Atib-Vorsitz bald ohne türkische Diplomaten

Der türkisch-islamische Verein reagiert auf Spionagevorwürfe.

Schließen
(c) Stanislav Jenis

Wien. Der türkisch-islamische Verein Atib stellt nach Spitzelvorwürfen der Grünen seinen Vorstand neu auf. Botschaftsangehörige sollen im Vereinsvorsitz keinen Platz mehr haben. „Die in den vergangenen Wochen aufgetauchten Vorwürfe gegen einzelne Funktionäre von Atib haben unseren Verein und mit ihm die gesamte türkische Community in Österreich zu Unrecht in ein schiefes Licht gerückt“, so Sprecher Selfet Yilmaz. „Wir haben deshalb klare Konsequenzen gezogen und eine Neuaufstellung des Atib-Vorstands beschlossen.“ Dies sei ein deutliches Zeichen Richtung Überparteilichkeit und Unabhängigkeit.

Weiter türkische Imame

Künftig dürfen Mitglieder des Vorstands nur noch aus Mitgliedern der österreichischen Zivilgesellschaft bestehen. Dazu wurde eine außerordentliche Generalversammlung für den 2. April einberufen. Die Imame der bundesweit 65 Atib-Vereine beziehe man aber weiterhin über das türkische Religionsamt Diyanet. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.03.2017)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgelesen
    Kommentar zu Artikel:

    Atib-Vorsitz bald ohne türkische Diplomaten

    Schließen

    Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
    Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.