26.05.2012 03:12 | Meine Presse Merkliste 0

Kirche: Wie realistisch sind die Wünsche der „Rebellen“?

30.08.2011 | 18:37 |  von Duygu Özkan und Eva Winroither (Die Presse)

Frauen als Priester, Kommunion für Geschiedene: „Die Presse“ hat den „Aufruf zum Ungehorsam“ der Pfarrerinitiative rund um Helmut Schüller auf sein Konfliktpotenzial untersucht.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Wien. Ungehorsam – ein Wort schlägt hohe Wellen. Es war im Juni, als die Pfarrerinitiative rund um Helmut Schüller, Pfarrer von Probstdorf, die Priester zu „Ungehorsam“ aufgerufen hat. Mittlerweile wird die Initiative von 300 Betroffenen – und der Mehrheit der Bevölkerung unterstützt. Laut einer Oekonsult-Umfrage für die Austria Presse Agentur sprechen sich 76,5 Prozent der befragten Österreicher für die Initiative aus. „Die Presse“ hat sich die einzelnen Forderungen auf ihre Umsetzbarkeit und gelebte Praxis hin angesehen.

1. Bei jedem Gottesdienst eine Fürbitte für die Kirchenreform sprechen

Herbert Bartl von „Priester ohne Amt“ tut es und auch Pfarrer Walter Reichel aus Kottingbrunn. Sie sprechen bei jedem Gottesdienst eine Fürbitte für eine Kirchenreform aus. Als ersten Punkt in ihrem „Aufruf zum Ungehorsam“ hat die Pfarrerinitiative dieses Zeichen gesetzt, das von den 300 Unterstützer nun regelmäßig zelebriert wird. Mit positiver Rückmeldung – sagen sie – von den Kirchenbesuchern. „Wir haben bis jetzt noch keine Beschwerde gehört“, sagt auch Michael Prüller, Sprecher der Erzdiözese Wien.

2. Geschiedenen, Wiederverheirateten und Ausgetretenen Eucharistie nicht verweigern

„Die Eucharistie ist kein soziales Event, an dem jeder, der kommt, nach Belieben teilnehmen kann“, meint Jan-Heiner Tück, Professor für Dogmatische Theologie an der Uni Wien. Aber: Es sei schmerzlich, dass nicht alle an der Eucharistie – „Quelle und Höhepunkt des kirchlichen Lebens“ – partizipieren können. Es gebe bereits eine breite Debatte darüber, Geschiedenen und Wiederverheirateten die Eucharistie zu spenden. Denn Betroffene würden sich „durch den Ausschluss von der Eucharistie häufig zu Christen zweiter Klasse degradiert fühlen“, so Tück. Selbst Papst Benedikt XVI. habe in einem Interview mit dem deutschen Journalisten Peter Seewald gemeint, dass man über diese Frage intensiv nachdenken müsse. Ob die Eucharistie den zeitweise Ausgetretenen gespendet werden soll/kann, hänge vom Einzelfall ab, meint Tück weiter. Nämlich davon, welche Motivation der Austritt hatte.

In der Praxis dürften die Pfarrer mit dieser Forderung am wenigsten zu kämpfen haben. Denn wenn ein Pfarrer mehrere Gemeinden betreuen muss, verliert er schnell den Überblick: „Wir wissen sicher nicht immer, ob jemand wiederverheiratet, aus der Kirche ausgetreten oder geschieden ist“, sagt Pfarrer Walter Reichel.

3. Für Pfarrer nur Sonntagsmessen in einer Kirche; keine „Gastspiele“

Der akute Priestermangel der katholischen Kirche quält nicht nur die Gemeinden, sondern auch die Priester selbst. „Die Wahrheit ist, dass immer eine Gemeinde zu kurz kommt“, sagt Pfarrer Walter Reichel. Er betreut seit fast 30 Jahren die beiden Pfarren in Kottingbrunn und Schönau/Triesting und zelebriert vier Gottesdienste an einem Sonntag. Da kann es schon vorkommen, dass er zu spät zum Gottesdienst kommt. Könnte er es sich aussuchen, würde Reichel eine Pfarre abgeben. Chancen sieht er dafür aber nicht, denn: „Jeder Kollege im Umkreis betreut zwei Pfarren.“ In der Erzdiözese Wien werden derzeit 195 Pfarren von 660 von einem ortsfremden Pfarrer betreut. „In Zukunft kann daher schon sein, dass die Pfarrgrenzen neu gezogen werden“, sagt Prüller von der Erzdiözese Wien. Die würden dann abhängig von der Gemeindegröße sein.

4. Wortgottesdienst mit Kommunionspendung als „priesterlose Eucharistiefeier“ ansehen

Pfarrermangel und die Zusammenlegung von mehreren Gemeinden würden dazu führen, dass Eucharistiefeiern nicht mehr in jedem Ort stattfinden. Die Pfarrerinitiative fordert daher, dass die Feier im Ort bleibt und auf jeden Fall abgehalten werden soll – auch ohne Priester. Wenn die Eucharistie von Laien abgehalten wird, „würde das die sakramentale Struktur der katholischen Kirche antasten und wäre nicht hinnehmbar“, so Tück.

5. Predigtverbot für kompetent ausgebildete Laien/Religionslehrer missachten

„Ich habe selbst auch schon gepredigt.“ Laut Hermann Bahr von der Laieninitiative ist diese Forderung leicht umzusetzen. Prinzipiell ist der „Dienst am Wort Gottes“ sowie der „Dienst am Altar“ dem „sakramental ordinierten Amt“ vorbehalten. Tück weist aber darauf hin, dass das Kirchenrecht in dieser Hinsicht auch Ausnahmen mache: Im Bistum Basel etwa haben auf Initiative des Bischofs Kurt Koch – und nach Absprache mit Rom – auch Laien gepredigt.

6. Einen Vorsteher für jede Pfarre: Ob Mann, Frau, verheiratet oder nebenamtlich

Dass eine Pfarre einen Vorsteher haben muss, darüber scheinen sich alle einig zu sein. Auch, was die Umsetzung betrifft, gibt es Berührungspunkte. Im Hirtenbrief vom Mai 2011 erwähnt Kardinal Christoph Schönborn, dass die Leitung von kleineren Gemeinden getauften Männern und Frauen übertragen werden kann. Diese werden wiederum in nächster Instanz von einem Pfarrer geleitet.

7. Sich für die Zulassung von Frauen und Verheirateten zum Priesteramt aussprechen

Das ist sicher der wundeste Punkt: „Priester, Äbte oder Bischöfe hatten schon immer Freundinnen“, sagt Richard Picker, Theologe und Psychotherapeut von der Initiative „Priester ohne Amt“ in Wien. Heute hätten rund 50 Prozent aller Priester, schätzt sein Kollege Herbert Bartl, eine Freundin im Laufe ihres Priesterlebens. Eine Tatsache, die bei den Gemeindemitgliedern bis zu den Bischöfen oft bekannt (und akzeptiert) sei. Probleme gäbe es dann, wenn Priester damit an die Öffentlichkeit gehen wollen – dann, so Bartl, würde jeder so tun, als wisse er von nichts. Die Kirche für eine Frau zu verlassen sei auch aus finanzieller Sicht schwierig – weil eine weltliche Berufsausbildung fehle. Noch viel schwieriger verhält es sich mit der Ordination von Frauen: „Ich glaube, dass sich sofort 500 bis 900 Frauen zu Priesterinnen weihen lassen würden“, sagt Christine Mayr-Lumetzberger. Sie ist die einzige „geweihte Bischöfin“ in Österreich und wurde dafür von der Kirche exkommuniziert. Derzeit seien „Interessentinnen“ meistens als „Pastoralassistentinnen oder Religionslehrerinnen tätig“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.08.2011)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

190 Kommentare
 
1 2 3 4 5
Gast: xGeorgx
12.03.2012 14:17
0 0

Kirchenreform..

Die Röm. Katholische Kirche hat eben keine demokratische Struktur – und das kann man in unserer Zeit akzeptieren oder nicht! Andernfalls hätte sie niemals 2000 Jahre als homogene Glaubensgemeinschaft überlebt. Jedem Christen (auch Schüller und Konsorten), der mit der autoritären Struktur der Amtskirche nicht einverstanden ist, steht es heute frei, sich einer anderen christlichen Glaubensgemeinschaft (z.B. besonders den Altkatholiken, deren Konstitution den Forderungen Schüllers schon seit 1879 entsprechen – siehe Wikipedia!) zuzuwenden, ohne sich dem „Makel“ des Atheismus auszusetzen. Der Anspruch der röm.kath. Amts-Kirche auf „alleinseeligmachend“ scheint zwar aus machtpolitischer Sicht verständlich, aber für einen aus dem Evangelium lebenden Christen wohl bei weitem überzogen.

Gast: Klaus
03.09.2011 18:57
0 3

Reform....

Man ist als Katholik nur noch traurig über solch einen Aufruf zum Ungehorsam.
Es lebe die röm.kath.Kirche.
Es lebe der Papst.
Sollten wir doch ohne Sorge sein, unsere römische Kirche wird auch weiter bestehen
und nicht untergehen.

6 0

interessanter Artikel der konservativen FAZ zur Situation der Katholischen Kirche in Österreich


http://www.faz.net/artikel/C30351/katholische-kirche-es-lutherlt-im-staate-oesterreich-30495376.html


Gast: Helga Kucera
01.09.2011 14:29
26 0

Kirchenreform

Seit vielen Jahren bestehen Bemühungen der Gläubigen um Kirchenreformen,die dringend nötig wären, jedoch ohne Erfolg.
Herr Mag. Helmut Schüller einst Direktor der Caritas wurde aus diesem Grund seines Amtes enthoben und als Pfarrer nach Probstdorf versetzt.Dies zur großen Empörung vieler Gläubiger. Viele Gebote und Vorschriften sind in der heutigen Zeit für Priester nicht mehr zumutbar und es besteht die Gefahr, dass sich niemand mehr um die Verbreitung und Praktizierung des Kath. Glaubens finden wird.

Antworten Gast: Gastxy
02.09.2011 17:14
0 15

Re: Kirchenreform

Bohöffer sah seine religionslose Religion als wünschenswert, Luther lehrte die Menschen, jeder könne selber Priester sein und sich die Bibel auslegen. So wurden tausende verschiedene Sekten geboren, die sich alle christlich nennen und alle verschiedenes glauben. Brauchen wir eine weitere unheilige Abspaltung, wo sich jede Gemeinde mit den Pastis und Bildungsvereinen selber seine Rosinen picken kann? Nachdem das in Österreich weiestgehend schon geschehen ist unter den Augen der laschen Bischöfe haben wir nun das Resultat: eine völlig verbildete Christengemeinde, die meint der Mensch ist das Ziel. Das erste Gebot wurde vergessen.

6 0

Re: Re: Kirchenreform

Sie meinen, die heutige Christengemeinde glaubt nicht mehr an Gott??

Antworten Antworten Antworten Gast: Gastxy
02.09.2011 21:00
0 5

Re: Re: Re: Kirchenreform

Das Gottesbild der verbildeten Christen nähert sich dem der Freimaurer rasant an, die für alles offen sind.

Antworten Gast: Litup
01.09.2011 21:20
1 17

Re: Kirchenreform

Der Wille des Menschen ist zu respektieren und wenn sie Frau Kucera der Meinung sind, die Gläubigen bestimmen selber was zu glauben ist und was ihnen genehm ist, was sie mögen und was nicht dann ist das ihr gutes Recht. Nur lassen sie bitte die Gläubigen, die sich der röm.kath. Kirche zugehörig fühlen und auch tatsächlich dazu gehören indem sie die röm. kath. Kirche respektieren(ubi petrus ibi eccleseia) bitte bitte in Ruhe. Gründen sie doch ihren eigens komponierten Verein oder halten sie sich an die Lutheraner, die alles verwirklicht haben was sie wollen. Rauben sie den treuen Katholiken nicht ihre Heimat, indem sie sich in den Strukturen der Kirche einnisten und so tun als wären sie röm.katholisch, aber protestantisches Gedankengut vertreten.

Gast: Edmund Wucherer
01.09.2011 10:12
1 0

Minireformen

Diese Reformen sind überfällig, doch im Hinblick auf das Ganze uninteressant, denn:
1. Der Gott der Bibel existiert nicht
2. Jesus kann daher nicht Gottes Sohn sein
3. Die Erfindung der Erbsünde ist nicht nur Märchen, sondern die Menschheit diffamierendes Verbrechen.
Kurz, Religion ist überholt. Wir brauchen auch keine Moral (Bibel), sondern Ethik (Vernunft).

Antworten Gast: rudolf rudolfensis
01.09.2011 22:03
1 0

Re: Minireformen

Woher kommt es dann, dass ein Bursch seine Freundin ersticht, nur weil sie ihn verlassen will?

Ist der Mensch wirklich nur gut?
Die Realität lehrt etwas anderes. Der Mensch ist zu allem fähig und zwar jeder. Es hängt sehr viel von den Umständen ab. Bevor ein Mensch verhungert kann er zum Kanibalen werden.

Das Wort Gottes verkündet das realistisch und warnt den Menschen sich ohne Gott auf sich und seinen Stolz auf seine weiße Weste zu verlassen.

Denn dieser ist der, der als erster andere zertritt um selbst die Nase oben zu behalten.

Gott kann dem Menschen aus dieser misslichen Lage, dass er in einer Welt voller Gewalt und Betrug und innerer Zwänge steckt erretten und Ruhe geben. Aber nur durch das Wort Gottes.
Das ist das Wunder.

Wer die Bibel einmal ganz durchliest, wird entdecken, wie realistisch und praktisch sie ist. Es reicht fürs erste, dass zumindest die Evangelien gelesen werden: unheimlich inspirierend!!!

Antworten Gast: Bernhard von Clairvaux
01.09.2011 14:03
0 4

Re: Minireformen

Zitat Besser noch das Ärgernis geschiet, als dass man die Wahrheit im Stich lässt.

Gast: Kirchensteuerzahler
01.09.2011 09:01
2 16

Leider läßt sich nicht eruieren

wie viele der "76,5 Prozent der befragten Österreicher für die Initiative" einfache Kirchensteuer zahlende Katholiken waren (ohne Kirchenkarriereristen die von der Kirche mehr nehmen als geben) die ihren Glauben ernst nehmen und wie viele zu jenen gehören die der Kirche nur und immer wieder Schaden zufügen wollen.

An den Zeitungs- wie auch Forumskommentaren kann man sehr gut erkennen, dass die Fürsprecher der diversen Kirchenreförmler fast allesamt Kirchenhasser sind.


12 0

es heißt "Kirchenbeitrag",

aber wie soll das ein der Kirche Fernstehender auch wissen?

Knieriem
01.09.2011 00:17
3 3

Wünsch Dir was?

Ich glaube, daß das was sich die meisten Katholiken tatsächlich wünschen, eine Pfarre ist, die mit einem Pfarrer besetzt ist.
Ob der zölibatär lebt oder verheiratet ist, ist sekundär. Seelsorger muß er sein!
Mangel an Seelsorgern ist wahrscheinlich auch eine der Ursachen, bzw. Beschleuniger der Errosion an Gläubigen.
Schüller und seine Mitstreiter sollten aber bei allem Eifer, bei aller Verletztheit auch bedenken, daß sie jenen in die Hände spielen, deren Befindlichkeit zwischen geheuchelter Sorge und blankem Haß liegt.
Andereseits ist die katholische Kirche, besonders für Priester, aber auch Gläubige keine "Wünsch-Dir-Was"-Veranstaltung. Stadler brachte es auf den Punkt, daß viele der Forderungen schon erfüllt sind - im A.B. Aber auch und gerade dort laufen die Gläubigen davon. Dort müssen Kirchen aufgelassen werden, dort verwirklichen sich Bischöfinnen selbst, verlassen ihre Schäfchen und gehen in die Politik, oder fahren betrunken Auto, sammeln irregeleitete evangelische Priester von ihren Gläubigen Spenden für die größte Moschee Deutschlands, war der Kampf gegen Atomkraft in den 70ern und 80ern wichtiger, als der Kampf um die Gläubigen, etc.
Jedenfalls beweist das, daß auch "erfüllte" Forderungen nicht die Kirchen füllen.
Es wird behauptet, daß die Kirche keine Antworten auf die heutigen Probleme mehr hat. Man muß die Bibel aber schon auch fragen, oder?
Dem Zeitgeist hinterherhecheln wird die kirchlichen Probleme aber sicher nicht lösen.

Antworten ich99
01.09.2011 08:26
2 1

Re: Wünsch Dir was?

ja, so kann man es sehen..... mit der Ausnahme der Analyse dass der Priestermangel die Errosion der Gläubigen beschleunigt....
Das wärewohl etwas zu einfach. Mehr Priester und schon sind wir wieder im Land der Seligen. Wenn Kinder durch Eltern und Verwandte nicht mehr zur Kirche gebracht werden, kaum mehr die Grundgebete kennt , der wöchentliche Sonntagsbesuch - was ist das , wozu?- nicht stattfindet und man die Kirche bestenfalls nochdurch die Kindermette am 24. Dez kennt, dann hat das eher mit einer Errosion der Gläubigen zu tun. Wer die APG 2010 und die "Mission" ein wenig verfolgt hat , und dabei gesehen hat wie jene die da versuchten mit allen ( Nachbarn, Gemeinde...) nicht einmal zum Gespräch eingeladen wurden ( verschwind's....) dann sagtdas mehr. Das heute Priesterberufung eher in monastischen Gemeinschaften ( und dort mehr als je zuvor) stattfinden dann ist das auch ein Zeichen dass man zur Kenntnis nehmen sollte.

Thonet H.
31.08.2011 17:47
2 19

Kein Wunder, dass angeblich eine Mehrheit von großteils Ahnungslosen

diese Funktionärsinitiative unterstützt, denn nur mehr im Schnitt 14% der Katholiken sind noch praktizierend und davon sind viele, die sich mit dem Sitzen in der Kirche am Sonntag zufrieden geben, sonst aber von einem Glauben an den lebendigen Gott, der angebetet werden will, dessen Gebote eingehalten werden sollen und in dessen Nachfolge jeder Christ gerufen ist, nicht viel wissen wollen.

Das Ganze dient nur, die Negativschlagzeilen über die röm.-kath. Kirche aufrecht zu erhalten, damit der einzige Fels in der Brandung des Zeitgeistes geschwächt wird. Das wird den Protagonisten der Aufklärung nicht gelingen, weil Jesus Christus als Haupt der Kirche bis zum Ende der Welt bei ihr bleibt.

Antworten Gast: Johann S
31.08.2011 20:05
13 0

Re: Kein Wunder, dass angeblich eine Mehrheit von großteils Ahnungslosen

Respektiere selbstverständlich Ihre Meinung,aber ist es nicht gerade die Verweigerung,sich der Aufklärung zu stellen,das eigentliche Problem.

Auch hinter das 2.vat.Konzil zurückzugehen sind manche bestrebt-

Wie lange hat es gebraucht,bei feierlichen Anlässen(Firmung) Lieder des Folk zu spielen,mit Gitarre usw.?

Sind nur kleine Details,aber bezeichnend für die Trägheit der Amtskirche.

Antworten Antworten Gast: Gast.Gast
01.09.2011 00:37
1 9

Re: Re: Kein Wunder, dass angeblich eine Mehrheit von großteils Ahnungslosen

Es würde vollauf reichen sich nach den Konzilsbeschlüssen zu richten, dort findet man nirgends etwas von den Forderungen Schüllers. Dafür aber hat die progressive Erneuerungssekte nach dem Konzil dem Kirchenvolk vorgelogen und nach eigenem Gutdünken sich eine Patchworkkirche gebastelt. Der Erfolg ist nicht ausgeblieben, das Kirchenvolk weitestgehend weggeblieben und in Unkenntnis.

Antworten Antworten Gast: vergilius
31.08.2011 22:00
1 9

Re: Re: Kein Wunder, dass angeblich eine Mehrheit von großteils Ahnungslosen

diese lieder klingen auch oft erbärmlich genug. also dieses kümmerlich gitarrengezupfe ist oft wirklich keine großartige errungenschaft, eher eine verfallserscheinung der kirchenmusik.

Antworten Antworten Antworten Gast: Johann S
31.08.2011 22:55
5 0

Re: Re: Re: Kein Wunder, dass angeblich eine Mehrheit von großteils Ahnungslosen

Ist halt Geschmacksache, so ists eben.

7 3

Hat Gott Ihnen das selbst gesagt,

dass er angebetet werden will?

Antworten Antworten Thonet H.
01.09.2011 09:46
0 4

Re: Hat Gott Ihnen das selbst gesagt,

Erstes Gebot der 10 Gebote und bei glaubenstreuen katholischen Menschen (siehe z.B. Vigilfeier der Weltjugentage) ist eucharistische Anbetung, gelebte Praxis.

3 0

@Thonet H.: Ich lese beim 1. Gebot folgendes:

1. Du sollst an einen Gott glauben.

Glauben heißt nicht "anbeten".

4 1

Re: Hat Gott Ihnen das selbst gesagt,

Da fragt man einmal jemanden, der womöglich nicht ahnungslos ist, und schon bekommt man ein rotes Stricherl dafür.

Luzius
31.08.2011 17:19
13 2

ein Schüller samt aller Päpste und sonstige religiöser Führer

brauchen eben "Gläubige" welche wie früher sehr stark, ihr ganzes Vermögen diesem Verein vermachten und so erst einen derartigen Reichtum und Macht anhäufen konnten.

Was wäre, wenn die Menschheit sich auf sich endlich selbst besinnt, statt etwas inexistentes anbeten zu müssen weil dafür erzogen ?!

Antworten Gast: Edmund Wucherer
01.09.2011 10:50
0 5

Re: ein Schüller samt aller Päpste und sonstige religiöser Führer

Das, Luzius, ist die von mir gesuchte Kurzformel: "Die Menschheit muß sich auf sich selbst besinnen". Da kann man mich nicht meiner Gottfreiheit anklagen. Merci!

 
1 2 3 4 5