Die Nöte des Sprechers dreier Päpste

Pater Lombardi war als Festredner zum Jubiläum 70 Jahre Kathpress aus dem Vatikan in das verschneite Wien gekommen.

Federico Lombardi, Stargast beim Kathpress-Fest.
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Federico Lombardi, Stargast beim Kathpress-Fest.
Federico Lombardi, Stargast beim Kathpress-Fest. – (c) EPA

Die halbe Bischofskonferenz, angeführt von Kardinal Christoph Schönborn, versammelte sich Dienstagabend im Raiffeisenhaus Wien. Um einem Mann zuzuhören, der aus dem Zentrum der Weltkirche in die tiefwinterliche Stadt gekommen war: dem früheren Sprecher dreier Päpste, Pater Federico Lombardi. Und – natürlich! – um die Kathpress, die Katholische Presseagentur, zu feiern.

70 Jahre des Bestehens dieser Institution sind allemal ein Grund für einen Festakt, zu dem Schönborn und Paul Wuthe in seiner Doppelfunktion als Chefredakteur wie Geschäftsführer geladen haben. Lombardi charakterisierte seinen letzten Papst, dem er als Sprecher diente, Franziskus (davor waren es Benedikt und Johannes Paul), so: Dessen Kommunikationsstil sei von einem hohen Grad an Kreativität gekennzeichnet. Ein Sprecher, der gern wüsste, was sein Chef sagen werde, stoße bei Franziskus an Grenzen. Der Papst wolle sich von möglichen „Konditionierungen“ eines kurialen oder institutionellen Ambientes um ihn herum freihalten, sagte Lombardi. Und: „Es kann sich keiner denken, den Papst kontrollieren zu wollen, alle Mitarbeiter müssen sich dessen bewusst sein.“

Unter den Zuhörern die Bischöfe Wilhelm Krautwaschl, Klaus Küng, Manfred Scheuer, Franz Scharl, Stephan Turnovszky sowie zahlreiche Medienvertreter. Für viele ist die Kathpress täglicher Begleiter. Und unverzichtbar. (red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.02.2017)

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