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Vatikan: "Kirche beeindruckt Geschwätz nicht"

05.04.2010 | 18:27 |  Von unserem Korrespondenten PAUL KREINER (Die Presse)

Der Vatikan sichert Benedikt XVI. volle Solidarität zu. Sie lasse sich "nicht beeindrucken vom Geschwätz des Augenblicks und von den Prüfungen, die bisweilen kommen, um die Gemeinschaft der Gläubigen zu treffen".

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Vatikanstadt. Papst Benedikt XVI. hat auch die Osterfeiern ohne ein Wort zu den Missbrauchsskandalen in der Kirche verstreichen lassen. Dafür hat der ranghöchste Kardinal, Angelo Sodano, klar gemacht, dass im Vatikan jetzt ein anderer Wind weht: In einer protokollarisch beispiellosen Solidaritätsadresse zu Beginn der Ostermesse am Petersplatz versicherte Sodano dem Papst, dass sich die Kirche um ihn schare. Und: Sie lasse sich „nicht beeindrucken vom Geschwätz des Augenblicks und von den Prüfungen, die bisweilen kommen, um die Gemeinschaft der Gläubigen zu treffen“.

 

Parallelen zu Leiden Jesu

Immerhin habe Jesus gesagt: „In der Welt seid ihr bedrängt, aber habt Mut, ich habe die Welt besiegt.“ Der Dekan des Kardinalskollegiums ging so weit, mit einem Bibelzitat Parallelen zu ziehen zwischen den Anschuldigungen gegen Benedikt und die Kirche sowie den Leiden Jesu: „Er wurde geschmäht, antwortete aber nicht mit Schmähungen; er wurde bedroht, drohte aber nicht mit Rache, sondern überließ sich dem, der mit Gerechtigkeit urteilt.“

Sodano dürfte sich nicht nur auf die generelle Kritik am „Schweigepapst“ bezogen haben, sondern speziell auf Berichte in deutschen und US-Medien. Gerade die „New York Times“ hat versucht, dem Papst und Ex-Chef der Glaubenskongregation eine Hauptrolle bei der Missbrauchsvertuschung nachzuweisen.

 

Absage an Satan

Der Papst hatte weder in der Karwoche noch zu Ostern das Thema angeschnitten. Bei der Feier der Osternacht hatte er nur an das christliche Taufversprechen erinnert, das eine „Absage an Satan“ enthält. Er rief dazu auf, „Unzucht und Unsittlichkeit, die Gewänder des Todes“ abzulegen, und wünschte – wie jedes Jahr – Frieden im Heiligen Land, im Irak, in Afrika und Lateinamerika.

Der Kapuziner Raniero Cantalamessa, Hausprediger des Papstes, hat sich am Ostersonntag für seine Aussagen beim Karfreitagsgottesdienst in Rom entschuldigt: Wenn er das „Zartgefühl der Juden und Opfer von Pädophilie verletzt“ habe, tue es ihm leid. Cantalamessa hatte einen Vergleich zwischen der Kritik an der Kirche und dem Antisemitismus gezogen; dabei will er freilich einen nicht näher genannten jüdischen Freund zitiert haben.

 

Protest im Dom von Dublin

In Dublin haben Demonstranten die Ostermesse in der Kathedrale gestört: Sie versuchten, Kinderschuhe auf den Altar zu stellen, der Erzbischof von Dublin, Diarmuid Martin, wurde mit Buhrufen empfangen. In Irland wurden über Jahrzehnte mindestens 14.500 Minderjährige in kirchlichen Instituten misshandelt. Der Bischof von Münster (Deutschland), Felix Genn, wurde bei der Ostermesse im Dom von einem 44-Jährigen mit einem Besen attackiert; der Angreifer riss die Osterkerze und ihren Ständer um, der Bischof konnte den Mann abwehren. Angeblich soll er verwirrt sein.

Siehe auch S. 8, Kommentar S. 23

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.04.2010)

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406 Kommentare
 
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Antworten Gast: gepoppter
05.04.2010 18:22
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Re: Danke für diese mutigen und wahren Worte!

Völkermord ist allgegenwärtig. Und immer "in". Gewesen und wird es immer sein. Nur die Judenvernichtung mit der gegenwärtigen Situation zu vergleichen ist dumm. Und kontraproduktiv. Wo bleiben die Diplomaten ROMs?

Re: Danke für diese mutigen und wahren Worte!

Auch abseits vom Glauben ist, bzw. wäre politische Inkorrektheit in allen gesellschaftlichen Bereichen immer mehr angebracht!

Re: Danke für diese mutigen und wahren Worte!

Sehr gut, das sind genau die Leute, die die Kirche braucht, die kritiklos zu allem Ja und Amen sagen.

Antworten Antworten Gast: gast
05.04.2010 18:32
0 0

Übertreiben Sie nicht!

Ich sage nicht "zu allem Ja und Amen".

"Ja" sage ich unter anderem zu Sodanos Worten.

"Amen" sage ich unter anderem zum Vaterunser.

Re: Übertreiben Sie nicht!

Und hilft es ihnen, wenn sie nicht zu allem ja sagen? Amen sagt man übrigens am Ende eines Gebetes, es heißt nämlich "So ist es"!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: gast
05.04.2010 23:03
0 0

Danke für Ihre Belehrungen...

...sie kommen einige Jahrzehnte zu spät.

Danke trotzdem, junger Mann.

Sie meinten es ja nur gut.

Re: Danke für diese mutigen und wahren Worte!

wen sie christenhasser mit atheisten gleichstellen, müssen sie sich einen fanatiker nennen lassen. es soll jeden menschen frei gestellt sein, ob er glaubt oder nicht. was sie wollen, muss zwangsläufig nicht für alle gültig sein. also, folgendes, ganz ruhig bleiben.

Antworten Antworten Gast: gast
05.04.2010 17:16
0 2

Re: Re: Danke für diese mutigen und wahren Worte!

"wen sie christenhasser mit atheisten gleichstellen,"

Nichts dergleichen ging aus meinen Sätzen für des Lesens und des Denkens Mächtige hervor.

"es soll jeden menschen frei gestellt sein, ob er glaubt oder nicht."

Kein Widerspruch zu dieser Aussage kann für des Lesens und des Denkens Mächtige in meinen Worten auffindbar sein.

Übrigens ist Atheismus ein religiöser Glaube.

"was sie wollen, muss zwangsläufig nicht für alle gültig sein."

Kein Widerspruch zu dieser Aussage kann für des Lesens und des Denkens Mächtige in meinen Worten auffindbar sein.

"also, folgendes, ganz ruhig bleiben."

Ich werde es mir untersagen, zwischen Ihren Fähigkeiten, Texte zu verstehen und Ihrem Bedürfnis nach dem Schweigen Andersmeinender eine Verbindung herzustellen.

@gast:

Atheismus ist kein religiöser Glaube. Wie kommen Sie denn auf diese Idee?
A-Theismus ist die Abwesenheit eines Glaubens an einen oder mehrere Götter.

Re: @gast:

http://www.atheistische-religionsgesellschaft.at/

Inhaltlich g ä h n e n d e Leere.

Re: Re: @gast:

Hier geht es wohl darum, sich in der Öffentlichkeit Gehör zu verschaffen, was auf dem Umweg über die Anerkennung als Religionsgemeinschaft möglich wäre. Nur so hätte man die Möglichkeit, Privilegien anerkannter Religionsgemeinschaften zu beseitien, zum Beispiel das Recht auf staatlich geförderten Religionsunterricht durch einen Ethikunterricht zu ersetzen.
Ich halte diesen Weg zwar nicht für sinnvoll, aber bei uns Atheisten sind unterschiedliche Meinungen nichts Schlechtes, sondern erwünscht: Eben WEIL wir keine Religion mit unveränderbaren Dogmen haben.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: gast
05.04.2010 23:05
0 1

Da irren Sie sich aber gewaltig.

Atheismus ist der Glaube an die Nichtexistenz Gottes.

Und er nimmt bei seinen Fürsprechern durchaus religiöse bzw. sektiererische Züge an.

Re: Da irren Sie sich aber gewaltig.

Die behauptete Existenz einer Wesenheit, für die es keine Belege gibt, nicht anzuerkennen, ist KEIN Glaube, sondern lediglich die konsequente Anwendung logischer, erkenntnistheoretischer Methodik.
Sie glauben doch auch nicht an den Osterhasen. Würden Sie sich somit religiös in Bezug auf den Osterhasen sehen?

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: markus trullus
05.04.2010 21:59
0 0

Re: @gast:

Atheismus ist der Glaube mit: Ich glaube an keinen Gott!

Re: Re: Re: Danke für diese mutigen und wahren Worte!

sie haben wieder alles missverstanden. Sie könnten Grundschuloberlehrer sein, Belehrend und untergriffig unterstellen sie allen nichts zu verstehen, nur sie haben den Durchblick.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: gast
05.04.2010 23:10
0 0

Man muß kein "Grundschuloberlehrer" sein, um jemandem, der Probleme damit hat, einen kurzen Text zu lesen und zu verstehen, dies vorhalten zu dürfen.

Und von jemandem "untergriffig" genannt zu werden, der andere Menschen vorschnell als "Fanatiker" bezeichnet, ist unterhaltsam.

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Re: Danke für diese mutigen und wahren Worte!

Herr Gast, Sie haben es leider auch nicht begriffen. So wird es immer schwieriger, für diese Kirche noch Partei zu ergreifen. Ich bin schon über 60 - aber mit einem solchen Altersgeschwätz tue ich mich schwer!

Gast: markus
05.04.2010 14:03
2 4

Die Verbrechen der Kirche

Die Verfälschung des wahren und echten Christentums begann. Die lebensbejahende und lebenserfüllende Ethik, die die Menschheit zu ihrer geistigen Höherentwicklung, sittlichen Veredelung und Vervollkommnung von Jesus bekommen hatte, wurde zu einem toten Glau­bensgebilde degradiert. An die Stelle von Einheit von Glauben und christlicher Tat setzte die Kirche eine der Lehre des Jesus total widersprechende „Theolo­gie“ des passiven Nur-Glaubens, in der neben erfundenen und absurden Dogmen, Sakramenten, Riten und Ze­remonien die Intoleranz, Bestrafung, Verdammung und Gewalt zu „geheiligten“ Mitteln des Glaubens erhoben wurden.

Dazu konnte sich die Kirche auf die „Heilige Schrift“ berufen, in der ein „Gott der Gewalt“ zu Krieg und Gräueltaten aufruft, die altjüdische Priesterkaste Gesetze und Gebote von beispielloser Inhumanität verordnet und ein Apostel Paulus urchristliche Werte ins Gegenteil verkehrt. Genau dessen, nicht aber der Zehn Gebote und der Bergpredigt bediente sich die Kirche im Laufe der Jahrhunderte bedenken- und gewissenlos, um ihre Machtstellung zu verteidigen, zu festigen und aus­zubauen. Dabei fungierte ein willfähriger Staat stets als ausfüh­rendes Organ für all die Ver­brechen, die in der Geschichte eine grausige Blutspur mit Millionen von Opfern hinterlassen haben. Eroberungen, Zwangschristianisierung, Versklavung ganzer Völker, Kreuzzüge, Pogrome gegen Andersgläubige, Verfolgung und Ausrottung alternativer christlicher Bewegungen, In­quisition gegen „Ketzer“, Hexenverbrennungen, koloniale Zwangsmissionierung gehen auf das Schuldkonto der Kirche und fordern, wenn es wirklich nach Jesu Bergpredigt ginge, ein auf­richtiges und eindeutiges Schuldeingeständnis, Wiedergutmachung an den Opfern und ein nie wieder gegen Leib und Leben von Menschen gerichtetes Handeln.

Antworten Gast: markus trullus
05.04.2010 22:07
0 0

Re: Die Verbrechen der Kirche

Lieber Markus
Volles Verständnis. Aber der Gott, den sie hier zitieren, ist der "selbstkonstruierte Gott" in unserer Vorstellung. hat mit dem wirklichen nichts zu tun. Und das ist unsere Ursünde - das wir glauben, wir wüßten die Wirklichkeit, die Wahrheit. Wer ein bisschen den Konstruktivismus kennt, weiß, wie weit die Kirchen von jeder Wahrheit entfert sind. Das sind unsere kollektive Fehlleistungen. Im überigen würde ich Paulus nicht gleich verdammen; sein 1Kor13 ist so falsch nicht, und der Galater ist auch nicht falsch... es wird Zeit, dass wir wieder zurückkommen zur Botschaft des Evangeliums; das ist sicher richtig. Und die Kirchen - das hätte Jesus nie gewollt...

Re: Die Verbrechen der Kirche

hallo markus - danke für ihre worte !!

Gast: Novalis
05.04.2010 13:40
5 10

"Papst fordert moralische Umkehr"

Wie war das mit "Splitter im Auge des anderen" und "Balken im eigenen Auge" ?

Bitte einfach selbst damit beginnen, Hr. Ratzinger !

Antworten Gast: vetero
05.04.2010 13:45
4 2

wer sagt 1. dass er das nicht tut,

2. wer sagt, dass er unmoralisch ist

Gast: Gast
05.04.2010 13:37
5 12

Geschmacklose, widerliche PR Aktion - Rechtsstaat, ist gefragt!!!!!

Und die Verhöhnung der Opfer geht in geschmacklosester Weise weiter. Widerliche PR-Aktion dieses urbi et orbi. Der Klerus lässt sich huldigen !?!?!? in dieser Situation !?!?! Nicht einmal ein Wort der Klarstellung!?!? Pompöse PR-action mit teuerstem Outfit statt viel Asche am Haupt und Büßergewand und unwiderruflicher rechtsverbindlicher Zusage von umfangreichen Schadenszahlungen sowie rechtsverbindlicher unwiderruflicher Akzeptanz rechtsstaatlicher Justiz.
Da ist ja jeder Wirtschaftsbetrieb in seiner PR professioneller. Sogar die ÖBB entschuldigen sich bei ihren Kunden und Kundinnen für Verspätungen und müssen tlw. auch Ersatzzahlungen leisten. Der Religionskonzern meint, mit Schweigen, viele. viele Opfer weiter verhöhnen zu können. Rechtsstaatlichkeit ist gefragt. Staatsanwälte, staatliche Justiz.
Schade, dass man nicht mehrfach aus diesem Religionskonzern austreten kann. Es wäre das Gebot der Stunde für jeden Menschen mit Anstand, der sich den Werten der Aufklärung verbunden bzw. verpflichtet weiß. Weg mit dem Konkordat!!! Ganz schnell!!


Antworten Gast: vetero
05.04.2010 13:48
3 3

wenn sie nicht lesen können oder wollen, was kann der Papst dafür?

machen Sie sich die Mühe, gehen Sie auf deren Website oder suchen Sie sich eine Zeitung, die den Wortlaut der Erklärungen des Papstes wiedergibt und dann werden Sie all das finden, was Sie hier so unwissend einfordern!

Re: wenn sie nicht lesen können oder wollen, was kann der Papst dafür?

meinen sie die hauszeitung des vatikans?

Antworten Antworten Gast: Gast
05.04.2010 16:52
1 1

Konkrete Antwort möglich?

Ist Ihnen eine konkrete Antwort auch möglich? Oder begnügen Sie sich mit pauschalen unbelegten Behauptungen.
Welche Äußerungen hat denn der Konzernchef zu Ostern zum Thema Missbrauch getätigt?!
Er hat das Thema offenbar zu ignorieren versucht und damit die Opfer weiterhin verhöhnt.
Der Rechtsstaat ist damit auch mitverhöhnt, mitignoriert.

Gast: Frank F.
05.04.2010 13:34
5 13

Realitätsverweigerung als Programm

Religion ist die Abwesenheit von Wirklichkeit. Statt dessen tritt meist der Wunschgedanke.

Die Pfaffen meinen, das könne man bei ihren dummen Schäfchen gar nicht übertreiben.

Und der einst in der HitlerJugend mitgelaufene und jetzige Papst hat diese Einstellung schon Jahrzehnte als Vertuschungsbischof praktiziert.

Eine menschenverachtende, verlogene,unverfrorende Bagage ist das,kriminell und sonst nichts.

Gast: Kein Kirchenfreund, aber
05.04.2010 12:55
12 4

hier soll die katholische Kirche diskreditiert werden

denn sie steht den Kräften, die seit 1918 die Welt beherrschen im Wege. Die blöde Masse durchschaut das natürlich nicht und läßt sich bereitwillig instrumentalisieren. Es läuft alles nach Plan, nur der Papst ist kein trotteliger Gutmensch...

Antworten Gast: BR
05.04.2010 14:57
1 1

Re: hier soll die katholische Kirche diskreditiert werden

Exakt! Eine der wenigen richtigen Statements zu dieser Causa.
Die Kampagne ist eine Machtdemonstration der 'neuen Ordnung'.
Leider haben das außer dem Pontifex wenig Kirchenfürsten durchschaut, am allerwenigsten der vom Stephansplatz. Der glaubt noch immer durch Kriecherei verschont zu werden, aber auch für den gilt: man liebt den Verrat, verachtet aber den Verräter...

Antworten Gast: gast22
05.04.2010 13:49
1 1

Re: hier soll die katholische Kirche diskreditiert werden

Ein Gutmensch ist Ratzinger sicher nicht. Etwas wie "Güte" fehlt ihm völlig

Ob er und sein engstes Umfeld noch überhaupt diskreditiert werden können (nachdem sie es ja schon so lange selbst aktiv getan haben), lasse ich dahingestellt.

Party am sinkenden Schiff



Auch Leonid Breschnew und Erich Honecker - Einigkeit gaben sich 1979 den sozialistischen Bruderkuss, um damit wieder einen stärker an Moskau orientierten Kurs vorzugeben.

Schon kurz danach....

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Re: Party am sinkenden Schiff

Süß. Den Untergang des Christentums hat schon der röm. Kaiser Diokletian Mit der Prägung einer Münze "gefeiert" - "nomine Christianorum extincto". Die Auklärer haben mit dem Zimmermann aus Nazarth endgültig abgerechnet...
Jetzt wieder eine prophetische Ankündigung! Süß.

Antworten Antworten Gast: Christ
05.04.2010 13:50
0 0

Re: Re: Party am sinkenden Schiff


Verwechseln Sie nicht den Katholizismus mit dem Christentum !!!


Re: Re: Party am sinkenden Schiff

Nicht das Christentum wird untergehen, sondern diese alten vertrottelten Idioten in Rom, wie die Austrittszahlen wieder einmal beweisen. Was soll danach kommen? Wollen sich die paar Papst-Anhänger dann auf den Milliardenzahlungen des Staates ausruhen, wenn die Kirchenbeiträge nix mehr hergeben?

Antworten Antworten Antworten Gast: okaja
05.04.2010 13:42
2 2

das soll nicht ihre Sorge sein, wenn sie dem Verein gar nicht angehören


Re: das soll nicht ihre Sorge sein, wenn sie dem Verein gar nicht angehören

Das tu' ich aber, und habe auch nicht die Absicht auszutreten! Doch sehe ich mit großem Bedauern eine altersstörrige Runde um den Papst in Rom, die es den Christen und vor allem den Opfern nicht leicht macht. Wohltuend dagegen unser Kardinal Schönborn, der wenigstens auch zu Ostern das Thema nicht fallen läßt!

Re: Re: Party am sinkenden Schiff

Der Vergleich mit Diokletian ist unpassend, weil er, mit der Veränderung des Herrscherbegriffes, gegen seine eigentliche Intention, stark zur Etablierung des Christentums beigetragen hat.

Man sollte also nicht alle Analogien, die sich anbieten, gleich mit der Tagespolitik in Verbindung setzen, das ist peinlich und zeugt von wenig Gespür für Zusammenhänge.

Re: Re: Re: Party am sinkenden Schiff

Zitat:
"gegen seine eigentliche Intention, stark zur Etablierung des Christentums beigetragen" = Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft." - Johann Wolfgang von Goethe, Faust I

Re: Re: Re: Party am sinkenden Schiff

Zur Etablierung des Christentums hat beigetragen sanguis Christianorum = semen Christianorum. Das gilt auch für heute.

Re: Re: Re: Re: Party am sinkenden Schiff

Mit dem Semen haben Sie zwar nicht ganz unrecht, Sie haben mich aber augenscheinlich nicht richtig verstanden. Diokletian hat nicht NUR insofern zur Etablierung des Christentums beigetragen, dass er ein Verfolger der Christen war, sondern indem er eine rigide Staatsreligion, einen Pseudomonotheismus eingeführt(Trotz der Tetrarchie) und den Grundstein gelegt hat für eine Form von Disziplinargesellschaft - das ist eine Grundlage für das christliche Gewissen.

Gast: Gast
05.04.2010 11:56
4 8

Austreten ist einfach

Austreten ist einfach:

habe meinen Taufschein und das ausgefüllte Formular des Magistrat eingescant und per email an die zuständige Sachbearbeiterin gesendet, kurze Zeit später Anruf der Dame und Bestätigung !

http://www.kirchenaustritt.at/Austritt/austritt.html

P.S. wer wieder eintreten will, muss NICHTS nachzahlen, das ist ein bewußt verbreiteter Irrtum !


Antworten Gast: gepoppter
05.04.2010 18:42
1 0

Re: Austreten ist einfach

Eine subtile, schäbige , Aufforderung?

Gast: Denkanstoß
05.04.2010 11:40
4 14

mit Ihrem KIRCHENBEITRAG unterstützen Sie die KATHOLISCHE KIRCHE ideell und finanziell – SIE SIND dadurch MITVERANTWORTLICH an ihren VERBRECHEN




mit Ihrem KIRCHENBEITRAG unterstützen Sie das Mißbrauchssystem



KATHOLISCHE KIRCHE ideell und finanziell



SIE SIND dadurch MITVERANTWORTLICH an ihren VERBRECHEN





2 0

Re:

Wieder einmal die copy-paste, mein lieber Spam-Demagoge?

Re: mit Ihrem KIRCHENBEITRAG unterstützen Sie die KATHOLISCHE KIRCHE ideell und finanziell – SIE SIND dadurch MITVERANTWORTLICH an ihren VERBRECHEN

Dafür das Sie sich "Denkanstoß" nennen, denken sie aber selbst wenig.
Machen Sie sich auch mitschuldig, wenn Beamte bzw. Reigierungen korrupt werden?

Gast: EILMELDUNG
05.04.2010 11:34
3 6

########## Kritik am Umgang mit Missbrauchsfällen hat die Glaubenskongregation im Vatikan erreicht ########## Amtschef Kardinal Levada hat 1994 einen Kinderschänder erneut als Seelsorger eingesetzt - der Gemeinde sagte er nichts ########## Wie nun von Seiten einer Opfer-Anwältin aus dem Bundesstaat Oregon bekannt wurde, machte das Oberhaupt der katholischen Kirche in den USA im Jahr 2006 unter Eid seine Aussagen zu dem Fall ##########


http://www.sueddeutsche.de/politik/571/507725/text/


Antworten Gast: aha
05.04.2010 13:26
6 2

ABER er tat dies erst NACH einer Therapie

und erst NACHDEM psychologExperten diese Beurteilung abgaben, dass nichts mehr passieren würde, also anders als manche, die das Problem verschlimmerten, indem sie ohne Therapie einfach nur versetzten.

Also er tat genau das, was auch der Experte der Charite in Berlin meint, dass die Therapie solcher Täter erfolgreich ist.

Die Vorstellung, dass jeder Pädophile automatisch Kinder mißbraucht ist genauso abwegig wie jene, nach der jeder Homo- oder Heterosexuelle jede Mann/Frau automatisch sexuell belästigt. Gefahr besteht vor allem für Zwangspädophile und für diese Personengruppe ist diese Therapie prophylaktisch gedacht.


Kirchenaustritt

einfach über den Postweg: www.kirchenaustritt.at

Gast: gast22
05.04.2010 11:30
1 8

Widerstand? In Kirchengemeinden, in denen sich...

... der (fortschrittliche) Pfarrer und die Mehrheit der Gemeindemitglieder einig sind, könnte doch das Besetzen/Übernehmen von Kirche (hier gemeint das Bauwerk) und Pfarrhaus angedacht werden, in einem ersten Schritt vielleicht nur befristet...

Das sollte den Medien und der höheren Kirchenobrigkeit gegenüber sorgfältig kommuniziert werden.

Kollektiver, ziviler Widerstand.

Damit würde auf die Diözese Druck ausgeübt, die aber auf höherer Ebene auch eine entsprechende Option hätte und ihrerseits Druck auf den Vatikan machen könnte, letzteres allerdings vermutlich nur theoretisch. Einen Bischof, der dabei mitmacht, kann ich mir nicht vorstellen.

7 1

Re: Widerstand? In Kirchengemeinden, in denen sich...

Klar - und in der besetzten Kirche sitzen die Besetzer dann auf umgedrehten Bierkisten vor dem Altar und dämpfen Tschick um Tschick im Meßkelch aus.

12 4

Si tacuisses, Herr Dekan

Genau solche Aussagen, Eminenz Sodano, machen es einem (noch) engagierten Katholiken so schwer, diese Kirche zu verteidigen! Sind Sie noch bei Trost, alles das, was jetzt passiert, als Geschwätz abzutun?

Ja, es wird von manchen Medien und von vielen Leuten die heutige Situation benutzt, um die Kirche mit Dreck zu bewerfen. Aber bei vielen Kritikern bestimmt persönliches Leid oder ehrliche Sorge um die Kirche die Kritik.

Wenn Sie das als unbedeutendes Geschwätz abtun, dann haben Sie jeden Realitätssinn verloren, und Sie arbeiten nur jenen zu, welche die Kirche und ihren Sinn als Ganzes in Frage stellen. Gratuliere. Sie müssen bei diesen Aussagen wirklich vom Teufel geritten worden sein!

 
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