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Kirchen-Streit: Schüller will mit dem Papst reden

07.04.2012 | 18:16 |   (Die Presse)

Papst Benedikt habe Fragen gestellt, also wolle er vermutlich auch Antworten hören, sagt Helmut Schüller, der Obmann der Pfarrerinitiative. Von der Kritik des Papstes zeigt sich Schüller "angenehm überrascht",

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Kirchenrebell Helmut Schüller will mit dem Pontifex reden. Eine Rücknahme ihres „Aufrufs zum Ungehorsam“ lehnt die Österreichische Pfarrerinitiative ab, aber sie strebt nun einen Termin bei Papst BenediktXVI. an. „Der Papst hat Fragen gestellt, vermutlich will er darauf auch Antworten hören. Wir würden ihm seine Fragen gerne beantworten“, sagt Schüller am Karsamstag im Gespräch mit der „Presse am Sonntag“.

Der Papst hat in seiner Predigt in der Chrisammesse am Gründonnerstag Bezug auf die österreichische Reformbewegung genommen. „Ist Ungehorsam wirklich ein Weg?“, hat der Papst gefragt. Und: Handle es sich dabei nicht doch nur um den „verzweifelten Drang, die Kirche nach unseren Wünschen und Vorstellungen umzuwandeln“?

Bisher, so Schüller, habe es keinen Kontakt zwischen der Pfarrerinitiative und dem Vatikan gegeben. Er verweist aber darauf, dass man schon zweimal versucht habe, mit dem Papst in Kontakt zu treten und abgewiesen worden sei. Einmal bei dessen Wien-Besuch im Jahr 2007, aber auch 2009 in Rom. Nun, so Schüller, komme den Fragen, die die Pfarrerinitiative aufgreift, langsam das Gewicht zu, das sie hätten. Die Pfarrerinitiative hat in ihrem „Aufruf zum Ungehorsam“ unter anderem angekündigt, das Predigtverbot für ausgebildete Laien und Religionslehrerinnen zu missachten und sich für die Zulassung von Frauen und Verheirateten zum Priesteramt aussprechen zu wollen.

Von der Kritik des Papstes zeigt sich Schüller „angenehm überrascht“, weil der Papst auch von einer „Trägheit der Institutionen“ gesprochen und keine Sanktionen angedroht hat.

VIDEO: Papst Benedikt XVI. kritisiert Pfarrerinitiative

Bild: (c) RCA

In seiner Predigt bei der Chrisammesse hat Benedikt XVI. den Aufruf der österreichischen Pfarrer-Initiative zum "Ungehorsam" scharf kritisiert



Schönborn fordert Rückzug.
Wiens Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn hat auf die Kritik des Papstes an der Pfarrerinitiative mit der Aufforderung, den „Aufruf zum Ungehorsam“ zurückzunehmen, reagiert. Es müsse bald eine öffentliche Klärung geben, das Wort „Ungehorsam“ könne so nicht stehen bleiben, sagte Schönborn in der „Zeit im Bild“. Schüller will den Aufruf zum Ungehorsam nicht zurückziehen. „Wir sehen in diesem Ungehorsam nichts Anstößiges“, sagt er. Schließlich hätten die rund 400 Priester, die der Initiative angehören, bei ihrem Weiheversprechen nicht gelobt, ihr Gewissen künftig nicht mehr zu betätigen. „Ein Gehorsam ohne Gewissen ist ein gefährlicher Gehorsam“, sagte Schüller.

Er verweist auch auf das Zweite Vatikanische Konzil, das die Kirchenreform der 1960er-Jahre einleitete und mit einem Akt des Ungehorsams teilnehmender Bischöfe begann, die sich geweigert hätten, vom Vatikan vorbereitete Dokumente zu unterschreiben.

Schwarz signalisiert Unterstützung. Zumindest teilweise Unterstützung für die Pfarrerinitiative signalisiert der Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz. Er plädiert für mehr Mitspracherecht der Katholiken bei Bischofsernennungen und kann sich auch Änderungen beim Zölibat vorstellen, sagte er den „Oberösterreichischen Nachrichten“.

Der Kärntner Bischof Alois Schwarz weist indessen die Befürchtung seines steirischen Kollegen Egon Kapellari zurück, der in einem Hirtenbrief vor einer Kirchenspaltung durch die Pfarrerinitiative gewarnt hat. „Ich sehe die Einheit der Kirche nicht in Gefahr“, sagte Schwarz gegenüber der „Kleinen Zeitung“. APA/cim

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.04.2012)

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276 Kommentare
 
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Gast: gaub_nix
08.05.2012 09:13
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Religionsschwindel zeigt sich ganz deutlich.

Schüller und seine Freunde sind alt genug, um zu erkennen, dass sie einer Chimäre nachlaufen.

"HELMUT--the-catholic-conquerer--2012"


Having heard and read, that Austria and whole Europe are “too small“ for “Helmut, the catholic conquerer“, we would like to send him the best wishes for his extremly-engaged world-wide-'not only'-web-activities.

A lot of male and female
ardent admirers from
U.S.A. and so on …

Gast: Lienz40
10.04.2012 11:13
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zum Thema Schüller

Schüller ist ein Glücksfall für die katholische Kirche! Man kann ihn nur unterstützen!

Schönborn ist ein Ratzinger-Schüler! Was erwartet sich also der naive Mensch vom Papst Ratzinger?

Ich glaube der Meister wäre bei den Protestanten besser aufgehoben. Er sollte das einmal behirnen und die Firma wechseln!

Antworten Gast: pseudotembo
11.04.2012 23:10
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Re: Nicht auszurottende Legende

Schönborn ist mitnichten ein Ratzinger-Schüler. Schönborn ist seinerzeit von seinem Doktorvater nach Regensburg geschickt worden, wo er 2 Semester lang ein Seminar bei Ratzinger besucht hat. Wenn man bedenkt, wie viele Seminare man besucht, bis man ein Studium abgeschlossen hat, dann wäre man als fertiger Doktor "Schüler" von mindestens 5 oder 6 Professoren (mit 2 Wochenstunden pro Semester).

Gast: In Deutschland ist es schon ein Protestant...
09.04.2012 20:33
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Warum nicht bei uns ein forscher Katholik...?

Der Schüller gehört längst in die Politik!!! Macht auf mich den Eindruck eines unbestechlichen Kirchenmannes. Als nächster Bundespräsident wäre der „vorlaute“ Pfarrer mit Sicherheit der gesellschaftliche Überhammer. Wenigstens einmal einer für den wir uns nicht zu genieren bräuchten. Damit ist jetzt nicht unbedingt der Fischer gemeint. Obwohl unser Heinzi auch gerade nicht das Gelbe vom Ei ist. Sein dauerndes aus Nichtwissen wollen (es gilt die totale Unschuldsvermutung) Stillhalteabkommen mit den schlimmsten Österreichinternen „Gaunereien“ hängt mir längst zum Hals raus. Der Glaubensmann Schüller würde da mit dem „Gotteszepter“ tief in die Korruptionswunden stechen/umrühren. Und damit etliche dieser Eiterbeulen zum Wohle unseres schurigelten Landes zum Verschwinden bringen. Was ich mir wünsche: er soll tief in sich gehen und dann in neue weltliche Gefilden aufbrechen.

Schüller:

Dieses arme kleine geltungssüchtige Priesterlein will also mit dem Papst reden. Das wird dem Papst aber ganz schön imponieren! Herr Schüller Sie dürften sich wohl ein wenig zu wichtig nehmen!

Antworten Gast: gast 986
18.04.2012 01:26
0 0

Re: Schüller:

@ tiger10

Der Papst darf sich also zu gut sein, mit einem Priester zu reden, der einige hundert andere Priester vertritt. Das finden Sie klass. Na sowas!

Ich finde hingegen, der Papst sollte sich im Prinzip nicht zu gut sein, mit jedem von uns zu sprechen, wenn wir darum ersuchen. Auch mit dem "mindersten" von uns, die wir seine Brüder sind (schon vergessen?). Sonst würde ihm sein oberster Chef dereinst nämlich ordentlich die Leviten lesen, von wegen Hoffart und Stolz. Und das wird er nicht wollen.

Antworten Gast: Demut - was ist das?
09.04.2012 19:42
1 0

nur ein Jesus

hatte es noch notwendig, seine Jünger unter Fischern zu suchen. Ein Papst ist da schon was viel Besseres...

Gast: grafbobby
09.04.2012 19:14
0 0

Ungehorsam

Wer versteht das noch? Der Pfarrer von Stützenhofen will in dieser Gemeinde nicht mehr Pfarrer sein, ist das nicht auch Ungehorsam? Wo hört man etwas vom Kardinal?

Gast: wassolls
09.04.2012 17:38
2 0

die Kirche sollte von den Begünstigungen befreit werden

mal sehen wie lange es sie in unseren Breiten noch gibt wenn man nicht automatisch als 4 Monate altes Baby gegen den vielleicht eigenen Willen gesetzlich legal
Mitgliedsbeitragspflichtig zwangseingeschrieben wird und steuerliche Vorteile wie Absetzbarkeit von der Steuer, Steuerbefreiungen, Spekulation, Nazi-Ideologien(Frauen Bild, Schwulen ausgrenzung, Patriachat etc. ) straffrei verfolgen kann etc....

auch die Ägyptischen Götter sind untergegangen, und die haben länger regiert(die Zeit vom Bau der Cheopspyramide bis Cleopatra war um einiges länger als vom Tod Cleopatrats bis jetzt)

Benutz euer Hirn und Mitfühlungsgabe dann seht ihr das Religion nur Hass über umwege predigt

0 2

Re: die Kirche sollte von den Begünstigungen befreit werden

Sie schlagen uns vor, wozu sie anscheinend selbsr nicht bereit sind: das Hirn einzuschalten. ;)

Gast: biersauer
09.04.2012 13:48
0 1

Schüller sollte diesem Schwindelverein endlich ade sagen!

Denn jeder der dort noch mit macht beteiligt sich am Volksbetrug.
Solange es diese "Dialogisierer" mit dem Mörderverein aus Mekka gibt, solange dauert diese Tyrannei am Menschen an und das Volk wird unterdrückt.

Die Kiche gehört mal von den Linken befreit,

dann kehrt auf die Minute wieder Ruhe ein! Genau betrachtet sind das keine Probleme sondern nur eine Links-linke Hezte um die Kirche und die Gesellschaft zu zerstören!

Was die Kirche jetzt braucht ist eine strenge und harte Hand die zeigt, wo es entlang geht!

Antworten Gast: grafbobby
09.04.2012 19:16
0 0

Re: Die Kiche gehört mal von den Linken befreit,

dann fangen wir mit dem Pfarrer von Stützenhofen an.

Antworten Gast: Johann S
09.04.2012 13:43
1 4

Re: Die Kiche gehört mal von den Linken befreit,

Ja,Ja der strafende Herrgott aus dem Mittelalter und die strafende Kirche.

Manche haben die Aufklärung verschlafen.
Leider.

Re: Re: Die Kiche gehört mal von den Linken befreit,

Lieber Johann,

ich bin als 17 jähriger bereits vollständig über die Sexualität des Menschen aufgeklärt worden! Strafen ist immer ein Thema - da der Mensch nur durch negative Reize eine Stimulation erlangt und somit zwischen gut und böse unterscheiden kann.

Re: Re: Re: Die Kiche gehört mal von den Linken befreit,

Zwei Säulen tragen die Welt: Lohn und Strafe

Judas war auch von seinem Verrat überzeugt, damit

den Juden etwas gutes zu tun. Wer nicht gut will, kann nicht wahr denken.
Schüller bekommt zusehends Küng´sche Wahnvorstellungen und meint offensichtlich dem Papst in seinem Amt gleichgestellt zu sein.
Der weitere Verlauf scheint vorprogrammiert.

Gast: Tomb
09.04.2012 11:12
3 2

Beantwortet

Wenn Schüller sich statt mit eitler Selbstdarstellung mit den Dokumenten der röm. kath. Kirche beschäftigen würde, wüßte er,dass alle rethorische Fragen des Papstes schon vielfach und teilweise endgültig beantwortet sind.Er braucht dem Papst sicher keine Fragen mehr zu beantworten.

Gast: Genosse Graf Gudenus, Paris
08.04.2012 23:26
2 0

Papst hochverehrt im Protestantischen Dänemark,

Pater Schüller auch?

Man kann auch anderswo in ein KIRCHLICHES GEBÄUDE einteten! Es muss nicht ein katgholischess sein

Gast: Gast.Gast
08.04.2012 21:06
0 0

selfmade

Schüller, das Produkt der Kirchenleitung in Österreich ist das selfmade-Problem der Bischöfe Österreichs. Es zeigt das Verhältnis der Kirchenführung Österreichs zum hl.Stuhl sehr deutlich auf und kann mittlerweile nicht mehr Schön:.geredet werden und auch nicht unter den Teppich verschwinden.

Gast: Mick66
08.04.2012 19:48
1 3

Die Kirche

Die Kirche muss mit der Zeit gehen, sonst muss sie mit der Zeit gehen.

Re: Die Kirche

Nehmen wir als Beispiel Yoga. Yoga ist ein Weg um die Vereinigung mit Gott zu erreichen. Wir nennen das Erleuchtung. Und was ist Yoga jetzt, nachdem es von zeitgeistigen Westlern zur neuen Mode gekürt wurde? Eine Entspannungsmethode die einem obendrein eine gute Figur beschert. Vergewaltigt und jeder Spiriualität beraubt.


Re: Die Kirche

Das ist sicher nicht das Rezept um 2000 Jahre überlebt zu haben.

Zeitgeistigkeit ist Gift.

 
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