Papst sieht in Kurie „bösartige Widerstände“

Papst Franziskus spricht in einer Weihnachtsansprache an seine Mitarbeiter Klartext.

Schließen
(c) REUTERS (POOL)

Vatikanstadt. Papst Franziskus lässt wieder einmal aufhorchen. Und wieder einmal mit der Weihnachtsansprache vor seinen engsten Mitarbeitern, der Kurie. Neben konstruktiver Kritik, Angst und Trägheit gebe es auch „böswillige Widerstände“ gegen seine Reformen, erklärte das Oberhaupt der Katholiken. Diese Art von Widerstand, die „oft im Schafspelz“ daherkomme, flüchtet sich in „Traditionen, Schein, Formalität, in das Bekannte“.

Gleichzeitig verteidigte er seine Reformen. Sie seien ein Zeichen von Vitalität der Kirche und stets notwendig. In seiner Ansprache am Donnerstag nannte Franziskus als Leitlinien seiner Reform mehr Dialogkultur, die Beteiligung von Laien und Frauen an Führungsrollen und eine professionelle Personalentwicklung. Strukturveränderung geschehe nicht als „Schönheitsoperation, um Falten zu entfernen“, sagte er. Und weiter: „Es sind nicht die Falten, vor denen man sich in der Kirche fürchten muss, sondern die Schmutzflecken.“ (red./kap)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.12.2016)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Kommentar zu Artikel:

Papst sieht in Kurie „bösartige Widerstände“

Schließen

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen