Jeder zweite Österreicher glaubt an Gott

18.04.2012 | 15:13 |   (DiePresse.com)

Gottglaube und Lebenspraxis klaffen in Österreich auseinander. Etwa zwölf Prozent gehen wöchentlich in die Kirche.

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53 Prozent der Österreicher glauben an Gott, etwa 20 Prozent sind Atheisten. Zu diesem Ergebnis kommt die jüngste Studie des US-National Opinion Research Center. Laut Franz Xaver Höllinger vom Institut für Soziologie der Uni Graz, der hierzulande die repräsentative Befragung von rund 1000 Personen ausgewertet hat, finden die erhobenen Zahlen kein entsprechendes Echo in der religiösen Praxis.

So würden 25 Prozent niemals beten, 21 Prozent mehrmals wöchentlich oder täglich. Der wöchentliche Besuch der Messe liege laut Befragung bei zwölf Prozent. Im Vergleich relativ hoch ausgeprägt ist mit rund 57 Prozent der Glaube an religiöse Wunder. Eine deutliche Diskrepanz gebe es bei den Ergebnissen, die sich auf Himmel und Hölle beziehen: Während rund 40 Prozent an den Himmel glauben, ziehen nur 20 Prozent die Existenz einer Hölle ins Kalkül. "Vom theologischen Konzept her ist das nicht erklärbar", so Höllinger. Für Jugendliche sei die Hölle übrigens "überhaupt kein Thema mehr".

Weltweit nimmt der Anteil christlich geprägter gläubiger Erwachsener leicht ab. Laut der am Mittwoch präsentierten Studie "Belief About God Across Time and Countries", die in 30 Ländern mit christlicher Mehrheit sowie in Israel und Japan durchgeführt wurde, leben auf den Philippinen die meisten Gläubigen. 94 Prozent der Befragten gaben an, sie hätten schon immer an Gott geglaubt. Rang zwei belegen die Chilenen (88 Prozent) und US-Amerikaner (81 Prozent). Am anderen Ende der Skala rangieren Bewohner der nordwesteuropäischen Staaten sowie des ehemaligen Ostblocks (mit Ausnahme Polens).

Während die Religiosität weltweit zwar stetig zurückgehe, nehme sie laut Studie in Russland, Slowenien und Israel zu. Ältere Befragte waren grundsätzlich gläubiger als Junge. Im Gesamtdurchschnitt bezeichneten sich 43 Prozent der Menschen im Alter von 68 Jahren und älter als gläubig, bei den Menschen bis 27 waren es 23 Prozent.

(APA)

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20 Kommentare

glaubt an Gott....

an Allah??

Die Menschen sind hald dumm!

Sie glauben auch dass die Al-Qaida am 11.09. schuld ist, sie glauben allen Ernstes, dass CO2 was mit der Erderwärmung zu tun hat und sie glauben noch so manch anderen Mist!

Ich reg mich nicht mehr darüber auf!
Ich weiß woran ich glaube und immer glauben werde!
....glaubt doch alle was ihr wollt!
...ein Gott... ..oder Götter....
is doch lächerlich!^^

Gast: biersauer
19.04.2012 14:28
0

Glauben = Instinkt

Wieviele "Götter" hat es jeh schon gegeben?

Gast: Buffy441
19.04.2012 10:19
0

Glaube und religiöse Praxis

sind 2 verschiedene Dinge, die Hölle entspringt unserem Glauben an die Dualität, wenn es das paradies gibt muss es auch das Gegenteil geben.
Ist aber quatsch, die Hölle ist eine Erfindung der Kirche, das beten ebenso wie die Katechismen.

Wahrhaft glauben bedeutet nur an das Gute zu glauben und stets danach zu streben ein guter Mensch zu sein, das machen nur leider die wenigsten.

Gast: nina blum
19.04.2012 08:26
3

Es ist aber auch so, dass schon mal jeder Fünfte dem HC geglaubt hat.

Dürfte also generell ein gewisses "Glaubensproblem" hier sein.

NOCH!

Dank der Wissenschaft wird sich das in einigen Generationen erledigt haben. Dann ist Kirche geschichte!

Antworten Gast: KeinMike
19.04.2012 08:24
1

Re: NOCH!

Verwechseln Sie bitte nicht Gottglaube mit Kirche.

Und wenn mir die Wissenschaft in 50 Jahren erklären kann, wie genau der Urknall vonstatten ging, ist das noch immer kein Beweis, dass es keinen Gott gibt. (So wie es auch keinen Gegenbeweis gibt)

Deswegen nennt man das auch "Glaube" und nicht "Wissen".

Gast: Gast AO
18.04.2012 18:55
6

@ „Gottglaube und Lebenspraxis klaffen in Österreich auseinander“


Gott sei Dank haben sie nicht gefragt, wie viele noch an die „heilige“ römisch-katholische Kirche glauben…


Antworten Gast: Liftup
19.04.2012 15:45
0

Re: @ „Gottglaube und Lebenspraxis klaffen in Österreich auseinander“

Muss man das noch fragen, oder hat es sich mittlerweile schon herumgesprochen, dass grosse Teile der Kirche in Österreich der Los-von-Rom -Bewegung angehören. Gläubige wissen den Unterschied zu Protestanten oft gar nicht mehr, im bunten Glaubenshaus hat alles Platz, ausser den treuen rölm.kath. Christen.

Gast: Lauser
18.04.2012 18:09
8

?????????

Der Papst, Kardinal Schönborn und ich haben eines gemeinsam, wir drei haben Gott noch nie gesehen, und das wird auch so bleiben!!!!!

Gast: xxxx
18.04.2012 17:05
7

Klar gibt es Gott! Ist rosa und fliegt als Spagetthimonster herum!

Also setzt euch die Nudelseichter auf und knied nieder!
Das Pasta-Himmelreich ist nahe!
Carbonara unser!
Mahlzeit (=Amen!)

Antworten Gast: Gast.Gast
19.04.2012 15:50
1

Re: Klar gibt es Gott! Ist rosa und fliegt als Spagetthimonster herum!

Es ist sehr ulkig was sie da schreiben, aber können sie sich auch erklären warum Menschen in äusserster Not noch nie nach einem Nudelseicher gegriffen haben und nach einem rosa Monster gerufen haben? Bekannt ist aber wie auf den letzten Metern alle katholisch werden.

was

was ist mit dem Weihnachtsmann und dem Osterhasen?

Antworten Gast: smilodon
18.04.2012 17:20
1

Re: was

Hier ging es um Religion und nicht um Folklore. Sie können ja selbst eine Umfrage starten oder in Auftrag geben, wenn Sie an folkloristischen Themen interessiert sind.

Re: Re: was

Religion Weihnachtsmann Osterhase wo ist da der Unterschied

0

Re: Re: Re: was

also Weihnachtsmänner habe ich schon gesehen, und Hasen zu Ostern auch

Re: was

Da gibt es ein Altersgefälle in die gegenteilige Richtung --- aber man glaubt bzw. versteht es noch "zu glauben". Und das ist gut für Geist und Seele, ein armer Hund ist, wer "an nichts glaubt" oder zumindestens dieses behauptet .... obwohl keinen Menschen gibt, der "gar nichts glaubt" er wäre auf animalischer Stufe.

Gast: biersauer
18.04.2012 16:06
1

EIneige glauben auch, dass es uns immer besser geht.


Re: EIneige glauben auch, dass es uns immer besser geht.

Na, stimmt es denn nicht sogar ??? Zumindest in Bezug auf einige Lebensbereiche --- Medizin, Altwerden, soziale Leistungen u.v.a.m. !!!

Das wirklich Ärgerliche ist nur, daß vieles, vieles so einfach mitgenommen wird wie ein Rechtsanspruch auf ... und daß andererseits Anerkennung fehlt.

Und man muß auch anerkennen, daß gerade hier in Westeuropa die zahllosen von Jahr zu Jahr wachsenden Ströme von Emigranten noch mit versorgt werden (müssen!)

Gast: ROTFRONT
18.04.2012 15:39
1

Uuuuuuuuuuuuuuuh! Und die wählen dann eine Regierung und so..........

Prost & Mahlzeit!

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