Umfrage: Pfarrer wollen Reformen von Rom

28.06.2010 | 18:44 |  DIETMAR NEUWIRTH (Die Presse)

51 Prozent der österreichischen Pfarrer stimmen der Weihe von Frauen zu Priesterinnen zu. Theologe Zulehner mahnt eindringlich: "Die Kirche kann sich nicht in ein vormodernes Ghetto aufmachen."

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wien.51 Prozent stimmen für die Weihe von Frauen zu Priesterinnen; 81 Prozent für die Weihe verheirateter Männer zu Priestern; 48 Prozent halten die Kirchenleitung für hilflos: Dies ist nicht das Ergebnis einer Umfrage in der österreichischen Gesamtbevölkerung. Diese Zahlen hat eine Befragung einer ganz speziellen Berufsgruppe erbracht – jene der katholischen Pfarrer (Ergebnisse siehe rechts stehende Grafik).

Das Institut GfK Austria und die ORF/Medienforschung haben die Umfrage vom 22.April bis 15. Mai 2010 unter 500 Pfarrern per Telefon für das ORF-Religionsmagazin „kreuz und quer“ durchgeführt. Der Studienleiter, Pastoraltheologe Paul M. Zulehner, der dazu auch ein Buch verfasst hat, kommentiert die Ergebnisse am Montag im Gespräch mit der „Presse“ so: „Ich bin vom Ausmaß mancher Zahlen überrascht, ich finde sie aber nicht schockierend. Die Umfrage zeigt, wie sehr die Kirche um die Auseinandersetzung über die Moderne ringt.“

(c) Die Presse / GK

(c) Die Presse / GK

Besonders brisant auch die Antworten auf die Feststellung Ich denke in vielen Fragen anders als die Kirchenleitung: 21 Prozent der Pfarrer stimmen dem „voll“ zu, weitere 31 Prozent meinen, dies treffe zu. Das heißt: Eine absolute Mehrheit der Seelsorger draußen an der Basis hat Probleme mit Vorgaben und Handlungen von oben.

Noch deutlicher ist der Dissens zu Rom bei der Frage nach der Zustimmung zu einem anderen Satz: Fast drei Viertel (74 Prozent) der Priester, die eine Pfarre leiten, stimmen der Behauptung zu, die Vorstellungen von Kirchenleitung und Kirchenvolk klafften in wichtigen Fragen immer mehr auseinander. Zulehner: „Das ist ein provokantes Ergebnis, das sehr viel Nachdenklichkeit erzeugt. Man muss sich die Frage stellen, welchen Einfluss die Kirchenleitung noch hat. Der Großteil der Pfarrer fühlt sich von der Kirchenleitung nicht unterstützt.“

Insgesamt fühlt sich laut Umfrage ein Großteil der Pfarrer zwar überlastet (75 Prozent), aber dennoch bewerten 30 Prozent ihre Situation als „sehr gut“, weitere 57 Prozent als „gut“. Mit der Verpflichtung zum Zölibat haben sich Österreichs Pfarrer offenbar mehrheitlich arrangiert. Die Zahl jener, die in der Umfrage angeben, sie hätten in ihrem Leben als Eheloser, einen eigenständigen Weg gefunden, den sie verantworten könnten, hat sich zwischen den Jahren 2000 und 2010 von 33 Prozent auf 67 Prozent verdoppelt.

Und fast drei von zehn Pfarrern (29 Prozent) antworten auf die Frage, wo sie sich daheim fühlen, klipp und klar: bei einer Freundin. Zulehner: „Ein Großteil macht nicht mehr lang große Worte, sondern handelt und lebt eigenverantwortlich. Die Pfarrer sind wie die Pfarrgemeinderäte der eigentliche Reformmotor der katholischen Kirche.“

 

Sexuelle Beziehung „hilfreich“

Nach seiner Interpretation gehe es den Pfarrern darum, dass das Priesteramt reicher werde, dass es Vielfalt gibt. Ein Indiz dafür könnte sein, dass 40 Prozent meinen, die Erfahrung, auch eigene Kinder ins Leben zu begleiten, sei für die Ausübung des Priesterberufes hilfreich. 30 Prozent sehen sogar Sexualität in einer veröffentlichten Beziehung zu leben als hilfreich für Kleriker an. Zulehner: „Die Pfarrer sind ja nicht unfromm, sondern möchten, dass Seelsorge wieder möglich ist. Sie wollen nicht auf die Nähe zu den Menschen verzichten, nur weil wir den Zölibat für höher erachten.“

Welche Konsequenzen aus der Umfrage gezogen werden müssten? Zulehners Antwort: „Der Dialog in der Kirche muss ernst genommen werden, auch um die Gestaltungsmöglichkeit der Kirchenleitung zu sichern. Wir müssen die Auseinandersetzung mit der modernen Welt, mit der modernen Kultur ernster nehmen. Wenn die Kirche eine missionarische Offenheit braucht, kann sie sich nicht in ein vormodernes Ghetto aufmachen.“

DAS BUCH ZUR STUDIE

„Wie geht's, Herr Pfarrer?“ ist Titel eines Films heute, Dienstag, um 22.30 Uhr, ORF 2, in „kreuz und quer“ und eines Buches, das am Donnerstag herauskommt und alle Ergebnisse der Umfrage detailliert enthält. Autor: Paul M. Zulehner, Styria Verlag, 176 Seiten. 19,95Euro, ISBN: 978-3-222-13314-5

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.06.2010)

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65 Kommentare
 
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Gast: welli
06.07.2010 18:46
0

Die Statistik von Herrn Zulehner entspricht nicht der Wahrheit!

Es ist immer eine Sache der Fragestellungen (siehe folgenden Bericht):

http://www.kath.net/detail.php?id=27300&action=komm

Die junge Priestergeneration denkt anderst als die 68er. Hier die Aussage eines jungen Priesters: "Ehelos leben um des Himmelreiches willen, und das aus Berufung und aus Überzeugung."

Ausserdem gab und gibt es in der Nachfolge Jesus Christus keine weiblichen Apostel. Da muss sich auch eine Frau Dr. Martha Heizer mit abfinden. Die Reformer können ja zu den Altkatholiken übertreten, da werden die Verräter Roms mit offenen Armen aufgenommen. Da könnte vielleicht auch eine Frau Heizer noch eine Karriere anstreben!!!!

Und wie schaut das bei Moslems aus?

andere Kirchen sollten da auch mal durchleuchtet werden!

Einfach immer nur einseitige Berichterstattung. Es gibt auch noch die evagelischen Kirchen, usw.

Gast: SZ
29.06.2010 20:08
2

"Ich mache eine Umfrage, bei der herauskommt was ich will"

Laut der auf www.katholisch.at veröffentlichten kirchlichen Statistik gab es im Jahr 2008 österreichweit 2.329 Diözesanpriester, 374 Weltpriester aus anderen Diözesen, 1.489 Ordenspriester, 580 Ständige Diakone, 475 Ordensbrüder und 4.621 Ordensschwestern. Die kirchentreuen Gläubigen im Laienstand sind zahlenmäßig nicht erfasst. Eine Telefonumfrage unter 500 Pfarrern durchzuführen, in der Auswertung zwei Antwortkategorien unreflektiert zu addieren und das Ergebnis dann als repräsentativ darzustellen ist Manipulation.
Es geht um Macht. Es geht um Geld. Es ist im Grunde genommen auch eine Form von Missbrauch, in einer stark säkularisierten Gesellschaft, in der immer weniger Menschen Zugang zu Gebet, Ritual und theologischem Wissen haben, die Hoffnungen auf strukturelle Lösungsansätze zu lenken statt auf die Lehre der Kirche von Heil und Erlösung in den Sakramenten, in denen Christus bis heute und bis in Ewigkeit wirkt.

Gast: ralf
29.06.2010 10:47
5

Rotfunk zündelt wieder

Die Attacken der Linken auf die Kirche nehmen kein Ende. Der linkslinke Rotfunk schickt wieder seine Lemuren aus und erstellt "Umfragen" unter 68er Pfarrern.

Das einzig Gute ist, dass diese 68er-Generation -leider zu langsam- ausstirbt und danach wieder eine vernünftigere Generation nachkommt.

Womit hat ORF diese Umfrage bezahlt? Mit Gebührengelder? Der ORF sollte besser mal ein informativeres Programm machen und nicht Anarchopolitik betreiben.

Re: Rotfunk zündelt wieder

Mit derlei Wortmeldungen muss leider gerechnet werden: Kritik an der Umfrage, polemische Äußerungen, aber in der Sache selbst null Stellungnahme. Schade!

Re: Re: Rotfunk zündelt wieder

Die Stellungnahme zur Sache ist ganz einfach: Wenn die Erkenntnisse dieser Umfrage wahr sind, dann dokumentiert sie das komplette Versagen der Generation Koenig, Zulehner etc.: Eine Generation von Apostaten wacht auf und fordert aus irgendwelchen Gruenden, die Kirche muesse sich ihre heidnischen Ansichten und Gebraeuche zu eigen machen.

Wo der Wurm sitzt, hat Zulehner in Oe1 ja heute morgen schoen demonstriert. Viel Gerede ueber Strukturen und Befindlichkeiten, aber das Wort "Christus" kommt dem nicht ueber die Lippen. Wie seine Vorlesungen abgelaufen sind, kann man sich vorstellen, und warum daher die Priester und Religionslehrer denken, was sie denken.

Antworten Antworten Gast: Arnie
29.06.2010 13:18
3

Re: Re: Rotfunk zündelt wieder

Ich finde die Frage nach der Finanzierung dieser sogenannten "Umfrage" legitim. Schließlich geht es um die Verwendung der Zwangsgebühren!

Der ORF sollte die genaue Mittelverwendung für diese Umfrage offenlegen und rechtfertigen!

@hotta: Beim Thema "Polemik" wäre ich eher leise und würde nicht den Oberlehrer spielen.

Antworten Antworten Antworten Gast: Gast
29.06.2010 20:32
1

Re: Re: Re: Rotfunk zündelt wieder

Ganz sachlich kann man feststellen, die röm.kath. Kirche ist offensichtlich der Kandidat fürs Spiessrutenlaufen der Medien und das ORF. Warum das so ist und warum andere Vereine nicht hinterfragt werden gibt schon zu denken.

Netzwerk-"MODERN" vs. "VORGHETTO"-Kirche

Im Priesterjahr nun also der 2. Weg: Der "moderne" Weg von Zulehner, dem der "vormoderne" ghettoisierende der Kirche bzw. des Papstes gegenübersteht.

Ein emeritProf, der offensichtlich von einem JüngerInnen-Netzwerk im ORF viel Raum bekommt (ganz anders als die päpstl.Stellungnahmen zu all diesen Problemen) sollte sich bei seiner Interpretation vielleicht zunächst die Frage stellen, inwieweit er selbst für solche Ergebnisse verantwortlich ist, da er ja nun jahrzehntelang für die Ausbildung eines Klerus mitveratwortlich war, sodass offensichtlich manche Priester schon nicht mehr wissen, wozu sie da sind bzw. was es bedeutet, ein Versprechen vor Gott abzugeben.

Vor allem sollte er aber die Bibel in die Hand nehmen und dort wird er von vielen "vormodernen" Verkündern lesen, die alles andere als der Modernität das Wort redeten, sondern Gottes Wort verkündeten und dies ist in ihrem wesentlichen Gehalt bekanntlich zeitlos.

Nun kann und muß man sich ja für eine zeitgemäße Form, im bes. von Sprache einsetzen, um das Wort Gottes auch in rechter Weise zu vermitteln, aber was zB. Zölibat bedeutet, das scheint Zulehner seinen Studenten nicht vermittelt zu haben, daher sollte er beim Papst nachlesen:

Der Zölibat ist eine Vorwegnahme und ein Zeichen auf die Welt der Auferstehung hin, die der Christ hofft und daher manchen ein Ärgernis, das nun beseitigt werden soll.

Modern hingegen ist heute, keine Bindungen mehr einzugehen, nicht zu heiraten, nicht zölibatär zu leben.

Gott sei Dank,

ist das Fortbestehen der Kirche, nicht nur von der Meinung einiger selbstsäkularisierter Pfarrer oder wir sind Kirche Proponenten abhängig, die von den Feinden der Kirche als nützliche Idioten mißbraucht werden und die sich nur als Funktionäre einer Volkskirche sehen, sondern von der Zusage und Gnade des Hauptes der Kirche, Jesus Christus, dem Sohn des lebendigen Gottes, wahrer Gott und wahrer Mensch!

Wer sich selbst aus dieser Gnade nehmen will, dem steht es frei zu gehen, aber wenn er umkehrt, wird er mit Freude wieder aufgenommen und kann wieder an das Evangelium glauben, aus reiner Gnade.

Streiten um des Kaisers Bart

JEDE organisierte Religion ist nur etwas für schwache Menschlein.

Jemand der einen anderen BRAUCHT um "seine" Religion auszuüben, muß mit Fremdbestimmung rechnen.

Aber so sind die Schafe: schwache, obrigkeitshörige Rudeltiere.

Ihr habt es nicht anders verdient.


Antworten Gast: django
29.06.2010 13:18
3

Re: Streiten um des Kaisers Bart

Mr. Punch, Sie leiden an hoffnungsloser Selbstüberschätzung. Aber das gibt sich mit der Zeit.

Im NT werden übrigens zwei Bilder im Zusammenhang mit Schafen verwendet: Jenes vom guten Hirten, der sich in Liebe und Verantwortung um die Herde kümmert, und jenes vom Lamm, das geopfert wird. Ihr Bild vom "blöden" Schaf kommt im gesamten NT nicht vor.

schön, wenn sie "stark" sind, aber Jesus

ist auch nicht der Starken wegen gekommen, sondern der Schwachen wegen und zudem um den Starken zu sagen, dass sie sich der Schwachen annehmen sollten und daher ist die christliche Kirche eine Für-einander- sorgende-Gemeinschaft und nicht ein Individualistenverein, wo es genügt, dass jeder mit sich selbst zufrieden ist bzw. jedes Mitglied allwissend ist, sondern eine Gemeinschaft, wo aufeinander gehört wird, aber auch zugehört wird.

Re: schön, wenn sie

Die Kirche die Sie beschreiben ist wie der Kommunismus: am Papier liest es sich sehr gut aber die Umsetzung scheitert immer am Faktor "Mensch".

Um bei meinem Vergleich zu bleiben:
Verhältst Du Dich wie ein Schaf, wirst Du als solches behandelt.
Schäfer und Hunde drängen Dich dorthin wo sie wollen und schären Dich sooft Sie wollen.

Wölfe sind selbstverantwortlich für ihr Leben und haben, nebenbei bemerkt, ein wesentlich stärkeres Soziales Gefüge als Schafe.

Ich bin mit 19 aus der Kirche ausgetreten, arbeite ehrenamtlich bei verschiedenen sozialen Einrichtungen wie Caritas, "Essen auf Rädern", Feuerwehr, etc...

Gemeinschaft hat NICHTS mit der rk. Kirche zu tun.


Antworten Antworten Antworten Gast: jaeh
29.06.2010 16:12
0

dass Gemeinschaft nichts mit der Kirche

zu tun hat, mag mancherorts schon so sein, aber liegt nicht nur bei den anderen, sondern eben auch an denen, die halt lieber austreten und sich zumindest (löblicherweise) andernorts engagieren. Kirche ist aber nun mal nicht nur ein soziales Netzwerk, wenngleich dies einen wichtigen Stellenwert hat.

Gast: gast
29.06.2010 08:48
3

Wer kein Pfarrer sein will, solls auch nicht werden.

Offenbar ist bereits ein Krebsschaden in die Kirche Österreichs eingedrungen.Wir sind nicht die Kirche allein, liebe Pfarrer! Hinterfragt einmal euren Glauben, wenn ihr heiraten wollt und Kinder haben, müßt ihr wirklich keine Pfarrer sein, das geht auch so. Der Glaube ist keine politische Partei, die sich nach der Meinung der Wähler richten muß.....

Antworten Gast: welli
06.07.2010 18:49
2

Re: Wer kein Pfarrer sein will, solls auch nicht werden.

sehr richtig - ganz Ihrer Meinung. Sollen doch die Reformer zu der Ev. Kirche übertreten.

51 % ... welche Mehrheit... aber wozu?

Grundsätzlich werden ständig ständig Umfragen, Studien, Statistiken usw. veröffentlicht um die allgemeine Meinung zu bilden. Aber: Seit wann geht es in der Kirche demokratisch zu und wäre das überhaupt sinnvoll? Diese Religion verkommt immer mehr zu einer Beliebigkeit und wird daher immer bedeutungsloser!

Gast: Ein Staunender
29.06.2010 07:52
2

Zynismus

So etwas nennt man doch zynisch - wenn ausgerechnet jener, der dieselben Pfarrer ausgebildet hat, nun so tut, als sei es ein Naturereignis, daß sie ander wollten als Rom will? Daß ausgerechnet Zulehner dann Rom vor einer Spaltung warnt, die daherkomme wie ein Naturereignis der modernen Zeiten?!

Ja, es graut einem, vor solchen Leuten. Und ewige Schande über die, die sie auf solchen Positionen hielten.

Ich habe mich von der Kirche bereits vor 40 Jahren abgewendet

und glaube auch nicht im Sinne des Christentums. Trotzdem halte ich das Christentum im Sinne des NT für eine moderne, menschliche Weltanschauung, welche andren Religionen viel voraus hat. die umsetzung durch die katholische Kirche ist allerdings mittelalterlich (nicht ganz so mittelalterlich wie der Islam). Gerade um die weitere Ausbreitung des Islam zu verhindern, welcher doch nebenbei auch eine antiliberale, männlich betonte und gewaltfördernde Ideologie ist, kann nur eine Radikalreform der katholischen Kirche helfen. Das wäre in jedem Fall die Abschaffung des Zölibats, die Zulassung von FRauen zur Priesterweihe und eine Demokratisierung von oben nach unten. Solange aber nur das päpstliche Wort zählt wird man wohl nur auf einen katholischen "Gorbatschov" hoffen können......

Re: Ich habe mich von der Kirche bereits vor 40 Jahren abgewendet

solbald die erste frau zum priester geweiht wird trete ich aus!

Tja Silvester, ich glaube da gibt es gewichtigere Gründe um auszutreten...


Ich habe mich von der Kirche bereits vor 40 Jahren abgewendet

und glaube auch nicht im Sinne des Christentums. Trotzdem halte ich das Christentum im Sinne des NT für eine moderne, menschliche Weltanschauung, welche andren Religionen viel voraus hat. die umsetzung durch die katholische Kirche ist allerdings mittelalterlich (nicht ganz so mittelalterlich wie der Islam). Gerade um die weitere Ausbreitung des Islam zu verhindern, welcher doch nebenbei auch eine antiliberale, männlich betonte und gewaltfördernde Ideologie ist, kann nur eine Radikalreform der katholischen Kirche helfen. Das wäre in jedem Fall die Abschaffung des Zölibats, die Zulassung von FRauen zur Priesterweihe und eine Demokratisierung von oben nach unten. Solange aber nur das päpstliche Wort zählt wird man wohl nur auf einen katholischen "Gorbatschov" hoffen können......

Gast: Novalis
29.06.2010 05:37
4

Die gängige vatikanische Reaktion auf eigenständiges und kritisches Auftreten der lokalen Kirchen ...

... ist die Einsetzung erzkonservativer und Rom-höriger Bischöfe. (Das hatte wir alles schon mal - nach der vorsichtigen Distanzierung der österreichischen Bischofskonferenz von der "Pillenenzyklika" und den seinerzeitigen Überlegungen zu den "viri probati" als Priester. Dann wurden Groer, Krenn und Co. den ÖsterreicherInnen aufgezwungen - mit den bekannten Folgen.)

Gast: Gast
28.06.2010 23:42
7

@ Pfarrer wollen Reformen von Rom




Ein Priester, der kein fundamentalistischer Spinner ist, ist in der heutigen Kirche ein armes Schwein…




Re: @ Pfarrer wollen Reformen von Rom

Ds Gegenteil ist der Fall: Froemmigkeit wird in etlichen Dioezesen immer noch als Weihehindernis betrachtet.

 
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