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Italien: "Niemand wird Kreuze aus Schulen entfernen"

04.11.2009 | 16:00 |   (DiePresse.com)

Die Regierung und die Kirche protestieren gegen das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, das Kruzifixe in Schulklassen untersagt. Europaminister Ronchi warnt vor einem "gefährlichen Laizismus".

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Die italienische Regierung reagiert mit Empörung auf das vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gefällte Urteil, wonach Kruzifixe nicht in Schulklassen hängen dürfen, weil damit das Recht der Schüler auf Religionsfreiheit verletzt wird. "In Italien wird niemand Kreuze aus den Schulklassen entfernen. Dieses Urteil ist ein besorgniserregendes Signal der antispirituellen Tendenzen in Europa und bezeugt, wie gefährlich der Laizismus in unserem Kontinent ist", warnte der italienische Europaminister Andrea Ronchi. Die Regierung Berlusconi hat gegen das Kruzifix-Urteil Berufung eingelegt, teilte Bildungsministerin Mariastella Gelmini mit.

Auch der Vatikan bekräftigte seine Sorge wegen des Urteils. Das Kruzifix sei ein elementares Zeichen für die Bedeutung der religiösen Werte in der italienischen Geschichte und Kultur, sagte Vatikan-Sprecher Pater Federico Lombardi. Er sprach dem Gerichtshof in Straßburg das Recht ab, sich in dieser Form in ureigenste italienische Angelegenheiten einzumischen. Anscheinend wolle das Gericht die Rolle, die das Christentum in der Identität Europas spiele, negieren.

Das Urteil des Gerichts sei "absurd", sagte Gabriella Carlucci, Vorsitzende der gemeinsamen Kommission von Abgeordnetenhaus und Senat für die Kinderrechte. Sowohl das zuständige Verwaltungsgericht (TAR) als auch der Staatsrat hätten darauf hingewiesen, dass das Kruzifix "Symbol der italienischen Geschichte und Kultur" sei und damit auch der Identität des Landes und der Garant der Prinzipien der Gleichheit, Freiheit und Toleranz.

Klage von Mutter gegen Kreuze

Mit seiner Entscheidung gab das europäische Gericht der Beschwerde einer Mutter zweier Kinder statt, die zuvor vor dem italienischen Verfassungsgericht gescheitert war. Die Regierung in Rom wurde zur Zahlung einer Entschädigung von 5000 Euro verurteilt. Das Gericht forderte allerdings nicht die Entfernung sämtlicher Kruzifixe.

Die Kruzifixe sind in den italienischen Klassenzimmern erst seit Erlässen des damaligen Unterrichtsministers Giovanni Gentile in den 1920er Jahren wieder vorgeschrieben. Im "liberalen" Italien hatte es ab 1888 weder Kruzifixe in den Klassenzimmern noch Religionsunterricht an öffentlichen Schulen gegeben.

Österreich wartet ab

Das österreichische Bildungsministerium zeigt sich vorerst abwartend. Das Urteil sei noch nicht rechtskräftig, betonte der Sprecher von Bildungs- und Kultusministerin Claudia Schmied (SPÖ), Nikolaus Pelinka. "Solange es hier kein endgültiges Urteil gibt, sehen wir keine rechtlichen Implikationen für Österreich." Zahlreiche Stimmen hatten prophylaktisch gefordert, die Kreuze in den Klassen zu lassen.

Bayern: Kreuze bleiben

Bayern will in jedem Fall seine Praxis nicht ändern. Das bekräftigten am Mittwoch sowohl Kultusminister Ludwig Spaenle und Europaministerin Emilia Müller (beide CSU) als auch FDP-Landtagsfraktionschef Thomas Hacker. Spaenle sagte, er sehe keine direkten Auswirkungen des Urteils auf Bayern. Er und Müller verwiesen darauf, dass es im Freistaat seit 1995 einen Mechanismus zur Lösung von Konfliktfällen gebe. Demnach sollen in bayerischen Klassenzimmern grundsätzlich Kreuze hängen. Sollte sich ein Schüler oder Lehrer aber daran stoßen und glaubhaft darlegen können, dass er sich diskriminiert fühlt, so muss die jeweilige Schule im Einzelfall entscheiden, ob das Kreuz in den Räumen abgehängt wird oder nicht.

Die Gewerkschaft GEW verlangte am Mittwoch aber bereits, diese geltende gesetzliche Regelung zu überprüfen. "Die derzeitige bayerische Praxis, Kruzifixe nur in Einzelfällen "aus ernsthaften und einsehbaren Gründen des Glaubens oder der Weltanschauung" aus Klassenzimmern abzunehmen, gehört nach diesem Urteil des Europäischen Gerichtshofs auf den Prüfstand", sagte die Landesvorsitzende der Gewerkschaft GEW, Gele Neubäcker.

(APA)

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776 Kommentare
 
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Gast: Doron
17.06.2010 01:32
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DEJA VÜ - ERLEBNISS

War schon einmal, daß ein Gerichtshof Gewissensentscheidungen verurteilt hat - nur hieß er damals nicht EuGH sonder VGH (Volksgerichtshof Berlin 1934 und 36)

Gast: Olaf
25.01.2010 08:35
0 0

Kreuz ist im Klassenzimmer sehr WICHTIG!

Meiner Meinung nach sind Kreuze in einem Klassenzimmer sowie in einem Arbeitsbüro überflüssig.
Noch ne Sache: ich mag keine Lakritze!
Tschüss

Gast: Thomas Maria Hübner
27.12.2009 17:48
0 1

Im Kreuz ist Heil

Was ist mit unseren christlichen Wurzeln?
Wir Christen nennen unseren Erlöser beim Namen - Jesus Christus! Und wir bekennen uns zum Kreuz. Wieso hat überhaupt eine Welt, die sich ständig gegenseitig und untereinander kreuzigt ( den Planeten, die Lebewesen, die Kinder, die Frauen,die Natur, die Werte, das neugeborene Leben, den Frieden, die Gerechtigkeit, die Wahrheit, die Sexualität ...) ein Problem mit dem Kreuz. Liebe, Wahrheit, Gerechtigkeit und Leben und wahre Freiheit werden doch ständig, mal mehr oder weniger , mal hier und dort mit Füßen getreten. Und die Tiere müssen stellvertretend für den Menschen wahnsinnig werden ( im Rinderwahn), der sich selbst den eigenen Boden vergiftet und der den Tieren Futter und Lebensraum verseucht.

Thomas Maria Hübner

Gast: robuho
05.12.2009 22:12
0 1

christliches Wertesystem

In Bayern, Deutschland, Europa prägte das Christentum unsere Kultur, unser Wertésystem, unsere Geschichte und Sozial-Politik.
Alle, auch Andersgläubige dürfen in diesem Land die christlich geprägten sozialen Vorteile, die Toleranz u.a. genießen. Auch sie wollen in diesem Wertesystem leben. Also müssen alle Kinder die Grundlagen dieses Wertesystems kennenlernen. Das ist das Chritstentum. Das Zeichen dafür ist das Kreuz.
Wer will uns das christliche Zeichen in den Schulen verbieten? Wollen diejenigen ein anderes Wertesystem einführen?
Erfahren Christen in moslemischen Ländern die gleiche Toleranz, wie z.B. die Moslems bei uns?


ssid
14.11.2009 14:11
1 0

das Kreuz mit dem Kreuz

ist halt das Kreuz mit der Religion.
Wer eine Religion sucht, kriecht zu Kreuze.
Dann aber braucht er einen Psychiater, weil die Zweifel nagen.
Befreiung von Religionen ist leider nicht in Sicht!

Antworten Gast: ein christlicher europäer
20.11.2009 10:10
0 0

Re: das Kreuz mit dem Kreuz

ich glaube an das christentum und ich krieche nicht zu kreuze, brauche auch keine psychiater, habe 3 kinder und uns gehts gut. ich trage zu unserer gesellschaft bei, mehr als viele andere in diesem forum ;)

Gast: Elisa
14.11.2009 02:14
0 1

Wahnsinnig...

Hallo Strassburg.....einen Gruss aus Ravenna

Ich preiff auf deinen Urteil...

Verbiete lieber diesen BURKA...das pass nicht zum schoenen Stadtbild...Die Stadt des letzen Kaiser Roms...

Respektiere wirklich alle, aber wirklich alle...aber warum muss einen tuerkischen Richter ueber grad uns italiener entscheiden?

Wo liegt den die Tuerkei?In Kostantinopel?

Grrrrrrrrr Sauer bin :-)

Gast: Michael Marianus
07.11.2009 15:04
2 1

Kreuze aus der Sprache entfernen

Nach dem Kruzifix-Urteil des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofes (EMGR) darf man gespannt sein, wann die Fundamentalisten der neuen europäischen "Freiheit von Religion", die als Menschenrecht bezeichnet wird, gegen das Kreuz in der Sprache klagen werden. Begriffe wie Autobahnkreuz, Kreuzungen überhaupt, das schmerzende Kreuz im Rücken und selbst das Rote Kreuz etc. bieten sich dann in Zukunft als geeignete Delinquenten an. Es würde mich interessieren, was jetzt in Europa los wäre, hätte der EMGR statt der Kreuze die Darstellung des Halbmondes in öffentlichen Gebäuden als unzulässig erklärt.

Gast: Michael Marianus
07.11.2009 15:02
0 0

Kreuze aus der Sprache entfernen

Nach dem Kruzifix-Urteil des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofes (EMGR) darf man gespannt sein, wann die Fundamentalisten der neuen europäischen "Freiheit von Religion", die als Menschenrecht bezeichnet wird, gegen das Kreuz in der Sprache klagen werden. Begriffe wie Autobahnkreuz, Kreuzungen überhaupt, das schmerzende Kreuz im Rücken und selbst das Rote Kreuz etc. bieten sich dann in Zukunft als geeignete Delinquenten an. Es würde mich interessieren, was jetzt in Europa los wäre, hätte der EMGR statt der Kreuze die Darstellung des Halbmondes in öffentlichen Gebäuden als unzulässig erklärt.

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Öffnungsklausel MRK-widrig !

Die Achtung der Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit nach der Europäischen Menschenrechtskonvention (MRK), also auch die Achtung der Freiheit von Agnostikern, Atheisten und Polytheisten, verlangt vom Staat, dass er jegliche – direkte oder indirekte, auch bloß ideelle – Förderung irgendwelcher religiösen oder nichtreligiösen Weltanschauungen unterlässt, ebenso wie er die Ausübung der genannten Freiheit, abgesehen insbesondere von Artikel 9 Absatz 2 MRK, nicht behindern darf (näher www.fred-brande.at, Diskriminierung...). Das nunmehrige, von sieben RichterInnen (darunter die von Italien und der Türkei nominierten) einstimmig getragene EGMR-Urteil Lautsi v. Italy (Nr. 30814/06) sieht dies wohl ebenso. Der Vorschlag Schinkeles, wie in Bayern eine Art Öffnungsklausel für Härtefälle einzuführen, wenn einzelne Schüler staatlicher Schulen durch Kreuze besonders betroffen sind, bedeutete weiterhin eine MRK-widrige staatliche (ideelle) Förderung der christlichen Weltanschauungen gegenüber den nichtchristlichen religiösen sowie den nichtreligiösen Weltanschauungen. Abgesehen davon: Wie kommen Kinder bzw ihre Eltern – gegen ihre von der MRK garantierte Freiheit, eine nichtchristliche religiöse oder eine nichtreligiöse Weltanschauung zu haben – dazu, eine besondere Betroffenheit nachweisen und entsprechende Verfahren einleiten zu müssen ?

Antworten Arethas
07.11.2009 13:19
1 1

Re: Öffnungsklausel MRK-widrig !

Weltanschaulich neutraler Unterricht ist unmöglich. Staaten, in denen lehrplangemäß Evolutionslehre unterrichtet und der Sexkoffer ausgepackt wird, unterstützen damit eine bestimmte Weltanschauung, die Ihren Ausführungen zufolge mutatis mutandis ebenfalls einschränkend für Schüler wirkt.
Ferner wird unterschlagen, dass das Kreuz (nicht das Kruzifix) nicht nur ein religiöses, sondern auch ein kulturelles Symbol ersten Ranges darstellt, wie unten bereits ausführlich von mir und anderen dargestellt.

1 1

Re: Re: Öffnungsklausel MRK-widrig !

Zu der sehr sensiblen Frage eines weltanschaulich neutralen Unterrichts finden Sie die Straßburger Judikatur bei Frowein/Peukert, EMRK-Kommentar, 3. Auflage 2009, Seite 671 ff, insbesondere Rn 7 bis 10.
Das Kreuz/Kruzifix hat der EGMR in Lautsi v. Italy als vorwiegend religiöses Symbol qualifiziert (im Punkt 51): „De l'avis de la Cour, le symbole du crucifix a une pluralité de significations parmi lesquelles la signification religieuse est prédominante.“ Im Laufe des Verfahrens scheint nur der Greek Helsinki Monitor als „tiers intervenant“ den von Ihnen gemachten Unterschied zwischen Kreuz und Kruzifix besonders hervorgehoben zu haben (Urteil Punkt 45). Nach Punkt 20 dürfte aber im gegenständlichen Fall tatsächlich das Kruzifix und nicht das Kreuz im Klassenzimmer angebracht gewesen sein. Sodass sich die Frage der Anbringung des Kreuzes für den EGMR – auch für die im Rechtsmittelverfahren zuständige Große Kammer – nicht stellt/e (mE wäre auch das Kreuz ein vorwiegend religiöses Symbol, war doch schon bisher gerade die als erstes ins Auge fallende Kreuzform das Identifikationsmerkmal).

Antworten Antworten Antworten Arethas
08.11.2009 18:00
0 0

Re: Re: Re: Öffnungsklausel MRK-widrig !

Danke für den Hinweis.

Antworten Antworten Gast: Dr.Gernot Stöckl
07.11.2009 17:28
1 0

Die Evolutionstheorie ist derzeit allgemein anerkannter Stand der Wissenschaft!!!

Wer das in Abrede stellt, ist einfach nichts anderes, als ein fundamentaler Religionsfanatiker! Diskussionen mit solchen Sturköpfen sind sinnlos!!!

Wenn schon ein Schöpfergott alles geplant haben soll, warum darf er sich nicht die Arbeit durch die Evolution erleichtern? Die könnte er ja auch selbst erfunden haben!

Galilei läßt schön grüßen!

Vielleicht nimmt die gelehrte Fundamentaltheologie meine geistliche Hilfestellung doch noch einmal an und auf?

Antworten Antworten Antworten Arethas
08.11.2009 18:11
0 1

Re: Die Evolutionstheorie ist derzeit allgemein anerkannter Stand der Wissenschaft!!!

Der Haken an der Evolutionstheorie ist die mangelnde Beweisbarkeit. Die Mendelschen Gesetze z.B.kann man im Experiment prüfen. Für die Evolution lassen sich Belege sammeln und Schlussfolgerungen bezüglich der Entstehung der Arten plausibel machen. Sie bleibt aber Theorie ("Anschauung"). Dass die biblischen Schöpfungsgeschichten, die ja auch in sich widersprüchlich sind, keine Wissenschaft, sondern eine märchenhafte Readers-Digest-Variante der altorientalischen Schöpfungsmythen sind, ist klar.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: revelne
19.12.2009 19:16
1 0

Re: Re: Die Evolutionstheorie ist derzeit allgemein anerkannter Stand der Wissenschaft!!!

Die Nicht-Beweisbarkeit der Evolution ist kein Mangel dieser Theorie.
Sie ist nicht entsprechen des Positivismus "beweisbar", da es nicht möglich ist, für jeden Fall ihre Gültigkeit zu zeigen. Das "Problem" sind die langen Zeiträume, die wir als Menschen nicht beobachten können, kleinere Veränderungen aber sehr wohl.
Es gibt allerdings keinen Fall in dem gezeigt werden konnte, das Evolution nicht stattfindet.
In der Biologie wären viele Ausformungen und Strategien ohne eine Evolution nicht logisch begründbar. Jede neue Erkenntnis in den Lebenwissenschaften ist ein Beweis, in dem Sinne, dass die Synthetische Theorie nach Mayr Arbeitsgrundlage der Biologie selbst ist.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Arethas
28.12.2009 17:34
0 0

Re: Re: Re: Die Evolutionstheorie ist derzeit allgemein anerkannter Stand der Wissenschaft!!!

Da bin ich durchaus mit Ihnen einer Meinung, vielleicht mit der Ausnahme, dass es auch Ausformungen und Strategien gibt, die gar nicht logisch zu begründen sind oder denen eine Logik nur unterstellt wird.
Das, was mich eigentlich stört, ist die peudoreligiöse Aufmachung: Darwin (dessen rauschebärtiges Bildnis verdächtig an Gottvater gemahnt) pilgert zu den Galapagosinseln und wird dort erleuchtet. Dass umgekehrt auch die Bibel Ansätze einer Entwicklung kennt (Fische vor Vögel vor Menschen erschaffen) fällt unter den Tisch.

Gast: osef Krautzberger
06.11.2009 21:20
1 4

Das darf nicht sein

Es ist gut, dass es gegen dieses Urteil massiven Widerstand gibt, denn die Kreuze gehören meiner Meinung nach in JEDES Klassenzimmer und in jeden Öffentlichen Raum. Gott ist das Wichtigste im Leben eines jeden Menschen. Die Lust- und Spaß-Gesellschaft unserer Zeit sollte sich darauf ein wenig besinnen, was der Sinn des Lebens ist, und nicht nur ihrer Lust und Gier frönen.

Antworten Gast: Zynicus
07.11.2009 17:33
0 0

Es sind die Sauremilch-Christen wie der Herr Krautzberger,

die es Menschen mit normalem Verstand so schwer machen, einen Gott zu glauben, der sie von solchen Miesmachern immerfort quälen läßt!

Antworten Dippelpäd
07.11.2009 02:17
4 1

Re: Das darf nicht sein

Lieber Herr Krautzberger, die Aussage, dass "Gott das Wichtigste im Leben eines jeden Menschen ist", zeugt für mich von der Engstirnigkeit und Intoleranz religiöser Fanatiker. Akzeptieren Sie bitte, dass es Menschen gibt, die nicht an Gott glauben und trotzdem verantwortungsvolle Menschen sind, die nicht "nur ihrer Lust und Gier frönen".

Gast: evita09
06.11.2009 14:56
2 0

Kein Kreuz, kein Kopftuch

Wenn das Kruzifix als religiöses Symbol in Schulen abgeschafft werden soll, dann sollen auch alle Kopftücher in den Schulen verboten werden..sind doch auch religiöse Symbole oder? Wie will man das begründen? Ich bin sicher, dafür gibt es wieder genug Argumente!!

Antworten Gast: gast
06.11.2009 17:56
4 0

Re: Kein Kreuz, kein Kopftuch

Der Staat darf keine Glaubensgemeinschaft bevorzugen, benachteiligen oder propagieren, insbesondere im Rahmen der Schulpflicht. Lehrerinnen oder sonstiges staatliches Personal hat religionsneutral aufzutreten, also keine Kopftücher, keine Kreuze in den Klassen, keine Bekehrungsversuche durch Lehrkräfte und im besten Fall kein staatlicher Religionsunterricht.

Die Schüler als Privatpersonen dürfen Kreuze oder Kopftücher tragen, versuchen ihre Mitschüler von der Liebe Jesu oder der Erleuchtung des Buddha zu überzeugen oder sich in anderer Form über Religion austauschen. -> Meinungs- und Religionsfreiheit, der Staat hat kein Recht ihnen das zu verbieten.

Ergo wären Lehrerinnen mit Kopftuch wirklich ein Skandal, aber Schülerinnen mit Kopftuch stellen kein Problem dar solange das Tragen eines Solchen nicht von der Schule verlangt, gefördert oder bestraft wird.

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Wahre Meinungsbildung

bedarf keines religiösen Symbols in der Schulklasse. Weshalb soll jemand von Geburt an einer gewissen Religion angehören? Ein Mensch muss sich im Lauf des Lebens über viele Dinge eine Meinung bilden, und da ist es absolut schädlich, von Geburt an diesen oder jenen Glauben eingetrichtert zu bekommen. Man muss selbst entscheiden, dies oder jenes zu glauben oder auch an nichts zu glauben.

Antworten Antonio
06.11.2009 17:13
0 1

Wenn das so einfach wäre!

Weshalb dann überhaupt erziehen? Man entscheidet sich – wenn man Erwachsen ist – einfach für das und dies und es passt!!! Und ansonsten? Sollen wir sämtliche Kirchtürme, Wegkreuze, Kapellen u.a.m. abreißen, damit Kind sich frei entfalten kann???

Antworten Arethas
06.11.2009 17:07
0 0

Re: Wahre Meinungsbildung

Und wer bitte geht von Geburt an in die Schule?

Arethas
06.11.2009 12:13
2 2

Handlungsbedarf

"Berlin - Kreuzberg" schnellstens umbennen - Diskriminierungsgefahr der Mehrzahl der Anwohner!

 
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