Kloster wird doch nicht in St. Andrä gebaut

Die Diözese Eisenstadt sucht nach einem neuen Standort.

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Arsenios Kardamakis
Arsenios Kardamakis (Archivbild) – APA/GEORG HOCHMUTH

Eisenstadt. Das seit Jahren geplante griechisch-orthodoxe Kloster für fünf Mönche wird doch nicht im burgenländischen St. Andrä am Zicksee errichtet. Wie der Metropolit von Austria, Arsenios Kardamakis, am Donnerstag bekannt gab, zieht er die Pläne für die Umwidmung zurück. Er sei „betrübt, aber überzeugt von der moralischen Richtigkeit der Entscheidung“.

Grund sei „das bedauerliche Ausmaß der Feindseligkeiten, des Schürens von Falschmeldungen und Ängsten in der Gemeinde“. Der burgenländische Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics sagte, er bedaure dies sehr und schäme sich, „dass im Burgenland so etwas möglich ist.“ Die Diözese hätte das Grundstück zur Verfügung gestellt.

 

Ablehnung im Ort

In St. Andrä hat eine kleine Gruppe gegen das Kloster gekämpft, im Juni hätte eine Volksabstimmung stattfinden sollen. Doch auch wenn sie für das Kloster ausgegangen wäre, sagt Dominik Orieschnig, Sprecher der Diözese, wäre die Ablehnung im Ort weitergegangen. Man verstehe daher die Entscheidung des Metropoliten. Nun wolle man „ohne Deadline“ einen Standort suchen, der „von der Einstellung der Bevölkerung und vom kulturellen Niveau her“ geeignet sei. (mpm)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.04.2017)

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