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Linzer Bischof Schwarz sucht neuen Weihbischof

04.11.2009 | 14:33 |   (DiePresse.com)

Nach der gescheiterten Bestellung von Pfarrer Wagner hat der Linzer Bischof Ludwig Schwarz nun erneut im Vatikan um einen Weihbischof angesucht. Favorit ist der konservative Pfarrer Gmeiner aus Grieskirchen.

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Der Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz hat in Rom offiziell um einen neuen Weihbischof angesucht. Das berichtet die "Kirchenzeitung" der Diözese in ihrer aktuellen Ausgabe. Schwarz habe den Schritt vor dem Linzer Pastoralrat, der am 30. und 31. Oktober tagte, bestätigt. Die Entscheidung liege jetzt in Rom.

Als möglicher Favorit wurde zuletzt der Pfarrer von Grieskirchen und Dechant von Kallham, Johann Gmeiner, gehandelt. Der wies dies stets zurück. Auf die Frage, wie er zum liberalen "Linzer Weg" stehe, der u.a. Ministrantinnen vorsieht und von konservativen Kirchenkreisen kritisiert wird, zeigte sich der Priester zurückhaltend und sagte lediglich, er sei darum bemüht, seine Aufgabe bestmöglich wahrzunehmen. Sein Maßstab sei das Evangelium bzw. das Zweite Vatikanum. Ob er gerne Weihbischof werden wolle, ließ er offen.

Vom konservativen Flügel

Gmeiner wird dem konservativen Flügel zugerechnet und galt schon bei der Nachfolge von Diözesanbischof Maximilian Aichern, dem Vorgänger des derzeitigen Linzer Oberhirten Ludwig Schwarz, als einer der Favoriten. Auch bei der ersten Bestellung eines Weihbischofs wurden ihm gute Chancen eingeräumt. Für das Amt wurde vom Vatikan dann aber der Pfarrer von Windischgarsten, Gerhard Maria Wagner, vorgesehen, der jedoch nach Protesten in der Diözese von der Weihe zurücktrat.

Johann Gmeiner wurde 1951 geboren und 1976 zum Diakon geweiht. Ab 1977 war er Kaplan in der Stadtpfarre Linz-Urfahr, später in Grieskirchen. Seit 1984 ist er Stadtpfarrer von Grieskirchen und seit Juli 2006 leitet er das Dekanat Kallham. Seinen Dienst hat er unter das Motto "Wir sind Helfer zu eurer Freude!" gestellt - ein Zitat aus den Zweiten Korintherbrief.

Bestellung von Wagner gescheitert

Die missglückte Bestellung eines neuen Linzer Weihbischofs im Februar dieses Jahres hatte in der Diözese viel Staub aufgewirbelt. Nach massiver Kritik an seiner Berufung hatte der erzkonservative Wagner einen Rückzieher gemacht.

Kardinal Schönborn kritisierte damals, dass der Vatikan bei der Ernennung Wagners ein "verkürztes Verfahren" gewählt habe. Während eines Rom-Besuchs gab es schließlich eine Aussprache der österreichischen Bischöfe mit dem Vatikan. Den von Wagner als freiwillig dargestellten Rücktritt akzeptierte der Vatikan erst Anfang März - mit mehr als zwei Wochen Verspätung. Seither hatte Schwarz mehrmals betont, sein Wunsch nach einem Weihbischof bleibe aufrecht.

(APA/Red.)

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14 Kommentare
Gast: Zyniker
04.11.2009 22:37
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„Vom konservativen Flügel“


na dann passts ja…


Antworten Gast: Oberösterreicher
05.11.2009 19:13
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Re: „Vom konservativen Flügel“

dann ist wohl die nächste Austrittswelle vorprogrammiert…

Antworten Antworten Gast: Brillenträgerin
05.11.2009 20:01
0 2

Re: Re: „Vom konservativen Flügel“

Ich fände es sowieso glaubwürdiger, wenn diejenigen, die immer die Frauenordination und die Abschaffung des Zölibats einfordern, einfach evangelisch werden, da wären dann alle Forderungen erfüllt.

Gast: Gast
04.11.2009 21:18
0 0

Rombesuch

Anlässlich des Rombesuchs entschuldigte sich seine Eminenz bei Papst BenediktXVI für seine unrichtige Darstellung und Beurteilung der Causa Wagner.

Antworten Gast: Kiebitz
05.11.2009 15:10
0 0

"Seine Eminenz" ist gar keine

sondern schlicht Exzellenz.
Metropolit Wiens ist Linzer Exzellenzens Eminenz.

Antworten Antworten Gast: Gast
06.11.2009 20:21
0 0

Re:seine Eminenz

Freud hätte seine Freude an dem Versprecher, natürlich war es seine Exzellenz, die sich für nicht exzellente Zusammenarbeit und unrichtige Ansichten entschuldigen musste. :-)

Antworten Antworten Antworten Gast: K
08.11.2009 00:35
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Re: Re: Seine Eminenz

Dominikaner Eminenz Kardinal Ch. Sch. hatte sich auch nicht gerade unexzellentlos verhalten.

Antworten Antworten Antworten Gast: Gast
07.11.2009 21:49
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Re: Re:seine Eminenz

So, nun habe ich nochmal nachgesehen und tröööt es war doch seine Eminenz, die zu Kreuze kriechen musste, der Kardinal höchstpersönlich hat sich entschuldigen müssen und Abbitte leisten!

Gast: Bösewicht
04.11.2009 16:45
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Besser wäre ein neuer Bischof


Antworten Gast: Christ
04.11.2009 18:21
0 1

Re: Besser wäre ein neuer Bischof

der sich nicht seinen Kandidaten hinausschießen und von Friedel und Co. nicht zum Narren halten lässt

Gast: Nikolaus
04.11.2009 16:42
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Schlechtes Beispiel

Das Beispiel mit den Ministrantinnen als Kriterium für konservativ oder nicht, ist ja wohl lächerlich. Da gibts wohl wichtigere inhaltliche Unterscheidungskriterien.
Man wird ja sehen, wie der neue Kanditat von den diversen Medien tituliert wird. Wer konservativ (oder schlimmstenfalls erzkonservativ wie Pfarrer Wagner) ist, wird ja auch gern als "umstritten" bezeichnet, das ist in unserer so harmoniebedachten österr. Kirche ja gleichbedeutend mit dem Karriere-Ende.

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Unsinn

Pfarrer Gmeiner ist dem Linzer Weg zuzurechnen und stand schon auf dem 1. Dreiervorschlag, Favorit für die Bischofsnachfolge 2005 war er nicht, da stand Dr. Wagner als Bischof schon fest bis der Landeshauptmann und der Kardinal intervenierten.

Antworten Gast: Kiebitz
05.11.2009 16:22
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Re: Unsinn

LH kann nicht intervenieren, da im Unterschied zu Deutschland nicht Bundesländer sondern der Staat Konkordatspartner ist. Also könnte nur unsere vom Vatikan zu informierende Bundesregierung (via Außenministerium) echt "intervenieren".

Antworten Antworten Gast: Gast
09.11.2009 18:23
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Re: Re: Unsinn

Was wirlich läuft, das wird nicht am Silbertablett serviert. In Oberösterreich gibts noch die Einheit von Altar und Thron.

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