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Missbrauch: Neue Vorwürfe gegen Stift Admont

01.02.2012 | 14:27 |   (DiePresse.com)

Ein zweiter Schüler soll von zwei Patres geschlagen und vergewaltigt worden sein. Die Klasnic-Kommission hat auch in diesem Fall eine Entschädigung abgelehnt. Opfervertreter orten Vertuschung.

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Neuer Missbrauchsvorwurf im Stift Admont: Ein Bub soll in den 1960er Jahren im Internat von zwei Priestern gedemütigt, geschlagen und vergewaltigt worden sein, hat aber von der Klasnic-Kommission keine Entschädigung bekommen. Erst vor zwei Tagen ist der Fall eines anderen Zöglings bekannt geworden, der ähnliche Vorwürfe erhoben hat, aber ebenfalls kein Geld von der Opferschutzanwaltschaft erhalten hat.

Laut der "Plattform Betroffener Gewalt" habe der Mann im Jahr 2010 eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft Graz und an die Klasnic-Kommission gesandt. Demnach hätten die beiden Patres den Mann gedemütigt, vergewaltigt und unter anderem glühende Zigaretten auf seinem Arm ausgedämpft. Die Narben seien bis heute gut sichtbar. Nach der Matura sei die Belastung aus dem Missbrauch und den Misshandlungen während der Schulzeit in Admont so groß gewesen, dass er mit 19 Jahren einen Selbstmordversuch unternommen habe. Sein Vater habe ihn in letzter Sekunde gerettet.

"Dieser Fall offenbart die Mechanismen kirchlicher Vertuschung. Klasnic spielt die 'Bad Bank' und soll die Diözesen von den Missbrauchsfällen entlasten", so Sepp Rothwangl von der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt. Er forderte mögliche Opfer des Stifts Admont auf, sich zu melden - unabhängig davon, ob sie von der Klasnic-Kommission eine Entschädigung erhalten haben oder nicht.

"Er war eher ziemlich goschert"

Eine ehemaliger Zögling des Stifts Admont erklärte hingegen, er und auch etliche andere von ihm nun befragte Ex-Zöglinge könnten sich "das nicht vorstellen". Der Mann erklärte, er sei mit einem der Betroffenen in einem Schlafsaal gewesen und habe mit ihm auch den Mittagstisch geteilt. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das passiert. Wir hätten da etwas von Striemen oder Brandwunden sehen müssen". Beim wöchentlichen gemeinsamen Schwimmen der Zöglinge sei auch nichts von solchen Wunden bemerkt worden.

Ob er den Betroffenen als still und zurückgezogen erlebt habe? "Nein, er war eher ziemlich goschert", so der Ex-Zögling. Von der angegebenen Hörbeeinträchtigung des angeblich Missbrauchten habe er damals auch nichts bemerkt. Im Gespräch mit früheren Klassenkollegen sei man sich einig gewesen: "Rein gefühlsmäßig können wir uns das nicht vorstellen."

(APA)

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22 Kommentare
Gast: vergilius
01.02.2012 23:51
6 10

sollte hinter diesen vorwürfen was sein,

gehört der betroffene pater sofort vor gericht gestellt. sollte nichts dahinter sein, gehören die herrschaften vor gericht gestellt wegen übler nachrede. so einfach ist das. (es wird schon einen grund haben, warum die klasnic-kommission nichts zuteilt. aber auf diesem ohr sind die medien blind.)

Antworten Gast: Gast AO
02.02.2012 08:36
19 4

Re: sollte hinter diesen vorwürfen was sein?


Nun sowohl ein Geständnis des Patres, Gutachten und sogar Zeugen die die Vorwürfe bestätigen gibt es ja!

Warum für die Ablehnung keine Erklärung der „unabhängigen“ Klasnic-Kommisin im Bericht erwähnt wird, ist eine gute Frage…


29 21

worüber Die Presse nicht schreibt


„Einer der beiden beschuldigten Patres ist heute noch in einer Pfarre aktiv. Laut Informationen von ORF.at prüft die - dienstrechtlich zuständige - Diözese Graz-Seckau derzeit den Fall, insbesondere die Frage, warum es nach Bekanntwerden der Vorwürfe - sowohl Kardinal Christoph Schönborn als auch Bischof Egon Kapellari wurden persönlich in Briefen informiert - nicht zu einer Dienstfreistellung des beschuldigten Paters kam.“

vgl. http://www.orf.at/#/stories/2102734/


Die Presse ist im Besitz der römisch-katholischen Kirche (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Styria-Verlag und http://diepresse.com/unternehmen/sales/online/532662/Offenlegung-fuer-Die-Presse-Digital )




Gast: Frage des Gewissens !
01.02.2012 22:13
30 10

A U S T R I T T



zuständige Behörde:

die BEZIRKSHAUPTMANNSCHAFT (in Städten mit eigenem Statut: der Magistrat, in Wien: das Magistratische Bezirksamt)

erforderliche Unterlagen:

1. amtlicher LICHTBILDAUSWEIS
2. NACHWEIS DER MITGLIEDSCHAFT in der Glaubensgemeinschaft z.B.:

* Taufschein
* Trauschein, Firm- oder Konfirmationsbestätigung etc.
* sonstige Bestätigung über die Mitgliedschaft
* Zahlungsnachweis
* Zahlungsaufforderung

für den Austritt fallen KEINE GEBÜHREN an.

Quelle: www.help.gv.at/Content.Node/82/Seite.820003.html
(Homepage der Bundesregierung)




Gast: ehemaliger Schüler der Schulbrüder
01.02.2012 20:34
29 6

Warum ist in Österreich nicht möglich, was sogar im katholischen Irland möglich war: eine wirklich UNABHÄNGIGE Untersuchungskommission ???


myzypresse
01.02.2012 20:27
1 0

dafür werden auch bei Annäherungsversuchen

ganz gute Gelder ausgezahlt.
Offenbar geht man auch immer vom Status aus.
Einem erfolgreichen ÖVP Geschäftsmann fürchtet man halt mehr, als Otto Normalverbraucher.
Anders kann ich mir diese Ausreißer nicht erklären und Zahlungen von 8 000 Euro für einmalige Annäherungsversuche.

Kyniker
01.02.2012 20:14
48 22

@ „Ein zweiter Schüler soll von zwei Patres geschlagen und vergewaltigt worden sein.“






schon wieder ein „Einzelfall“…






Kyniker
01.02.2012 20:13
40 21

@ „Die Klasnic-Kommission hat auch in diesem Fall eine Entschädigung abgelehnt. Opfervertreter orten Vertuschung.“






die Vorsitzende des Vereins Freunde des Priesterseminars Graz macht gute Arbeit…






Kyniker
01.02.2012 20:13
40 18

@ „Er war eher ziemlich goschert“






was Missbrauch ja ausschließt…






Antworten Gast: L´Osservatore Romano
01.02.2012 21:44
36 26

Re: @ „Er war eher ziemlich goschert“

Ich danke meiner Schwesterzeitung, dass sie zum Wohle unseres Eigentümers versucht mit der Veröffentlichung dieser Aussage und dem Weglassen des Geständnisses des beschuldigten Patres die Glaubwürdigkeit des Opfers in Frage zu stellen

Gast: Admonter
01.02.2012 16:42
14 43

Man will mit allen unfairen Mitteln diese schöne und gesunde Gemeinde kaputt reden und alles Gute was durch die Benediktiner an diesem göttlichen Ort geleistet wurde in den Dreck ziehen! Admont ist sauber und war immer sauber. Bei uns gibt es "sowas" nicht!

Jeder der in unserer Gemeinde in die Schule ging, hier arbeitet oder hier einfach, weil es so wunderschön, friedlich und gotesnah ist, Urlaub macht, weiß, dass es sowas niemals geben kann.
Nie hat es gegen diesen Ort oder gegen dieses wunderbare Kloster jemals Vorwürfe gegeben. Wir in der Gemeinde stehen voll hinter unseren Mitbrüdern im Stift, denn sie waren immer für uns Menschen da.
Sie sorgen für Arbeitsplätze, für Tourismus, für Soziales, für Wohlstand. Ohne den Patres und dem Stift gäbe es Admont gar nicht!
Aber Aussenstehende verstehen sowas wahrscheinlich gar nicht und können niemals dieses feste Band an Vertrauen schließen, wie diejenigen, die den ungeteilten Segen dieses Ortes und der Patres genießen dürfen.

Antworten Gast: Mark St.
04.02.2012 08:46
1 0

Re: Man will mit allen unfairen Mitteln diese schöne und gesunde Gemeinde kaputt reden und alles Gute was durch die Benediktiner an diesem göttlichen Ort geleistet wurde in den Dreck ziehen! Admont ist sauber und war immer sauber. Bei uns gibt es "sowas" nicht!

Werter "Admonter", es wird Ihnen nix andres übrigbleiben, als am Schluss Ihrer AdmontKommentare "Ironie aus" oder so was Ähnliches zu schreiben - sonst nehmen auch weiterhin zu viele Leute Ihre Parodien ernst ... ;-)
Ich glaube nicht, dass man unbedingt aus der Gegend sein muss, um Ihre Ironie zu erkennen ... Denn: Admont ist überall. Leider.
Schönen Gruß aus Rottenmann!

Antworten Gast: zk
03.02.2012 12:56
0 0

Re: Man will mit allen unfairen Mitteln diese schöne und gesunde Gemeinde kaputt reden und alles Gute was durch die Benediktiner an diesem göttlichen Ort geleistet wurde in den Dreck ziehen! Admont ist sauber und war immer sauber. Bei uns gibt es "sowas" nicht!

Gelobt sei..........., das Paradis hat einen Namen: Admont

Antworten Gast: admont-kennerin
02.02.2012 17:01
11 1

Re: Man will mit allen unfairen Mitteln diese schöne und gesunde Gemeinde kaputt reden und alles Gute was durch die Benediktiner an diesem göttlichen Ort geleistet wurde in den Dreck ziehen! Admont ist sauber und war immer sauber. Bei uns gibt es "sowas" nicht!

Bei allem Respekt vor Ihrer Verbundenheit zu Ihrer Heimat: Admont ist ein wirklich idyllischer Ort, etwas verschlafen und gleichzeitig oppulent. Leider aber auch zurückgeblieben, denn so wie Sie argumentiert nur jemand, bei dem die Epoche der Aufklärung noch nicht stattgefunden hat. Kann wirklich nicht sein, was nicht sein darf? Oder muss ich immer doch dessen Lied singen, wessen Brot ich esse? Und sollten Sie wirklich Mitarbeiter des Stifts, der Stia oder einer anderen Geldmaschine von p. Gerhard sein, dann müssten Sie auch den geflügelten Ausdruck "stiftisch" kennen. Dieser beschreibt in einem Wort den weithin bekannten Umgang des Stifts mit Mitarbeitern und "Untertanen". Auch in diesem Bereich ereignet sich vieles, was nicht sein darf. Warum also nicht auch in anderen Bereichen?

Antworten Gast: ssg
01.02.2012 22:18
31 16

Re: Man will mit allen unfairen Mitteln diese schöne und gesunde Gemeinde kaputt reden und alles Gute was durch die Benediktiner an diesem göttlichen Ort geleistet wurde in den Dreck ziehen! Admont ist sauber und war immer sauber. Bei uns gibt es "sowas" nicht!

Schreibt hier der Thuriferar (Träger des Weihrauchfasses) nach offenbar etwas zu heftigem Einatmen des harzigen Duftes ?

Antworten Gast: Amonterl
01.02.2012 17:00
38 11

Re: Man will mit allen unfairen Mitteln diese schöne und gesunde Gemeinde kaputt reden und alles Gute was durch die Benediktiner an diesem göttlichen Ort geleistet wurde in den Dreck ziehen! Admont ist sauber und war immer sauber. Bei uns gibt es "sowas" nicht!

Nur weil ihr "sauberen" Admonter euch "sowas" nicht vorstellen könnt, heißt das noch lange nicht, dass es "sowas" im Stift nicht gegeben hat. Wahrscheinlich verstellen euch die Berge den Horizont.

Gast: Adam Riesling
01.02.2012 15:50
2 0

"Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft Graz"

Und warum reden alle nur von der Klasnic-Kommission? Warum hat denn die Staatsanwaltschaft nichts unternommen und welche dunklen Motive kann man der unterstellen?

Gast: Johann S
01.02.2012 15:33
2 0

Die Wahrheitsfindung

nach einem solch langen Zeitraum,ist ein schwieriges Unterfangen.
Auch Zeugen sind nach so langer Zeit nicht sehr sicher,wie es erfahrungsgemäß viele Verfahren zeigen.
Leider.

Gast: b754
01.02.2012 15:12
33 9

jedem der ernsthaft geglaubt hat dass kalssnic die opfer vertritt

kan nur als naiv bezechnet werden die ist so eng mit der kirche verbandelt dass sie gar nicht anders kann als mitzuspielen

Gast: Altadmonter
01.02.2012 15:08
29 12

Dieses Stift und dieses Gymnasium waren krank.

Hat sich seither was gebessert? Wo steht das?

Antworten Gast: Altstainacher
04.02.2012 10:59
0 0

Re: Dieses Stift und dieses Gymnasium waren krank.

Tja, wir haben schon gewusst, warum wir lieber in Stainach geblieben sind ... ;-)

Gast: Kibietz
01.02.2012 15:06
19 5

Hmmm? Wo sollen denn die Zöglinge jede Woche geschwommen sein? In der eiskalten Enns?

Da es damals kein Hallenbad gegeben hat, ist der Schmäh mit dem Schwimmen wohl ein bisserl gar dreist.
Und dann gibt es von einem Peiniger ein Geständnis. Soll ein Pater hier etwa gelogen haben????
Und dann möchte ich doch bitte einmal von den ganz Gscheiten wissen, ob man einem Mädel oder einem Burschen denn auf der Straße ansieht, dass sie/er vergewaltigt wurden oder misshandelt.
Wenn man das sehen könnte, dann wäre es ja ganz einfach. Ich glaube aber eher, dass besagte Entlastungszeugen ein bisserl "einfach" sind.