Ein Bischof als Styleberater?

Wilhelm Krautwaschl schreibt Firmlingen.

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Wilhelm Krautwaschl
Wilhelm Krautwaschl – APA/ELMAR GUBISCH

Firmpaten sollen manchmal vor dem Problem eines „passenden“ Geschenkes für ihren Schützling stehen. Rechtzeitig bevor die Firmsaison nach Ostern losgeht, hat einer, der dieses Sakrament dann fast im Tagestakt spendet, ein Buch vorgelegt, das exklusiv für Firmlinge geschrieben ist. Und, was den Coolnessfaktor betrifft, schwer getoppt werden kann (sofern dieses Urteil überhaupt jemandem zusteht, der dem Firmalter entwachsen ist).

„Mach etwas draus!“ lautet der Titel des Styria-Buchs, das der Grazer Bischof, Wilhelm Krautwaschl, am Aschermittwoch präsentiert hat. Wobei der Titel absichtsvoll zu verstehen ist: als Aufforderung, aus der Firmung etwas zu machen und auch aus dem Buch selbst. Es ist eine Art Werkbuch geworden, das Firmlinge animieren will, damit im wahrsten Wortsinne zu arbeiten, zu spielen oder auch einen Apfelstrudel nach Art des Bischofshauses zu backen. Oder auch einmal eine Seite herauszureißen und einen Papierflieger zu basteln.

Übrigens, um die Frage des Titels der Rezension zu beantworten: Nein, Bischof Krautwaschl schreibt, kein Styleberater werden zu wollen (und gesteht, sein Kleidungsstil sei „eher fad“). Aber er regt an, über den persönlichen Stil abseits von Kleidung nachzudenken. Ein Firmbuch der besonderen Art eben. (d.n.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.03.2017)

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