Heiligenkreuz distanziert sich von Papstkritik

Stift wie Hochschule geloben Treue zu Franziskus.

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(c) Clemens Fabry

Wien. Wie kann es sein, dass sich eine katholische Hochschule, die sich mit dem Namen eines Papstes ziert, zum Papst bekennen muss? Nun, Heiligenkreuz ist in Erklärungsnot geraten. Grund: Einer der Lehrenden hat massive Kritik an Papst Franziskus geübt.

Gastprofessor Thomas Stark hat eine Stellungnahme unterzeichnet, in der dem Oberhaupt der Katholiken nicht mehr und nicht weniger als Häresie vorgeworfen wird. Ultrakonservative wollen nicht akzeptieren, dass das oberste Lehramt, der Papst, Geschiedenen, die staatlich neu geheiratet haben, in bestimmten Fällen den Empfang der Sakramente gestattet. Abt Maximilian Heim und Hochschulrektor Karl Wallner schreiben nun: „Wir stellen klar, dass die Hochschule Heiligenkreuz dem römischen Lehramt in allem aufs engste verbunden ist und wir es als unsere größte Ehre und erste Pflicht ansehen, dem jeweiligen Petrusnachfolger, das heißt unserem Heiligen Vater Papst Franziskus, die Treue zu halten.“ Sie distanzieren sich „entschieden“ davon, dass ein an der Hochschule zeitweise Wirkender die Kritik an Franziskus unterzeichnet hat. (d. n.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.10.2017)

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