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Ambulatorium Fleischmarkt: Fest empört Kirche

27.08.2009 | 14:53 |   (DiePresse.com)

Zum 30-jährigen Bestehen des Ambulatoriums, in dem auch Abtreibungen durchgeführt werden, ist im Wiener Rathaus eine Feier geplant. Vertreter der Kirche üben scharfe Kritik und fordern eine Absage.

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Kardinal Christoph Schönborn hat am Donnerstag Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) in einem Brief aufgefordert, eine im Rathaus am 3. September geplante Feier anlässlich des 30-jährigen Bestehens des "Ambulatoriums am Fleischmarkt" abzusagen. In der Klinik werden auch Abtreibungen vorgenommen.

Durch eine solche Veranstaltung würde deutlich gemacht, dass es "offenbar keinen Konsens im Hinblick auf den Schutz des menschlichen Lebens von der Empfängnis an gibt", wird Schönborn in der Kathpress zitiert.

"Tötung menschlichen Lebens"

Er vertraue allerdings auf die Sensibilität des Wiener Bürgermeisters "für ein zentrales Problem unserer Gesellschaft wie das 'Recht auf Leben'". Zugleich unterstrich Schönborn seine Gesprächsbereitschaft. Niemand rufe nach Strafe für verzweifelte Frauen, so Schönborn. Aber Abtreibung sei keine Lösung, schließlich besage auch das geltende Gesetz, dass Abtreibung unrecht sei: "Es geht um die Tötung menschlichen Lebens. Das ist keine Bagatelle."

Kritik auch von Küng

Nach Kardinal Schönborn hat sich auch der St. Pöltner Bischof Klaus Küng als Verantwortlicher für Ehe, Familie und Lebensschutz der österreichischen Bischofskonferenz zu Wort gemeldet: "Ich frage mich als Mensch und Bischof, was da eigentlich genau gefeiert werden soll. Das 30-jährige Bestehen einer Abtreibungsklinik, in der tausende Kinder ums Leben gekommen sind, kann doch kein Grund zum Feiern sein". Bürgermeister Häupl gebe daher ein völlig falsches Signal.

Wehsely: "Absage keine Option"

Wiens Stadtregierung  "Eine Absage des Empfangs ist keine Option", unterstrich die zuständige Stadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) auf APA-Anfrage. Das Recht der Frau auf Selbstbestimmung und damit über ihren eigenen Körper sei für sie und die SPÖ unantastbar: "Alle Versuche, dieses Recht anzutasten, sind indiskutabel."

Das berühmte Wiener Ambulatorium am Fleischmarkt hat 1979 seinen Sitz am heutigen Standort genommen. Neben Abtreibungen werden hier bis heute kostenlose Beratungen etwa zum Thema Empfängnisverhütung geboten, sowie Schwangerschaftstest oder Sterilisationen bei der Frau und Vasektomien beim Mann durchgeführt.

Ambulatorium am Fleischmarkt
1973 war unter Federführung von Johanna Dohnal, später Bundesministerin für Frauenangelegenheiten, die rechtliche Grundlage für die Liberalisierung des Schwangerschaftsabbruchs geschaffen worden. Die sogenannte Fristenregelung trat 1975 in Kraft. Bereits ein Jahr darauf, 1976, wurde eine kleine Ordination als Vorläuferinstitut des heutigen Ambulatoriums gegründet. Hier fanden erstmals in Österreich Schwangerschaftsabbrüche auf rechtlicher Grundlage und nach modernen medizinischen Richtlinien statt.

1979 zog das Ambulatorium an den heutigen Standort am Fleischmarkt 26 in der Wiener Innenstadt und ist seit damals als private Tagesklinik und Krankenanstalt registriert. Im Jahr 1999 wurde die Einrichtung Teil des Netzwerkes "Marie Stopes International (MSI)". Als Non-Profit-Organisation ist MSI, nach der Frauenrechtlerin Marie Stopes benannt, eines der größten internationalen Netzwerke, das sich im Gesundheitssektor für Frauen, im Speziellen in der reproduktiven Medizin und Familienplanung, engagiert.

Im Mai 2006 folgte schließlich eine Namensänderung des Ambulatoriums am Fleischmarkt. Seit damals heißt das die Einrichtung offiziell "pro:woman Ambulatorium". Das Durchschnittsalter der betreuten Frauen liegt bei 32,3 Jahren, so das Ambulatorium in einer Aussendung. Allerdings stieg der Anteil der Klientinnen zwischen 14 und 19 Jahren zwischen 2005 und 2008 von 4 auf 12 Prozent.

 

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308 Kommentare
 
1 2 3 4 5 6 7
Gast: gast
12.09.2009 10:09
0 0

kinderlärm ist zukunfstmusik


Gast: t
03.09.2009 16:27
1 0

Entsetzen

Ich bin auch entsetzt: das Volk braucht dringend Kinder, aber der Küng, der weigert sich einfach!!!

fireone
31.08.2009 19:12
1 0

Meinetwegen

können die ruhig feiern, nichts dagegen. Aber, dass sich der Bürgermeister dabei wichtig macht, ist arg.
Traurig genug, wenn es so etwas gibt. Da muß nicht das Rathaus zum Feiern anbieten.


Fragender
30.08.2009 20:23
2 0

Was sagt der Militärbischof, der Tötungs-Waffen segnet, zur Abtreibung?






.

Antworten Gast: Gast
31.08.2009 17:54
0 2

Re: Was sagt der Militärbischof, der Tötungs-Waffen segnet, zur Abtreibung?

Er sagt, dass man mit einem Hass auf die Kirche leider nichts Positives schafft.
(Ein Nichtkatholik).

Gast: bertl heim
30.08.2009 18:51
0 0

Ein Volk mit Zukunft

braucht vor allem keine zuwanderung

Gast: gast
29.08.2009 18:38
0 0

wir brauchen kinder

da hat der herr küng recht.

Gast: hurka
29.08.2009 12:42
0 3

kinder sind unsere zukunft

kinder und familien sind unsere zukunft. mit der derzeitgen sog. fristenregelung zerstören wir unsere zukunft... dieses problem muss gelöst werden! was wird da im rathaus gefeiert??? danke herr bischof für ihre klaren worte diesbezüglich! spö wird für mich leider unwählbar!

Antworten Kreuzhans
29.08.2009 15:11
0 2

Re: kinder sind unsere zukunft

Dieses Problem ist nichtr lösbar weil unsere rote Politik von kinderfeindlichen Leuten durchsetzt ist.Gegen Dummehit gibt es kein Kraut. Aber die Muslime gleichen das eh aus.

6 0

WIE SOLL EINE KIRCHE GLAUBHAFT SEIN, DIE GEGEN ABTREIBUNG IST UND GLEICHZEITIG GEGEN DIE VERWENDUNG VON KONDOMEN POLITIK MACHT ?





Solange die röm.-kath. Kirche ihre eigenen Probleme nicht verarbeitet

* Verhütung („Kondomverbot“)
* Umgang mit dem Zölibat
* Verhetzung Homosexueller
* Stellung der Frauen im Katholizismus
* immer mehr Spinner in Ämtern (Laun, Fischer, Wagner,…)
* Anbiederung an Fundamentalisten (Piusbrüder)
* …

und keinen Bezug zur Realität der Menschen hat, wird sie immer mehr an Glaubwürdigkeit verlieren.



WIE SOLL EINE KIRCHE GLAUBHAFT SEIN, DIE GEGEN ABTREIBUNG IST UND GLEICHZEITIG GEGEN DIE VERWENDUNG VON KONDOMEN POLITIK MACHT ?



Solange diese Kirche ihre eigenen Probleme nicht verarbeitet, entwickelt sich der Katholizismus immer mehr zum Minderheitenprogramm für Fundamentalisten und Spinner…





Gast: gast01
29.08.2009 11:23
1 5

wEin Abtreibungsfest ist wohl das Letzte, was sich eine Partei ausdenken kan

Wahrscheinlich werden der SPÖ und den Grünen bei den nächsten Wahlen nur ein paar militante Abtreiber übrigbleiben.
Die Muslime, die ja gegen die Abtreibung sind, werden sich auch überlegen müssen, ob sie weiterhin SPÖ wählen und damit Mordfestivitäten unterstützen.

Antworten Gast: Türkin
29.08.2009 11:58
0 6

Re: wEin Abtreibungsfest ist wohl das Letzte, was sich eine Partei ausdenken kan

Ganz stimmt das nicht.
Bei den Muslimen ist Abtreibung keine "Sünde" im Sinne der Christen wenn es vor Ablauf des 3. Monats durchgeführt wird.

Aber klar. Das wiederum ist nicht im Einklang mit: "Wir werden Euch einfach outnumbern...."!

Antworten Antworten Kreuzhans
29.08.2009 15:02
0 3

Re: Re: wEin Abtreibungsfest ist wohl das Letzte, was sich eine Partei ausdenken kan

Die Worte: Abtreibung und Verhütung sind im mulimischen Sprachgebrauch nicht vorhanden. Muslime treiben nicht ab , sondern gebären ihre Kinder. Das unterscheidet sie von den Europäern.

Antworten Antworten Antworten Gast: Türkin
30.08.2009 10:22
1 0

Re: Re: Re: wEin Abtreibungsfest ist wohl das Letzte, was sich eine Partei ausdenken kan

Lesen Sie auch bevor Sie antworten?
Speziell meinen letzten Absatz?

Allein Ihr letzter Satz hat es wirklich in sich!
"Nur Europäer treiben ab. Muslime gebären ihre Kinder".

In einer zivilisierten Welt sollte Abtreibung überhaupt kein Thema sein! Bildung, Aufklärung, Verhütung etc. etc. Wäre Österreich nur halb so gebildet wie sie vorgeben zu sein bräuchte es keine "Abtreibungskliniken" aber dann gäbe es auch keine Linken Paradeparteien die genau DAS fördern. Halbbildung, keine Eigenverantwortung. Alles macht der "Staat" und somit die Politik. Ist das nicht absolut im Sinne des kommunistischen Gedankens?
Alle sind gleich. Gleich Gescheit (oder Blöd). Karl Marx wusste schon was er seinerzeit schrieb (oder kannte nichts anderes).
Alle sind Gleich und ein paar "Eliten (siehe Faymann. hahahaaa)" führen das "Vieh" an der kurzen Leine.

Sie sollten nicht die Muslime beschuldigen Kinder zu bekommen. Sie sollten sich selbst und das von Ihnen erwählte System beschuldigen. Die Menschen die es nutzen (oder oft Schamlos ausnutzen) sind nicht die Schuldigen. Diese Menschen sind einfach nur Menschen und wir neigen dazu den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen. Und wenn möglich auf dem Weg alles ab zu sahnen das wir bekommen können. Und wieder sind wir bei der Politik. Die leben das doch bis zum Exzess vor! Also die Leuchtenden Beispiele für uns und unsere Kinder. Was erwarten Sie dann vom "gewöhnlichen Volk"? Besser zu sein als deren Vorbilder?

Antworten Antworten Antworten Antworten LIFE DABEI
30.08.2009 14:54
0 0

Re: Re: Re: Re: wEin Abtreibungsfest ist wohl das Letzte, was sich eine Partei ausdenken kan

Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen !

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Türkin
30.08.2009 16:20
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: wEin Abtreibungsfest ist wohl das Letzte, was sich eine Partei ausdenken kan

Sorry für die harschen Worte, aber mich hat der "Beissreflex", weil Türke, gestört.
Nicht lesen sondern sofort die Meinung an den Pranger stellen weil es nicht ins eigene Weltbild passt!

Gast: Auslandsösterreicher
29.08.2009 09:53
2 1

Ist es nicht auffallend?

Wie wir derzeit permanent darauf getrillt werden mehr Kinder zu zeugen?!
Die Politik weiss, dass das Kartenhaus bald fallen wird. Das ist nur das letzte "Aufgebot" (Und die Kirche erblödet sich nicht der Politik in die Hände zu spielen?!).

Wir haben ein massives Überbevölkerungsproblem! Wir sollten WENIGER werden und nicht MEHR!
Gott. Das politische wie wirtschaftliche Establishment wird diesen Planeten in den Abgrund führen. Und weshalb?
Aus REINER GIER UND MACHTGEILHEIT!!

Meiner Meinung sollte es dagegen Gesetze geben. Wer dem Planeten nachweislich, vorsätzlich und wissentlich schädigt kommt in Häfn!!

Re: Ist es nicht auffallend?

moment mal, WIR haben kein überbevölkerungsproblem. die dritte welt hat ein überbevölkerungsproblem. mir fielen allerdings für dieses problem schon einige lösungen ein.

1 1

Re: Re: Ist es nicht auffallend?

und die lösungen wären?

Re: Re: Re: Ist es nicht auffallend?

wie wir festgestellt haben sind menschen ja erst ab der geburt menschen. daher denke ich an die neutralisierung der nichtwestlich orientierten kulturen durch biochemische unfruchtbarmachung.

40% unfruchtbarmachungen (entspricht der westlichen abtreibungsquote) oder sterilisation nach dem 2. kind würden vermutlich ausreichen um überbevölkerung zu verhindern.

wäre vermutlich nicht ganz freiwillig, aber wenn die leute schon zu ungebildet sind um zu begreifen dass fortpflanzungsverzicht eine freiheit ist, muss man sie halt zu ihrem glück ein bisschen anstupsen ...

0 0

"neutralisierung der nichtwestlich orientierten kulturen"

OK, Game over, Trollen wird nicht mehr geantwortet.

Antworten Antworten Gast: Auslandsösterreicher
30.08.2009 10:10
1 0

Re: Re: Ist es nicht auffallend?

Klar haben "WIR" ein Überbevölkerungsproblem. WIR sind ALLE. Oder denken Sie das Afrikaner, Inder, Muslilmen. Also alle die sich Überproporzional vermehren vor Europa halt machen werden und sagen:
"Ja die netten Europäer haben kein Überbevölkerungsproblem. Also bleiben wir alle weg..."
Europa ist keine Insel mit einem unüberwindbaren Zaun herum. Oder wollens die Menschen an den Grenzen verhungern lassen oder schlimmeres (siehe Mittelmeer)?
Auch wenn das eine Möglichkeit wäre (was es nicht ist!). Europas Staaten sind in erster Linie mit deren Eigeninteressen beschäftigt (Österreich ist doch das beste Beispiel dafür. Protektionismus PUR!!). Also wird es niemals zu einem geschlossenen Auftreten kommen.

So. Und jetzt erklären Sie mir wie Sie das Problem der Überbevölkerung lösen wollen. Auch wenn "WIR" damit noch kein Problem haben.

Es wird uns aber permanent vorgebetet, dass wir SOFORT mehr Kinder machen sollen sonst das politische (nicht das Wirtschaftliche) System kippt. Und wem hilft das? Der politischen Elite. Der von uns selbst erwählten politischen Aristokratie. Unantastbar. Selbstherrlich. Und von unseren Steuern wie die Maden im Speck lebend.
Glauben Sie wirklich, dass auch nur einer dieser Parasiten die Absicht hat daran was zu ändern?
Würden Sie es tun wären Sie an deren Stelle?
Wie war das als die feudalen Systeme fielen? Krieg mit vielen Toten. Und genau das wird passieren...

Re: Re: Re: Ist es nicht auffallend?

die feudalen systeme fielen nicht weil die unterschicht beschloss auf kosten der oberschicht zu leben sondern weil sich die mittelschicht von den ihnen aufoktroyierten religiösen dogmen emanzipierte. kleines detail am rande ;)

und nein, ich habe nicht das geringste problem damit, dass menschen an unseren grenzen verhungern oder in ihren schinackeln im mittelmeer und atlantik scheitern. wenns das alles nicht wollen, sollen sie zu hause bleiben.

und jetzt das arge: meine meinung zählt exakt gleich viel wie ihre und WIR sind EUCH gegenüber in der überzahl, mit anderen worten: die leute werden auch in zukunft 'an unseren grenzen verhungern' :p

fireone
29.08.2009 09:46
0 3

In diesem Punkt

muß ich ausnahmsweise Bischof Küng recht geben.

TheAlien
29.08.2009 08:07
2 0

Bischof Küng: „Ein Volk mit Zukunft braucht Kinder“

Das mag schon sein, aber:
- es sollten nicht zu viele Kinder sein (Überbevölkerung, begrenzte nachhaltig verfügbare Resourcen und so)
- diese Kinder sollten (freien) Zugang zu Wissen haben (keine gleichmachende systematische Indoktrination)
- diese Kinder sollten in funktionierenden Sozialverbünden aufwachsen dürfen (und nicht von bedingt kompetenten Personen, Fernsehen und Internet erzogen werden)

Was diese Kinder in keinem Fall brauchen (falls das Ziel ist, dass sie sich zu selbständigen, mündigen, kritisch denkenden Wesen entwickeln), ist Religion oder Bischöfe wie Küng mit Ansichten frisch aus dem Mittelalter.

Re: Bischof Küng: „Ein Volk mit Zukunft braucht Kinder“

aus reiner bosheit würde mich jetzt mal brennend interessieren was genau sie unter 'gleichmachende systematische Indoktrination' verstehen ... :)

 
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