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Islamwissenschaftler Nagel: "Islamophobie zulassen"

15.11.2009 | 19:02 |  ANNE-CATHERINE SIMON (Die Presse)

Der Professor für Arabistik und Islamwissenschaft Tilman Nagel erklärt im Interview mit der "Presse", warum Mohammed wirklich gelebt hat und das Verbot von "Islamophobie" die Menschenrechte pervertiert.

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„Die Presse“: Die westlichen Islam-Debatten kreisen immer wieder um zwei Begriffe: Friedfertigkeit und Toleranz. Besteht die Möglichkeit, den Islam als friedfertige Religion zu interpretieren?

Tilman Nagel: Auf Gewaltfreiheit ist der Islam nicht ausgerichtet, der Koran empfiehlt den Einsatz von gewalttätigen Mitteln in bestimmten Situationen. Die Standardabschwächung dieses Vorwurfs ist heute, dass der Islam immer nur Verteidigungskriege geführt habe, auch bei der Ausdehnung bis nach Andalusien, weil die Aufforderung, das Christentum anzunehmen, einen Affront gegen Allah darstelle. Als außerhalb des Islams Stehender kann man das natürlich nicht annehmen.

Wie kommt es zur Unterteilung der Welt in Gläubige und das „Haus des Krieges“?

Nagel: Das ist noch keine koranische Unterscheidung, sondern wächst erst an der Wende zum achten Jahrhundert heran, als schon große Teile erobert sind. Da versucht man, die Eroberung auch mit juristisch relevanten Begriffen zu fassen. So kommt man zu dieser Unterscheidung, weil man sagt, im Haus des Krieges können die Riten nicht unter einer islamischen Obrigkeit vollzogen werden – was bedeutet das in Bezug auf das Jenseitsheil? Ohnehin besteht in den populären Verlautbarungen über den Islam große Unsicherheit darüber, welche Begriffe aus der frühen Zeit stammen, und was sich erst danach entwickelt hat, auch Muslime selbst wissen in der Regel nicht Bescheid. Manche elementare Dinge finden sich nur im Hadith – zum Beispiel, dass der Glaube im Wesentlichen durch die fünf Säulen (i.e. Glaubensbekenntnis, Gebet, Almosensteuer, Fasten und Pilgerfahrt, Anm. d. Red.) definiert wird. Im Koran wird der Glaube ganz anders definiert, als kämpferische Gläubigkeit.

 

Praktisch alle muslimischen Gelehrten lehnen eine historisch-kritische Auslegung des Islams ab. Kann der Islam trotzdem in eine säkulare Gesellschaft integriert werden?

Nagel: Ich glaube, eine säkulare Gesellschaft hat als wesentliches Element die Historisierung der Religionen. Es kann keine Säkularität geben in einer Gesellschaft, in der ein Teil sagt, wir beharren darauf, dass unsere universale Wahrheit überall gelten muss. Das ist ein Widerspruch in sich.

Ist Toleranz, die ja ein Begriff der westlichen Aufklärung ist, mit dem Islam vereinbar?

Nagel: Toleranz hat im Islam keine Basis. Was immer heute als Toleranz angeführt wird, etwa, dass man die Andersgläubigen, sofern sie sich zu einer Buchreligion bekennen, leben lässt, ist keine Toleranz. Denn diese der islamischen Herrschaft Unterstehenden sind in vielerlei Hinsicht gegenüber den Muslimen von minderem Recht. Sie haben zum Beispiel kein Recht, eine Waffe zu tragen – im Dialog mit den Andersgläubigen wird dann gesagt, sie brauchen keinen Kriegsdienst zu leisten...

Lieber als Toleranz scheint Muslimen in Diskussionen ohnehin das Wort „Respekt“ zu sein – wobei viele diesen Respekt gegenüber der eigenen Religion in Europa vermissen.

Nagel: Ich kann Menschen respektieren – aber hier wird die Respektierung eines religiös begründeten Gedankengebäudes gefordert, das selbst massiv den Anspruch auf universale Geltung erhebt. Ein weiterer Begriff in diesem Zusammenhang ist die „Islamophobie“. Der europäische Menschenrechtsbeirat hat sie schon als verwerflich gebrandmarkt, und der UN-Menschenrechtsbeirat greift das zum Teil auf. Ich halte das für falsch – die Menschenrechte beziehen sich auf den Menschen, nicht auf das, was er glaubt. Islamophobie muss erlaubt sein, man kann nicht eine Meinung oder Glaubenshaltung unter Schutz stellen. Das ist eine bedenkliche Umdefinierung der Menschenrechte.

Die Rolle des Islams in Europa hat sich, seit Sie zu studieren begonnen haben, sehr verändert. Inwieweit hat die westliche Islamwissenschaft auf die politischen Entwicklungen reagiert?

Nagel: Als ich anfing zu studieren, war das ein mediävistisch ausgerichtetes Fach. Heute haben wir mehr akademische Stellen, vor allem aber eine fast vollkommene Verlagerung des Schwerpunktes auf das 20.Jahrhundert. Für eine Kultur wie die islamische, die sich in ihren Äußerungen immer wieder auf die Vergangenheit bezieht oder sich aus ihr rechtfertigt, ist das eine Fehlentwicklung. Die Islamwissenschaft in Deutschland ist vielfach nur noch eine auf die arabische Welt oder die Türkei bezogene Politologie.

Manche Wissenschaftler in Europa bezweifeln, dass Mohammed wirklich gelebt hat, Sie sind überzeugt, dass er existiert hat – warum?

Nagel: Zum einen, weil der Koran, wenn man ihn genau liest, die religiöse innere Entwicklung einer Figur sehr stimmig darstellt. Wenn man eine religiöse Stiftungsurkunde erfinden will, würde man etwas nehmen, das keine inneren Widersprüche hat. Außerdem sind die Argumente für die Nichtexistenz Mohammeds meines Erachtens nicht stichhaltig. Beispielsweise wird gesagt, da müsste man materielle Belege aus seiner Zeit haben – ja das haben wir für Platon auch nicht!

Welche deutsche Koran-Übersetzung würden Sie unseren Lesern empfehlen?

Nagel: Von den Hadithen gibt es keine guten Übersetzungen. Was den Koran angeht – die weitverbreitete Übersetzung von Rudi Paret würde ich nicht nehmen, sie ist für Menschen, die Arabisch können. Wer den Koran einfach lesen will, nimmt am besten die uralte Übersetzung von Henning, die bei Reclam erschienen ist. Bei den neuen muss man aufpassen, da werden zum Teil Dinge hineingelegt, die nicht drinstehen. Ich habe einmal eine saudiarabische Übersetzung ins Englische gelesen, und bei einer Sure, in der die Frauen aufgefordert werden, sich züchtig zu kleiden, standen lange Anmerkungen darüber, was das genau bedeutet.

Gibt es etwas, was Ihnen am Koran besonders sympathisch ist?

Nagel: Ich muss gestehen, ich habe nie darüber nachgedacht, was mir am Koran gefallen könnte. Was ich sympathisch finde – wenn man von der Theorie weggeht, der Koran sei Gotteswort –, ist die zum Teil erstaunliche Offenheit, in der Mohammed sich und seine Interessen darstellt und sich damit selbst entblößt.

Zur Person

Tilman Nagel ist emeritierter Professor für Arabistik und Islamwissenschaft an der Universität in Göttingen und gilt als einer der besten deutschsprachigen Kenner der arabischen Schriften. 2008 erschien seine als „Jahrhundertwerk“ gerühmte Mohammed-Biografie „Mohammed. Leben und Legende“. Vergangene Woche referierte er in Wien beim Symposion „Biographie und Religion“, veranstaltet vom „Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Theorie der Biographie“. [Mirjam Reither]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.11.2009)

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294 Kommentare
12 3 4 5 6 7
Gast: gurnemanz
01.12.2009 02:20
0 0

"extra ecclesia nulla salus"

Hat nicht die katholische Kirche denselben Totalitätsanspruch?

Und hat sie sich nicht jederzeit und überall mit jeder totalitären Diktatur arrangiert?

°

MALSI
18.11.2009 21:06
3 0

Islam.Prof. Gabriel spricht...

Danke für das Rusznak Beispiel!
Der Islam-Konvertit Günther Rusznak wurde von niemanden bedroht, niemand hat versucht ihn umzubringen.

Prof. Mark.A.Gabriel, Prof. für islamische
Geschichte an der Al-Azhar Universität, Kairo
hat den Islam wie Millionen andere Muslime als
falsch erkannt und ist zum Christentum übergetreten. Anders als Ruznak wurde Gabriel
wie viele andere Konvertiten
von der eigenen Familie ausgeschlossen, verfolgt, geschlagen, gedemütigt, mit dem
Tode bedroht.

Er floh aus seiner Heimat Ägypten und lebt nun
in den USA. Prof. Gabriel spricht... die muslimische Geheimpolizei hat mich nicht aus
persönlichen Hass gefoltert, ebensowenig, wie
diejenigen Muslime, die versucht haben mich auf der Straße niederzustechen. Die Schuld liegt
nicht bei der Geheimpolizei, nicht bei den Muslimen, die mich töten wollten. Die Schuld liegt bei der Lehre des Korans und den Propheten des Islam.(Islam und Terrorismus,
M.Gabriel, S.249)

Antworten Gast: Kirsten
19.11.2009 14:32
3 0

Re: Islam.Prof. Gabriel spricht...

Sure 4, Vers 84
So kämpfe auf Allahs Weg – du wirst nur für dich selbst verantwortlich gemacht – und sporne die Gläubigen an. Vielleicht wird Allah die Gewalt derjenigen, die ungläubig sind, zurückhalten. Allah ist stärker an Gewalt und an Bestrafung.

Sure 4, Vers 89
Sie möchten gern, daß ihr ungläubig werdet, wie sie ungläubig sind, so daß ihr (alle) gleich seiet. Nehmt euch daher von ihnen keine Vertrauten, bevor sie nicht auf Allahs Weg auswandern! Kehren sie sich jedoch ab, dann ergreift sie und tötet sie, wo immer ihr sie findet, und nehmt euch von ihnen weder Schutzherrn noch Helfer,

Sure 5, Vers 51
O die ihr glaubt, nehmt nicht die Juden und die Christen zu Schutzherren! Sie sind einer des anderen Schutzherren. Und wer von euch sie zu Schutzherren nimmt, der gehört zu ihnen. Gewiß, Allah leitet das ungerechte Volk nicht recht.

Sure 9, Vers 41
Rückt aus, leicht oder schwer, und müht euch mit eurem Besitz und eurer eigenen Person auf Allahs Weg ab. Das ist besser für euch, wenn ihr (es) nur wißt.

Antworten Gast: Kirsten
19.11.2009 14:31
3 0

Re: Islam.Prof. Gabriel spricht...

Sure 2, Vers 191
Und tötet sie, wo immer ihr auf sie trefft, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben, denn Verfolgung ist schlimmer als Töten! Kämpft jedoch nicht gegen sie bei der geschützten Gebetsstätte, bis sie dort (zuerst) gegen euch kämpfen. Wenn sie aber (dort) gegen euch kämpfen, dann tötet sie. Solcherart ist der Lohn der Ungläubigen.

Sure 2, Vers 193
Und kämpft gegen sie, bis es keine Verfolgung mehr gibt und die Religion (allein) Allahs ist. Wenn sie jedoch aufhören, dann darf es kein feindseliges Vorgehen geben außer gegen die Ungerechten.

Sure 2, Vers 216
Vorgeschrieben ist euch zu kämpfen, obwohl es euch zuwider ist. Aber vielleicht ist euch etwas zuwider, während es gut für euch ist, und vielleicht ist euch etwas lieb, während es schlecht für euch ist. Allah weiß, ihr aber wißt nicht.

Sure 4, Vers 74
So sollen denn diejenigen auf Allahs Weg kämpfen, die das diesseitige Leben für das Jenseits verkaufen. Und wer auf Allahs Weg kämpft und dann getötet wird oder siegt, dem werden Wir großartigen Lohn geben.

Sure 4, Vers 76
Diejenigen, die glauben, kämpfen auf Allahs Weg, und diejenigen, die ungläubig sind, kämpfen auf dem Weg der falschen Götter. So kämpft gegen die Gefolgsleute des Satans! Gewiß, die List des Satans ist schwach.


Gast: Muslim
18.11.2009 15:00
0 6

Günther Ahmed Rusznak spricht...

Ich bin Konvertit! Vor fast genau zehn Jahren bin ich zum Islam konvertiert.

Warum? Die Gründe waren vielfältig. Aber ein Hauptgrund war der, dass ich nach einem ziemlich hektischen Leben nichts anderes als Frieden finden wollte. Klingt komisch, was?

Aber durch das Studium des Koran, diverser religiöser islamischer Schriften und vieles anderen mehr und nicht zuletzt durch die Wissen vermittelnde, freundliche, ja freundschaftliche Art der Muslime, welche ich kennen gelernt hatte, war dieser Weg vorgegeben. Ich konnte einfach nicht anders.

http://www.religionen.at/irrusznak.htm

10 0

Todesstrafe

Da sein Sie aber mal froh, dass auf Missionierung in unserer zivilisierten Welt nicht auch die Todesstrafe ausgelobt wird.

Welcher von euch Zensoren, die fast alle meiner Kommentare löschen oder gar nicht erst durchlassen, erlaubte diesen islamischen Missionaren, hier in diesem Forum ihrern Schmarrn zu verbreiten?

1 0

Re: Todesstrafe

Ich protestiere mit Ihnen!

Auch von mir fehlen, auch zu anderen Artikeln, meine Kommentare!

0 0

Re: Re: Todesstrafe

Ach übrigens, ich kam gar nicht dazu, Ihnen für die freundlichen Worte zu danken.

Stehe Ihnen gerne zur Seite.

MALSI
18.11.2009 20:32
3 0

Re: Günther Ahmed Rusznak spricht...

Muslim, da haben sie uns aber einiges verschwiegen :-)) Herr Rusznak machte immer wieder auf die zahlreichen Mißstände und Lügen in der islamischen Glaubensgemeinschaft Österreichs aufmerksam.

Er wurde diffamiert, sein
Aufnahmegesuch in die IGGÖ wurde
ohne Gründe mehrmals zurückgewiesen.

In einer TV-Sendung (u.a. mit Hrn. Schakfeh und Dr. Khorchidee) traten
ihm seine Glaubensbrüder feindlich und abweisend gegenüber.
Zuletzt war Rusznak gezwungen Anzeige gegen die islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich zu erstatten. Wer solche
Glaubensbrüder hat, braucht wenigstens
keine Feinde mehr...:-))

Antworten Antworten Gast: Muslim
18.11.2009 20:58
0 1

Re: Re: Günther Ahmed Rusznak spricht...

Trotzdem teile ich seine Meinung, wenn er bezüglich "Islamophobie" sagt:

"Ich bin nicht glücklich mit dem Ausdruck "Islamophobie". In erster Linie werden die Menschen, also die Muslime misstrauisch "beäugt".

Und daher ist eine ausgeprägte, muslimische Vorbildfunktion eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein einwandfreies Zusammenleben.

Und hier gibt es noch eine Menge an Nachholbedarf. Daran müssen wir arbeiten, vielleicht sogar um einiges härter als andere. Erst wenn wir das geschafft haben wird der Glauben, also unser Islam, nicht mehr in unsinnige Debatten einfließen.

Nehmen wir die Sure 109:6 des gnadenreichen Koran als Grundlage: „Euch euer Glaube und mir mein Glaube“. So soll und muss es sein.

Er kennt den Islam besser als viele Araber und Türken - Ich war immer schon auf der Seite von aufgeklärten Geistern!

Die Überzeugung muß man sich selber erarbeiten - erst dann hat einen großen Wert!

Wie heißt es doch so schön in der Sesamstraße:

Wer, wie was
wieso, weshalb, warum
wer nicht fragt, ist dumm!

Wer kein Wissen hat, sollte nicht auf seine Vorurteile bauen, sondern Wissende fragen!

MALSI
18.11.2009 21:45
0 0

Re: Re: Re: Günther Ahmed Rusznak spricht...

Ich finde die Islam-Interpretation von
Herrn Rusznak fortschrittlich und liberal, ebenso wie die Inititative liberaler Muslime Österreichs von Herrn Bouzian Ghessas.

Das Problem ist nur, dass diese fortschrittlichen Menschen bei den Muslimen und Moslemverbänden absolut k e i n e Rolle spielen. Würden sie in islamischen Ländern auftreten, würden sie wahrscheinlich ihr Leben riskieren.

Auch glaube ich dass sie ihre eigene
Friedfertigkeit in den Koran hineininterpretieren, die tatsächlich
nicht vorhanden ist. Abgesehen davon dass das Wort Gottes im erhabenen Koran nicht interpretiert und verändert werden darf...


Gast: Muslim
17.11.2009 16:43
1 22

Liebe Christen, bitte in den Spiegel schauen!

Großbritannien: Waisenkinder über kirchliche Einrichtungen als Zwangsarbeiter und Sex-Objekte nach Australien deportiert - bis in die 70er-Jahre des 20. Jahrhunderts.
Betroffen sind ca. eine halbe Million Kinder seit Ende des 2.Weltkriegs. Die Regierung Australiens hat sich jetzt entschuldigt, die Kirchen noch nicht!

Verbrechen durch die Kirche in Deutschland:
Erst ganz allmählich wird aufgearbeitet, was in den kirchlichen Heimen in den 50er-, 60er-, 70er-, und teilweise auch 80er-Jahren des 20. Jahrhunderts geschah.

Die Frankfurter Rundschau schreibt am 12.11.2009:
"Heimkinder mussten damals in den hessischen Horror-Häusern im Nachthemd stundenlang im zugigen Flur stehen, sich von einer Nonne in eine eiskalte Badewanne tunken oder vom Pfarrer nach einer harmlosen Beichte vergewaltigen lassen. Sie leiden bis heute. Ihre Leben sind weitgehend ruiniert!"

Die katholische Pax-Bank in Köln hat im März umgerechnet 158.867 Euro in Wertpapiere des US-Pharmaproduzenten Wyeth angelegt. Dieser stellt unter anderem Pillen zur Empfängnisverhütung her.
Dass eine Papst-Enzyklika die künstliche Kontrazeption ablehnt, erschien dem Geldhaus angesichts lockender Rendite nachrangig.

Auch sonst scheint der Pax-Bank, deren Anleger hauptsächlich kirchliche Institutionen oder einzelne Gemeinden sind, weltlicher Zins den Blick auf christliche Ethik zu trüben. So hat der Fonds im März 577.970 Euro in den Rüstungsriesen BAE Systems angelegt - er produziert Atom-U-Boote und Kampfflugzeuge.

Antworten Gast: Leser
18.11.2009 14:15
7 0

Re: Liebe Christen, bitte in den Spiegel schauen!

Sie versuchen nichts weiter als Verbrechen mit anderen Verbrechen zu rechtfertigen.
Billig und Feige!

Antworten Gast: Leser
18.11.2009 14:05
7 0

Re: Liebe Christen, bitte in den Spiegel schauen!

Ehrlich? Das mit den Investments?

Na das spricht doch FÜR die Kirche.
Die machen wenigstens etwas gegen die Überbevölkerung und zur Verteidigung des Wahren Glaubens....

Sie sollten sich beruhigen.
Soweit ich weiss wird ja auch das Geld das International an die Menschen im Gaza gehen sollte für Waffen verwendet. Und jetzt wollens mir aber nicht erklären, dass daran auch die Kirche Schuld trägt?
Die Lebensmittel werden von der HAMAS "gestohlen" und über Umwege und deren Handlangern TEUER an die Menschen verkauft.
Dazu habens wahrscheinlich keine Antwort ausser Ellenlange "Koran Zitate"!

Antworten Gast: Türkin.
18.11.2009 13:48
7 0

Re: Liebe Christen, bitte in den Spiegel schauen!

Ihre Argumente erinnern mich an Indonesien nach dem tragischen Unwettern mit vielen Toten.
Da stand auch ein "Imam" mit erhobenen Finger vor einer Gruppe von Frauen und Mädchen und hat gemeint:
"IHR Frauen seit Schuld weil ihr zuwenig gebetet habt!".

Ich habe noch niemals einen Ihres Schlages erlebt der nicht mit erhobenen Finger auf die Anderen zeigt (Wahrscheinlich stehen deshalb die Linken mit den Islamisten so gut?)!
Eigenverantwortung, Dialogbereitschaft, Einsicht. Also menschliches Verhalten sind Ihresgleichen unbekannt. Überheblichkeit steht Ihresgleichen besser weil Sie doch der Meinung sind, das nur ein Muslim ein "wirklicher Mensch" ist. Und ich betone Muslim. NICHT MUSLIMA!

Deshalb auch meine Frage die Sie natürlich NICHT beantwortet haben.
Ist Eitelkeit/Hochmut eine Totsünde?

Ophicus
18.11.2009 13:17
4 0

Re: Liebe Christen, bitte in den Spiegel schauen!

Sie werden heute kaum Christen finden, der solche Dinge mit theologischen Argumenten rechtfertigen will.
Natürlich war das nicht immer so, und man hat im Namen Christi auch eine ganze Menge Scheußlichkeiten angestellt (was man aber auch im Namen der Vernunft, der Brüderlichkeit, der Wissenschaft und sonstiger Schlagworte getan hat).

Beim Islam ist das anders. Da findet man auch heute noch eine ganze Menge Moslems, die diverse Scheußlichkeiten sehr wohl mit Verweis auf die Religion rechtfertigen wollen.
Und das ist ein entscheidender Punkt. Denn für die Beurteilung wie man hier und heute mit den Religionen umgeht ist es nunmal (vor allem) wichtig, wie sie hier und heute auftreten.

Bis zu einem gewissen Grad spielt es natürlich auch eine Rolle wie die Religion grundsätzlich zu beurteilen ist, da sich die Gegebenheiten ja auch wieder ändern können. Da ist dann ein Blick in die Vergangenheit sinnvoll und da tauchen dann auch die großen schwarzen Flecken auf der christlichen Weste auf.
Allerdings gibt es auch hier wesentliche Unterschiede. Von der Grundlage her ist das Christentum deutlich friedfertiger angelegt als der Islam. Wenn man die Biographien von Jesus und Mohamed vergleicht...

Antworten Gast: Kaktus
17.11.2009 23:43
9 0

Re: Lieber Moslem, bitte in den Spiegel schauen!

Noch nie hat sich ein offizieller Vertreter dieser isl. Religion auch nur für ein einziges Verbrechen entschuldigt, das im Namen seines Gottes begangen wurde und begangen wird.
Ganz offiziell werden kleine Mädchen von ihren Großvater-Ehemänner in einer Ehe vergewaltigt.
WO ist der empörte Aufschrei der mosl. Gemeinschaft?

Antworten Antworten Gast: Muslim
18.11.2009 12:18
0 5

Re: Re: Wenn sich die Kirche gebessert, warum gibt es dann diese Demonstrationen?

Es war möglicherweise die größte Demonstration für die Opfer der Kirche und gegen die Bagatellisierung der Verbrechen.

Aus Solidarität mit Tausenden von geschlagenen, missbrauchten und vergewaltigten Kindern durch katholische Priester und Erzieher nahmen bis zu 15.000 Menschen an einem Schweigemarsch durch die Straßen der irischen Hauptstadt Dublin teil.

(http://www.irishtimes.com/newspaper/breaking/2009/0610/breaking2.htm).

Bis heute gibt es noch kein Mahnmal für die Millionen Opfer der Kirche.

Doch das Bewusstsein der Menschen wird dafür zunehmend wach. Und immer mehr befolgen auch den Rat des Sehers Johannes, der lautet: "Tretet aus von ihr mein Volk, dass ihr nicht teilhabt an ihren Sünden und nichts empfangt von ihren Plagen" (Offenbarung 18, 3-4; )

MALSI
18.11.2009 14:09
2 0

Re: Re: Re: Wenn sich die Kirche gebessert, warum gibt es dann diese Demonstrationen?

Diese Demonstrationen zeigen sehr gut
wie man sich bei uns kritisch mit Dingen aus der Vergangenheit auseinandersetzt und damit demonstriert, dass man sie nicht gutheisst. Haben Sie jemals von Demonstrationen gegen die
zahlreichen Verbrechen des Islams
gehört? Es gibt sie nicht. Weil islamische Verbrechen mit der Schrift begründet werden, außerdem sind sowieso stets die anderen schuld. Selbstkritik, wie man
auch bei Ihnen sehr gut sehen kann:0
Dunkle Flecken gibt es in allen Gesellschaften. Der eigene Umgang damit zeigt den Unterschied zw. einer
Zivilisation und der Rückständigkeit und Ignoranz vieler (nicht aller) Muslime!

Antworten Antworten Gast: Muslim
18.11.2009 12:14
0 5

Re: Re: Wer von den Christen enschuldigt sich für die fehlgeschlagene Missionierung im Irak?

Bereits wenige Tage nach dem gewaltsamen Sturz des sunnitischen Moslems Saddam Husseins durch die überwiegend von Christen regierten USA verfrachteten westliche Bibelgesellschaften gleich Tausende von Bibeln ins Land, so dass man den Eindruck erhielt, die ersten Bibeln gehörten gar zum "Kriegsgepäck".

Doch die gefeierte "Befreiung" wurde zum Bumerang. Der Krieg und die nachfolgende Gewalt forderten Tausende von Opfern. Und Christen und Kirchenmitglieder fliehen mittlerweile zu Tausenden aus dem Irak...

1 0

Re: Re: Re: Wer von den Christen enschuldigt sich für die fehlgeschlagene Missionierung im Irak?

"Befreiung wurde zum Bumerang....."

Ja, das heißt doch, daß Schiiten und Sunniten sich nicht grün sind!
Sie nicht miteinander in Frieden leben können/wollen! Die Gegensätze sind nicht überbrückbar!
Solange Saddam sie mit extremer Repression unter seiner Fuchtel mit Hilfe des Geheimdienstes und der Armee hielt, war alles friedlich!!

Nach Saddams Sturz, begann Krieg gegeneinander und am schlimmsten gegen die Christen und andere Mitbürger!!

Die Amerikaner waren im guten Glauben gekommen, DEMOKRATIE zu bringen und dann wären a l l e glücklich, wie im Hollywood-Show-Film!
Leider ist es im wahren Leben nicht so!

Viele Menschen hätten gehofft, wäre Saddam weg, würde sich im Irak alles zum Guten wenden.
Man wußte im Westen *allgemein* nichts von der Unvereinbarkeit der beiden islamischen Hauptrichtungen. JETZT WISSEN WIR, es gibt KEINEN ISLAM, ES GIBT NUR SPLITTERGRUPPEN, die sich auf I S L A M und Koran beziehen, streiten oder sich blutig bekämpfen.

1 0

Re: Re: Re: Re: Wer von den Christen enschuldigt sich für die fehlgeschlagene Missionierung im Irak?

Nun, da fällt mir doch sofort noch Afghanistan ein!!
Das ist die nächste unmöglich zu erfüllende Aufgabe!
Wenn der Betrüger an der Spitze des Staates Wahlen fälscht, Korruption seit acht Jahren nicht bekämpft, seinem kriminellen Bruder nicht das Drogenhandwerk legt,......WAS SOLL AUS SO EINEM LAND WERDEN???
Auf keinen Fall ein STAAT!!!

Ich habe nichts zu entscheiden, nichts zu melden, a b e r eine MEINUNG!
RAUS aus diesem Unglücksland, das noch weit geistig-kulturell zurückliegt. Keine europäischen Soldaten, die Väter, Söhne, Freunde sind, dort für NICHTS und noch einmal NICHTS sterben zu lassen!
Es sind sicher schon Tausend und mehr!

Antworten Antworten Antworten Gast: Christin
18.11.2009 14:42
4 0

Re: Re: Re: Wer von den Christen enschuldigt sich für die fehlgeschlagene Missionierung im Irak?

Lieber Muslim,
Sie rennen mit Ihrer Anklage bei vielen christlichen Lesern offene Türen ein. Ich bin gläubig und trotzdem verneine ich nicht, dass meine Kirche eine ganze Menge an Unrecht verbrochen hat. ABER und jetzt kommt der springende Punkt: Wir Christen können unsere Religion aus einer kritischen Distanz beobachten, wir können uns eingestehen, dass es schwarze Flecken auf der Weste unserer Religion gibt. Und ja, wir finden es nicht in Ordnung, dass die kirchliche Würdenträger oft nur mit Mühe Worte der Entschuldigung finden. Viele von uns treten auch aus den genannten Gründen aus der Kirche aus. Ich kenne allerdings keinen gläubigen Muslim, der den Islam kritisch sieht und dessen negative Auswirkungen auf die Welt (Selbstmordattentäter, Unterdrückung christlicher Minderheiten, die ganzen Grauslichkeiten der Scharia...) anprangert oder deswegen sogar zum Atheist wird. Ist das jetzt etwas plausibler für Sie?

MALSI
18.11.2009 14:29
4 0

Re: Re: Re: Wer von den Christen enschuldigt sich für die fehlgeschlagene Missionierung im Irak?

Der sunnitische Muslim Saddam Hussein ist ein gutes Beispiel,Danke.
1) Krieg gegen den kleinen muslimischen Nachbarn Kuwait
2) Krieg gegen die eigene Bevölkerung (Mord, Terror, Unterdrückung, 5000 Kurden, vorwiegend Frauen und Kinder
mit Giftgas ermordet
3) Krieg gegen den muslimischen Iran
mit 1 Million(!) Toten.

Muslimische Gewalt gegen "Ungläubige", Christen und Juden ist
bekannt, weniger dafür die abscheulichen Gewalttaten wenn sich die Anhänger der vermeintlichen Religion des Friedens gegenseitig abschlachten... seit 1400 Jahren...

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Muslim
18.11.2009 15:09
0 1

Re: Re: Re: Re: Wer von den Christen enschuldigt sich für die fehlgeschlagene Missionierung im Irak?

Saddam, und div. andere arabische Länder, waren bzw. sind die treuesten Verbündeten Amerikas.

Saudi-Arabien wird von vielen Muslimen schon als Saudi-Amerika bezeichnet...

Saddam selber wurde von den Amerikanern jahrzehntelang gehätschelt, und dann auf den Iran gehetzt.

Mubarak, der Gewaltherrscher vom Euphrat, ist seit 1979 mit dem Sanktus der Amerikaner an der Macht.

Gäbe es heute wirklich freie Wahlen in Ägypten, müßten er und seine Familie das Land verlassen, weil dann die ganze Welt erfahren würde, wie er und seine Schergen das Land seit Jahrzehnten ausgeplündert und abgewirtschaftet haben.

Kein Wunder, daß die Amerikaner und ihre blutrünstigen Handlanger in den islamischen Ländern gehaßt werden...

4 0

Re: Re: Re: Re: Re: Wer von den Christen enschuldigt sich für die fehlgeschlagene Missionierung im Irak?

Sie übersehen bei Ihrer Schuldzuweisung dass sich Muslime bereits zu einer Zeit gegenseitig abschlachteten, als es noch gar keine Amerikaner gab. Schon unter dem dritten Kalifen kam es zum Schisma.

Vermutlich eine Intrige des Mossad.

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