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Missbrauchsopfer klagt Republik auf 654.000 Euro

06.10.2010 | 11:36 |   (DiePresse.com)

Ein heute 60-Jähriger soll als Kind in einem katholischen Internat in Graz missbraucht worden sein. Seine Anwältin sieht eine Mitschuld der Republik Österreich und verlangt Entschädigung.

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Die Republik Österreich sieht sich erstmals mit einer Klage wegen sexuellen Missbrauchs in einer katholischen Institution konfrontiert: Ein heute 60-Jähriger fordert vom Staat 654.000 Euro. Er soll als zwölfjähriges Kind in einem von der Kirche geführten Internat in Graz vom Präfekten missbraucht worden sein. Die Vorwürfe seien zwar strafrechtlich verjährt, dennoch müsse es für das Opfer eine Entschädigung geben, sagt dessen Anwältin Vera Weld im Ö1 Morgenjournal.

Auf die exorbitante Summe von 654.000 Euro kommt die Anwältin, weil die Missbrauchserfahrung das Leben ihres Mandanten zerstört habe. 100.000 Euro habe er für Therapien ausgegeben, einen Selbstmordversuch nur knapp überlebt. Außerdem habe er sein Studium abbrechen müssen und deshalb weniger verdient - der Verdienstentgang wurde durch den Vergleich mit einem Parallelstudenten an der Technischen Universität errechnet.

Dass sie das Geld vom Staat und nicht von der Kirche verlangt, begründet Weld mit den "Sonderprivilegien für die katholische Kirche durch das Konkordat", also der völkerrechtlichen Vereinbarung zwischen der Republik Österreich und dem Vatikan. Einerseits sei das Konkordat zwischen Österreich und dem Vatikan nicht mit dem EU-Beitrittsvertrag vereinbar und andererseits müsse jemand haften - in diesem Fall die Republik - wenn sich die Kirche durch das Konkordat völlig der Kontrolle entzogen habe.

Die Finanzprokuratur, die die Republik Österreich vertritt, bestätigt, dass diese Forderung eingegangen ist, sie hat nun drei Monate Zeit, darauf zu antworten. Inhaltlich will man dort derzeit nicht Stellung nehmen.

(APA/Red.)

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29 Kommentare
 
1 2
Gast: zweifelhaft
19.10.2010 20:08
0 0

abuse excuse ?

Der angebliche Vorfall hat im Jahr 1962 stattgefunden. Ich nehme an, dass der "Täter" bereits verstorben ist. Hat das Opfer auch nur die Spur eines Beweises? Oder wird jetzt posthum der Ruf eines Mannes ruiniert, der sich nicht mehr wehren kann?
48 Jahre danach ist schon reichlich spät für Schadenersatzforderungen. Und seine psychischen Störungen können auch ganz andere Ursachen haben.
Sucht er einen Sündenbock für sein verpfuschtes Leben?

Die Anwältin "sieht eine Mitschuld" der Republik..

Ja, sollte denn die Republik Österreich "mitgefummelt" haben ??? Wenn ja, mit Mitmachen welches "Repräsentanten" denn wohl ?

Gast: ndererseits
07.10.2010 14:49
1 0

Die Kirche brennt

...und dieser Mann ist nur eines von unzähligen Opfern, deren Leben bereits im Kindes Alter zerstört worden ist. Derartige Verbrechen sind meines Erachtens durch nichts wieder gut zu machen. Unaufhörlich auf die Missstände innerhalb dieser kranken Institution in aller Klarheit hinzuweisen ist das Einzige was wir tun können.

http://www.youtube.com/watch?v=54O4-SSXXfM

Re: Die Kirche brennt

..... ja, ja is´ scho´ recht - aber darf man das üble Geschehen - durch Einzeltäter verursacht - generalisieren, auf "Kirche" in Bausch und Bogen verallgemeinern ????

Viele der "Gerechtigkeitsritter" in diesem Forum hier sollten auch das berücksichtigen. NIcht alles, was Kirche ist, ist schlecht und verdorben, nicht alles, was Islam ist, ist schlecht und unmenschlich, nicht alles was ......... sich Kritiker, Kyniker etc... nennt ist der Wahrheit nahe.

Antworten Antworten Gast: gast
07.10.2010 19:41
2 0

Re: Re: Die Kirche brennt

sind aber viele „Einzeltäter“…

Antworten Antworten Antworten Gast: glaub_nix
24.10.2010 15:42
0 0

Re: Re: Re: Die Kirche brennt

..und soll jede Einzeltat ohne Verjährung gesühnt werden!
Damals hätte kein Opfer gegen die Allmacht der Kirche eine Chance gehabt,
daher soll das heute geschehen.

Ist es nicht auch eine Form von Mißbrauch...

Mißbrauch des Steuerzahlers, der herangezogen wird für eine Untat, die nicht nur verjährt wäre - sofern sie überhaupt stattgefunden hat - sondern mangels Zeugen oder Beweismaterial gar nicht gerichtsfähig wäre.

Nur der Anwalt/Anwältin hat sein Honorar sicher ...

Kyniker
06.10.2010 22:38
7 0

@ „exorbitante Summe von 654.000 Euro“






ja, 654.000 Euro für den Mord an einer Kinderseele ist schon „exorbitant“…






Antworten Gast: glaub_nix
24.10.2010 15:43
0 0

Re: @ „exorbitante Summe von 654.000 Euro“

Der erlittene Schaden ist wesentlich höher!

Kyniker
06.10.2010 22:37
5 0

@ „Ein heute 60-Jähriger soll als Kind in einem katholischen Internat in Graz missbraucht worden sein. Seine Anwältin sieht eine Mitschuld der Republik Österreich und verlangt Entschädigung.“






ja ist es denn die Aufgabe des Staates Kinder vor Missbrauch durch eine Kirche zu schützen…






Kyniker
06.10.2010 22:37
6 0

@ „Konkordat zwischen Österreich und dem Vatikan nicht mit dem EU-Beitrittsvertrag vereinbar“






ja aber das Konkordat mit dieser Kirche wurde schon 1933 geschlossen – als das Parlament ausgeschaltet war, der Vatikan den Putsch begrüßt hatte und Dollfuß mit dem apostolischen Segen auf die Österreicher schießen ließ…






Antworten Gast: glaub_nix
24.10.2010 15:46
0 0

Re: @ „Konkordat zwischen Österreich und dem Vatikan nicht mit dem EU-Beitrittsvertrag vereinbar“

.. Österreich nimmt noch immer die Moslems auf, obwohl diesen alten Vertrag mit den Bosniern, der Franz Joseph 1912 geschlossen hat, da sagt auch niemand was.

Gast: Наталія
06.10.2010 12:39
3 8

Viele Ws?

Warum klagt er nicht gleich 6 Millionen oder 60 Millionen ein?
Warum klagt er erst jetzt und nicht schon vor Jahren?
Warum die Republik und nicht die Kirche oder den Vаtikan oder Gоtt oder Shіva?
Warum eine Einzelklage und keine Sammelklage?
Unter kräftiger Mithilfe solcher __wіndigen__ Anwältе wird krampfhaft versucht, amerikanische Zustände und die dortigen Fantastillionen-Klagen auch in Europa zu etablieren. Auf der Stecke bleibt schlußendlich -- nach Abzug aller Honorare -- wieder der kleine Mann, der vom großen monetären Glück träumte ...


Antworten Merlin
06.10.2010 17:39
1 4

Re: Viele Ws?

Mit etwas Sinn für Zahlenmystik müsste das "Opfer" wenigstens 654.321,0 EUR einklagen ... (und nicht 654.000)

Merlin
06.10.2010 11:56
2 10

Super

In diesen Krisenzeiten sind Diskriminierungsklagen bald die einzige Art noch reich zu werden. Dank real existierendem Sozialismus.

Antworten Gast: Gast
07.10.2010 21:34
3 0

Re: Super




wohl eher real existierender Katholizismus ;o)




Antworten Gast: ein Schelm
07.10.2010 20:53
4 0

wohl eher real existierender Katholizismus ;o)))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))


Antworten Gast: geh
06.10.2010 12:06
10 1

Re: Super

Was hat das mit Sozialismus zu tun?

Antworten Antworten Merlin
06.10.2010 16:18
2 8

Re: Re: Super

Sehr viel - nur im Sozialismus gedeiht eine allumfassende Opfermentalität. In einer freien Gesellschaft hingegen die Verantwortung des Einzelnen und der Leistungsgedanke.

Antworten Antworten Antworten k19
10.10.2010 20:48
0 0

In einer freien Gesellschaft hingegen die Verantwortung des Einzelnen und der Leistungsgedanke

Klingt nach
ÖVP
Giebelkreuzmafia
röm.-kath. Kirche
... also: klingt ekelhaft

Antworten Antworten Antworten JosefGott
06.10.2010 20:39
1 1

Re: Re: Re: Super

Der echte Merlin war ein Waiser Mann...

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Gast
07.10.2010 21:50
1 0

Re: Re: Re: Re: Super

dieser Merlin ist ein echter Katholik…

Gast: gast
06.10.2010 11:22
4 9

langsam wird es lächerlich


auf einmal ist jeder, der mit der kirche oder sonstwem in der jugend in kontakt kam, mißbraucht worden, und will geld.

Antworten Gast: glaub_nix
24.10.2010 15:52
0 0

Re: langsam wird es lächerlich?

So lächerlich finde ich einen Missbrauch nicht!
Rohrstock und Watschen waren damals jede Religionsstunde üblich, dafür bin ich dann später eh ausgetreten und heute habens die schlechte Nachrede mit zigtausend Austritten!

Antworten Gast: no way
06.10.2010 12:08
7 2

Re: langsam wird es lächerlich

Was heisst "jeder"?
Wissen Sie mehr, oder versuchen Sie nur, Ihr Erbrochenes in Worte zu fassen?

Gast: gastistda
06.10.2010 10:33
4 9

In diesem Fall

ist es ja ganz klar,daß der betroffenen Person in erster Linie um die Kohle geht,und nicht um das Problem selber.

Zum Glück sind wir nicht in den USA.
Bei Allem Bedauern von Mißbrauchsfällen,aber das stinkt gewaltig

 
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