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Dompfarrer: "Jeder Missbrauchsfall ist Gottesvergiftung"

01.04.2010 | 15:28 |   (DiePresse.com)

livechat Dompfarrer Anton Faber im Live-Chat zur Aufarbeitung der Missbrauchsfälle durch die Kirche, die Zukunft des Zölibats und die steigende Anzahl der Kirchenaustritte.

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  • 11:01  Anton Faber

    Am Beginn der heiligen drei Tage in der Karwoche freue ich mich, ein offenes Gespräch in der "Presse" zu führen.


  • 11:03  Heide

    Wie war das Feedback nach dem gestrigen Gottesdienst im Stephansdom?

    ANTWORT VON Anton Faber:
    Ein ganz positives Feedback gab es gestern nach dem Gottesdienst. Ein geschichtsträchtiges Zeichen der Kirche in all ihren Schattierungen, die Vergangenheit aufzuarbeiten und mit den hoffnungsvollen Blick in die Zukunft Missbrauch sicher besser zu verhindern.


  • 11:04  Walter 2000

    Kardinal Schönborn hat gestern im Stephansdom von Vertuschung gesprochen. Was hat die Kirche bisher gewusst, und was verheimlicht sie noch?

    ANTWORT VON Anton Faber:
    In der gesamten Gesellschaft sind solche Missbrauchsfälle in der Vergangenheit schlecht aufgearbeitet worden. Der Ruf der Kirche war manchen Verantwortlichen wichtiger als das konkrete Eingehen auf die Opfer. Die Perspektive der Opfer ist heute "State of the Art", wir sind hier eine lernende Kirche.


  • 11:06  Brunhilde

    Wie konnte es dazu kommen, dass pädophile Geistliche einfach nur versetzt wurden? War das die Vorgabe des Vatikan bzw. der österreichischen Kirche, oder nur die jeweilige Entscheidung Einzelner?

    ANTWORT VON Anton Faber:
    Es war leider der gesamtgesellschaftliche Stand, wie man mit solchen Missbräuchen umgeht. Das Geständnis, die Reue und die Bereitschaft zu einer Therapie waren oft genug. Dass das aber nicht genug ist, haben wir heute gelernt. Durch die Versetzung alleine wurde kein Problem gelöst und kein Täter geheilt, und den Ansprüchen der Opfer nicht wirklich gerecht. Heute wollen wir lernen und hoffen, Standards des Umgangs zu erzielen, die nicht nur für unseren kirchlichen Bereich gelten.


  • 11:09  Babsi1985

    Ich war gestern am Abend im Stephansdom beim Bußgottesdienst und mich haben die Worte unseres Kardinals sehr beeindruckt, besonders das Schuldbekenntnis, welches gemeinsam mit Veronika Prüller Jagenteufel gesprochen worden ist. Mir geht es aber auch in der letzten Zeit so, dass ich mich immer wieder frage, warum wird gerade die Kirche so an den "Pranger" gestellt in Sachen Missbrauchsfälle. Denn es gibt auch in anderen Bereichen, wie Familie, ... Missbrauchsfälle, die aber nicht so an die Medien gehen. Ich finde aber keine Antwort darauf im Moment, warum gerade die Kirche so an den Pranger gestellt wird? Ist das andere nicht genau so schlimm, wenn es in der Familie passiert?

    ANTWORT VON Anton Faber:
    Jeder Missbrauchsfall ist schrecklich und verabscheuungswürdig. Wenn es aber in der Kirche passiert, ist es noch einmal ärger, weil damit das religiöse Vertrauensverhältnis ins Gegenteil pervertiert wird. Die Menschen erwarten sich zu Recht von Männern und Frauen der Kirche einen höheren moralischen Maßstab als sogar in der Familie. Jeder Missbrauchsfall in der Kirche ist damit auch neben der persönlichen Betroffenheit eine "Gottesvergiftung".


  • 11:12  Elena

    Warum gibt es in der katholischen Kirche so viele Missbrauchsfälle, während man aus der evangelischen nichts dergleichen hört?

    ANTWORT VON Anton Faber:
    Es ist eine Tatsache, dass es in der katholischen Kirche mehr Missbrauchsfälle gibt. Leider gibt es auch in der evangelischen Kirche welche. Wir müssen uns sehr bemühen, dass aus einem Klima der Sexualtabuisierung und der Scheinheiligkeit ein ehrlicher Umgang mit der wunderbaren Gabe der leiblich-seelischen Begegnung von Menschen wird. Das heißt ein ehrliches Wahrnehmen der Realität der Sexualität und ein gediegenes Umgehen mit einer hoffentlich wachsenden Beziehungskultur.


  • 11:16  VizekönigPleitegeier

    Im Vorjahr war es der Fall mit den Pius-Brüdern und Weihbischof Wagner, heuer der Missbrauchsskandal - die Kirche taumelt von einem Fettnäpfchen ins nächste. Was läuft da falsch?

    ANTWORT VON Anton Faber:
    Es ist wie bei Tsunamis, solche Katastrophen brechen plötzlich über uns herein, und gutes Krisenmanagement schaut wirklich anders aus. Gleichzeitig erlebe ich die Kirche von Österreich in diesem Bereich als eine wirklich lernende. Die Pressekonferenz des Kardinals letztes Jahr und der damalige Rücktritt des Weihbischhofs haben vieles verbessert. Heuer war die Pressestunde des Kardinals, die Erklärung der Bischofskonferenz und der gestrige Bußgottesdienst klare Maßnahmen, die in die richtige Richtung weisen.


  • 11:19  Weiden

    Es ist doch eine Qual. Wie soll es möglich sein, einer solchen Institution noch zu vertrauen. Eine Institution, ein System, welches den Übergriff an Kindern in zahlreichen Fällen vertuscht hat. Wie kann man wieder ein Vertrauensverhältnis zu diesem System aufbauen? Ich finde darauf keine Antwort.

    ANTWORT VON Anton Faber:
    Ich grundsätzlich auch nicht. Ich weiß aber, dass tausende Eltern trotz solcher Fehler einzelner 100-prozentig in die Institution der katholischen Schulen und der Kirche vertrauen, weil sie wissen, dass Missbrauch nicht an der Tagesordnung steht, sondern nur in Einzelfällen passiert ist, wobei jeder einzelne Fall ein Fall zu viel ist. Die gute Arbeit der Pfarrgemeinden, ihrer Kinder- und Jugendgruppen und der so begehrten Plätze in den katholischen Kindergärten und Schulen sprechen für sich.


  • 11:20  Lucius

    Zum Fall Groër: Kardinal Schönborn hat den jetzigen Papst Benedikt XVI. verteidigt, der eine Untersuchung wollte, die aber vom damaligen Papst Johannes Paul II. verhindert worden ist. Wer wusste was?

    ANTWORT VON Anton Faber:
    Ich wusste nichts und bin sehr froh über die Äußerung des Kardinals, dass es natürlich auch im Vatikan verschiedene Parteien gibt, die mit einem Problem unterschiedlich umgehen wollen. Eine Aufarbeitung damals in Form einer Untersuchungskommission hätte sicherlich einiges besser lösen können.


  • 11:22  Babsi1985

    Es gibt ja heute Gespräche mit Frau Klasnic, die ja die unabhängige Opferbeauftragte wird, kann man hier schon genaueres sagen, wie es diesbzgl. weitergeht?

    ANTWORT VON Anton Faber:
    Kann ich nicht. Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass die so vertrauenswürdige Frau Klasnic ähnlich wie in den Fragen des Hospizes und der Entschädigungsfrage in anderen Fällen Lösungen präsentieren wird, die für die Opfer ein klarer Beitrag zur Wiedergutmachung sein werden. Sie wird heute und in den nächsten Tagen ihre diesbezüglichen Pläne präsentieren.


  • 11:24  bird72

    Was kann und was soll die Opferkommission unter Waltraud Klasnic klären?

    ANTWORT VON Anton Faber:
    Ich wünsche mir vor allem, dass die Perspektive der Opfer noch klarer gesehen wird. Was hilft wirklich den Opfern zu einer Heilung, zu einer Wiederherstellung ihrer körperlichen und psychischen Gesundheit. Das ist oft etwas anderes, als die zurecht erregte Öffentlichkeit sehen will. Es wird vor alem nicht um den an den Pranger gestellten Täter oder die Gesamtkirche gehen, sondern was nützt den Opfern.


  • 11:26  pauli

    Ich kenne LH Waltraud Klasnic schon sehr lange. Bezüglich der sozialen Kompetenz habe ich keine Zweifel. Warum wird Klasnic aber von Kardinal Schönborn vorgeschlagen? Für Kirchenferne kann dadurch von Anfang an mangelnde Objektivität und Abhängigkeit von der Kirche vorgeworden werden. Ich bin über diese Vorgangsweise zutiefst enttäuscht - obwohl VP-Funktionärin und derzeit von Mitglied der Röm.-kath. Kirche.

    ANTWORT VON Anton Faber:
    Manche Bedenken von Ihnen kann ich teilen, aber ich denke mir, dass vom Kardinal hier ein Entlastungsvorschlag durchaus angemessen war. Frau Klasnic wird diese Fragen durch ihre konsequente Arbeit sicherlich in den Hintergrund drängen. Ich hoffe, dass wir alle diese Arbeit der Opferbeauftragten nach ihren Resultaten beurteilen und nicht nach der Art und Weise ihrer Bestellung. Ich bin sehr froh, dass sie diesen Auftrag angenommen hat, und setze mein volles Vertrauen auf sie.


  • 11:29  Babsi1985

    Kardinal Schönborn hat in der Pressestunde gesagt, dass eine Steigerung bei den Kirchenaustritten eingetreten ist, was für uns als Kirche, aber auch für mich als engagierte Christin schmerzhaft ist. Wie will die Kirche hier entgegen wirken?

    ANTWORT VON Anton Faber:
    Wir alle wirken dem entgegen durch konsequente kirchliche Arbeit. Jetzt in den Kartagen - durch die Feier des Leidens, Sterbens und Auferstehens Christi aus der Kraft dieser hoffnungsvollen Auferstehung - werden wir sicherlich auch wieder leuchtender und wirksamer unseren Beitrag in die Gesellschaft leisten können. Das Aufarbeiten begangener Schuld, der ehrliche Umgang mit Opfern und Tätern, und die konsequente Prävention werden hier mit dem Gebet und der normalen kirchlichen Arbeit zusammen gehen müssen.


  • 11:31  Zangl

    Wie viele Kirchenaustritte gab es in ihrer Pfarre?

    ANTWORT VON Anton Faber:
    Das weiß ich leider noch nicht. Ich erhalte diese Meldungen erst mit einiger Verspätung. Gott sei Dank habe ich gestern einen Kirchenwiedereintritt gehabt, so wie ich jedes Jahr an die 50 Wiedereintritte habe. Bisher haben sich bei mir in der Pfarre die Austrittszahlen unterhalb der Taufen und Wiedereintritte gehalten. Ich lade jeden gerne ein, über seinen Ärger hinaus wieder ins Gespräch mit der Kirche zu kommen. So wie wir gestern es im Dom gefeiert haben, ist Auftreten besser als Austreten.


  • 11:35  Ernstl Straser

    Wären die Missbrauchsfälle ohne Zölibat auch gewesen? Ist das Zölibat zeitgemäß?

    ANTWORT VON Anton Faber:
    Die meisten Missbrauchsfälle in der Gesellschaft gibt es im Rahmen der Familie von durchaus verheirateten Vätern von Kindern. Das ist Tatsache. Gleichzeitig ist natürlich die zölibatäre Lebensform nicht für jeden die beste Form, sich mit seiner Sexualität ehrlich auseinander zu setzen. Wir müssen als Kirche ehrlich wahrnehmen, dass sich auch die absolute Mehrheit der Katholiken eine Freigabe der Wahl der Lebensform für Priester wünscht. Gleichzeitig kenne ich genügend Priester, die die ehelose Lebensform als Gelegenheit nützen wirklich frei für die Menschen und für Gott zu sein. Das sind vielleicht nur wenige, aber ich kenne auch nur sehr wenig vorbildliche Ehepaare. Da ist das hohe Ideal der Ehe genauso wie das hohe Ideal der Ehelosigkeit nicht immer vollkommen zu erreichen.


  • 11:37  Walter 2000

    Wie geht es Ihnen mit dem Zölibat?

    ANTWORT VON Anton Faber:
    Für mich ist der Zölibat keine Last. Ich habe mich fünf Jahre auf diese frei gewählte Lebensform vorbereitet und mich dann entschieden. Es gibt sicher Momente, wo man auch die Last einer Entscheidung tragen muss. Aber im Gegensatz zu jedem Ehemann und Vater habe ich in diesem Punkt vor allem nur für mich selbst Verantwortung zu tragen und muss nicht das Wohl meiner Frau und meiner Kinder mitbedenken. Für mich ist es auch eine große Freiheit.


  • 11:40  lippenbekenner

    Namaste. Im Zusammenhang mit dem auf orf.at veröffentlichten Zitat :""Wir, Gottes Volk, seine Kirche, tragen miteinander an dieser Schuld", lautete die Kernbotschaft des Schuldbekenntnisses, das Schönborn gemeinsam mit der Theologin und Publizistin Veronika Jagenteufel vortrug." Erhebt sich die Frage weshalb nicht klar ausgesprochen wird, dass diese Schuld nicht bei Gottes Volk sondern überwiegend im Klerus und den Vertretern der Amtskirche zu suchen ist. Oder ist damit etwa gemeint, dass die Sexualisierung der Gesellschaft ausgelöst durch die 68-er Bewegung mitverantwortlich für die Missetaten sei?

    ANTWORT VON Anton Faber:
    Wir alle sind Kirche. Jeder einzelne trägt Mitverantwortung für alles Geschehen in der Kirche. Nicht in schuldhafter Weise, dass ich verantwortlich bin für die Sünden der anderen, aber die Last der Sündenfolgen muss von allen getragen werden. Meine Einschätzung der Bedeutung der 1968er-Generation ist da eine etwas andere.


  • 11:43  Lucius

    Was sagen Sie jemandem, der von einem Priester missbraucht worden ist?

    ANTWORT VON Anton Faber:
    Zuerst einmal gar nichts, sondern ich höre ihm zu. Jedes Wort der Erklärung ist eines zu viel. Der liebe Gott hat uns zwei Ohren gegeben und einen Mund, ein Hinweis, dass das Hinhören gerade in so einem Fall hundertmal wichtiger ist als das Sprechen. Erst nach langem Zuhören und viel Empathie kann ich ihn vielleicht ermutigen, professionelle Hilfe über die Ombudsstelle der Kirche in Anspruch zu nehmen.


  • 11:46  Babsi1985

    Was mich auch traurig macht ist, dass in den Medien, mehr negative Schlagzeilen gibt bzw. mehr darüber berichtet wird, was falsch läuft, als was eigentlich positiv und gut läuft. Es gibt so viele erwähnenswerte Sachen, wie eine Arbeit von P. Georg Sporschill oder über einen Erwin Kräutler,... Warum wird nicht auch von solchen Sachen öfters in Zeitungen, Medien berichtet, weil ich denke, dann würde auch von Kirche (also auch wir, weil wir sind ja Kirche ) ein anderes Bild vermittelt werden und viele Leute würden sich das mit dem resignieren der Kirche vielleicht doch nochmal überlegen? Muss man sich nicht hier auch etwas überlegen bzw. darüber nachdenken, wie es weitergeht?

    ANTWORT VON Anton Faber:
    Ich bin sehr dankbar über das wahnsinnig viel Gute, das in den Medien sehr wohl über die Arbeit in der Kirche berichtet wird. Dort wo Fehler passieren, müssen sie gebrandmarkt werden. So schmerzlich auch jeder Bericht über Missbrauch ist, wie viel schmerzlicher war es für die Opfer, wenn solch eine Tat passiert ist. Für mich ist jeder Medienbericht auch eine Form der Sehnsucht nach einer vertrauenswürdigeren Kirche. Und jeder geklärte Missbrauch ist ein Anstoß für eine Reinigung und Erneuerung der Kirche.


  • 11:48  Cymry

    Warum bekennen sich Unschuldige für schuldig? Warum werden die wirklich Schuldigen nicht zur Verantwortung gezogen? Warum lasst Ihr Euch in einen Topf mit denjenigen werfen, die diese Taten tatsächlich begangen haben?

    ANTWORT VON Anton Faber:
    Wir alle tragen an der Schuld einzelner in der Kirche, weil wir alle sind Kirche. Das ist gestern abends im Gottesdienst sehr klar herausgekommen. Wir sitzen da alle in einem Boot und wollen nicht aussteigen. Gleichzeitig müssen die Täter mit ihren Taten benannt werden und die Opfer zum Sprechen ermutigt werden. Das geschieht in dieser Krisenzeit der Kirche Gott sei Dank immer besser.


  • 11:51  Divers

    Wie erklären Sie sich, dass - zumindest nach meiner Wahrnehmung - die Missbrauchsopfer alle männlichen Geschlechts sind?

    ANTWORT VON Anton Faber:
    Das widerspricht meiner Wahrnehmung und dem mir bekannten Stand der Forschung. Was mich persönlich besonders betrifft, dass fast alle Missbrauchstäter einmal in ihrer Kindheit und Jugend selber Opfer waren.


  • 11:51  figl

    Kennen Sie persönlich Täter? Was würden Sie einem Ihrer Kollegen sagen, der Missbrauch begangen hat?

    ANTWORT VON Anton Faber:
    Was ich jedem Sünder zu sagen versuche. "Erkenne deine Schuld, bereue deine Tat und versuche, es wieder gut zu machen." Dass das bei Missbrauchsfällen von Kindern, Jugendlichen und im geistlichen Autoritätsverhältnis Stehenden nicht so leicht geht, ist auch eine Tatsache. Wir haben in der Kirche inzwischen den klaren Standard, dass ich nach Bekanntwerden solcher Taten die Ombudsstelle und den kirchlichen Vorgesetzten zu informieren habe.


  • 11:54  gabipressechat

    Was bedeutet die Aussage "Ich bin wütend, Gott" für Sie?

    ANTWORT VON Anton Faber:
    Ich bin empört über jeden Fall von Missbrauch der an mein Herz gelangt. Ich verstehe es nicht, dass Gott es zulässt, dass ihm geweihte Männer und Frauen ihre Macht sexuell missbrauchen und dass ihnen so vertrauensvoll ergebene Kinder und Jugendliche darunter zu leiden haben. Da kann ich nicht ruhig beten und schlafen, sondern kann mit den Worten der Psalmen auch klagen und fluchen und meine Wut vor Gott aussprechen.


  • 11:56  pchris93

    Zölibat hin oder her. Pädophil waren die meisten ja wahrscheinlich schon vorher. Ist es so schwer solche Neigungen schon im Priesterseminar zu erkennen und diejenigen dann auch nicht zur Weihe zuzulassen? Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Mensch, der den ganzen Tag auf Gott ausrichtet, öfters auch den Rosenkranz betet und auch regelmäßig beichtet eine so schwere Sünde begehen kann. Würden sie, als Beichtvater, einem Kinderschänder die Absolution erteilen, wenn er sich nicht der Polizei stellen will?

    ANTWORT VON Anton Faber:
    Das Screening im Priesterseminar ist in dieser Hinsicht schon recht gut verbessert worden, ist aber sicherlich immer noch optimierbar. Absolution gibt es in der Beichte nur mit dem Willen zur Besserung und zur Wiedergutmachung.


  • 11:57  Pflanze

    Wie wollen Sie dem Unmut in der Bevölkerung über die Erz-Konservative-Haltung der katholischen Kirche entgegentreten? Beharren auf vergangenen Werten oder Öffnung für Neues, Schritt ins neue Jahrtausend?

    ANTWORT VON Anton Faber:
    Der gestrige Gottesdienst und die neuen Maßnahmen in der Kirche von Österreich lassen mich hoffen, dass auch Menschen mit kritischer Haltung sich in der Kirche wieder zuhause wissen können. Die Seelsorge am Stephansdom mit dem verschiedensten Initiativen der letzten Jahre hat hier auch eine klare Sprache gesprochen, die von vielen Menschen auch honoriert wird.


  • 11:59  Pflanze

    Themenwechsel: Ist der Kirchenbeitrag in der jetzigen Form überhaupt noch zeitgemäß? Wäre eine freiwillige Abgabe der Katholiken nicht angemessener?

    ANTWORT VON Anton Faber:
    Ich bin sehr froh über den verbindlichen Kirchenbeitrag, weil er eine konsequente und nachhaltige Arbeit der Kirche in den verschiedensten Lebensbereichen sichert. Ohne diesen erwartbaren Kirchenbeitrag nur auf die Freiwilligkeit von Spenden angewiesen wäre vieles Gute in der Kirche von Österreich nicht möglich.


  • 12:00  Anaximander

    Ich denke, die Problematik liegt auch in den sehr autonomen Pfarren. Damit sind wir in der "Personal"führungsproblematik durch die Bischöfe bzw. Dechanten. Das Verständnis von Führen und Leiten ist sehr anders als in Profit und Nonprofitorganisationen. Müsste man nicht auch im Führungsverständis (Bischöfe, Dechanten) und in der Führungskompetenz wesentliche Änderungen vornehmen?

    ANTWORT VON Anton Faber:
    Das hat für und wider, ich bin sehr froh dass ich als Pfarrer mit meinen MitarbeiterInnen sehr eigenständig agieren kann. Gleichzeitig fühle ich mich einer Diözese wie in Wien gut aufgehoben.


  • 12:03  Enzian

    Wie wollen Sie Ihre Schäfchen zurückholen?

    ANTWORT VON Anton Faber:
    Die Türen des Stephansdoms stehen für jeden offen, der bereit ist an der Erneuerung der Kirche mitzuarbeiten, da ist viel Platz, nicht nur in den ersten Reihen, sondern auch in den Seitenschiffen und auf Nischenplätzen. Man muss nicht hundertprozentig mit allem übereinstimmen, was unser Anspruch ist, da hätte auch ich nicht immer einen Platz in der Kirche. Im Blick auf die Apostel bin ich sehr gelassen, dass nur vollkommene Menschen an der Seite von Jesus Platz haben. Da gibt es die Bandbreite von einem Petrus, der Jesus verleugnet, und Jüngern, die sich um die ersten Plätze streiten, bis hin zu denen, die das Wichtigste verschlafen. Also hat jeder einen Platz in der Kirche.


  • 12:04  DiePresse.com.Moderator

    Im Name der "DiePresse.com"-Redaktion danke ich Dompfarrer Toni Faber und den Usern für die spannende Diskussion!


  •   Anton Faber

    Ich wünsche allen "Presse"-Lesern eine intensive Feier des Karfreitags, aber noch mehr einen hoffnungsvollen Blick auf Ostern.

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532 Kommentare
 
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Antworten Antworten Gast: Gast
01.04.2010 11:48
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Re: Re: Ist Schönborn wirklich der richtige Mann für Wien?

Ich erwarte mir von Schönborn, daß er es gefälligst unterlässt die ganze Kirche in Geiselhaft zu nehmen, wegen der schwarzen Schafe und nicht so tut als wäre der Knabenmissbrauch ein spezifisches der Kirche zuzuordnendes Übel. Hat sich die Literaturwelt und die Avantgarde schon gemeldet, eine Geste oder eine Entschuldigung der Applaudierer bei der Preisverleihung von Urs Allemann, anlässlich der Ehrung mit dem Bachmannpreis für sein "Babyficker" Ist das nicht voll anerkannt worden, von den kunstbeflissenen Imntellektuellen, hat etwa Schönborn da protestiert? Fällt hier niemand was auf?

Antworten Gast: Gast
01.04.2010 04:18
1 2

Re: Ist Schönborn wirklich der richtige Mann für Wien?

Mir geht es wie Vera Weiß, neben echtem Mitgefühl und der Verantwortung die für Missbrauch übernommen werden muss, ist der übertriebene Weihrauch wie ein Zeichen dieser heuchlerischen Schwülstigkeit die Echtes mit Verlogenem mischt. Echt weil der Weihrauch ein passendes Symbol der Busse und Reinigung ist , verlogen aber in seiner schwadenhaften Menge.

Antworten Gast: Dheus solos mortem me ludicare!
01.04.2010 01:10
1 0

Mit ihrer subjektiven meinung liegen sie falsch, dankeschön!

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man REIFE!

Gast: Uns hilft kein Gott unsere Welt zu erhalten
31.03.2010 23:01
0 0

Eine schmerzliche Wahrheit ist besser als eine Lüge

Wir sollten niemals aus den Augen verlieren, dass der Weg zur Tyrannei mit der Zerstörung der Wahrheit beginnt!
http://www.youtube.com/watch?v=_1hdPNIIZGE

Antworten Gast: meine ehre heißt, naja sie wissen schon!
01.04.2010 00:52
0 0

Re: Eine schmerzliche Wahrheit ist besser als eine Lüge

Errare humanum est, u. sie ihren sich gerade!

Gast: Michi Austria
31.03.2010 22:50
0 3

Mir geht's heute nicht gut! Vote for fischer!

Unangenehme Fragen kamen nicht zu Schüller durch:
1) Warum bezahlt der ORF Neonazis???

Mag sein, daß es auch bei anderen Sendern üblich ist sozial schwache Protagonisten zu entschädigen, aber ARD oder ZDF bezahlen ganz sicher keine Neonazis

2) Warum hat "Ed" Moschitz Strache auf der FPÖ-Veranstaltung PERSÖNLICH auf Rechtsradikale aufmerksam gemacht ("Was sagen sie zu den vielen Rechtsradikalen"), und auf die Skinheads angesprochen ("Haben sie die 2 Skinheads gesehen"?).

Wenn es eine reine Reportage aus dem unteren sozialen Millieu gewesen wäre, hätte sich der Redakteur raushalten, und es den Protagonisten selbst überlassen müssen Strache anzusprechen.

3) Warum führte "Ed" Moschitz die Protagonisten 50km (!!!) zur FPÖ-Veranstaltung?

Der Konnex zur FPÖ ist im wahrsten Sinne "weit hergeholt". Wo doch die Protagonisten Strache langweilig und viel zu "milde" finden.

4) Warum betitelt "Ed" Moschitz die Reportage "Am rechten Rand"?

Ist "rechts" per se in negativem Kontext zu sehen? Sind Neonazis automatisch rechts?

Antworten Gast: beaumont
31.03.2010 23:55
0 0

Re: Mir geht's heute nicht gut! Vote for fischer!

Die letzte Frage muß ungekehrt lauten, ist man wenn man sich als "rechts" bezeichnet automatisch ein Neonazi?

Antworten Antworten Gast: beau sagen die frauen
01.04.2010 00:49
0 0

Re: Re: Mir geht's heute nicht gut! Vote for fischer!

Wußten sie das charlie chaplin, bei einem charlie chaplin look a like wettbewerb mitgemacht hat u.nur zweiter geworden ist, irre oder?
Und nun zu ihrer frage, antwort- Nein!

Re: Re: Re: Mir geht's heute nicht gut! Vote for fischer!

Wußte ich nicht! ;-)
Ich bin ganz der Meinung des Kommentarschreibers und wollte durch das Umdrehen seiner Frage die Absurdität der automatischen Assoziation "rechts = Neonazi" deutlicher zeigen.
Die Antwort war mir schon vorher klar.

Gast: machmuss verschiebnix
31.03.2010 22:41
2 3

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Jetzt kommt Ostern und alles wird wieder gut!
Ein resches urbi&orbi und der Klerus gibt wieder Gas. Die paar unbedeutenden Missbrauchsfälle sind allesamt verjährt und kratzen nicht. Über die Kohle etc. feilschen wir noch solange herum, bis die Stimmung im Kirchenvolk kippt und die lästigen Missbrauchsopfer gemäß Mehrheitsmeinung eher dem Scheiterhaufen überantwortet werden sollen als eine Entschädigung zu erhalten. das kommt sicher spätestens im Sommer. Dann ist der Weg wieder frei auf dem Highway to haven.
Wird halt die Jesussteuer erhöht, wenns Austritte gibt, und die meiste Kohle für Gott kriegt die RKK sowieso direkt vom Staat. Ist wie bei der Steinkohle im Ruhrpott: Wenns sie keiner mehr braucht steigen die Subventionen. So ists auch bei Gott; den braucht auch nur mehr die RKK, weil sie verschlafen hat wie der Billa oder der Spar umzurüsten auf die hippe Wohlstandsgesellschaft. Da ist kein Platz mehr für den Jesus-Voodoo. Also : Tschüss mit Ü!!

Was soll das?

Schon wieder wird versucht Österreichern eine Kollektivschuld überzustülpen. Diesmal von Kardinal Schönborn, der die Schuld auf die Kirche (und das sind auch wir Laien) verteilt. Ich rate dringend, den obskuren Verein "wir sind Kirche", der sich in den Vordergrund drängt und den Haupteil der Bedenkenträger stellt (auch in politischen Dingen mit dabei) außen vor zu lassen. Sollte es tasächlich zu Zahlungen kommen,dann nicht mit meinem Kirchenbeitrag.

Antworten Gast: Österreicher
31.03.2010 22:22
0 3

Also Trommler, wahrscheinlich ....

sagst Du ähnliches auch, wenn von den Verbrechen der Nazizeit die Rede ist.
Es geht und ging nicht um Kollektivschuld, sondern um die Verbrechen einer überraschend großen Anzahl von Ordensbrüdern und Geistlichen, welche im Biotop der Vertuschung und der Doppelmoral der Katholischen Kirche möglich wurde.
Schönborn zahlt gewissermaßen die Rechnung für Wojtiyla, Ratzinger und einige andere, welche die Vertuschungspoliitik und Heuchelei der "Santa Iglesia" perfektioniert haben, und da geht es nicht um Österreich allein und sondern um die Katholische Kirche im Allgemeinen. Aber einer wie Du begreift das natürlich nicht. Na ja, geh zu Deinem Strache .....

Re: Also Trommler, wahrscheinlich ....

Deine angeblich große Zahl ist eine Zahl hinter der Kommastelle.

Antworten Antworten Gast: y.s.o.a.b.
01.04.2010 00:28
0 0

Re: Also Trommler, wahrscheinlich ....

Da muss ich mich jetzt einmischen.
Was hat der Strache hier zu suchen???
Wäre genauso irre, wenn jemand über das Ozonloch spricht und Du meinen würdest:
Geh zu deinem Stalin.

Du bist ja geisteskrank!


Redaktion: wo bleiben meine Entgegnungen?


Antworten Antworten Antworten Gast: Ja, ja moment kommt schon!
01.04.2010 00:46
0 1

Re: Redaktion: wo bleiben meine Entgegnungen?

Die axiomatischen Beschreibungen der Quantenfeldtheorie basieren auf dem Heisenberg-Bild der Quantenmechanik, in dem die Zustände als raumzeitunabhängig betrachtet werden, während die Operatoren raumzeitabhängig sind. Die Quantenfelder werden also als raumzeitabhängige Feldoperatoren beschrieben.

Schon früh wurden hierbei zwei Probleme deutlich. Ein Feld kann Singularitäten besitzen, so dass eine Beschreibung als operatorwertige Funktion nicht angemessen ist. Außerdem ist die Wirkung der Feldoperatoren nicht auf allen Zuständen definiert.

Das erste Problem lässt sich lösen, indem die Feldoperatoren als operatorwertige Distributionen aufgefasst werden. Distributionen sind allgemeinere Objekte als Funktionen, die insbesondere eine einfache Behandlung von Singularitäten ermöglichen. Ein Distributionsraum ist immer zu einem zugehörigen Funktionsraum, dem sogenannten Testfunktionenraum definiert, und bildet jede Testfunktion auf eine Zahl ab. In der Quantenfeldtheorie werden schnell abfallende Funktionen von Raum und Zeit als Testfunktionen gewählt.

Zur Lösung des zweiten Problems wird angenommen, dass die Feldoperatoren auf einer dichten Teilmenge des Hilbertraums definiert sind. Die Operatoren werden dann als dicht definiert bezeichnet. Diese Eigenschaft reicht, um viele physikalisch wichtige Erwartungswerte genähert berechnen zu können.

Die erste axiomatische Beschreibung von Quantenfeldtheorien, die diese Aspekte beinhaltete, wurde von Lars Gårding und Arthur Strong Wightman in Form der Gårding-Wightman-Axiome entwickelt

Re: DIe typische Antwort

Es ist immer wieder dasselbe mit Linken, Gutmenschen und änhlichen dieser Sorte "Pack die Nazikeule aus", das ist die einzige Methode, die sie haben um nicht genehme Meinungen sofort niederzuknüppeln. Doch ehrlich gestanden: Mir ist das egal!

Antworten Antworten Antworten Gast: CS
01.04.2010 08:53
0 0

Re: Re: DIe typische Antwort

Lieber Trommler,
hör auf zu raunzen, die Nazikeule hast du schon selbst ausgegraben mit deinem "Wir armen Permanentopfer kriegen schon wieder die Kollektivschuld übergestülpt"-Gelulle. Ist es so schwer zu verstehen, dass wenn einer ein Verbrechen begeht, ein Verbrecher ist, auch wenn wer "einer von uns" ist/war? Du brauchst weder deinen Opa noch deinen Pfarrer zu verteidigen, wenn sie was verbrochen haben. Du bist nicht mit schuld(!!!), außer du deckst und vertuschst etwas, dann sehr wohl.

Re: Also Trommler, wahrscheinlich ....

was ist eine überraschend große Anzahl? Kann man sie benennen? Man vermischt hier Äpfel mit Birnen und läßt die vor 50 Jahren zum Standard gehörige Erziehungmethoden (gesunde Watschen) in den Skandal miteinfließen. So gesehen könnte ich wahrscheinlich auch meine ehemaligen Lehrer (nicht kirchliche) mit einbeziehen. Habe denen aber nie was nachgetragen.

Gast: genau lesen
31.03.2010 20:45
0 0

Reue-Wording

was will uns der Kardinal sagen? wenn er wiederholt sagt: "EINIGE VON UNS" haben ...getan

und nicht sagt: "VIELEN VON UNS" wurde durch "Priester und Ordensleute"...angetan bzw. durch kirchliche Strukturen

kann er den Opfern gerecht werden, wenn er so prominent (jeweils am Satzanfang und mit dem Zusatz "von uns") zur Solidarisierung mit den Tätern (d.h. unseren christlichen Brüdern) erinnert?

Gast: Im Hinblick
31.03.2010 20:19
0 0

Und wer soll da heute Buße tun? Die Missbrauchsopfer?

Ich glaube die Welt steht nicht mehr lange, wenn wir nicht baldigst so handeln, wie wir denken!
Normal sollten da heute die Täter Buße tun und wenn sie alle in der Kirche sind, zusperrren und den Schlüssel wegwerfen!

Gast: Zyniker
31.03.2010 19:44
1 5

@ Schönborn: Chance für Wandel der Kirche





ob ein Wandel auch für den Umgang mit gleichgeschlechtlich Liebenden gelten soll…





Gast: Christian
31.03.2010 19:04
2 3

Herr Schörnborn, Chance hin und Chance her....

...dass geht mir persönlich am Ar... vorbei -
Ich möchte die Täter vor Gericht sehen und die Opfer sollen sich so weit wie möglich von Kirchenvertretern fern halten! Schämen Sie sich!
Sie vertreten eine Organisation wo offensichtlich der Kindesmissbrauch eine Art tägliches Brot war!
Was mich zusätzlich noch mehr verwundert ist die Zurückhaltung der Justiz, wenn es um kirchlichen Kindesmissbrauch geht, gibt´s da jetzt auch schon einen Unterschied? Mich wundert in Österreich seit Monaten nichts mehr!
Ein grossen Bonus bei der Justiz in Österreich dürften Millionengauner und kirchliche Kinderschänder haben - UNGLAUBLICH!

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Sie irren Bruder Christian

Niemandes Klause ist fuer die Medien und den Staatsanwalt tabu. Siehe Groer und das Gelabe der Gazetten ...

Ja, es gibt eine Ausnahmem, eine schreckliche fuer alle Laender, den heimischen Herd, Familie, Gemeinschaft .. Millionen nicht gemeldete vergewaltigungen und Unterdrueckung bei uns, im Islam teil dessen Norm was die Frauen betrifft ...

Re: Sie irren Bruder Christian

Sie haben recht aber es sollte Sie nicht stören wenn Sie es von einer hasserfüllten Meute nicht bekommen.


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Klare Worte

"Entschuldigung für das Versagen der Kirche"
"Man muss das Verbrechen deutlich beim Namen nennen"
"Chance für einen Gestaltwandel"
"Strafe für Täter"
"Sie haben sich vergangen an hilflosen Kindern, die ihrer Obhut anvertraut waren."
"Es gilt dabei aber auch einzugestehen, dass es in der Kirche selbst im Umgang mit Opfern und Tätern Fehler gegeben hat."
Danke!

eigentlich

überraschend diese worte....jetzt brauch ma nur mehr schauen, ob das in taten umgesetzt wird, oder pbs nur darum geht, beruhigung in die sache zu bringen.

denn ehrlich, ich erwarte mir keine derartige 180° umkehr von einem, der allen ernstes in der welt herumreist und sagt, wissenschaft ist alles blödsinn, darwin hat gelogen, es gibt keine entwicklung der lebewesen, dinos haben mit menschen zusammen geebt usw. und gott hat die welt in 6 tagen erschaffen....und mensch und primaten haben trotz gemeinsamer >90% dna nichts gemeinsam.

da bin ich noch vorsichtig, was die glaubwürdigkeit seiner worte bezüglich umsetzung belangt.

er wird taten setzen müssen, denn die die seit jahrzehnten es verschwiegen und verleugnet haben, werden sich nicht plötzlich deswegen stellen.

"Chance für einen Gestaltwandel"

i wish you good luck, sir.

Gast: Karl
31.03.2010 18:35
2 5

Kirche Unnötig

Also der Kirche würde ich keinen Cent geben den scheiss was die Erzählen ist eine Interpretation der Geschichte und die wierd so erzählt das sie gut dastehen von der Kirche. Ist eine Schnorrer Vereinigung erster Klasse im Namen des Glaubens weil die Menschen so was Glauben ist eigentlich schon Wahnsinn.

Wandel der Kirche

Mit Wandel der Kirche mein Kardinal Schönborn hoffentlich mehr nach dem Evangelium zu leben. Mehr Liebe zu unsern Herrn. Mehr Gebet. Öfters mal nen Rosenkranz. ÖFTER BEICHTEN (nicht nur die Gläubigen auch die Kleriker)!!!
Wenn man den ganzen Tag auf Gott ausrichtet und die oben genannten Punkte umsetzt ist das die GRÖSSTE und WIRKUNGSVOLLSTE Reform die es nur geben kann. Dann werden solche Verbrechen auch nicht mehr passieren.

Re: Wandel der Kirche

natürlich: meint
und ... auch nicht mehr geschehen.
sorry, zu früh abgeschickt :)

Der Mann beherrscht die Schönrederei!

Dieser Urzustand im kirchlichen Bereich als Männerdomäne ist einfach nichts anderes als permanent zu bezeichnen.

Keine Momenterscheinung, keine Ausnahme einfach immerdar und auch im Augenblick gültig.

Die Abwehr ernst und konsequent besteht nicht aus Ermahnungen, sonden aus redlichem Handeln.

Kann man wegen Personalmangel nicht alle Täter zur Hölle schicken, wäre ein vier oder sechs Augenprinzip einzuführen.

Halt - versteht "einfürhren" nicht lüstern und falsch, ihr geilen Böcke.

Der Mann beherrscht die Schönrederei!

Dieser Urzustand im kirchlichen Bereich als Männerdomäne ist einfach nichts anderes als permanent zu bezeichnen.

Keine Momenterscheinung, keine Ausnahme einfach immerdar und auch im Augenblick gültig.

Die Abwehr ernst und konsequent besteht nicht aus Ermahnungen, sonden aus redlichem Handeln.

Kann man wegen Personalmangel nicht alle Täter zur Hölle schicken, wäre ein vier oder sechs Augenprinzip einzuführen.

Halt - versteht "einfürhren" nicht lüstern und falsch, ihr geilen Böcke.

Aha,

da haben wir es wieder:
" Zugleich müsse der Priester aufgefordert werden, sich der Justiz zu stellen."

Wenn Herr Schönborn zum Beispiel weiß, dass sein Nachbar die Tochter misshandelt, fordert er ihn dann auch auf, sich der Justiz zu stellen bzw. wartet er ab, ob eine "familieninterne" Regelung erfolgt?

Ich würde in diesem Fall die Polizei informieren, aber ich bin kein Christ. Für diese gelten offenbar andere moralische Maßstäbe, wie sich immer deutlicher zeigt.

Gast: Ösi
31.03.2010 17:25
1 4

Jetzt kommt Ostern und alles wird wieder gut!

Ein resches urbi&orbi und der Klerus gibt wieder Gas. Die paar unbedeutenden Missbrauchsfälle sind allesamt verjährt und kratzen nicht. Über die Kohle etc. feilschen wir noch solange herum, bis die Stimmung im Kirchenvolk kippt und die lästigen Missbrauchsopfer gemäß Mehrheitsmeinung eher dem Scheiterhaufen überantwortet werden sollen als eine Entschädigung zu erhalten. das kommt sicher spätestens im Sommer. Dann ist der Weg wieder frei auf dem Highway to haven.
Wird halt die Jesussteuer erhöht, wenns Austritte gibt, und die meiste Kohle für Gott kriegt die RKK sowieso direkt vom Staat. Ist wie bei der Steinkohle im Ruhrpott: Wenns sie keiner mehr braucht steigen die Subventionen. So ists auch bei Gott; den braucht auch nur mehr die RKK, weil sie verschlafen hat wie der Billa oder der Spar umzurüsten auf die hippe Wohlstandsgesellschaft. Da ist kein Platz mehr für den Jesus-Voodoo. Also : Tschüss mit Ü!!

Eine Firma die ihre Ware schändet sollte aufgelöst werden.

Es kommen im Wesen geschädigte Menschen aus den Erziehungsanstalten, mit dem schielenden Blick nach dem Erlöser oder der Weitergabe der erworbenen Sexualität.


3 3

Die Kirche in ihrer Gesamtheit

kann diese Schwachstellen beseitigen. Wir müssen als Gläubige eisern zusammenhalten und dürfen nicht austreten. Wir sind der Corpus Christi, der niemals überwunden werden kann. Haltet bitte durch, im Namen unseres Erlösers, Jesus Christus.
Bedenkt, durch Euren Austritt, kann die Kirche ihren religiös-sozialen Verpflichtungen nicht nachkommen; durch Euren Rücktritt werden zigtausende Menschen nicht nur im Sinne unseres Glaubens nicht erzogen werden können, sondern auch um ihr Leben kommen. Wartet die nächsten Jahre ab, denn unsere derzeitige Kirchenleitung hat es mehr als verdient, dass ihr Vertrauen entgegengebracht wird. Sie werden sehen, dass die Kirche immer reformiert werden kann und sich ständig weiter entwickelt.

Antworten Gast: naturgarten
31.03.2010 22:11
0 1

Re: Die Kirche in ihrer Gesamtheit

Ach ja, für Sie habe ich noch etwas als "Gute Nachtgeschichte":
Im Vergleich zu den meisten seiner Vorgaenger
ist sogar Herr Ratzinger ein Heiliger, und das will was heissen. Kaum eine Rolle der Menschheitsgeschichte wurde von so vielen verlogenen, betruegerischen, moerderischen, verhurten, inzestioesen, wahnsinnigen und sonstwie dem Abschaum der Menschheit zurechenbaren Figuren bekleidet, wie das Amt des Papstes. Ein Blick in die Geschichte dazu genuegt voellig, wo Paepste mit Ablasshandel, Kreuzzuegen, Bordellsteuern und abstoessigstem Privatleben neue Standards fuer ethische Verkommenheit setzten, zur persoenlichen Bereicherung und dem Ausbau ihrer groessenwahnsinnigen Macht ueber die ungebildeten Massen. Erstaunlich, dass ob dieser geschichtlichen Realitaet ueberhaupt jemand dieser Jenseitssekte freiwillig die Treue haelt.
Verfasser:Markus M.
Treffender hätte ich es auch nicht sagen können

Antworten Gast: naturgarten
31.03.2010 21:59
0 1

Re: Die Kirche in ihrer Gesamtheit

Haben Sie irgend etwas nicht mitbekommen oder waren Sie die letzten Wochen auf einer Polarexpedition???

Antworten Gast: Ösi
31.03.2010 17:16
3 4

Re: Die Kirche in ihrer Gesamtheit

Gratuliere! Das ist der beste anti-RKK-Kommentar des Tages. Diese Ironie ist wirklich subtil.
Würde sicher auch dem Fleischhacker gefallen.

Re: Re: Die Kirche in ihrer Gesamtheit

Und es bewahrheitet sich der Spruch von Fleischhacker, wieso Postingflächen weitgehend die Kotzkübel zu kurz Gekommener sind.

Antworten Gast: Silberling
31.03.2010 17:12
1 1

Re: Die Kirche in ihrer Gesamtheit

Ja schon, alles gut und schön, aber die größte Gefahr ist doch, daß die angeblichen Opfer aus der Kirchensteuer Schmerzensgeld bekommen, weil sie mit einem Bußgottesdienst nicht zufrieden sind und gottlos Bares verlangen, was der Himmel verhindern möge. Pax vobiscum!

3 1

Re: Re: Die Kirche in ihrer Gesamtheit

Wenn Sie die Kirche als religiöse Instanz begreifen könnten und auch wie viele tausende Gläubige für sie beten würden,
kämen Sie niemals auf derartige Behauptungen.

Gast: Realist
31.03.2010 16:31
0 6

Tiefere Probleme

Die Kirche hat ihre moralische Autorität durch das mitleidlose Imstichlassen inländischer Opfer der Migrantenkriminalität verloren.

Das wird von der Journaille, die hier ebenso denkt und handelt, nicht aufgegriffen, aber die Menschen, auch jene die jetzt schweigen bzw keine Möglichkeit zur öffentlichen Wortmeldung haben, wissen, daß diese Kirche nichts für die inländische Bevölkerung übrig hat und ziehen sich unauffällig zurück.

Dann sind die Kirchen leer und die falschen Hirten, die ihrer eigenen Herde die Weidegründe entzogen und sie den Wölfen ausgeliefert haben, wundern sich, warum.

Re: Tiefere Probleme

Was für ein Schwachsinn.

Es ist nicht die Aufgabe der Kirche, Kriminalität zu verfolgen, egal ob sie von Migranten begangen wurde oder nicht. Die Kirche hat sich von sämtlichen Staatsaufgaben fernzuhalten.

Das sage ich als jemand, der sich auf die Verfassung beruft und mit der Kirche nichts am Hut hat.

Ob die Kirche nun etwas für Inländer oder Migranten "übrig hat" oder nicht, das kann sie von mir aus selber entscheiden.

Antworten Antworten Gast: Realist
31.03.2010 17:38
0 5

Re: Re: Tiefere Probleme

Micky hat da etwa mißverstanden.

Ich werfe der Kirche nicht vor, daß sie nicht Polizei spielt.

Ich werfe ihr vor, daß die Opfer der Migrantenkriminalität nicht unterstützt, weder moralisch noch materiell.

Das ist eine Schande.

Und nicht sehr christlich. ("Ich war krank und ihr habt micht nicht besucht")

Antworten Antworten Gast: heidelbeere
31.03.2010 17:23
0 4

Re: Re: Tiefere Probleme

Kein Schwachsinn. Bittere Realität. Die kath. Kirche ist genauso von den 68er Epigonen verseucht wie unsere Justiz und Exekutive. Es gibt hunderte Beispiele dazu. Wenn Sie die Augen bewußt aufmachen, sehen Sie das selber Woche für Woche

Gast: Lackmustest für den Wandel
31.03.2010 16:30
0 0

am Beispiel "Dialog für Kremsmünster"

Lackmus-Tests für den WANDEL der römischen Kirche sind allerdings noch zu bestehen.
Ein solcher ist der "Dialog für Kremsmünster", wo nach dem Rede-und-Antwort-Stehen des Stiftes noch eine wissenschaftliche Aufarbeitung der strukturellen Zusammenhänge zu geschehen hat. Erst wenn dann die konkreten Maßnahmen im Sinne des Gedenkens und der Prävention getroffen sind, kann dieser Lackmus-Test als bestanden gelten. Dann wird sich gezeigt haben, wie wandlungsfähig die Institution Kirche ist. Unterstützen des professionellen, vom Stift unabhängigen Prozesses: www.dialog-fuer-kremsmuenster.at

2 2

... auch wenn es schmerzhaft ist ...

... freut es mich, dass in der Aufarbeitung dieses Themas die Kirche nun vorangeht. Das Problem des Kindermißbrauchs ist ja nicht nur in der Kirche zu finden sondern in der ganzen Gesellschaft.

Gast: Österreicher
31.03.2010 16:18
3 1

Rechnung wird beglichen, doch für Wojtyla und Ratzinger

Schönborn zahlt die Rechnung für Wojtyla und Ratzinger, denn diese z.B. haben Groer zum Kardinal gemacht und die Vertuschungsmaschine noch perfektioniert.

Gast: Ösi
31.03.2010 15:51
2 6

Die Erleuchtung war es ja nicht gerade!

Die Aussage eienes Kirchenprinzen, dass dies alles eine Chancee für den Wandel der Kirche ist, klingt ein wenig apokalypseleugnend.
Der Zusammenbruch der Na.. im Mai 1945 wäre dann wohl auch eine veritable Chance zum Wandel, heilig, halleluja, hosanna und Amen gewesen.
Der Baum gegen den die gelaufen sind, muss "MÄCHTIG" sein! Da hats die Ganglien ordentlich durcheinandergewirbelt.

 
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