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Schüller: Kirchengesetze sind unbiblisch

03.02.2012 | 18:23 |   (Die Presse)

Die Pfarrerinitiative sagt Nein zu den von Kardinal Schönborn geplanten Reformen. Für Wien hat der Erzbischof das Zusammenlegen von Pfarren angeordnet. In Favoriten gelten 4000 Katholiken als Mindestgröße.

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Ort/D.n. Helmut Schüllers Ankündigung liest sich für Kardinal Christoph Schönborn wohl als Drohung: „Wir werden unsere Anliegen unermüdlich immer wieder vorbringen.“ Das sagt er im Gespräch mit der „Presse“ zu den Motiven für ein neues Protestschreiben mit alten Forderungen der Pfarrerinitiative, das am Freitag publiziert wurde.

Darin wird das Kirchengesetz im Zusammenhang mit dem Zölibat als Voraussetzung für die Priesterweihe als „unbiblisch“ bezeichnet. Wörtlich heißt es in dem fünf Punkte und fünf Neins umfassenden „Protest für eine glaubwürdige Kirche“: „Wir sagen Nein zur Zusammenlegung oder Auflösung der Pfarren, wenn sich keine Pfarrer mehr finden. Hier wird der Mangel zum Gesetzgeber erhoben, statt dem Mangel durch die Änderung unbiblischer Kirchengesetze abzuhelfen. Das Gesetz ist für den Menschen da – und nicht umgekehrt.“ Damit wendet sich die Pfarrerinitiative frontal gegen die geplante Strukturreform, die Kardinal Schönborn für die gesamte Erzdiözese Wien plant und für den 10.Bezirk begonnen hat.

 

Nein zu Homosexuellenurteil

Schüller: „Wir wollen den Pfarrern Mut machen, Nein zu sagen, bei einer Strategie, die zu Lasten der Gemeinden geht.“ Für Wien hat der Erzbischof das Zusammenlegen von Pfarren angeordnet. In Favoriten gelten 4000 Katholiken als Mindestgröße.

„Unbiblisch“ ist für Schüller auch der Umgang mit Geschiedenen, die geheiratet haben. Und mit allen, die mit gleichgeschlechtlichen Partnern leben. Wenn diese Treue anstrebten, müsse die katholische Kirche weg von einer Verurteilung. Schüller ist Sprecher der Pfarrerinitiative, die mittlerweile auf 383 Priester und 66 Diakone angewachsen ist.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.02.2012)

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22 Kommentare
Gast: Großes Fragezeichen
16.04.2012 13:12
0 0

WÖRTLICH ZITIERT:



"(. . .) Die Pfarrerinitiative und deren Aufruf zum Ungehorsam kennen 86 Prozent, 67 Prozent halten es für eine gute Idee, dass diese – wie von deren Sprecher Helmut Schüller angekündigt – weltweit aktiv wird. (. . .)"
("Die Presse", Print-Ausgabe, MO 20.02.2012)

Was wollen Helmut Schüller & Co nun wirklich
???????????????????????????????????????????,

abgesehen von Veröffentlichung einseitigen Zahlenmaterials !!!

Man braucht wirklich kein "sogenannt Konservativer" zu sein, um "Schüllers Spiel" zu durchschauen, denn es läßt sich seit GROER 1995-98 ganz leicht nachvollziehen.

"Warum nur müssen 'er et alii' das wirklich tun ?!?"

weitere Kommentare zu “helmut schüller“

siehe auch

www.wienerzeitung.at
www.diepresse.com
www.derStandard.at
www.nachrichten.at
www.kurier.at

und insbesondere
www.profil.at

0 0

dieses Gesicht

erinnert mich an den Film "Brazil".

baerald
06.02.2012 13:37
0 0

Soso...

*Für Wien hat der Erzbischof das Zusammenlegen von Pfarren angeordnet.*
Also, bis jetzt ist mir nur bekannt, dass "evaluiert" werden soll - von *angeordneten Zusammenlegungen* war meines Wissens nicht wirklich die Rede...

ambart47
04.02.2012 19:04
26 5

Bravo, Schüller!

Er versucht stetig, den Katholizismus etwas kompatibler mit dem Christentum zu machen.

Gast: Petrus Steinefelsen
04.02.2012 16:57
2 2

Rom ist einzigartig!

Es wundert mich immer wieder, dass Rom meint, auf der Tradition des Apostel Petrus gebaut zu sein.

Wenn man liest, was der Apostel Petrus so geschrieben hat, verliert man schnell den Glauben an Rom.

Petrus, ein Apostel Jesu Christi (Der Papst lehrt aber, dass er der! Stellvertreter Jesu Christi ist, biblisch: Der Heilige Geist ist einziger Stellvertreter Jesu Christi auf Erden.)
Petrus nennt sich nicht einmal der Apostel, sondern schlicht ein Apostel!

Gast: Sympatisant
04.02.2012 16:24
12 3


Charon
04.02.2012 16:23
30 5

Komisch

Erst zusehen, wie die Mitglieder davonrennen.

Dann jene bekämpfen, die die Ursachen dafür ergründen und etwas dagegen tun wollen.

Dann erschreckt feststellen, dass die finanzielle "Decke zu kurz" wird (wegen der Mitgliederflucht).

Und schließlich von den Anderen das fehlende Geld einfordern!

Chuzpe.
Verstehe das, wer kann - ich nicht.

Gast: junger Pastoralassistent
04.02.2012 14:44
4 20

Pfarrverband ist gr. Chance

Als Junger Pastoralassistent (kirchlicher Hauptamtlicher Laienmitareiter) sehe ich eine sehr große Chance in größeren Seelsorgerräumen (so nennt man das)- für mich wäre es ein Alptraum in meinem Pfarrhof zu sitzen um alle Erwartungen der Leute um mich rum zu erfüllen, vom Kirchenaufsperren über Tratschrunden hin zum dabei sein bei jedem noch so säkularen Anlass. Jetzt haben wir (ich und ein Priester) vier Pfarren zu betreuen, und sind missionarisch unterwegs, ganz biblisch zu zweit. Ein Taizegebet hier, "Basisgmeindemässiges" Bibelteilen dort, Besuche bie Physisch und Psychisch kranken---kein sanftlebendes Fleisch sondern Christliches Abenteuer! Und die Gläubigen sind gefordert das ihnen mögliche selber zu tun. "Strukturkonservativ" hat Schönborn Schüllers ansätze genannt und hat recht damit. Die Zeichen der Zeit stehen auf Aufbruch der Strukturen, nicht zementierung im Sinne Schüllers! ><>

6 20

Rückschrittliche Argumentation

Während im ökumenischen Dialog bewusst auf die überspitzten Formulierungen der Kontroverstheologie verzichtet wird, erwecken der Katholik Schüller (und seine Mitstreiter) die evangelische Version derselben ("unbiblisch", "Barmherzigkeit statt Gesetz") zu neuem Leben. Schon damals haben diese Argumente nicht zu
Verständnis und Einheit, sondern zu verfestigter Spaltung geführt.

Gast: Wutkatholik
04.02.2012 11:55
42 6

Der Papst und die Leute um ihn haben sich von den Menschen abgespalten

Das muß sich ändern!

Antworten Gast: Mutkatholik
04.02.2012 16:19
4 24

Re: Der Papst und die Leute um ihn haben sich von den Menschen abgespalten

Gott sei Dank, solange der Papst - und das tut er nicht wie Schüller und seine Protestanten - noch mit der Lehre Christi übereinstimmt, wird uns, die wir uns auch an die Lehre Christi halten und mit dem Papst verbunden bleiben, nicht bange sein!!! - die Pforten Schüllers werden die Heilige Katholische und Apostolische Kirche und sein Oberhaupt nicht überwinden!!!!
Liebe Mitschwestern und Mitbrüder im Herrn: Schüller und seinem Chef kann - wie unser Papst es tut - mit der Macht des Gebetes wirksam entgegentreten werden.
fxe

4 7

Austreten aus diesem ...

Verein zur Förderung der Pflege des Aberglaubens!

Antworten Gast: fex
04.02.2012 16:24
4 7

Re: Austreten aus diesem ...

Baba, Du wirst es bei Deinem Chef warm haben und ... sicher dort Helmut Schüller begegnen!
Ich und viele andere werden jedenfalls für Dich beten!
fex

Kyniker
04.02.2012 09:59
33 1

@ „Kirchengesetze sind unbiblisch“






ob es berechtigte Hoffnung gibt, dass sich das ändert…?






Antworten Gast: vergilius
04.02.2012 12:05
6 9

@ ob es berechtigte Hoffnung gibt



dass der kyniker nicht so viel platz verbraucht?


Kyniker
04.02.2012 09:58
33 5

@ „Nein zu Homosexuellenurteil“






was da wohl Laun, Küng, Ratzingers Pius-Brüder und ihre Spiessgesellen sagen…






Kyniker
04.02.2012 09:58
33 3

@ „Schüller ist Sprecher der Pfarrerinitiative, die mittlerweile auf 383 Priester und 66 Diakone angewachsen ist.“






sie wird wohl weiter anwachsen…






Gast: katholisch geprägt und innerlich gekündigt
03.02.2012 22:22
55 0

„Wir sagen Nein zur Zusammenlegung oder Auflösung der Pfarren, wenn sich keine Pfarrer mehr finden. Hier wird der Mangel zum Gesetzgeber erhoben, statt dem Mangel durch die Änderung unbiblischer Kirchengesetze abzuhelfen“


Absolut richtig!

Nicht die Pfarren sollen geschlossen werden, weil die Leute gehen, sondern die Ursachen sollen beseitigt werden, die die Leute aus der Kirche treiben!



Antworten Stargast
04.02.2012 16:01
1 20

Re: „Wir sagen Nein zur Zusammenlegung oder Auflösung der Pfarren, wenn sich keine Pfarrer mehr finden. Hier wird der Mangel zum Gesetzgeber erhoben, statt dem Mangel durch die Änderung unbiblischer Kirchengesetze abzuhelfen“

"Die Ursachen sollen beseitigt werden, die die Leute aus der Kirche treiben!"

Als da wären Schüller und Konsorten! Das ist für der Hauptgrund, warum ich meinen Kirchenbeitrag gewidmet habe. Ich denke nicht daran, Kirchenspalter auch noch zu finanzieren! Wer sich mit der RKK nicht identifizieren kann, soll ins andere Lager wechseln und zwar schnell. Wo sollen denn die Katholiken hingehen, die RÖMISCH-katholisch bleiben wollen???

Antworten Antworten Gast: katholisch geprägt und innerlich gekündigt
04.02.2012 18:44
26 2

Re: Re: „Wir sagen Nein zur Zusammenlegung oder Auflösung der Pfarren, wenn sich keine Pfarrer mehr finden. Hier wird der Mangel zum Gesetzgeber erhoben, statt dem Mangel durch die Änderung unbiblischer Kirchengesetze abzuhelfen“


Ein Grund, warum die Menschen gehen ist, dass nur mehr fundamentalistische Gruppierungen wie das Opus Dei, die Legio Mariae oder ähnliche extreme Randgruppen den Ton in der Kirche angeben.

Das letzte Zeichen, wohin der Zug in der Kirche abgefahren ist, war, als der Papst die Piusbrüder (die sogar dem konservativen Johannes Paul II. zu extrem war) ohne wenn und aber aufgenommen hat.

Das ist heute römisch-katholisch http://de.youtube.com/watch?v=k6C9BuXe2RM

Von den anderen Spinnern wie der unter Protesten der Bevölkerung verhinderte Weihbischof Wagner, oder unsäglichen Sagern und Taten von Bischöfen wie Fischer, Küng, Zsifkovic oder Laun ganz zu schweigen.

Nein, Schüller ist es nicht, der die Menschen aus der Kirche vertreibt! Im Gegenteil er ist die Hoffnung der Mehrheit, die noch nicht aufgegeben hat an eine Kirche die sich an die Grundwerte Jesu besinnt!



Antworten Antworten Antworten Stargast
04.02.2012 20:35
0 16

Re: Re: Re: „Wir sagen Nein zur Zusammenlegung oder Auflösung der Pfarren, wenn sich keine Pfarrer mehr finden. Hier wird der Mangel zum Gesetzgeber erhoben, statt dem Mangel durch die Änderung unbiblischer Kirchengesetze abzuhelfen“

Die von Ihnen genannten Leute sind der einzige Lichtblick in Ö. Aber Gott sei Dank ist Ö. nur ein klitzekleiner Teil der Weltkirche und in dieser gibt es noch sehr viele fähige Priester und Bischöfe. Wir haben den besten Papst, den man sich nur wünschen kann!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: KirchenFeind
05.02.2012 09:57
9 0

@ „Wir haben den besten Papst, den man sich nur wünschen kann!“


Das mein´ ich auch!