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Piusbruderschaft: „Sind sowieso das schwarze Schaf“

21.06.2009 | 18:47 |  MICHAEL PRÜLLER (Die Presse)

Trotz versöhnlicher Gesten des Vatikans besteht die konservative Piusbruderschaft darauf, am Samstag unerlaubt Priester zu weihen. Ihr Bischof Bernard Fellay, der Nachfolger von Erzbischof Lefebvre, erklärt, warum.

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Die Presse: Wie geht es weiter mit dem Dialog zwischen der Piusbruderschaft und Rom, der im Jänner so viel Staub aufgewirbelt hat?

Bischof Bernard Fellay: Wir haben unsere Vorstellungen Anfang Juni dargelegt. Für die kommenden Tage ist ein Entscheid des Papstes über die Gestaltung der Gespräche angekündigt. Gewiss ist, dass eine Kommission für die Diskussion eingerichtet wird – mit einigen römischen Theologen und einigen von unseren Priestern.

 

Was ist Ihr Ziel der Annäherung: ein Sonderweg für Sie in einer Nische – oder eine grundlegende Änderung der Kirche in Ihrem Sinn?

Fellay: Das ist eine gute Frage: Wer oder was soll geändert werden? Es stimmt natürlich nicht, wenn jemand behauptet, die ganze Kirche müsse sich ändern. Wir sind nicht der große Gegner, ich würde unsere Lage eher mit einem Thermometer vergleichen, das zeigt, dass es im Leib Fieber gibt. Dass es also ein Problem gibt, das gelöst werden muss. Und es ist nicht unser Problem, sondern eines der Kirchenleitung. Die Kirche leidet unter einer gravierenden Krise, und man will sie in Rom so gütig lösen, dass sich die Krankheit entwickelt und man kein Ende der Krise mehr sehen kann. Wir schlagen Maßnahmen vor, die helfen könnten.

 

Da gibt es zwei Konfliktpunkte: einerseits Ihre These, der Glaubenskern sei allgemein in Gefahr, und andererseits Ihre Ablehnung konkreter Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils. Muss Rom diese Dokumente zurücknehmen bzw. abändern, oder ist ein „we agree to disagree“ möglich?

Fellay: Die heutige Verwirrung kommt zum großen Teil von einer Kulturkrise unserer ganzen Welt und nicht nur der Kirche – eine Krise des Denkens, der Philosophie. Einige Punkte der Krise haben aber auch im Konzil konkrete Gestalt angenommen. Wir sehen sogar einige Auslöser der Krise im Konzil. Rom sollte bereit sein, Eindeutigkeit zu schaffen, weil es viele Interpretationen des Konzils gibt. Was genau sollen wir anerkennen? Jeder Theologe interpretiert die Dokumente ja anders. Der Heilige Vater musste eine Interpretation des Konzils bereits verurteilen, die der Diskontinuität, des Bruches. Aber 80% der Bischöfe und Theologen wollen diesen Bruch. Diesbezüglich sind nicht wir das Problem.

Sie lehnen aber nicht nur gewisse Interpretationen ab, sondern einige Konzilsdokumente selbst – wo es um Religionsfreiheit und die Achtung vor anderen Religionen geht.

Fellay: Ein Beispiel: Die Erklärung zur Kollegialität der Bischöfe (Konzilsdokument Lumen gentium, Anm.) wurde sogar während des Konzils durch Papst Paul VI. korrigiert. Der Konzilstext darf nur katholisch interpretiert werden mit einem Text, den der Papst vorangestellt hat, einer sogenannten Nota praevia. (Papst Paul VI. hat darin festgehalten, dass die Bischöfe nur „unter und mit dem Papst“ als Kollegialorgan die Kirche leiten können, Anm.) Leider lesen manche das Konzil ohne die Nota praevia.

 

Würde eine päpstliche Nota praevia vor diesen zwei strittigen Erklärungen Ihren Vorstellungen genügen?

Fellay: Wir können nicht behaupten, dass wir diktieren, wie und was man in der Kirche denkt. Das ist nie unsere Auffassung gewesen. Wir sagen einfach: Die Kirche hat bis jetzt so und so gelehrt, jetzt ergibt sich daraus etwas, das nicht klar ist. Wir bitten um diese Klarheit.

 

Der andere große Streitpunkt zwischen Ihnen und Rom ist der tridentinische Messritus. Der ist durch die päpstliche Wiederzulassung dieses Ritus zumindest weitgehend entschärft worden. Reicht Ihnen das schon, oder würden Sie sich da auch noch mehr erwarten?

Fellay: Ich bin sicher, da wird noch mehr kommen. Nicht von uns aus, sondern von Rom selbst. Die liturgische Lage muss verbessert werden. Das wird kommen.

 

Der Papst hat den alten Ritus leicht adaptiert, z.B. durch eine Neufassung der Karfreitagsbitte für die Juden. Beten Sie noch die alte Fassung?

Fellay: Wir beten die alte.

 

Wäre es denkbar, dass Sie dem Papst folgen und die neue Bitte einführen?

Fellay: Ja, das wäre denkbar. Was der Papst da sagt, widerspricht nicht dem Glauben. Es ist eher ein Problem vor dem Hintergrund der Geschichte, auch wegen der Haltung der Gläubigen – die Karfreitagsbitte ist ja eines der ältesten Gebete, die wir haben.

 

Eine Versöhnung mit Rom bräuchte wohl von Ihnen eine Art Loyalitätserklärung. Können Sie die abgeben, auch wenn die Kirche nicht in allen Punkten wieder in das Gewand vor dem 2. Vatikanum zurückkehrt?

Fellay: Ich würde es eher so sagen: Wenn die katholischen Grundsätze geklärt sind, auch wenn nicht alles schon gelöst ist, dann ist es möglich. Es gibt eine ganz praktische Frage, die sich jetzt deutlich zeigt, und die ist: Wie werden wir angenommen? Es gibt eine ganz scharfe Blockade. Die hindert uns derzeit daran, weiterzugehen. Wenn wir zu viel Opposition sehen, dann sagen wir einfach: Gut, wir warten noch ein bisschen.

 

Aktueller Zankapfel ist die von der Piusbruderschaft für den 27. Juni angekündigte Weihe von drei Priestern im deutschen Zaitzkofen. Viele sehen darin eine Provokation für Rom und den Papst, dessen ausgestreckte Hand nun zurückgeschlagen wird.

Fellay: Ich bedaure, dass das als Provokation gesehen wird. Diese Weihen geschehen jährlich, seit 30 Jahren in derselben Form. Als wir mit Rom über die Exkommunikation usw. gesprochen haben, war nie die Rede davon, dass diese Weihen nicht mehr stattfinden sollen. Für uns ist es eine Lebensfrage wie das Atmen, wir brauchen diese Priester.

 

Es kann doch nicht auf diese drei Weihen ankommen. Wäre es nicht klug gewesen, die Weihen auszusetzen, um das Klima zu verbessern?

Fellay: Das Problem liegt nur in Deutschland. In Rom gibt es Verständnis für diese Weihen, auch wenn man sagt, die sind unerlaubt, nicht nach dem kanonischen Recht. Wir haben damals gesagt, dass wir uns in einen Zwischenzustand begeben, in dem wir friedlicher sprechen können, in dem Rom uns auch beobachten kann. Wir hätten überhaupt nichts dagegen, wenn Rom einen Beobachter zu uns schicken würde. Wir haben das angeboten, aber vielleicht nicht deutlich genug.

 

Waren Sie erstaunt, dass Rom für die Aufhebung der Exkommunikation keine Bedingungen gestellt hat?

Fellay: Nein, eigentlich nicht. Es geht um eine Annäherung. Die kann nur durch kleine Schritte geschehen – bei allen Wunden und dem, was geschehen ist. In diesem Sinne ist diese Geste des Papstes, die wir dankend annehmen, auch gemeint: eine Geste, um das Klima zu bessern. Unsererseits gibt es die Öffnung, aber in keiner Weise ging es darum, unsere Arbeit einzustellen.

 

Bei der Aufhebung der Exkommunikation wurde ja oft der Papst mit dem Bild des Vaters verglichen, der auf den verlorenen Sohn zueilt, der reumütig umgekehrt ist. Gab es so einen Umkehrschritt, oder würden Sie sich gar nicht als reumütige verlorene Söhne betrachten?

Fellay: Ja, deshalb gibt es ja auch nicht mehr in diese Richtung. Aber es gibt doch eine Öffnung unsererseits. Wir haben um diese Gespräche gebeten, und diese Bitte wurde angenommen. Wir bedauern, dass gewisse Kreise versuchen, das zu torpedieren, durch diese Verhetzung jetzt.

 

Warum haben Sie nicht die Priesterweihen anderswo angesetzt? Die scharfe Reaktion der deutschen Bischöfe war ja vorauszusehen.

Fellay: An diesem Punkt sieht man, dass es bösen Willen gibt. Wir können tun, was wir wollen, wir sind sowieso das schwarze Schaf. Das ist mein Eindruck. An einem gewissen Punkt sagen wir, jetzt gehen wir nicht mehr weiter zurück. Das müssen Sie verstehen.

 

Sie erkennen also keinerlei Desavouierung des Papstes in Ihren Handlungen?

Fellay: Das wäre eine falsche Interpretation der Tat. Das ist kein feindlicher Akt. Ich habe dem Papst geschrieben und ihn gebeten, er soll diese Weihen so betrachten: nicht als Rebellion, sondern als ein Überlebenspfad in schwierigen und komplexen Umständen.

 

Wie immer Sie die Weihen interpretieren möchten, der Papst kommt dadurch doch jedenfalls in eine unangenehme Situation.

Fellay: Ich verstehe das wohl. Diese Lage ist sehr unangenehm für alle. Noch einmal: Dieses Problem kommt von den verschiedenen Strömungen in der Kirche, die einander kaum ertragen können. Dieses Problem kann letzten Endes nur vom Papst gelöst werden. Aber ich bin mir nicht einmal sicher, ob es überhaupt gelöst werden kann.

 

Was macht Bischof Williamson jetzt?

Fellay: Er ist in London. Er betet, er studiert, nichts anderes.

 

Gibt es ein absehbares Ende dieses inneren Exils?

Fellay: Ich sehe keines. Das Ganze hängt von ihm ab.

 

Da müsste es von ihm wohl eine stärkere Distanzierung von seiner Holocaust-Leugnung geben.

Fellay: Würden solche Äußerungen wiederkehren, dann wäre das unerträglich.

AUF EINEN BLICK

Die Piusbruderschaft („Lefebvristen“) hat sich nach dem Konzil von der katholischen Kirche entfernt. Der endgültige Bruch war 1988 die unerlaubte Weihe von vier Bischöfen durch Erzbischof Lefebvre. Alle Beteiligten wurden damals exkommuniziert.

Im Jänner 2009 hat der Vatikan die Exkommunikation aufgehoben, um eine Annäherung zu erleichtern. Dass die Piusbruderschaft dennoch am 27. Juni im deutschen Zaitzkofen drei Priester (unerlaubt) weihen will, wird von deutschen Bischöfen als Provokation verurteilt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.06.2009)

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21 Kommentare
Gast: Paul Haverkamp
30.06.2009 15:32
0 0

Papst Benedikt - ein zahnloser Tiger

Der Vatikan hat zwar erklärt, dass die Priesterweihen bei den Piusbrüdern aus der Sicht der katholischen Kirche nach wie vor illegitim seien , doch diese Erklärung wird von den Piusbrüdern als stillschweigende Zustimmung ihres Handelns verstanden, da der Papst es vermeidet, konkrete Konsequenzen ohne Wenn und Aber zu benennen.

Die Pius-Bruderschaft vertritt die Auffassung, dass der Vatikan ihr Priesterweihen nach der Aufhebung der Exkommunikation nicht untersagt habe. Solange die Piusbrüder eine solche Auffassung ohne klaren vatikanischen Widerspruch verbreiten dürfen, machen sie den gegenwärtigen Papst zum Spielball ihrer Ideologie und erniedrigen ihn zu einer Karikatur.

Solange der Papst sich weigert, zur Kenntnis zu nehmen, dass die das 2. Vatikanische Konzil nicht anerkennenden Vertreter der Piusbruderschaft Fundamentalisten sind, die mit Inquisitionsmethoden und nackter Gewalt die Menschen entmündigen wollen, nur um den von ihnen definierten Heilswillen den Menschen aufzuoktroyieren, macht er sich indirekt mitschuldig an einer von vielen Katholiken empfundenen unerträglichen Misere, die das Zentrum der katholischen Kirche in den Abgrund zu reißen droht.

Es würde mich nicht wundern, wenn nach der Priesterweihe in Zaitzkofen zum Papstverhalten gegenüber den Piusbrüdern der für das Kirchenoberhaupt vernichtende Satz fiele : Als Tiger gesprungen, als Bettvorleger gelandet.

Paul Haverkamp, Lingen

Gast: Gschisdigschasdi
27.06.2009 13:38
2 0

3 Priester und 2 Diakone

der Pius-Bruderschaft in Deutschland frisch geweiht. Um nicht völlig unglaubwürdig zu werden, müßte der Papst nun wieder Exkommunikationen aussprechen - oder halt sich weiter auf den Kopf schei*en lassen.

Gast: Rosemarie Jensen geb. Jakubowski
23.06.2009 17:49
0 0

Sind sowieso die schwarzen Schafe

Ich habe kein Verstaendnis fuer die Haltung von Herrn Williamson, was Recht ist, muss Recht bleiben.Warum begibt er sich nicht auf die Reise zu den entsprechenden Orten, an denen er sich persoenlich davon ueberzeugen kann? Das Internet wird moeglichweise von ihm nicht akzeptiert, also waere eine direkt Reise, an die vorhandenen Orte, eine weitere Erkenntnis. Sollte Herr Williamson sich in dem Fall immer noch dagegen sperren, dann ist der Mann unbelehrbar und was macht man mit Unbelehrbaren, wenn eine ganze Welt die Tatsache anerkennt, dann hilft es ihm vielleicht, wenn sein Studienplatz von London an die entsprechenden Orte verlegt wird, damit die innere Erkenntnis in ihm reifen moege, wenn die biologische Veranlagung dafuer vorhanden ist, dieses sollte man vorher ueberpruefen, durch entsprechende genetische Untersuchungen, die heute in vielen Bereichen angewandt und akzeptiert wird. Es kann nicht sein, dass einige Unbelehrbare, eine gewisse animalische Veranlagung vorausgesetzt dem erkennenden Menschen eigene Gedankenmodelle weis machen wollen, fuer die es keine Fakten gibt. Und wenn man sich Herrn Williamson, bei seiner Reise nach Grossbritanien genau ansieht, ich verweise auf die geballte Faust und sein Base-Cap ergibt sich eine Anwort fuer diesen Mann von ganz alleine. Eine gewisse Paralelle offenbart sich fuer mich, in der Tat, zwar anders aber um das gleiche Thema, mit Herrn Demjanjuk, da kann ich nur sagen, der Fisch stinkt vom Kopf, dann ab ins Aquarium bzw. ins Wasse

Antworten Gast: Kiebitz
23.06.2009 19:44
0 0

Re: Sind sowieso die schwarzen Schafe

Was, Seine Heiligkeit sollen gar ins Wasser springen? So etwas! Unglaublich.

Gast: Gast
22.06.2009 22:14
4 0

die Antwort der Menschen auf diese Spinner





Austritte aus der röm.-kath. Kirche in Österreich

2006 … 36.816
2007 … 36.858
2008 … 40.595

2009 ... ?



Priesterweihen in der röm.-kath. Kirche in Österreich

2008 … 41 (bei gerade noch ca. 5.800.000 Katholiken)

2009 … ?



Besucherschwund bei den Weltjugendtagen

2005 … 800.000 (Köln)
2008 … 400.000 (Sydney)

2011 … ?





Antworten Gast: Christoph Matthias Hagen
23.06.2009 09:13
0 0

Re: die Antwort der Menschen auf diese Spinner

WELCHER Menschen? Die Masse hat doch gar keine Kompetenz und Urteilskraft in den theologischen Grundfragen, die hinter dem Problem stehen. Nicht unbedingt schuldhaft, eben aufgrund einer umfassenden "Kulturkrise, einer Krise des Denkens" (Fellay).

Gast: Gschisdigschasdi
22.06.2009 18:57
2 0

Die ganze Piusbruderschaft

gehört aus der Heiligen Römisch-Katholischen Kirche ausgeschlossen. Schlußaus.

Antworten Gast: Christoph Matthias Hagen
22.06.2009 20:00
0 0

Re: Die ganze Piusbruderschaft

Soviel zur Überzeugungskraft des ökumenischen Engagements. Wenn wir schon intern sooo tolerant sind, wie soll das dann klappen bei Leuten, bei denen echte dogmatische Probleme zu überwinden sind? ZB sind ja kanonistisch auch alle Handlungen der getrennten Ostkirchen und der Protestanten unerlaubt, bei letzteren zusätzlich auch noch dogmatisch-sakramententheologisch ungültig.

AUSTRITT



zuständige Behörde:

die BEZIRKSHAUPTMANNSCHAFT (in Städten mit eigenem Statut: der Magistrat, in Wien: das Magistratische Bezirksamt)

erforderliche Unterlagen:

1. amtlicher LICHTBILDAUSWEIS
2. NACHWEIS DER MITGLIEDSCHAFT in der Glaubensgemeinschaft z.B.:

* Taufschein
* Trauschein, Firm- oder Konfirmationsbestätigung etc.
* sonstige Bestätigung über die Mitgliedschaft
* Zahlungsnachweis
* Zahlungsaufforderung

für den Austritt fallen KEINE GEBÜHREN an.

Quelle: www.help.gv.at/Content.Node/82/Seite.820003.html
(Homepage der Bundesregierung)



Antworten Gast: Christoph Matthias Hagen
22.06.2009 19:24
0 0

Re: AUSTRITT

Überraschung: Gute Idee. Und ganz im Sinne Benedikts XVI, wie aus der Authentischen Interpretation des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte zum Actus formalis defectionis ab Ecclesia Catholica vom 13. März 2006 (!) hervorgeht.

Gast: Christoph Matthias Hagen
22.06.2009 10:51
0 0

Warum so nervös?

Fortsetzung: Und warum sind die deutschen Bischöfe so nervös? Weil sie zutreffend erkennen, daß Zustände wie in Linz, die ja auch nicht nur dort vorkommen, auch manchen Katholiken, der an sich kein "Traditionalist" wäre, sondern eigentlich nur "gediegen katholisch" sein möchte, dazu bringen werden, sich der Piusbruderschaft und ähnlichen Gruppen zuzuwenden.
Doch wenn sich Rom beispielsweise in Linz nicht effektiv durchsetzen kann, so zweifelt die Piusbruderschaft begründet, ob Rom noch fähig ist, ihr nicht nur de iure, sondern praktisch und konkret eine unbeeinträchtigte Existenz innerhalb der offiziellen Strukturen zu garantieren.

Antworten Gast: ein Schelm
22.06.2009 19:37
5 0

die Piusbrüder sind wahrlich "gediegen katholisch" ;o)))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))


Antworten Antworten Gast: Christoph Matthias Hagen
22.06.2009 19:55
0 0

Re: die Piusbrüder sind wahrlich

Lachen ist gesund. Und insofern immer erfreulich.

Gast: Christoph Matthias Hagen
22.06.2009 10:44
0 0

Eine glasklare Analyse der Situation

Diese Analyse ist sehr ausgewogen und dies vor allem, weil eine Kulturkrise erkannt und benannt wird, die nicht monokausal auf das II. Vaticanum zurückgeführt wird. Was die "Unerlaubtheit" der Priesterweihen betrifft, so hat der vatikanische Pressesaal diese wahrscheinlich nur deshalb nochmals erwähnt, weil Bischof Müller von Regensburg nervös und dialogverweigernd darauf gedrängt hat. Bezeichnend ist dabei erstens, daß Müller, der ja auch sonst nur jene akzeptiert, die exakt seiner Ansicht sind und der das dann gern autoritär durchboxt oder zumindest durchboxen will, auf seine Anfrage keine spezielle, persönliche Antwort aus Rom erhalten hat. Fellay hatte bereits am 3. Mai eine Priesterweihe in Frankreich gespendet, eion anderer Bischof der Piusbruderschaft im Beisein des Generaloberen hat gestern in den USA 13 Diakone zu Priestern geweiht. Besonders die Weihe in Frankreich zeigt, daß Rom von sich aus gar nicht reagiert hätte und deshalb nicht geneigt ist, seine Gesprächsbereitschaft zurückzuziehen. Warum? Weil seit 1975/76 alle Handlungen der Piusbruderschaft und deren bloße Existenz (!) formalkanonistisch "unerlaubt" sind.Wenn solch eine Situation im Dialog bereinigt werden soll, kann wohl nicht als Bedingung für den Dialog gelten, daß einer der Gesprächspartner zunächst einmal die Vorleistung erbringt, sich in Luft aufzulösen.

Gast: Friedrich
22.06.2009 08:39
0 2

Das ist doch mal positiv

Papst Benedikt XVI. tut schon das Richtige!! An Oberösterreich sehen wir sehr klar, aber auch an allen anderen österreichischen Diözesen, wie notwendig die Kirche die Piusbruderschaft braucht. Das ist die wahre Reform.

Antworten Gast: ein Schelm
22.06.2009 19:38
5 0

so wie die Kirche Wagner, Küng und Laun braucht ;o)))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))


Gast: Escriva
22.06.2009 06:30
0 0

Gottseibeiuns

Hast du eigentlich auch noch einen 2. Konmmentar in deinem Zwischenspeicher? Die anhäufende Erscheinung nervt langsam aber sicher.

Gast: Kiebitz
21.06.2009 22:20
0 0

Wasch mich, aber mach mich nicht nass!

Das Mild- und Versöhnlich-Sein zur Pius-Bruderschaft durch den Papst im Jänner war ein Zeichen, dass Benedikt XVI doch relativ regelmäßig vom guten Heiligen Geist verlassen ist.
Eine Selbsterneuerungskraft geht seit dem polnischen Papst dieser Kirche leider schon zu lange völlig ab. Sie versagt in der Alten und Neuen Welt.

Antworten Gast: ein Schelm
22.06.2009 19:39
4 0

den kann der gute heilige Geist noch verlassen ;o)))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))


Antworten Antworten Gast: Kiebitz
22.06.2009 20:05
1 0

Schelm!

Wenn man nachdenkt, kommt man zur Erkenntnis, dass die meisten und ärgsten Sünden wider den Heiligen Geist im Vatikan geschehen.
Ein solches Verharren in dieser hartnäckigen irrigen Verstocktheit kann selbst Gott nicht vergeben!

Antworten Antworten Gast: Christoph Matthias Hagen
22.06.2009 20:04
0 0

Re: den kann der gute heilige Geist noch verlassen ;o)))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))

Wer allerdings unmotiviert und unterschiedslos über alles lacht, was nicht seiner eigenen Ansicht entspricht, macht sich lächerlich und disqualifiziert somit die eigene "Ansicht"!