In das 2010 vom Kapuzinerorden verlassene Kloster am Kapuzinerberg in Ried im Innkreis soll neues Leben einziehen. Drei Patres der "Indischen Karmeliten" - offiziell "Kongregation der Karmeliten von der unbefleckten Jungfrau Maria" - werden dort künftig eine neue Gemeinschaft bilden, teilte Kathpress am Donnerstag mit.
Der Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz hat Pater Jose Valiyamattam aus der Gemeinschaft der Indischen Karmeliten zum Kooperator für das Dekanat Ried ernannt. Unter der Leitung des 54-jährigen Ordensmannes soll das Kloster renoviert werden, das 2010 - 366 Jahre nach seiner Gründung - wegen Nachwuchsmangels aufgelassen wurde. Nur ein einziger Pater war danach in Ried geblieben. Er kümmert sich seither um das Gebäude.
Pater Valiyamattam stammt aus dem indischen Bundesstaat Kerala und war mehrere Jahre Seelsorger in der deutschen Diözese Osnabrück. 2007 begann er ein Doktoratsstudium an der Päpstlichen Universität Heiliger Thomas von Aquin in Rom. Die 1831 in Kerala gegründeten Indischen Karmeliten sind die älteste und mit rund 3000 Mitgliedern größte männliche indische Ordensgemeinschaft. 1967 wurden sie päpstlich anerkannt.
(APA)
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