Allerdings sei er in seiner derzeitigen Form "nicht genehmigungsfähig", da noch Nachweise zu den Mitgliederzahlen und die Statuten fehlen.

Sollten diese Daten nachgereicht werden, gibt es aber noch einige Hürden für die Aleviten: So müsste die Gruppe mindestens 16.000 Mitglieder haben und dies auch nachweisen. In der jüngsten Volkszählung von 2001 wurden sie aber nicht gesondert erfasst. Viel heikler - weil auch intern umstritten - ist die Frage, ob die Aleviten Muslime sind oder nicht. Sehen sie sich als Muslime, fallen sie wie die Sunniten und Schiiten unter das Islamgesetz von 1912, das allen Anhängern des Islam Anerkennung garantiert. Dann würde ihnen auch nicht der Status als eigenständige Religionsgesellschaft zustehen.

Zwei Anträge von Aleviten

Der Antrag des "Kulturvereins von Aleviten in Wien" ist aber auch ein weiterer Schachzug im Machtspiel innerhalb der IGGiÖ: Die Aleviten fühlen sich - wie viele andere Gruppierungen - nicht durch Präsidenten Anas Schakfeh und die IGGiÖ vertreten und versuchen, die IGGiÖ als offizielle Vertretung zu stürzen. Daher wird der Antrag auch von der Initiative Liberaler Muslime Österreich" (ILMÖ) und dem "Islamischen Informations- und Dokumentationszentrum" in der Öffentlichkeit unterstützt.

Gleichzeitig bereitet die "Föderation der Aleviten Gemeinde in Österreich" einen ähnlichen Antrag auf Anerkennung als Religionsgesellschaft vor. Henhapel vom Kultusamt rechnet damit, dass sich die beiden Organisationen koordinieren werden. "Das wird länger dauern", sagt er.

Zeugen Jehovas: Entscheidung nicht vor Ostern

Eine weitere Glaubensgemeinschaft ist mit ihrem Antrag auf Anerkennung als Kirche in Österreich gerade erst abgeblitzt: Die Siebenten-Tags-Adventisten hatten ebenso einen Versuch unternommen, konnten allerdings nicht die notwendigen Mitglieder aufweisen. Die laut Volkszählung 4200 bekennenden Adventisten entsprechen nicht dem notwenigen Anteil von zwei Promille in der Bevölkerung (etwas mehr als 16.000).

Weiter warten heißt es für die Zeugen Jehovas, deren Chancen auf Anerkennung gut sind. Eine Entscheidung wird laut Henhapel nicht vor Ostern fallen.

(APA/BL)

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20 Kommentare
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spaltung? hervorragend!

ich unterstütze die aleviten.

die passen sich an, wollen nicht den staat übernehmen und sind nicht aggressiv.

mfg
mc

gentax
02.04.2009 19:44
0 0

Aleviten sind Aleviten - und keine Muslime.

Die Aleviten sagen selbst, dass sie keine Muslime sind, sondern eben Aleviten. Man kann sich hierfür eine ihrer offiziellen Internetseiten ansehen.

Da die Aleviten jedoch Grundprinzipien des Islam widersprechen (wie z.B. keine Pflicht zur Pilgerfahrt, kein herkömmliches Beten (sondern gemischtgeschlechtlicher Tanz) etc.) sind sie nach dem Verständnis des Islam auch keine Muslime.

Ergebnis: sie selbst sagen, dass sie keine Muslime sind. Der Islam selbst sagt durch seine Regeln, dass Aleviten keine Muslime sind. Also sollen sie sich wie die Zeugen Jehovas o.ä. organisieren. Eine Schwächung wird die IGGIÖ dadurch nicht erleiden - vielmehr eine Entrümpelung.

Antworten Gast: Crusader
03.04.2009 06:40
0 0

Re: Aleviten sind Aleviten - und keine Muslime.

Entrümpeln? Gute Idee! Alle Moslems in ihre Herkunftsländer zurückschicken - dann haben wir entrümpelt......

Antworten Antworten Gast: flick
03.04.2009 10:55
0 0

Re: Re: Aleviten sind Aleviten - und keine Muslime.

Gib mir mal deine e-mail adresse! Dann üben wir mal Bewerbungsschreiben für schwer vermittelbare Fälle...

Antworten Antworten Antworten Gast: Crusader
03.04.2009 12:01
0 0

Re: Re: Re: Aleviten sind Aleviten - und keine Muslime.

Du hast recht, ich brauch einen Job für den ich wirklich geeignet bin und nicht einen der mich überfordert!
Hier die Adresse:
werner.faymann@spoe.at

Antworten Antworten Gast: Neugier 09
03.04.2009 10:21
0 0

Re: Re: Aleviten sind Aleviten - und keine Muslime.

Keine schlechte Idee!

Dann müßten primitive Sozialschmarotzer wie Crusader endlich wieder hackeln, anstatt den Forumsdeppen der Presse zu mimen, der sich ich in lächerlicher Art und Weise, in der Pose des glorreichen Kreuzritters gegen den Islam, gefällt.

Wenn Du einmal gekämpft hättest anstatt hier unzählige Male immer die gleichen stupiden Postings zu publizieren, hättest Du nicht nur meinen Respekt verdient!!

Die Leute aufhetzen und selber vor Angst in die Hosen zu machen ist nur etwas für hinterhältige Feiglinge!!

Leute wie Du sterben meistens auf dem WC, während echte Helden auf dem Schlachtfeld ihr Leben verlieren!!!

Antworten Antworten Antworten Stephanos
03.04.2009 22:45
0 0

Re: Re: Re: Aleviten sind Aleviten - und keine Muslime.

Ja, echt heldenhaft, anderer Mütter Söhne zu töten.

Antworten Antworten Antworten Gast: gast
03.04.2009 12:18
0 0

Re: Re: Re: Aleviten sind Aleviten - und keine Muslime.

100% Zustimmung.

Antworten Antworten Antworten Gast: Crusader
03.04.2009 12:01
0 0

Re: Re: Re: Aleviten sind Aleviten - und keine Muslime.

Jö schau! A rotes Lackerl!

Antworten Antworten Gast: lol
03.04.2009 08:54
0 0

Re: Re: Aleviten sind Aleviten - und keine Muslime.

dich bitte gleich mit !

solche aussagen kannst dir sparen !


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Re: Re: Aleviten sind Aleviten - und keine Muslime.

word!

mfg
mc

Friedrich
02.04.2009 18:30
0 0

Spannung in Islam-Gemeinschaft: Aleviten scheren aus

Da bekanntlich mehrere christliche Konfessionen staatlich anerkannt sind, ist nicht einzusehen, warum nicht auch mehrere muslimische Konfessionen anerkannt werden sollten, wenn sie den gesetzlichen Bedingungen genügen.
Diese Bedingungen sind übrigens überprüfenswürdig. Der eigentliche Grund für die staatliche Anerkennung seriöser Religionsgemeinschaften ist ja der, dass diese auch säkular erfassbare Beiträge zum Gemeinwohl beisteuern, wie die Führung von allgemein zugänglichen humanitären Institutionen und Bildungseinrichtigen, die Hebung der Moral, die Bewahrung des sozialen Friedens und auch die Erhaltung von Kunstschätzen, was man ja von manchen Möchtegern-Religionen nicht gerade behaupten kann. Bevor man nun nach dem Gießkannenprinzip alle anerkennt, die genügend viele Anhänger gesammelt haben, würde ich mir lieber das französische Prinzip der Laïcité wünschen, bei dem der Staat überhaupt keine Religionen anerkennt und sich daher keine benachteiligt fühlen kann.

nomane
02.04.2009 18:29
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Das ist schon i.O....

Es gibt Katholiken und Protestan. Warum nicht Sunniten und Aleviten?

modestus
02.04.2009 16:23
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IGGiÖ....ohne legitimation

das islam gesetz 1912...ist totes recht. es war ausschliesslich für die sunnitischen bosniaken.
levantinische schlaumeier haben sich das unter den nagel gerissen....jetzt platzt der schwindel

omas al kohlrawi..good night

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Re: IGGiÖ....ohne legitimation

inschallah österreich ...

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Re: Re: IGGiÖ....ohne legitimation

ich habe dieses buch gestern bei amazon bestellt, kostet um die 25 euro.

mfg
mc

Re: IGGiÖ....ohne legitimation

ge schmarrn!
die anerkennung des islam hatte einzig den zwecks sich die unterstützung des osmanischen reiches im kriegsfalle zu sichern. was ja dann auch geklappt hat.

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Re: Re: IGGiÖ....ohne legitimation

stimmt nicht ganz.

es ist in erster linie um die mohammer-bosnier gegangen, damit man sie zum kriegsdienst einziehen kann.

nicht weit genug gedacht, euer majestät.

mfg
mc

Antworten Antworten Antworten modestus
03.04.2009 09:36
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Re: Re: Re: IGGiÖ....ohne legitimation

ganz richtig mc.
dazu braucht man die standesführung.

Antworten Antworten modestus
03.04.2009 07:19
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Re: Re: IGGiÖ....ohne legitimation

>>>einzig den zweck<<<????
dieser begriff enlarvt den schreiber als dilettant.
in geschichte/politik gibt es keine monocausalitäten.
hauptzweck des islamgesetzes von 1912 war die standesführung. in kakanien war die standesführung aufgabe der diversen kirchen. ohne muslimische anerkennung hätte die österr.-ung- bürokratie kostenaufwändig diese aufgabe übernehmen müssen.
es gab natürlich noch andere gründe...z.b. die abhängigkeit der muslime von istambul zu beenden..etc..