26.05.2012 03:30 | Meine Presse Merkliste 0

Missbrauch in Admont: Kritik an "untätigem" Schönborn

30.01.2012 | 11:02 |   (DiePresse.com)

Die Klasnic-Kommission lehnt eine Entschädigung für einen Schüler des Stifts ab, obwohl es Zeugen und ein mittlerweile widerrufenes Geständnis gibt. Kritiker werfen der Kirche Vertuschung vor.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Ein Missbrauchsvorwurf gegen das Stift Admont bringt nun auch die Klasnic-Kommission in Bedrängnis: Obwohl es Zeugen und ein mittlerweile widerrufenes Geständnis gibt, hat die Opferschutzanwaltschaft der Kirche eine Entschädigung für ein mutmaßliches Missbrauchsopfer abgelehnt, berichtet das Ö1 Morgenjournal. Die Kriterien für die Entschädigungen seien unklar, sagen Kritiker.

Ein heute 57-Jähriger, der anonym bleiben will, sei als Jugendlicher im Internat des Stifts Admont von zwei Patern schwer misshandelt und schwer verletzt worden. Er sei vergewaltigt, ausgepeitscht und bewusstlos geschlagen worden, habe eiskalt duschen und auf kaltem Steinboden stehen müssen. Dabei habe er unter anderem einen bleibenden Hörschaden erlitten. Der Mann wandte sich an die Klasnic-Kommission, die einen kausalen Zusammenhang "zwischen den erlittenen sexuellen Übergriffen und den beschriebenen psychischen Folgen" feststellt. Dennoch gab es kein Geld.

Das mutmaßliche Opfer hält die Entscheidung für unverständlich. Ein Zeuge hat gegenüber Ö1 die Vorwürfe bestätigt, ebenso belegen ärztliche und psychiatrische Gutachten die Langzeitschäden. Einer der beschuldigten Patres habe gegenüber dem Nachrichtenmagazin "profil" im März 2010 eingeräumt, "für die Hörbehinderung des Mannes verantwortlich" zu sein. "Ich leide darunter, muss damit leben und bitte um Verzeihung." Später hätte er dieses Geständnis widerrufen.

"Mitwisserschaft und Untätigkeit"

Die Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt erhebt schwere Vorwürfe gegenüber Kardinal Schönborn und dem Bischof der Diözese Graz-Seckau, Egon Kapellari, denen sie "Mitwisserschaft und Untätigkeit" vorwirft. Schönborn und Kapellari seien bereits 2010 über den Priester informiert worden, dieser sei jedoch nicht abgesetzt worden. Die Klasnic-Kommission sei nur ein "weiteres Instrument der kirchlichen Vertuschung".

Das Stift bestreitet dem Ö1-Bericht zufolge die sexuellen Übergriffe und spricht nur von einer einzelnen Ohrfeige. Die Klasnic-Kommission sagt, sie habe den Fall mehrmals geprüft und letztlich abgelehnt.

(Red.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

65 Kommentare
 
1 2
32 29

zu den Unterschieden in der Berichterstattung der Presse (I)


# während Die Presse schreibt „Er sei vergewaltigt, ausgepeitscht und bewusstlos geschlagen worden, habe eiskalt duschen und auf kaltem Steinboden stehen müssen.“ was auf einen einzelnen Vorfall schließen lassen könnte

ist im Standard zu lesen, dass die Misshandlungen REGELMÄSSIG passiert sind (vgl. http://derstandard.at/1326504064349 )

# während Die Presse von von einem „bleibenden Hörschaden“ schreibt

ist im Standard von einem „schweren bleibenden Hörschaden“ (vgl. http://derstandard.at/1326504064349 ), der Kurier präzisiert „einem 70-prozentigen Gehörverlust am linken Ohr“ (http://kurier.at/nachrichten/4483061-missbrauch-kirche-droht-jetzt-klagsserie.php )

# während Die Presse lediglich schreibt „Davon habe er unter anderem einen schweren bleibenden Hörschaden erlitten.“

berichten andere Medien „Einer der Beschuldigten habe den Buben, der mit neun Jahren ins Internat nach Admont kam, vergewaltigt und auf den blutenden Rücken des Buben ejakuliert. Das Gewaltopfer leidet seither unter anderem an einem starken Gehörverlust auf einem Ohr, Depressionen und einer bis heute ungeheilten Wunde im Gesäß.“ ( http://www.orf.at/stories/2102264/2102262 ) worüber Die Presse sich ausschweigt.

gesendet am Mo, 30. Jan. 2012 um 19:09

P.S. Die Presse ist im Besitz der Kirche

P.S. II: vielleicht wären die werten Zensoren so gnädig diesen Kommentar nicht zu zensurieren

Er ist weder anstößig noch beleidigend noch gesetzwidrig, sondern zeigt unterschiedliche Berichterstattung auf

Antworten Gast: Gääääähn
31.01.2012 09:43
24 13

Ich bezweifle, dass Ihre Kommentare zensuriert werden - so oft wie Sie posten.

Es wäre eine lange Link-Liste, wenn man all die Artikel sammeln würde, wo Sie im Rahmen ihrer "Info-Kampagne" (höflich umschrieben) die Eigentumsverhältnisse der Presse als einzigen Themenschwerpunkt erkoren haben...
Es schaut eher so aus, als würden Sie sich als armes "Opfer" (von Zensur) inszenieren - was Ihrem Posting-Output zufolge kaum möglich erscheint.

Antworten Gast: Machen Sie sich keine Sorgen
31.01.2012 09:05
30 15

Jedes Hetzposting gegen die Kirche wird hier freigeschaltet.


Antworten Antworten Silvester
31.01.2012 11:56
18 10

Re: Jedes Hetzposting gegen die Kirche wird hier freigeschaltet.

aberwehe du streifst auch nur ein bißchen an die politisch korrekte meinungsdiktatur an, schwupps ist dein beitrag schon weg

Gast: Handeln statt Reden
30.01.2012 23:59
32 7

für Veränderung kannst Du eintreten:


http://www.kirchen-privilegien.at




Antworten mick232
31.01.2012 01:39
29 2

Re: für Veränderung kannst Du eintreten:

Man kann nicht nur eintreten, sondern auch austreten!

Antworten Antworten Darabimo
31.01.2012 11:01
4 11

Re: Re: für Veränderung kannst Du eintreten:

Man kann auch abtreten.

ichbinklug
30.01.2012 23:22
4 1

Für Lobreisungen und Danksagungen:

info@stiftadmont.at

32 36

zu den Unterschieden in der Berichterstattung der Presse (II)


Die Presse verzichtet gänzlich über folgendes zu berichten:


## „Beide Pater hätten sich auch beim Betroffenen entschuldigt und Geld angeboten, sagt Anwalt Bucher: "Im Nachhinein wurden jedoch diese Vorhalte wieder bestritten."“ (vgl. http://derstandard.at/1326504064349 )

## „Jetzt kündigt der Betroffene eine Klage an: „Ich habe einen Villacher Anwalt damit beauftragt.“ F. folgt damit einem weiteren Missbrauchsopfer das 200.000 Euro Schmerzensgeld vom Vorarlberger Stift Mehrerau fordert“ ( http://kurier.at/nachrichten/4483061-missbrauch-kirche-droht-jetzt-klagsserie.php )

## „Das mutmaßliche Missbrauchsopfer will weitere Opfer der Padres in Admont als Zeugen anführen. In diesen Fällen sollen die Gewaltexzesse noch nicht verjährt sein.“ ( http://kurier.at/nachrichten/4483061-missbrauch-kirche-droht-jetzt-klagsserie.php )



gesendet am Mo, 30. Jan. 2012 um 19:08



P.S. Die Presse ist im Besitz der römisch-katholischen Kirche:

vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Styria-Verlag

vgl. http://diepresse.com/unternehmen/sales/online/532662/Offenlegung-fuer-Die-Presse-Digital




Antworten Gast: Peter M.
31.01.2012 08:38
13 15

Re: zu den Unterschieden in der Berichterstattung der Presse (II)

Danke für die Info! In den angegebenen Artikeln wird auch anders über „Details“ geschrieben…

26 30

?!

Bevor ich auf den Inhalt des Artikels Bezug nehmen, möchte ich zuerst meine Verwunderung kundtun, auf welchem abgrundtiefem Niveau selbst auf der Website einer Qualitätszeitung "diskutiert" wird. Eine solche Auflistung fundamentloser und pauschaler Scheinargumente entspricht meiner Meinung nach nicht dem Diskussionstil, den diese Platform verdient hätte.

Um allen Vorverurteilungen jener, die meinen Kommentar nicht vollständig lesen, zuvor zu kommen, ist es mir gleich zu Beginn ein Anliegen, zu sagen, dass das Auftreten solcher Missbrauchsfälle in jedem Fall auf das tiefste zu bedauern ist und natürlich einer detailierte Untersuchung bedarf.

ABER:

Liebe Leser, die sich aus Prinzip gegen die katholische Kirche verschworen haben, und jene, die nun endlich einen vertretbaren Grund gefunden haben, um aus der Kirche auszutreten!
Seid so fair und werdet auch bewusst, dass katholische Internate und Pfarren nicht der einzige Ort von Missbrauchsfällen sind!
Allein ein Vergleich mit der Anzahl an kontinuierlich neu veröffentlichten Artikeln zum Auftreten solcher Fälle im interfamiliären Umfeld zeigt doch, dass gerade in vielen Familien Österreichs Gewalt, Bedrohung, ja sogar Missbrauch an der Tagesordnung steht.

An dieser Stelle wäre es erforderlich, allgemein nach den Ursachen in der Gesellschaft zu suchen. Wenn doch der ständig kritisierte Zölibat für all dies verantwortlich sein soll, warum werden dann solche Handlungen zum Großteil von Menschen außerhalb des Klerus verübt?

32 19

weil Missbrauch zuerst einmal Machtmissbrauch ist?

weil Kinder sowohl ihren Eltern als auch in manchen Schulen und Heimen gewissen Erziehern quasi schutzlos ausgeliefert waren (sind?).
weil Kinder keine Lobby haben?
Allerdings wird sich eine Religion, die die (ungefragte) Taufe von Kleinkindern befürwortet und verteidigt, kaum zu den Fürsprechern von Kinderrechten zählen können, oder?


Antworten Antworten Gast: keinfalseprophet
30.01.2012 23:48
24 21

Re: weil Missbrauch zuerst einmal Machtmissbrauch ist?

Die Eltern !!! verpflichten sich zur katholischen Erziehung der Kinder bei der Taufe, und das gleich zwei mal bei der Taufe. Ohne diese Verpflichtung gibt es gar keine Taufe! Es gibt keine aufgezwungene Handlung der Kirche an Menschen, sonst ist sie ungültig. Oder verklagen Sie jetzt Ihre Eltern für die falsche Erziehung? Kinder können nur getauft werden, weil die Eltern das explizit wollen.

Gast: Harald K., 1040
30.01.2012 21:15
32 37

hier herrscht Zensur

während Postings, die Opfer verhöhnen von Presse Mitarbeitern freigeschalten werden, verschwinden kritische Postings oder werden gleich gar nicht veröffentlicht !

Antworten Gast: Darum wurde gelöscht.
31.01.2012 04:01
25 25

Re: hier herrscht Zensur

Niemand wird die kath.Kirche dazu bringen die Wahrheit zu sagen, man kann sie nur dazu bringen, noch dreister zu lügen!

26 21

Re: hier herrscht Zensur

Darf ich Sie fragen, worauf sie sich bei dieser Vermutung stützen?

Wenn ich auf die Liste der Kommentare blicke, erwägt dies bei mir doch eher den Eindruck, dass die gegen das Stift Admont gerichteten Kommentare zahlenmäßig deutlich überwiegen.

Ich nehme wohl nicht an, dass sie heute schon den ganzen Nachmittag damit verbracht haben, unter diversen Pseudonymen Kommentare posten und dabei bemerkt haben, dass nur die Hälfte ihrer Beiträge veröffentlicht wurde.

Gast: Genosse Graf Gudenus, Paris
30.01.2012 20:45
18 15

Kardinal zitiert - warum nicht der Heilge Vater?

Zuständig ist nur Bischof von Graz!

Kyniker
30.01.2012 20:02
45 39

@ „Das mutmaßliche Opfer hält die Entscheidung für unverständlich.“






da ist er bei Gott nicht alleine…!






Gast: Admonter
30.01.2012 18:21
27 52

Es ist unerträglich, wie man unser schönes Admont, diese erfolgreiche und soziale Geminde im steirischen Ennstal, die Nationalparkgemeinde, das Zentrum des unteren steirischen Ennstals mit solchen Dingen in Verbindung bringt!

Diese Gemeinde hat mit sowas nichts zu tun, wir sind für unsere Gäste da, die internationalen und nationalen Gästen, die hier Ruhe und Entspannung finden und auch die tiefe christliche Spiritualität dieses magischen Ortes erfahren.
Jahrzehnte haben wir uns alle darum bemüht und keiner mehr als unser schönes Kloster, welches auch das Non-plu-ultra in Bildung ist und eine so ausgezeichnete Musikschule hat, die auch international hochgeachtet ist und nicht nur bei uns im Bezirk Liezen weltberühmt ist.
Man soll sich bitte nicht von schlimmen Gerüchten den Besuch in diesen schönen Ort, diesen gottgesegneten Ort verderben lassen!

Antworten Gast: Avicenna
31.01.2012 05:04
24 8

Re: Es ist unerträglich, wie man unser schönes Admont, diese erfolgreiche und soziale Geminde im steirischen Ennstal, die Nationalparkgemeinde, das Zentrum des unteren steirischen Ennstals mit solchen Dingen in Verbindung bringt!

Die Tour von der Oberst-Klinke-Hütte zur Mödlingerhütte, nahe dem Reichenstein bin ich in den 70/80 sehr oft gegangen, wirklich wunderschön, mit dem Segelflugzeug am Morgen die nördlichen Kalkalpen nach Westen entlang zu streifen, das Gesäuse, die Haller Mauern mit dem Großen Pyhrgas hin zum Grimming, Rossbrand, Stoderzinken, Dachstein, Gerlos und am Nachmittag wieder zurück über das Tauern Massiv wunderschön, da haben sie wirklich recht. Einem hoch dekorierten ehemaligen österreichischen Schiläufer, dem war das Stift auch sehr zugetan, der hat all seine Kraft in Admont, allerdings im Sommer, auf dem Rücken der Pferde getankt. Die ganze Geschichte hat mir ein Berufsjäger erzählt, er hat dabei seinen rechten Zeigefinger auf seine Lippen gelegt und gegrinst: “Wissen tut`s eh jeder, nur es redet niemand darüber“. Psssssst. Ein klein wenig irren sie womöglich, nicht alle stehen bedingungslos hinter dem Stift und dessen Padres, nur sehr viel schweigen und das eisern.

Antworten Gast: aberlour
30.01.2012 20:58
37 22

Re: Es ist unerträglich, wie man unser schönes Admont, diese erfolgreiche und soziale Geminde im steirischen Ennstal, die Nationalparkgemeinde, das Zentrum des unteren steirischen Ennstals mit solchen Dingen in Verbindung bringt!

Sie meinen Ihre Postings ernst, oder? Ich las in Ihrem bis dato obersten Kommentar amüsante Polemik, bis sich beim Lesen Ihrer weiteren Kommentare die Erkenntnis erhärtete, dass Sie das, was Sie schreiben, auch tatsächlich zu meinen scheinen.

Bleiben Sie bitte in Ihrem "weltberühmten" Bezirk, besser noch in Ihrem "gottgesegneten Ort". Und ersparen Sie dem restlichen Land bitte Ihre peinlichen Zeilen. Merci.

Antworten Gast: _gast_
30.01.2012 19:30
44 50

Re: Es ist unerträglich,


welche verhöhnenden Postings von Mitarbeitern der Online-Presse ins Netz gestellt werden :o(


Gast: b754
30.01.2012 17:24
49 41

es ist doch keinn zufall dass sie die klasnic genommen haben

wer hat da jemals an seriöse aufklärung gedacht

Gast: lopin
30.01.2012 17:22
22 38

der "untätige Schönborn"

Die Leute wissen offensichtlich nicht, dass Schönborn nur für Wien zuständig ist (und hier auch vor allem für jene Anzahl der Fälle, die vor seiner Zeit in der Ära König/ Krätzel bzw. Groer sich ereigneten) und nicht für die Steiermark und nicht einmal der steir. Bischof dafür zuständig ist, weil einen Pater in Admont es betrifft und dafür der Abt des Stiftes der Ansprechpartner ist.

Was die Entschädigung betrifft, so sitzen in der unabh. Kommission ja auch prominente Persönlichkeiten aus den verschiedenen Reichshälften, die sich schon den Fall sich angesehen haben.


35 18

Re: der "untätige Schönborn"

Christoph Kardinal Schönborn OP, Erzbischof von Wien, Vorsitzender der Bischofskonferenz, deren Aufgabe ist die Vertretung der römisch-katholischen Kirche gegenüber dem österreichischen Staat.

Antworten Koarli
30.01.2012 17:32
33 20

Re: der "untätige Schönborn"

Für Wien alleine braucht keiner einen Kardinal, für Wien gibt es einen Bischof.

 
1 2