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Papst auf Sizilien: Eine Botschaft gegen die Mafia

03.10.2010 | 19:33 |   (DiePresse.com)

Die Gläubigen dürften sich nicht von organisierter Kriminalität und Arbeitslosigkeit einschüchtern lassen, so Benedikt XVI. Es ist sein erster Besuch auf Sizilien.

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Bei seinem ersten Besuch als Papst in Palermo auf Sizilien hat Benedikt XVI. am Sonntag klare Worte gegen das organisierte Verbrechen gefunden. "Gebt den Einflüssen der Mafia nicht nach, denn sie ist eine Straße des Todes", sagte der Papst am Abend bei einem Treffen mit Tausenden von Jugendlichen auf der Piazza Politeama im Zentrum der süditalienischen Stadt. Die Jugendlichen begrüßten die eindeutige Stellungnahme des Kirchenoberhauptes mit minutenlangem donnernden Applaus, berichteten italienische Medien.

Am Vormittag hatte Benedikt die Palermitaner bereits ermutigt, vor den Plagen des organisierten Verbrechens und der Arbeitslosigkeit nicht zu resignieren. "Ich bin heute hier, um Euch zu ermutigen, keine Angst zu haben, klar und deutlich christliche und menschliche Werte zu bezeugen", sagte das Kirchenoberhaupt bei einer Messe auf der Strandpromenade. Nach Angaben des Vatikansprechers Padre Federico Lombardi nahmen etwa 200.000 Menschen an dem Gottesdienst teil. Benedikt forderte sie auf, sich an dem 1993 ermordeten Anti-Mafia-Priester Don "Pino" Puglisi ein Beispiel zu nehmen.

Don "Pino" (Giuseppe) Puglisi, geboren 1937 im Elendsviertel Brancaccio in Palermo, kämpfte gegen die sizilianische "Cosa Nostra" und deren Machenschaften. Er wurde 1993 nur wenige Monate vor dem Besuch von Benedikts Vorgänger Johannes Paul II. auf der Straße erschossen. Der polnische Papst geißelte darauf in einer Predigt in Agrigent die Mafia für ihre "Kultur des Todes".

Christliche Vergangenheit Siziliens

Das Kirchenoberhaupt erinnerte zudem an die große Vergangenheit Siziliens. Die Insel sei eine der ersten italienischen Regionen, in denen sich das Christentum ausgebreitet habe, sagte der Papst. Zudem würdigte er den hohen Stellenwert, den die Familie auf Sizilien genieße.

Nach der Messe am Morgen war der 83-jährige Pontifex mit den sizilianischen Bischöfen im erzbischöflichen Palais zu einem Mittagessen zusammenkommen. Am Nachmittag hatte er außerdem Priester, Ordensleute und Seminaristen in der Kathedrale der Stadt getroffen. Gegen 21 Uhr kehrt Benedikt nach Rom zurück.

(APA)

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17 Kommentare
Gast: Kleiner Maxi
07.10.2010 10:23
0 0

Für die MAFIA

war die Botschaft Seiner Heiligkeit,
des Heiligen Vaters.

Kyniker
05.10.2010 22:05
4 0

@ „Gebt den Einflüssen der Mafia nicht nach, denn sie ist eine Straße des Todes“






sagte der Papst, bei dessen Hausbank noch am 21. September 23 Millionen Euro wegen Geldwäsche-Verdachts eingefroren wurden…





Anmerkung: dieser Kommentar wurde wiederholt gepostet, da es von einem Mitarbeiter der Presse-Online als „beleidigend“ und „anstößig“ befunden wurde und der Zensur zum Opfer fiel




Antworten Gast: Gast
07.10.2010 19:46
0 0

Re: @ „Gebt den Einflüssen der Mafia nicht nach, denn sie ist eine Straße des Todes“

@ Zensur: Sie wissen schon, dass „Die Presse“ im Besitz der römisch-katholischen Kirche ist?

Kyniker
05.10.2010 18:42
7 0

@ „Ich bin heute hier, um Euch zu ermutigen, keine Angst zu haben, klar und deutlich christliche und menschliche Werte zu bezeugen“






sagte der ehemalige Präfekt der Glaubenskongregation, der jahrelang über Missbrauch und Vertuschung mit System Bescheid wusste…





Anmerkung: dieses Posting wurde wiederholt gepostet, da es von einem Mitarbeiter der Presse-Online als „beleidigend“ und „anstößig“ befunden wurde und der Zensur zum Opfer fiel




Kyniker
04.10.2010 23:20
10 0

@ „Die Gläubigen dürften sich nicht von organisierter Kriminalität […] einschüchtern lassen“






was war da doch gleich mit Paul Casimir Marcinkus, Roberto Calvi, der Banco Ambrosiano, Ettore Gotti Tedeschi, dem Buch „Vatikan AG“…






Antworten Gast: Kiebitz
05.10.2010 11:16
5 0

Re: @ „Die Gläubigen dürften sich nicht von organisierter Kriminalität […] einschüchtern lassen“

"Vatikan AG"
Lesen äußerst lohnend!

Antworten Antworten k19
07.10.2010 10:42
2 0

aber unbedingt

ein Speibsackerl zum Lesen:
Was die rkk-Staatsbank da aufgeführt hat ist wirklich zum Kotzen.

Antworten Antworten Antworten Gast: Kl.Max
07.10.2010 14:32
0 0

Re: aber nix dagegen,

im Vergleich zur USA-FED und Umfeld

jgpJim
04.10.2010 07:33
11 1

Die Geschichte des Christentums.

Da sollte der Oberste doch etwas vorsichtiger damit umgehen, denn da gehört auch dazu, Folter, Vertreibung, Hexenverbrennung, Kriegshetze und noch weitere unzählige Schandtaten, die unter dem Symbol des Kreuzes, von den Vertretern der Kirche, im Laufe der Jahrhunderte, verbrochen wurden.

Re: Die Geschichte des Christentums.

Egal, ob es grad´ zum Thema paßt oder nicht - die Glaubens-Archäologen wühlen am untersten Bodensatz der längst vergangenen Geschichte - Hauptsache es geht gegen Kirche und christlichen Glauben. Ja, da kommt Freude auf ..................

3 1

keine Angst vor der Zukunft zu haben ist leicht

wenn man Mitglied der kath. Kirche ist - aber net als junge/r Arbeislose/r mit 5 Kindern

Gast: g1
03.10.2010 19:59
3 0

wenn der papst gegen die mafia ist, dann sollten wir davon ausgehen, dass in der vatik. bank auch keine mafia gelder lagern!


Antworten Gast: gast
05.10.2010 21:15
3 0

Re: wenn der papst gegen die mafia ist, dann sollten wir davon ausgehen, dass in der vatik. bank auch keine mafia gelder lagern!

denn Herr Ratzinger ist ein ehrenwerter Mann ;o)

Antworten Gast: Kiebitz
03.10.2010 22:26
4 0

Re: wenn der papst gegen die mafia ist, dann sollten wir davon ausgehen, dass in der vatik. bank auch keine mafia gelder lagern!

Vatikan AG

Gast: gast-ritis
03.10.2010 19:44
9 2

>Die Gläubigen dürften sich nicht von organisierter Kriminalität und Arbeitslosigkeit einschüchtern lassen<



Dem stimme ich voll und ganz zu!
.
- Also ihr lieben rkK-Mitglieder; Euer Oberhaupt hat die Selbstauflösung der Organisation ausgerufen!

- Bin gespannt wie sich die vollziehen wird. Wenn die Mitglieder aus der verordneten Gedankenarbeitslosigkeit erwachen und geistig zu arbeiten beginnen. (anstatt nur immer zu glauben) - spannend -


cwt123
03.10.2010 17:06
0 1

hmmm

Arbeitslosigkeit schüchtert also ein?
pfff entweder arger Übersetzungsfehler oder zuviel Messwein

Antworten Stargast
05.10.2010 19:17
0 0

Re: hmmm

das steht hier mit keinem wort - bitte genauer lesen. resignieren bedeutet ja nicht einschüchtern lassen.