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Olivier Roy: "Die Scharia interessiert bin Laden nicht!"

28.07.2010 | 18:25 |  ANNE-CATHERINE SIMON (Die Presse)

Burka bedeutet nicht politischen Islam, sondern Sekte, erklärt Islamexperte Olivier Roy. Er sagt eine gefährliche Zeit "entwurzelter Religionen" voraus - auch im Christentum: "Selbst die Kirchen werden zu Sekten"

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„Die Presse“: Die deutsche Feministin Alice Schwarzer fordert ein totales Verbot der Burka – diese bedeute „den endgültigen Sieg des politisierten Islam“. Stimmt das?

Olivier Roy: Es ist total absurd. Der politische Islam hat nie die Burka gefordert, im Iran gibt es den Schleier. Jene, die das fordern, etwa die Salafisten, sind gerade nicht in großen Organisationen. Die Burka, das ist der Rückzug auf die individuelle Gläubigkeit, die Sekte, also genau das Gegenteil eines politischen Islam.

Der Westen sieht gemeinhin religiöse Fundamentalisten als sehr traditionsgebunden – Sie sagen in Ihrem neuen Buch, „Heilige Einfalt“, das Gegenteil, es handle sich um „entwurzelte Religionen“. Entwurzelt wovon?

Roy: Von der Kultur. In einer Kultur sind Normen und Symbole nicht von der Religion abgetrennt. So war es in Europa bis zum 18.Jahrhundert, so ist es im Islam bis heute. Die Religion wird dadurch zu einer weichen Religion. Wenn eine Religion in der Kultur verwurzelt ist, fragt man Sie nicht, ob Sie religiös sind, das wäre unhöflich. Man verwendet die religiösen Grüße, auch wenn man nicht gläubig ist. Man braucht nicht den Glauben, um Weihnachten zu feiern. Nicht alle fasten im Ramadan, aber alle tun so als ob. Als die Päpste die Herren Roms waren, gab es Bordelle – stellen Sie sich vor, man fände heute ein Bordell im Vatikan! Heute trennen sich die zwei Sphären, und zwar in allen Religionen.

Religionen ohne Kultur werden fundamentalistisch, sagen Sie. Dann wäre der Fundamentalismus eine Folge der Säkularisierung.

Roy: Das ist er auch. Die Säkularisierung hat die Religion nicht zerstört, sondern isoliert. Die dominante Kultur verliert das religiöse Wissen – mit Atheismus hat das nichts zu tun, die Atheisten des 19.Jahrhunderts, Marx, Freud, kannten die Religion sehr gut. Umgekehrt denkt die Religion die Kultur als etwas Externes und versucht sich allein auf den Glauben zu stellen.

Aber die Scharia ist fundamentalistisch und dennoch in vielen Kulturen verankert.

Roy: Was nicht heißt, dass sie praktiziert wird. In der ägyptischen Verfassung ist verankert, dass die Scharia Quelle des Gesetzes ist, trotzdem wird sie nicht so angewendet. Denken Sie an den Anfang Juli verstorbenen ägyptischen Literaturwissenschaftler Abu Zaid – ein paar Hardliner forderten wegen seiner Koraninterpretation die Steinigung, der Verfassungsgerichtshof sagte Nein.

Doch extremistische Gruppierungen wie al-Qaida stoßen doch auf gewisses Verständnis auch in traditionellen Gesellschaften.

Roy: Keine einzige politische Gruppierung in den arabischen Ländern unterstützt bin Laden. Seine Basis sind die globalisierten Moslems. Bin Laden ist kein Traditionalist, die Scharia interessiert ihn gar nicht. Er kümmert sich auch einen Dreck um die arabischen Staaten. Soeben hat er eine englischsprachige Seite lanciert – warum? Weil die Leute, die sich für ihn begeistern, eben nicht Arabisch können! Weltweit gibt es immer mehr Konvertiten, gerade unter den Fundamentalisten, al-Qaida besteht zu circa 20Prozent daraus. Sie sind der sichtbarste Ausdruck der „entwurzelten Religionen“.

Der Trend zur Ablösung von der Kultur trifft Ihnen zufolge alle Religionen – im Christentum etwa analysieren Sie die weltweite Ausbreitung der Evangelikalen. Abgesehen von der Politik – was haben diese christlichen Bewegungen mit den islamischen gemeinsam?

Roy: Sie verweigern den Kompromiss, man ist drin oder draußen. Die jeweils bei den Angehörigen der Religion dominante Kultur ist für sie heidnisch – die Salafisten wenden sich ja zuallererst gegen die muslimische Kultur. Es genügt nicht, nominell gläubig zu sein, man befindet sich also nicht mehr in einer Kirche, sondern einer Glaubensgemeinschaft, einer Sekte. Verloren hat man die Kontinuität von Kirche und Gesellschaft inklusive den Nichtgläubigen. Das erfasst auch die katholische Kirche, sie will zwar eine Kontinuität erhalten, aber in der Pädophilie-Debatte geschieht das Gegenteil. Die Kirche fühlt sich belagert, sie kritisiert, „die Gesellschaft“ sei gegen sie.

Wie sollen säkulare Staaten mit den „entwurzelten Religionen“ umgehen – ist es eine Lösung, religiöse Symbole wie Kreuz und Kopftuch oder sogar Burka gleichzusetzen?

Roy: Das ist ein Phänomen unserer Zeit, dass man versucht, die Religionen unter einem Modell zu denken – Imam, Rabbiner, Pastor sind dasselbe, Tempel, Kirche, Moschee sind dasselbe. Der Haken ist, es stimmt nicht! Eine Moschee ist eher wie ein protestantisches Gotteshaus als eine katholische Kirche, die Burka ist ein Gewand und eine Innovation, sie ist nicht in der Tradition verwurzelt, sie wird nur von Frauen getragen und so weiter.

Aber wenn die Gleichsetzung religiöser Symbole ein Unsinn ist, was wäre dann gerecht?

Roy: Die Staaten müssen zwei Prinzipien beachten: Religionsfreiheit und öffentliche Ordnung. Die können einander widersprechen, dann muss der Oberste Gerichtshof eine Wahl treffen. Aber das hat man immer schon so gemacht. Das Glockenläuten zum Beispiel ist in Frankreich kein absolutes Recht, es wurde regelmäßig eingeschränkt, in puncto Dezibel, Dauer, bis hin zum Verbot. Neue Kirchen haben normalerweise gar kein Recht darauf. Neu ist nur: Für den Islam muss man in einer Generation Lösungen finden, für die andere Religionen Jahrhunderte Zeit hatten. Aber man findet sie! In französischen Schulen beispielsweise müssen die Direktoren kein Menü servieren, das „halal“ ist, aber ein Kompromiss ist ein vegetarisches Menü, also gibt es solche. Manche protestieren dagegen – sie wollen, dass alle Wein trinken und Schwein essen.

Und was schlagen Sie für die Burka vor?

Roy: Die meisten Muslime sind nicht für die Burka, und die meisten muslimischen Autoritäten verneinen, dass es eine religiöse Verpflichtung ist. Auf der anderen Seite wollen die Muslime aber kein Gesetz dagegen, weil sie das als Stigmatisierung der Muslime sehen. Die Kirche argumentiert beim Thema Pädophilie gleich, sie fragt, warum handeln 90Prozent der Artikel über die Kirche gerade davon? Die Kirche wird jetzt durch die Brille der Pädophilie gesehen, im Islam ist die Burka die Brille. Aber warum aus einer Randerscheinung eine Hauptsache machen? Deswegen bin ich gegen ein Totalverbot – es wäre auch unvereinbar mit dem Grundsatz der individuellen Freiheit. Aber man könnte im Interesse der Sicherheit beträchtliche Verbote aussprechen, in Banken, Spitälern, Bahnhöfen, Schulen.

Und wie ist es mit Minaretten?

Roy: Dasselbe. Freunde der Normierung sagen, Minarett ist gleich Kirchturm. Aber man kann auch sagen: Minarette sind keine religiöse Verpflichtung, ihr Verbot berührt nicht die Religionsfreiheit. Minarette verbieten heißt im Übrigen anerkennen, dass die Moscheen da sind.

Der Multikulturalismus ist eine Illusion, schreiben Sie, es gehe nicht um Kultur, sondern um Religion. Aber auch Migrantenvertreter sprechen von Kultur und Identität...

Roy: Weil das akzeptiert wird. Aber der Glaube ist keine Identität, der Glaube ist ein Glaube. Das Problem ist, dass man die Spezifität des Religiösen heute nicht sehen will, die Sprache des Glaubens ist unverständlich geworden. Deswegen werden auch die Kirchen zu Sekten – weil die anderen das, was sie motiviert, nicht mehr verstehen.

DAS BUCH: „HEILIGE EINFALT“

Olivier Roy zählt zu den führenden Spezialisten für den politischen Islam, bekannt wurde er u.a. durch sein Buch „Der islamische Weg nach Westen“ (2006).

„Heilige Einfalt“, soeben auf Deutsch erschienen (Siedler Verlag), analysiert die weltweite Ausbreitung „entwurzelter“, d.h. von der Kultur abgelöster Religionen.



Das Interview ist in Kooperation mit dem Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) zum Themenschwerpunkt „Das säkulare Zeitalter“ möglich geworden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.07.2010)

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46 Kommentare
 
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Gast: Mauerspringerin
17.08.2010 01:07
0 0

Oliver Roy

mag zu den führenden Spezialisten für den politischen Islam gehören. Aber was Evangelikale sind bzw. woran sie glauben, davon hat er nicht viel Ahnung.
Warum meckert er daran herum, dass sich diese so verhalten, wie es in der Bibel von Jesus Christus gefordert wird?
Erst einmal bitte: "Tut Buße und glaubt an das Evangelium"= das, was im Neuen Testament zu lesen ist.
Dann wird er vielleicht verstehen, dass sich von Herzen gläubige, wiedergeborene Christen (also nicht Karteileichen irgendwelcher Kirchen!) nicht der Welt angleichen sollen, also nicht so leben sollen, wie es gerade modern/in/üblich ist.
Ein solches weltliches Leben führt zu Nichts als letztendlich ins ewige Verlorensein, in die Gottferne. DAS soll erstrebenswert sein?

Herr Roy, informieren Sie sich doch bitte einmal bei Dr. Christine Schirrmacher, die ist Islamwissenschaftlerin. Das wäre sehr zu empfehlen.

Gast: ACF3000
03.08.2010 09:25
0 0

Eine kultische Gesellschaft bedarf keiner Religionen

Wenn Säkularisierung mit der Freiheit von Religion gleichgesetzt wird, ist das ein Fehler, wenn man unter Religion die Abwesenheit endgültiger logischer Schlüsse versteht.

Kurz und knapp: Selbst das angebliche Verschwinden der Religionen allein wird uns noch zu keiner Aufklärungsgesellschaft machen. Dazu sind die geschichtlichen Mega-Trends des Pragmatismus (Lüge zum zwecke der gesellschaftlichen "Harmonie") und verschleierter Formen des Intrinsizismus ("Werte" ohne Bezug zum Leben und Überleben) zu mächtig und machtvoll.

Erst Objektivismus ist eine der Wahrheit entsprechende Haltung, die durch das Recht auf freie Rede und Meinung geschützt werden muss. Zur Aufrechterhaltung der "öffentlichen Ordnung" sind lediglich eine handvoll liberaler Prinzipien und Gesetze notwendig, deren Kern besagt, dass die erste Anwendung von Gewalt gegen Menschen und ihr Eigentum verboten ist (Non-Aggression-Principle).

Öffentliche Ordnung hat nichts, wie der Interviewte suggeriert, mit Religiosität zu tun. Ganz im Gegenteil: Religiosität ist anti-liberal und anti-wissenschaftlich. Beides sollten wir seit dem Mittelalter eigentlich überwunden haben -- haben es, de facto, aber nicht!

Gast: Irre
02.08.2010 08:56
4 0

Bitte differenzierter!

Es ist immer wieder infam, wenn sogenannte "Experten" für Religion gewaltbereite Islamisten mit friedfertigen evangelischen Christen in einen Topf werfen wollen.

Sicherlich sind auch Christen nicht frei von Fehlern; dazu bekennt man sich als Christ ja auch ausdrücklich, indem man die heilsame Gnade Gottes in Anspruch nimmt. Aber der Terror der letzten Jahrzehnte geht völlig klar und eindeutig von den Islamisten aus, und nicht von (mehr oder weniger) bibeltreuen Christen.

Gast: R2D2
30.07.2010 21:28
2 1

Wie viele Islamisten gibt es in Europa?

Was ich weiß, noch gar nicht so viele.
Und das ist das Tragische. Eine „Minderheit“ haut derartig auf den Putz, dass jedes Land in Europa doch schon gewisse, doch massive Probleme hat. Das ist schon stark. Möchte wer wissen, was los ist, wenn es dann mehr sind?
Lieber nicht, gell?
Ich verdränge das auch lieber.
Genießt den Frieden solange es noch geht Freunde!

(Selbstverständlich meine ich mit Freunde auch die moderaten Muslime.)

Gast: Ketzer
29.07.2010 21:37
5 1

Bibel und Koran wimmeln vor Fehlern

und Fehlübersetzungen, Fehlauslegungen,
sodass sich selbst unabhängige Exerten oft schwer tun.

Re: Bibel und Koran wimmeln vor Fehlern

Necla Kelec meint in ihrem unbedingt lesenswerten Buch "Himmelsreise", daß der Koran mit dem Kinderspiel "Stille Post" zu vergleichen ist. Über hunderte Jahre wurden die Geschichten mündlich weitergegeben, ehe es schriftliche Aufzeichnungen gab - was dabei orientalisch hineinerzählt wurde kann man sich denken - 1001 Nacht!

Gott interessiert sich nicht für Religion!

Es geht nur um MACHT! Die Religion ist der Überbau, damit die Massen nicht darüber nachdenken müssen, was so als "heilig" bezeichnete Menschen befehlen! Hunderttausende Götter wurden verehrt, Menschenopfer dagebracht - wer kennt heute noch Quezalquatl oder Huizilipochtli? Macht und Massenunterwerfung - Millionen folgen den Rattenfängern Gottes oder wie immer bezeichnet - in Wahrheit sind hier totalitäre Ideologien am Werken! Und "Religionsfreiheit" öffnet die Tür für den nächsten 30jährigen Krieg!

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Re: Gott interessiert sich nicht für Religion!

Irrtum! Gott interessiert sich nicht für die Macht, sondern für die Wahrheit: Selig sind die Unterdrückten, denn sie werden Gerechtigkeit finden. Grob gesprochen: alles was in dieser Welt erfolgreich ist, kann vor Gottes Gerechtigkeit nicht bestehen.
Denn die Werte dieser Welt stehen im Gegensatz zu Gottes Welt.

Antworten Antworten Gast: glaubichnich
06.08.2010 15:50
0 0

Re: Re: Gott interessiert sich nicht für Religion!

"Selig sind die Unterdrückten, denn sie werden Gerechtigkeit finden"

Das ist letztlich nichts weiter, als Besänftigung der Unterdrückten: sie sollen sich trösten mit ihrer Seligkeit, und sollen ihre Gerechtigkeit in Gott finden...

...statt aufzubegehren und Pfaffen und Könige weg zu jagen...

Re: Re: Gott interessiert sich nicht für Religion!

Amen! kennen sie Gott? Glauben heißt bekanntlich nichts wissen, aber selig sind angeblich die Armen im Geiste, denn ihrer ist angeblich das Himmelreich!
Aber es geht den Menschen um Macht - unter der grünen Fahnedes Propheten z.B.

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Re: Re: Re: Gott interessiert sich nicht für Religion!

Irrtum!
Glauben heißt mehr wissen!

Aber es geht den Menschen um Macht, da hast du wohl Recht!! besonders unter der grünen fahnl...
eben ähnlich wie ihr pr*phet

Jesus sagt: Das andre ist dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«

findest du das in irgend einer anderen Religion??


4 1

Re: Re: Re: Gott interessiert sich nicht für Religion!

Die Bedeutung dieser Worte liegt darin, dass Glauben Wissen bedeutet, allerdings nur für einen eingeschränkten Kreis von Auserwählten. Als Diskriminierung in Ihrem Sinne waren diese Worte Gottes nicht gedacht.
Sie haben recht:den Menschen auf dieser Welt geht es um Macht.
Es steht aber geschrieben: Mein Reich ist nicht von dieser Welt, i.e. kein Reich der Macht, sondern ein Reich der Liebe; was bedeuet, bedingungslose Hingabe an den Mitmenschen, i.e. an Gott.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: }:-)
29.07.2010 22:11
3 1

Re: Re: Re: Re: Gott interessiert sich nicht für Religion!

",sondern ein Reich der Liebe; was bedeuet, bedingungslose Hingabe an den Mitmenschen,..."
Bitte sagen sie das einem Imam ins Gesicht.
Danke

ungereimt

da sind einige wiodersprüche in diesem traktat von mr.roy
z.b. trennt er religion und kultur..bzw..kulturelle wurzeln...wo doch jeder weis, dass kopftuch oder burka nicht im koran vorgeschrieben sind, sondern vorislamische patriarchale leftovers...sowie auch die weibliche beschneidung...etc..
es geht den seketieren unter den muslimen sehrwohl um kulturelle abgrenzung. deswegen müsste herr al-rawi auch segregationsbeauftragter tituliert werden, statt verlogen integrationsbeauftragter

Antworten Gast: gast
29.07.2010 12:43
1 1

Re: ungereimt

Das Kopftuchtragen wird im Koran durchaus erwähnt (Koran, Sure 24, Vers 31).

Das Tragen der Burka wird nicht klar erwähnt, wird von manchen jedoch so interpretiert. (Koran Sure 33, Vers 53: "...Und wenn ihr sie (Anm.: die Frauen des Propheten) um irgend etwas bitten möchtet (sie um etwas fragt), so bittet (fragt) sie hinter einem Vorhang (einer
Abtrennung). Das ist reiner für eure Herzen und ihre Herzen. ...")

außerdem: Sure 33, Vers 59: "Oh Prophet, sprich zu deinen Frauen und deinen Töchtern und zu den Frauen der Gläubigen, sie sollen ihre Übergewänder über sich ziehen (Anm.: wenn sie ausgehen). So ist es am ehesten gewährleistet, dass sie (Anm.: als ehrbare Frauen? - als muslimische Frauen ?) erkannt und nicht belästigt werden."

Re: Re: ungereimt

Wörtlich steht dort:
Sie sollen sich ihr chumur über ihre Taschen schlagen.

Der Koran-Interpret At-Tabari übersetzt chumur, den im Arabischen nicht verständlichen Begriff, mit Kopftuch. Ohne Angabe von Gründen setzt er hinzu, dass dieses Tuch die Haare, den Hals und die Ohrgehänge zu bedecken habe.

Ch. Luxenberg ( Die Syro-Aramäische Lesart des Koran) weist aber nach, dass dieses chumur das aramäische Band/Gürtel ist.
Der ganze Satz lautet demnach:
Sie sollen sich ihre Gürtel um die Lenden binden.

0 2

Was interessiert die "syro-aramäische Leseart", wenn es doch um Arabisch geht? Und lesen Sie mal nach, was chimar in der damaligen Zeit für eine Bedeutung hatte.

Und im Islam ist niemals etwas "ohne Grund". Zur Auslegung bzw. zur Verdeutlichung wird die Lebensweise (Sunna) des Propheten hinzugezogen.

Aber wem erzähle ich das ... schließlich sind Sie ein Experte auf dem Gebiet!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Irina
05.08.2010 15:23
0 0

Re: Was interessiert die

Die Geschichten samt Mann sind gute Geschichten. Mehr auch nicht.

Re: Re: ungereimt

die sure 33 ist mir bekannt...die diversen deutungen ebenfalls. es lässt sich jeweils das herauslesen, was der leser möchte

Gast: gläubiger Christ
29.07.2010 07:51
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Joseph Ratzinger erntet die Früchte, die er gesät hat


die röm.-kath. Kirche ist mit Ratzinger am besten Weg sich selbst zur Sekte zu marginalisieren…


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Re: Joseph Ratzinger erntet die Früchte, die er gesät hat

Zunächst muss mit aller Deutlichkeit festgestellt werden dass seine Heiligkeit Papst Benediktus secundus Früchte erntet, die lange vor seiner Zeit zugrunde gelegt wurden. Ein untrügliches Kennzeichen eines Heiligen, der die Lasten seiner Vorgänger ertragen muss.

Antworten Antworten Gast: Gast
29.07.2010 20:23
2 0

Re: Re: Joseph Ratzinger erntet die Früchte, die er gesät hat



@ „seine Heiligkeit Papst Benediktus secundus Früchte erntet, die lange vor seiner Zeit zugrunde gelegt wurden“


Hmmm, meinst Du etwa die Rehabilitierung der Pius-Brüder, die unter dem konservativen Papst aus Polen exkommuniziert wurden, weil sie sogar ihm zu extrem waren? Dann, als Ratzinger selber Chef der Glaubenskongregation war…

Und Ratzinger „heilig“? Na dann prost…



Gast: Ösi
29.07.2010 00:52
5 1

Interessanter link. Ja, den Linken haben wir so einiges zu verdanken- Ösi ende!!!

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article8652673/Wer-Verbrechen-totschweigt-schadet-den-Migranten.html

Gast: Ösi
29.07.2010 00:41
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Mich ödet diese ewige Auseinandesetzung mit dem Islam schon so an!

Warum müssen wir uns mit diesen Leuten überhaupt Auseinandersetzen!
Können die uns nicht einfach in Ruhe lassen u. in ihren Ländern ihr Ding durchziehen?

Ich hab' es schon so satt!!!
Mich interessieren Ursache u. Wirkung nicht....weil wir hier in Europa sind.
Fragt sich eben nur wie lange noch.

Re: Mich ödet diese ewige Auseinandesetzung mit dem Islam schon so an!

"Können die uns nicht einfach in Ruhe lassen u. in ihren Ländern ihr Ding durchziehen?"

können sie.
voraussetzung aber wäre: auch wir lassen sie in ruhe, suchen uns für unsere waren andere märkte und verzichten auf ihre rohstoffe und waren!

ach ja: und wir beenden unseren 'kulturexport' in diese länder, der unseren diesbezüglichen 'import' um ein vielfaches übersteigt.

Antworten Antworten Gast: Industriestaatsangehöriger
29.07.2010 19:23
2 0

Re: Re: Mich ödet diese ewige Auseinandesetzung mit dem Islam schon so an!

Dieser sogenannte Kulturexport wird aber schon dankend angenommen. Wir Westler zwingen ja keinen dazu. Das Gleiche mit dem Elektronikmüll der nach Schwarzafrika geschickt wird. Da jammerte bei einer Dokumentation einer, dass wir Afrika unseren Dreck schicken. Da meine ich; Sagt einfach NEIN da unten.

 
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