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US-Religionsvertreter verbünden sich gegen Homo-Ehe

13.01.2012 | 14:52 |   (DiePresse.com)

Die christlichen und jüdischen Vertreter fühlen sich durch eine zivilrechtliche Gleichstellung homosexueller Partnerschaften benachteiligt. Das habe auch "Konsequenzen für die Religionsfreiheit aller Amerikaner".

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Führende Religionsvertreter in den USA haben sich gemeinsam gegen eine Ausweitung des Ehebegriffs auf homosexuelle Verbindungen gewandt. Ein solcher Schritt könne die Religionsfreiheit einschränken, heißt es in einem am Donnerstag publizierten Offenen Brief von Repräsentanten christlicher und jüdischer Organisationen, wie Kathpress am Freitag meldet. Zu den 39 Unterzeichnern zählt auch der New Yorker Erzbischof und designierte Kardinal Timothy Dolan, der auch Vorsitzender der US-Bischofskonferenz ist.

Durch eine zivilrechtliche Gleichstellung homosexueller Partnerschaften könnten Gläubige und religiöse Einrichtungen genötigt werden, gleichgeschlechtliche Beziehungen als moralisch gleichwertig mit traditionellen Ehen zu behandeln. Daraus ergäben sich Konflikte zwischen Religionsgemeinschaften und dem Staat, warnen die Unterzeichner.

Religiöse Institutionen von Gesetzesänderungen betroffen

"Eine Änderung der zivilen Definition von Ehe verändert nicht nur ein Gesetz, sondern Hunderte und Tausende auf einmal", heißt es in dem Schreiben. Betroffen seien alle Rechte, die vom Ehestatus abhingen, etwa Chancengerechtigkeit bei Anstellungen, Zusatzvergütungen, Adoptionsrecht, Bildung, Gesundheitsvorsorge oder Steuerrecht. Dies betreffe auch Gläubige und religiöse Institutionen, die in diesen Bereichen tätig seien.

So hätten die Methodisten in New Jersey die Steuerbefreiung für ein Gebäude verloren, weil sie sich geweigert hätten, dort eine Trauung zwischen Homosexuellen stattfinden zu lassen. Die Stadt San Francisco habe einen Vertrag im Umfang von 3,5 Millionen Dollar (2,75 Mio. Euro) über Sozialleistungen mit der Heilsarmee gekündigt, nachdem sich diese gegen die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften bei ihren Vergütungsregelungen gewehrt habe. Ähnliche Beispiele gebe es aus der katholischen Kirche.

Die Religionsvertreter appellieren besonders an Politiker und Gesetzgeber, "die weitreichenden Konsequenzen für die Religionsfreiheit aller Amerikaner zu bedenken, wenn die Ehe neu definiert wird". Das Schreiben trägt unter anderen die Unterschrift von hohen Repräsentanten der Anglikaner, Baptisten, Lutheraner, der Heilsarmee sowie Pfingstkirchen, Evangelikalen und Mormonen. Auch jüdische Organisationen beteiligten sich an der Initiative.

(APA)

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8 Kommentare
Gast: Gast AO
15.01.2012 12:12
6 2

Wenn man sich anschaut, von welchen Organisationen dieser offene Brief ausgeht, wird einem schlecht!


Ein illustres Bündnis von Sekten wie evangelikaler Freikirchen (Vineyard USA, The Brethren Church, Evangelical Free Church of America…) und extremistische Interessensverbände (Union of Orthodox Jewish Congregations of America, Conservative Congregational Christian Conference…).

Ach ja, mitten drinnen: der Vorsitzende der US-Bischofskonferenz…


11 1

Religion hat sich Staat unterzuordnen

Religionsfreiheit darf niemals ü b e r den Grundrechten des Rechtsstaates stehen.
Punkt.Aus.

Durch eine zivilrechtliche Gleichstellung homosexueller Partnerschaften könnten Gläubige und religiöse Einrichtungen genötigt werden, gleichgeschlechtliche Beziehungen als moralisch gleichwertig mit traditionellen Ehen zu behandeln.



meinten die Vertreter einer Religion, die immer wieder dadurch Schlagzeilen macht, dass sie Kinder missbraucht.

zur Rolle von Religionsvertretern bei Homosexualität und Ehe


„Die katholische Kirche betrachtet die Ehe als unwiderrufliche Bindung zwischen Mann und Frau mit dem Ziel, Kinder zu zeugen. Sie verurteilt sexuelle Handlungen, die nicht der Fortpflanzung dienen.“

http://diepresse.com/home/panorama/religion/389387/index.do

„Vatikan verbündet sich mit Diktaturen“ … „Der Vatikan kritisiert einen Vorschlag Frankreichs, das im Namen aller EU-Mitglieder der UNO ein Projekt zur weltweiten Aufhebung der Strafbarkeit der Homosexualität vorlegen will.“

http://diepresse.com/home/panorama/religion/434562/Vatikan_Vorstoss-gegen-Straffreiheit-der-Homosexualitaet

„Homosexueller Geschlechtsverkehr wird in dem konservativen, mehrheitlich muslimischen Staat als Verbrechen gewertet…“

diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/722402/Gericht-sprach-Oppositionschef-Malaysias-frei

Die Hinrichtung eines 16-Jährigen und eines 18-Jährigen wegen "homosexueller Handlungen"

diepresse.com/home/panorama/420938/Todesstrafe_Wo-2009-hingerichtet-wurde?gal=420938&index=6



Antworten Gast: Harald K., 1040
14.01.2012 11:25
6 0

Re: zur Rolle von Religionsvertretern bei Homosexualität und Ehe

irre Fundamentalisten. schrecklich !

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@ „Ein solcher Schritt [die Öffnung der STAATLICHEN Ehe für gleichgeschlechtliche Paare] könne die Religionsfreiheit einschränken“






wenn man nicht bestimmen kann, ob der Nachbar am Standesamt heiraten darf, dann ist also die Religionsfreiheit eingeschränkt…






23 5

@ „Betroffen seien alle Rechte, die vom Ehestatus abhingen, etwa Chancengerechtigkeit bei Anstellungen, Zusatzvergütungen, Adoptionsrecht, Bildung, Gesundheitsvorsorge oder Steuerrecht.“






ein klassisches Beispiel für „Christenverfolgung“…






24 4

@ „Durch eine zivilrechtliche Gleichstellung homosexueller Partnerschaften könnten Gläubige und religiöse Einrichtungen genötigt werden, gleichgeschlechtliche Beziehungen als moralisch gleichwertig mit traditionellen Ehen zu behandeln.“ Timothy Dolan, Vorsitzender der US-Bischofskonferenz






die katholische Kirche und die (Sexual)Moral…