21.11.2009 17:30 | Meine Presse Merkliste0

Türken gegen Christen und Juden: "Es wird schlimmer"

02.10.2009 | 09:17 |   (DiePresse.com)

In einer Umfrage sagt jeder dritte Türke, dass er keinen Christen als Nachbarn haben will, noch mehr lehnen Juden ab. Politiker sind geschockt. Ein Kolumnist befürchtet eine Verschlechterung der Situation.

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Als "erschreckend" hat der türkische Vizeregierungschef Bülent Arinc nach einem Bericht der Zeitung "Radikal" vom Donnerstag die Ergebnisse einer Umfrage bezeichnet, die eine breite Ablehnung von Juden und Christen durch die muslimische Bevölkerungsmehrheit der Türkei dokumentiert. Vier von zehn Türken wollen demnach keinen Juden als Nachbarn, jeder Dritte lehnt es ab, neben einem Christen zu wohnen. Zu diesen Ergebnissen kam eine neue Umfrage, die mit Unterstützung der EU von der jüdischen Gemeinde in der Türkei vorgenommen wurde.

Mehr als jeder zweite Befragte lehnte in der Umfrage die Beschäftigung von Nicht-Muslimen in der Justiz, in der Armee, bei der Polizei, beim Geheimdienst und in den politischen Parteien ab. Über 40 Prozent sind zudem dagegen, dass Christen oder Juden in der Wissenschaft und im Gesundheitswesen vertreten sind.

Laut der Studie werden nicht nur Vertreter der religiösen Minderheiten von vielen Türken abgelehnt: 57 Prozent der Befragten gaben an, dass sie keinen Atheisten als Nachbarn wollten. Etwa jeder Fünfte lehnt einen Ausländer als Nachbarn ab, und 13 Prozent gehen so weit, dass sie sogar Vertreter einer anderen Ausrichtung des Islam nicht in ihrer Nähe dulden wollen. Die Türken sind zu 80 bis 85 Prozent Sunniten, 15 bis 20 Prozent sind Aleviten.

Kein Rechsstatus für Kirchen

Offiziell spielt die Religionszugehörigkeit von Staatsbürgern in der Türkei zwar keine Rolle. Tatsächlich sind die nicht-muslimischen Minderheiten in dem zu mehr als 99 Prozent muslimischen Land aber stark benachteiligt. Das gilt vor allem für die Ausbildung von Geistlichen und die Regelung von Besitztümern, zumal den christlichen Gemeinschaften kein Rechtsstatus zugebilligt wird.

Vizepremier Arinc rief die Türken dazu auf, auch Vertreter anderer Religionen zu respektieren. Im übrigen haben die Türken auch keine Ahnung über die minimale Anzahl der noch in ihrem Land verbliebenden Christen. Den offiziellen Anteil der Nicht-Muslime an der türkischen Bevölkerung konnten nur sieben Prozent der Befragten korrekt mit weniger als ein Prozent angeben. Alle anderen schätzten die Nicht-Muslime entweder auf bis über 30 Prozent oder wussten nicht Bescheid. Tatsächlich waren vor 1914, unter den Osmanen, bis zu 30 Prozent der Bevölkerung auf dem heutigen Territorium der Türkei Christen. Unter den Osmanen gab es auch hohe christliche Staatsbeamte.

Kolumnist: "Die Dinge werden schlimmer"

Arinc selbst verwies aber gleichzeitig darauf, dass nicht nur die Nicht-Muslime unter Intoleranz zu leiden hätten, sondern auch die türkischen Kurden. Erst am vergangenen Wochenende wurden Spieler und Anhänger des Fußballclubs Diyarbakirspor aus dem Kurden-Gebiet bei einem Auswärtsspiel im nordwesttürkischen Bursa von den dortigen Fans als Separatisten beschimpft, die vertrieben werden müssten. Die Vereinsleitung von Diyarbakirspor drohte daraufhin mit einem Rückzug aus der ersten türkischen Liga, denn es war bei weitem nicht der erste Zwischenfall dieser Art.

Mit solchen Ansichten könnten sich die Türken kaum über die angebliche Türken-Feindlichkeit in Europa beschweren, kommentierte der Kolumnist Semih Idiz. "Man ist intolerant und erwartet gleichzeitig von anderen Toleranz." Wer Zuneigung und Toleranz einfordere, müsse diese Eigenschaften auch selbst an den Tag legen. Er sehe allerdings keine Anzeichen für eine solch positive Entwicklung, schrieb Idiz. "Die Entwicklung zeigt vielmehr, dass die Dinge immer schlimmer werden."

(Ag.)

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189 Kommentare
1 2 3 4 5
Gast: saladin
12.10.2009 07:03
0 0

Moslem

Was ist mit demm Moslem die im Balkan gelebt haben und die Moslem die im Spanien waren und die in der Krim kann es noch ewig so weiter machen achg ja und nicht zu vergessen die Judenverfolgungen die seit dutzenden Generationen so eien Volksport für die Europäer ist nur weil ihr seit 100 Jaren so was wie Toleranz entdeckt habt meint ihr könnt ihr denn Rest eurer 2000 Jährigen geschichte ausblenden mag sein das ihr Vergesssen habt aber die anderen 5 Millijarden Menschen wissen genau was ihr seit und ich bin Froh das wenn ich ein Alter mann bin nicht mehr die Welt von Gewaltätigen Christentum dominiert wird.


Gast: gast
09.10.2009 18:12
1 0

pflichtlektüre

PFLICHTLEKTÜRE:
Der Niedergang des orientalischen Christentums unter dem Islam (Bat Ye'or)

Jesus und Mohammed - erstaunliche Unterschiede und überraschende Ähnlichkeiten (Mark A. Gabriel)

wer danach noch immer auf das gute im islam hofft, dem ist nicht mehr zu helfen.

Gast: Karl Napf
05.10.2009 19:13
1 1

Ja, wo sans denn hin?

De Christen in der Türkei? Grad in der Türkei gabs mal viele Christen und Nicht-Moslems, schliesslich ist jede grosse Religion älter als der Mohammedanismus.
Hams de oidn Christen vielleicht vergrault? Steht ja auch im Koran, dass der Christ, der Jud und alle andern schlechter san ois da Mohammedaner.
Basst a guad zum heitign Denken zu vieler Türcken: " Naa, mit Ned-Moslems woin ma nix zum doan ham, de soin woanders hin."

Stellts eich vor, des sogts ihr zu am Ausländer: "Geh weg, i mog di ned, wohn woanderst..."
Auwei, dann brennts....

Des is ja a a Form von Rassismus...
Aber es kenna ja bloss Deitsche und Österreicher Rassisten sein.
Vom türckischen Massenmord an de christlichen Armenier derf ma ja nix mehr sogn, do is ma glei wieda a bäser Rassist und Nazi.

Griass aus Bayern

1 0

Den Spieß umzudrehen

und uns Europäer der Agression zu beschuldigen, wird den Moslems schwerlich gelingen, denn:

1. Wir haben keine Selbstmordattentate verübt.
2. Wir haben keine moslemischen Geiseln
genommen.
3. Wir haben keine moslemischen Gebäude in
die Luft gejagt.
4. Bei uns gibt es keine Ehrenmorde, wenn sich
Europäerinnen mit Moslems einlassen.
5. Wir haben keine Flugzeuge moslemischer
Fluglinien enführt und/oder mit allen Insassen
zum Absturz gebracht.

Genügt diese Liste ?


Antworten Gast: Jayne
19.11.2009 12:51
0 0

Re: Den Spieß umzudrehen

Du verwechselst da den Moslem mit dem Islamisten, mein Lieber. Islam ist nicht gleich Terror.

dojon86
05.10.2009 14:59
0 1

Ja so sans.

Wieviele der hier Postenden wollen eigentlich Schwarze oder Moslems als Nachbarn. Also bitte mal ehrliche Gewissenserforschung betreiben. Überall, wo auf diesem schönen Planeten Menschen zusammen leben, betreiben sie nach ethnischen und finanziellen Kriterien fröhliche Ghettobildung. Man will eben nur mit seinesgleichen zusammenleben. Diesbezüglich ist weder Österreich noch die Türkei eine Ausnahmeerscheinung auf dieser schönen Welt. Höchstens sind die Türken, da nicht erbschuldbelastet, ein bischen ehrlicher.

Antworten Gast: gast
07.10.2009 10:30
1 0

Re: Ja so sans.

also mich stören schwarze als nachbarn nicht, wenn sie integriert sind, wo ist das problem.

schwarze wollen sich nämlich integrieren, moslems meistens nicht und ja ich mag auf keinen fall einen moslem neben mir wohnen haben, da fühl ich mich nicht wohl.
der ganze islam ist mir ungeheuerlich

Antworten Gast: mega
05.10.2009 17:23
1 0

Re: Ja so sans.

Wieso nicht erbschuldbelastet-noch nie vom Genocid der Türken an den Armeniern,gehört?
Oder gehören auch Sie zu den Leugnern-dann sollen Sie in der Hölle schmoren.

Gast: gast
05.10.2009 09:47
0 0

das ist doch nur eine fehlübersetzung

in wirklichkeit lieben sie uns und warten bis sie mehr sind hier in österreich, damit sie uns dann auch beweisen können wie sehr sie uns lieben.

Gast: keyoflife
04.10.2009 23:04
0 0

"Zum Denken verurteilt"

Ich habe bereits in meinem Buch geschrieben, jemand der ueberhaupt eine Religion braucht die genauso unnötig ist wie die Politik, gehört zu den 90% der Leute, die eben den einfacheren Weg gehen und waehlen, naemlich "Glauben ist leichter als Denken" weil sie nicht faehig sind an sich selbst zu glauben! Wer einen Politiker oder Gott anbetet, ist eigentlich nicht lebensfaehig. Sie gehören zu den Menschen die keine eigenen Ideen haben und somit zufrieden sind wie es ist! Aber zufriedene Menschen haben noch nie etwas veraendert und so wird es immer bleiben.

2 0

Überraschung!

All das und auch die Unterdrückung der Christen in der Türkei und zuvor im Osmanischen Reich ist schon längst bekannt.


Gast: s¿Zenzerl
04.10.2009 00:47
0 1

Na, wenigstens sind die Türken ehrlich.


Athi
03.10.2009 20:01
3 0

Monotheistische Religionen

Irgendwie vertragen sich die drei unterschiedlichen monotheistischen Religionen nicht, sie haben sich nie vertragen und sie werden sich nie vertragen. Dauerhafte Konflikte sind also unausweichlich vorprogrammiert.

Gast: Gast
03.10.2009 12:12
10 0

schlüssig

Woraus schliessen unsere Politiker, die nicht genug Moslems einbürgern können, daß sich die Fanatiker bei und in der EU anders verhalten als in der Türkei? Nur weil sie noch still halten, da sie noch nicht zahlreich genug sind wird das Problem der Integrationsunwilligen und den Westen verachtenden Moslems nicht kleiner.

Gast: Gast
03.10.2009 08:59
7 0

Was zu erwarten war.

Es spricht Bände, wenn ein Volk den geplanten millionenfachen Mord und Deportation an/von friedlichen christlichen Armeniern noch immer als 'notwendige Sicherheitsmassnahme' darzustellen versucht.

Dass hier ein tiefverwurzelter Hass gegen alles Christliche über Generationen vererbt wurde, erscheint ob dieser Umfrageergebnisse als plausibel.

Das Abendland täte gut daran, sehr vorsichtig zu sein. Zu unterschiedlich scheinen die Wertesysteme zu sein. Für eine gedeihliche Beziehung ist es nun an den Türken zu beweisen, dass sie Christen und Juden in Wort und Tat achten. Erster Schritt wäre die vollumfängliche Anerkennung dieser Kirchen in der Türkei. Enteignete Gebetshäuser sollten zurückgegeben werden (z.B. auch die Hagia Sophia). Entschuldigungen müssen folgen.

Demokrat70
03.10.2009 09:22
8 0

Re: Was zu erwarten war.

Ich fordere zudem eine klare Distanzierung und Verurteilung aller im Namen des Islam begangenen Anschläge sowohl von der Türkei als auch von allen Islamischen Gemeinschaften in Europa

... aber dazu herrscht nur schweigen im Wald

sküs
02.10.2009 22:26
2 0

Vertreter einer anderen Ausrichtung des Islam

Aleviten sind keine "andere Ausrichtung des Islam", werden aber gegen ihren Willen den Mohammedanern zugezählt.

Antworten Gast: Verräterus
03.10.2009 15:51
0 0

Re: Vertreter einer anderen Ausrichtung des Islam

Du forderst ?!
Was hat die Türkei mit den Anschlägen zu tun ?!

Justin
02.10.2009 23:00
0 0

Re: Vertreter einer anderen Ausrichtung des Islam

Wer den Koran als Glaubensgrundlage nimmt, gehört zu einer Ausrichtung des Islams. Sie mögen am anderen Ende des Glaubenbogens stehen, aber sie gehören dazu. So wie die Zeugen Jehovas sich massiv von Anhängern der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage unterscheiden, doch sie sind allesamt Christen.

Peregrin
03.10.2009 01:13
1 0

Re: Re: Vertreter einer anderen Ausrichtung des Islam

Das sind beides keine Christen.

Justin
03.10.2009 01:41
0 0

Re: Re: Re: Vertreter einer anderen Ausrichtung des Islam

Was dann? Christen bekennen sich zu Jesus von Nazareth und dessen Lehren.

Gast: Magister
02.10.2009 20:00
0 11

Allgemeine Bildung ist fehl am Platz

Ich habe vergebens versucht, aus so vielen Kommentars etwas gescheites herauszuholen.
Wieder habe ich mich überzeugt, dass ,die
Andersdenkenden zu schimpfen, eine nationale
Freizeitbeschaeftigung der vielen Österreicher
geworden ist.

kinumisch
04.10.2009 16:55
3 0

Magister

Volksschule + Führerschein + Tanzschule = Magister?!

Antworten Gast: Doktor
03.10.2009 11:01
6 0

Re: Allgemeine Bildung ist fehl am Platz

Für einen Magister recht holprig geschrieben.

Gast: James
02.10.2009 19:10
0 2

Accept the world - it will make you better and happier people!


Antworten Gast: Gast
03.10.2009 12:17
3 0

Re: Accept the world - it will make you better and happier people!

Die Welt wollen wir ja akzeptieren und lieben, aber nicht die Dummheiten der Politiker, die mit Muss daran arbeiten inkompatible Gesellschaften in einen Konflikt zu bringen, statt zu kalmieren.

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