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Wiener Donaupark: Abriss von 40-Meter-Papstkreuz

15.06.2010 | 13:56 |   (DiePresse.com)

Das Kreuz wurde anlässlich des Papst-Besuchs 1983 errichtet. Eine Sanierung würde 400.000 Euro kosten. Ein deutlich kleineres Denkmal soll im Donaupark errichtet werden.

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Anlässlich des Besuchs von Johannes Paul II. am 12. September 1983 wurde ein 40 Meter hohes und 56 Tonnen schweres Kreuz im Wiener Donaupark errichtet. Nun soll das Bauwerk bis Herbst aus Sicherheitsgründen abgebaut werden, teilte die Erzdiözese Wien am Dienstag mit. An der Stelle des Papstkreuzes soll ein deutlich kleineres, jedoch dauerhaftes Denkmal entstehen.

Das Kreuz sei nur für temporäre Zwecke errichtet worden und sollte nach dem Wien-Besuch des Papstes wieder abgetragen werden, so Erzdiözese-Sprecher Erich Leitenberger: "Dann ist es halt stehengeblieben." Nun nagt aber der Zahn der Zeit am Papstkreuz, die Stützseile seien erschlafft, ergab ein Gutachten bereits im Jahr 2008. Aus Sicherheitsgründen ist seitdem das umliegende Areal gesperrt. Eine Generalsanierung der derzeitigen Konstruktion würde etwa 400.000 Euro kosten.

Stadtgartendirektor Rainer Weisgram sagte, er sei vor allem an einer zweckmäßigen und sinnvollen Lösung interessiert gewesen, "die dem Steuerzahler gegenüber rechtfertigbar ist". Die 400.000 Euro seien nur ein Kostenvorschlag. "Erfahrungsgemäß wird es meistens teurer", so Weisgram. Insofern halte er den Vorstoß der Erzdiözese für die Errichtung einer neuen Erinnerungsstätte für sehr gut. 

"Grazile Konstruktion" aus Metall

Das neue Denkmal folgt den Plänen des Bildhauers Oskar Höfinger, eines Schülers von Fritz Wotruba. Laut Leitenberger wird es eine ebenso "grazile Konstruktion" aus Metall sein, ob seiner geringeren Höhe jedoch "viel stabiler". Das Denkmal soll den auferstehenden Christus in Form einer Gestalt, die sich von einem Kreuz löst, symbolisieren.

Kritik von ÖVP und FPÖ

Die Oppositionsparteien im Rathaus ÖVP und FPÖ sprachen sich für den Erhalt des Papstkreuzes aus. "Das Papstkreuz im Donaupark muss bleiben!", forderte FP-Landesparteisekretär Hans-Jörg Jenewein. VP-Chefin Christine Marek sprach von einem "weithin sichtbaren Zeichen unserer christlichen Wurzeln", für dessen Erhaltung die Stadt die Geldmittel aufbringen müsse. Das wiederum irritierte die Grünen: Klubobfrau Maria Vassilakou warf Marek vor, ihre Sorge um christliche Symbole sei angesichts der Causa Arigona bigott.    

(APA)

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20 Kommentare
Gast: Otto I
15.06.2010 20:22
1 1

Die 400.000 Euro

sollten wohl doch besser an die vielen kirchlichen Mißbrauchsopfer gehen ...

Gast: gastx
15.06.2010 19:07
0 0

Da das Bundeskanzleramt aus Steuermitteln den Papstbesuch finanziert hat,

sollte der Herr BK zur Abwechslung einmal aus eigener Tasche für die Erhaltung des Kreuzes spenden.

2 0

Danke, aber ich als Steuerzahler verzichte gerne die, gemäß der FPÖ, "christlichen Werte" Österreichs mit einem 400.000€ Stahlkreuz darzustellen.

Da wäre es sogar noch sinnvoller das Geld dem Stephansdom zu schenken. Oder auch wirklich etwas sinnvolles damit zu machen.

Gast: BO f. WIEN
15.06.2010 17:29
1 0

Temporär...

...bleibt auch bei Seiner Heiligkeit und dessen Hinrichtungsmahnmalen bloß temporär.
Aus Schluss Basta

Ratio
15.06.2010 17:17
0 0

Vorschlag:

Alle die damals dabei waren, als der Papst auf der Bühne die Show zelebrierte, sollen heute zusammenlegen und das Kreuz sanieren.

Oder samma nur fromm, wenn der Papst vorne winkt?

Ratio
15.06.2010 17:14
5 4

Das Geld ist schon für das Che Guevarra Denkmal aufgegangen,

gell Genosse Häupl?

Antworten Gast: Gast
15.06.2010 18:08
1 6

Re: Das Geld ist schon für das Che Guevarra Denkmal aufgegangen,

Ernesto hat die Welt zumindest etwas besser gemacht

Antworten Antworten Gast: Georg8
15.06.2010 19:36
2 1

Was man von keinem einzigen Papst bislang

behaupten kann. Dafür habens noch mehr Gefolterte und Tote hinterlassen als alle Kummerln zusammen...

Gast: glaub_nix
15.06.2010 16:23
3 1

Wenn schon, denn schon, da müssten auch die anderen religiösen Symbole hin!

Weil gleiches Recht für alle, oder gar keines!
Wenn der Oskar Höfinger sowas machen will, dann soll er das in seinem Garten aufstellen, aber nicht öffentlich.
Als nächstes wollen die Islamen dort ein Minaret hinstellen und die Siks einen Tempel, ebenso die Juden und vielleicht die Teufelsanbeter!
Weil die Öffentlichkeit hat da schon das Recht einer Mitsprache.

Antworten Gast: Lilim
15.06.2010 19:21
0 0

Re: Wenn schon, denn schon, da müssten auch die anderen religiösen Symbole hin!

lol =D endlich mal einer ders anspricht!! Ich als Teufelsanbeter werde andauernd diskriminiert. Das ist fast schon zynisch, überall diese verkehrten Kreuze, mit dem kurzen Balken oben, und obendrein fordert das den Zorn meines allmächtigen Meisters heraus. Ich mein da gehts ja auch um das Wohlergehen meiner Kinder, falls sagen wir als Strafe ein Meteor einschlägt, oderso.

Gast: Heini1
15.06.2010 15:46
3 5

Sowas ist doch nur noch ein Zeichen für

systematischen Kindesmißbrauch. Also weg damit.

Gast: um4
15.06.2010 15:27
9 3

wennschon

bitte den che auch gleich mitnehmen

Gast: Pandah
15.06.2010 14:50
0 0

Ich

kann mich noch gut erinnern an die allgemeine naive Freude anlässlich des Papst-Besuchs damals.

Antworten Gast: Gast
15.06.2010 15:08
2 1

Das Konzert

der Suzi Quattro auf dem selben Platz war aber viel geiler!

Gast: Gast
15.06.2010 14:45
3 5

Zeit wird es

das Ding abzureißen. Vor Jahren ohne Baugenehmigung für ein paar Tage aufgestellt und dann traute sich keiner mehr wegen des Drucks der Kirche dieses häßliche Ding abzureißen.


Antworten tikki
15.06.2010 15:26
2 2

Re: Zeit wird es

Schauderbar, der Druck der Kirche. Wo genau ist der zu besichtigen? Dan Brown?

Antworten Antworten Gast: Hanno12
15.06.2010 15:47
2 1

Druck der Kirche

Warum glaubst, sitzt kein einziger Pfarrer wegen Kindesmißbrauchs in U-Haft oder im Gefängnis?

Antworten Antworten Antworten tikki
15.06.2010 16:19
0 2

Re: Druck der Kirche

Das kann nur Opus Dei sein, die haben das gesamte Justizwesen unterwandert.

Wie gesagt, schauderhaft, Kirchenmacht wohin man blickt!

LG
Pinky & Brain
Opus Dei
Landesgeheimorganisation Linz


Antworten Darabimo
15.06.2010 15:17
3 2

Re: Zeit wird es

Mit dem selben Argument kann man das Riesenrad auch gleich abreißen. Ist auch nur für eine Weltausstellung gebaut worden.

Antworten Antworten Gast: Bimbambino
15.06.2010 17:31
3 0

Re: Re: Zeit wird es

Allerdings nicht als "Bauwerk vorübergehenden Bestandes" Gscheitwastl ;)