19.05.2013 11:49 Merkliste 0

Pfarre in Innsbruck: Gläubige boykottierten Kommunion

27.04.2012 | 11:31 |   (DiePresse.com)

Der Pfarrer hatte zuvor Gründe aufgezählt, warum man nicht zur Kommunion gehen sollte. Die Vorgangsweise sei "wenig sensibel", so die Diözese.

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Mit einer ungewöhnlichen Reaktion haben Besucher eines Gottesdienstes am vergangenen Sonntag im Innsbrucker Stadtteil Amras auf die Kritik ihres Pfarrers aufgewartet. Nachdem der Geistliche in der Messe Gründe aufgezählt hatte, warum man eigentlich nicht zur Kommunion gehen solle, hätten die Erwachsenen den Hostienempfang komplett boykottiert, bestätigte die Diözese Innsbruck einen Bericht von "ORF Radio Tirol" vom Freitag.

Anlass war die Erstkommunion der Pfarre. Geschiedene, Wiederverheiratete und Gläubige, die nicht jeden Sonntag die Kirche besuchen - sie alle seien der Kommunion nicht würdig, habe Pfarrer Patrick Bußkamp vor der Kommunionsspende erklärt. Bei der Diözese hieß es, die Vorgangsweise sei "wenig sensibel", auch wenn das kirchenrechtlich so zu sehen sei.

Abt: Fehlende Sensibilität

Bußkamp selbst habe die Vorwürfe telefonisch bestätigt, hieß es im Radio. Verweigert hätte er die Kommunion aber niemandem. Abt Raimund Schreier, Vorgesetzter des Pfarrers, bedauerte den Vorfall und sprach von fehlender Sensibilität: "Es ist sehr unklug, bei so einer Feier das zu tun. Das habe ich auch meinem Mitbruder gesagt", wurde er zitiert.

Erst Mitte April war es zu einem Aufruhr in einer weiteren Kirche der Diözese gekommen. In Imsterberg hatte ein Priester einer Gläubigen die Kommunion verweigert. Die Betroffene vermutete, dass der Geistliche auf den Umstand reagiert habe, sie sei kirchlich nicht verheiratet.

(APA)

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60 Kommentare
 
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@ worüber Die Presse kein Wort verliert



„…Buben soll die niederländische katholische Kirche in den Fünfzigerjahren kastrieren haben lassen. Einer davon war Henk H., […] Er hatte als Bub im Jahr 1956 Geistliche wegen sexuellen Missbrauchs angezeigt, kurz danach wurde er in ein Spital im niederländischen Veghel eingeliefert und kastriert…“

http://derstandard.at/1334797071492/Niederlande-Kirche-liess-Kastrationen-durchfuehren


„Als Henk Heithuis 1958 mit Anfang zwanzig starb, hatte er so viel gelitten, dass es für mehrere Leben reicht. Über Jahre von katholischen Geistlichen gequält und sexuell missbraucht, entließ die Kirche ihn erst in die Freiheit, nachdem sie ihn durch Kastration für den kurzen Rest seines Lebens gezeichnet hatte.“…

„Kurz nachdem er die Geistlichen beschuldigt, wird Heithuis in die psychiatrische katholische Anstalt "Haus Padua" in Brabant und danach in das St. Joseph Krankenhaus im niederländischen Veghel eingewiesen. Dort wird er laut Gerichtsunterlagen wegen seines "homosexuellen Verhaltens" kastriert, um ihn zu "heilen". "Man dachte, der Junge hat die Geistlichen verführt"“…

„Zu dem Verfahren kam es nicht, Heithuis starb wenige Tage nach Einreichung der Klage. "Ein anderes Auto hat Henks Wagen auf der Autobahn gerammt, Henk war sofort tot", sagt Rogge. Die Polizei habe die Sache nicht näher untersucht.“…

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,829437,00.html


Anmerkung: Die Presse ist im Besitz der katholischen Kirche




Gast: unheilig
28.04.2012 11:02
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und tschüss

die können ihre Messen ja auch alleine zusammen mit den Ministranten feiern.

Antworten Gast: Harald K., 1040 Wien
01.05.2012 14:21
7 1

Re: und tschüss

vielleicht kommen ja auch noch ein paar der ungehorsamen Piusbrüder, deren es weltweit stolze 300 gibt und deren Abspaltung der Papst verhindern zu müssen glaubt…

was Die Presse schamhaft verschweigt


Papst-Weisung: Bischöfe müssen Messworte ändern
http://orf.at/stories/2117039/

Jesus nicht mehr "für alle", sondern "für viele" Menschen gestorben
http://derstandard.at/1334796132362/Weisung-des-Papstes-zu-Messworten-Jesus-nicht-mehr-fuer-alle-sondern-fuer-viele-Menschen-gestorben

Papst ändert Wandlungsworte
http://www.n-tv.de/panorama/Jesus-starb-nicht-mehr-fuer-alle-article6104446.html

Die Stimmen gewichtiger Theologen, dass im Hebräischen und Griechischen, auf das ja die biblischen Urtexte zurückgehen, mit "viele" oder "die vielen" meist "alle" gemeint waren, überzeugen Benedikt, was die Worte Jesu im Abendmahlssaal anlangt, nicht.
http://www.wienerzeitung.at/meinungen/blogs/religion_im_blick/453947_Starb-Jesus-fuer-alle-oder-nur-fuer-viele.html




Anmerkung: Die Presse ist im Besitz der römisch-katholischen Kirche




Antworten Gast: Zeitungs-Leser
28.04.2012 16:50
17 1

Re: was Die Presse schamhaft verschweigt


Verschweigt ja, aber schamhaft?

Ja, die Presse berichtet – sagen wir mal – selektiv. Während in der Presse etwa fragwürdige PR Artikeln über den Papst bringt (etwa http://diepresse.com/home/panorama/religion/752257/ ) gehen Sachen, wie etwa die Uminterpretation der Wandlungsworte oder die ersten Missbrauchsprozesse (Mehrerau) komplett unter.

Schamhaft? Die Presse gehört der Kirche. Honi soit qui mal y pense…


Re: Re: was Die Presse schamhaft verschweigt – ad Mehrerau I


Mehrerau-Prozess geht in die nächste Runde (26.04.2012 07:31)

„Ein 57-jähriger, ehemaliger Zögling klagt nach Missbrauch durch einen ehemaligen Pater auf 200.000 Euro Schmerzengeld. […] Anschließend an diesen Prozess folgt gleich ein zweites Zivilverfahren, in dem das Kloster zur Kasse gebeten wird. Auch hier ist es ein ehemaliger Zögling, der vom selben Pater angeblich brutal misshandelt, gequält und vergewaltigt wurde.“

http://www.vol.at/mehrerau-prozess-geht-in-die-naechste-runde/3233737


Gleich zweimal saß der Abt des Zisterzienserklosters Mehrerau, Anselm van der Linde, am Donnerstag vor Gericht. Zwei Opfer sexueller Gewalt fordern vom Kloster zivilrechtlich Schadenersatz (26. April 2012, 18:13)

„"Kein Vergleich, wir bleiben bei unserer Haltung", stellte der Anwalt des Klosters, Bertram Grass, klar. Schadenersatzforderungen, im ersten Fall 200.000 Euro, im zweiten 135. 000 Euro, werden wegen Verjährung abgelehnt.“

http://derstandard.at/1334796337194/Missbrauchsprozess-Kloster-will-fuer-Missbrauch-nicht-haften



Re: Re: was Die Presse schamhaft verschweigt – ad Mehrerau II


Missbrauchs-Prozesse gegen Kloster Mehrerau vertagt (26.04.2012, 13:59 Uhr)

Als Grass den Missbrauch in Zweifel zog, geriet der Kläger außer sich und konnte erst nach einiger Zeit beruhigt werden. "Die beklagte Partei zieht die Außerstreitstellung, dass es einen sexuellen Missbrauch gegeben hat, zurück", erklärte der Anwalt.“

„In einem zweiten Verfahren gegen das Kloster Mehrerau […] vom selben Pater wie der 58-Jährige massiv sexuell missbraucht. Der Pater war gegenüber den Schülern zwar offenbar immer wieder gewalttätig, von sexuellen Übergriffen sei ihm aber damals nichts bekannt gewesen. "Lange Zeit dachte ich, ich wäre der einzige", sagte der 45-Jährige vor Gericht.“

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/panorama/chronik/453625_Missbrauchs-Prozesse-gegen-Kloster-Mehrerau-vertagt.html


etc.



Antworten Gast: smilodon
28.04.2012 12:59
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Re: wo ist das Problem?

1. Wenn wir seinerzeit bei einer Lateinschularbeit "multi" mit "alles" übersetzt hätten, wäre es uns als schwerer Fehler angestrichen worden. Warum darf man Ihrer Meinung nach einen Übersetzungsfehler nicht korrigieren?
2. Es ist total blöd, wenn im deutschen Sprachraum der Messtext anders lautet als sonst in der Welt. Warum darf er nicht weltweit gleich lauten, egal in welcher Sprache?
3. Auch wenn Jesus alle erlösen wollte, so gibt es doch welche, die einfach nicht erlöst werden wollen. Warum soll man denen nicht ihren Willen lassen? Wenn die Erlösungsunwilligen wegfallen, dann sind es eben nicht nur alle, sondern nur viele.

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Wozu die Aufregung?

Der Priester hat auf die Regeln hingewiesen, die "Gläubigen" (wohl eher zufällig anwesend, um die Kinder zu begleiten ) haben die Regeln als das erkannt, was sie sind: absurd. Wer sich aber mit den Regeln eines Vereines nicht identifizieren kann oder will, muss den Verein verlassen (Eine Änderung des Statuts ist eher unwahrscheinlich...) Mir scheint daher die Sache eigentlich einer besonderen Berichterstatttung nicht wert, gäbe es doch wahrlich wichtigere Themen.

Gast: Lieschen Müllers
28.04.2012 07:43
6 14

es kommt noch dicker

Mal sehen was die sich auf Augenhöhe befindlichen Protesttiroler noch machen werden, wenn sie drauf kommen, dass nicht alle automatisch piep piep piep.. in den Himmel kommen, so wie es die neueren Theologen eintrichterten. Das pro multis in richtiger Übersetzung wird noch für Wirbel sorgen, sobald sie es kapiert haben, was es bedeutet.

Gast: smilodon
27.04.2012 23:27
6 14

Haben die vielen Rotstrichler,

die meinen, dass jeder zur Kommunion gehen kann, weil sie die Kommunion mit einem Pfarrgemeindepicknick verwechseln, auch irgendwelche Argumente, oder stricheln sie nur so aus dem Bauch heraus?

Passenderer Titel für den Artikel:

Besser würde dieser Titel passen: "Pfarre in Innsbruck: Ungläubige boykottierten Kommunion"

Wenn es ihnen nicht passt und die Kommunion so unwichtig ist, sollen sie doch zu den Protestanten übertreten.

2 10

Re: Passenderer Titel für den Artikel:

Man erkennt aus Ihrem Kommentar, daß die "Gläubigen" katholische Kirche noch immer für Nächstenliebe und Barmherzigkeit steht !

Chapeau den wahren Tiroler Gläubigen, die sich nicht von einem präpotenten Priester gängeln lassen !

Re: Re: Passenderer Titel für den Artikel:

Es geht hier nicht um Nächstenliebe. Es gibt bestimmte Regeln und an die hat der Pfarrer erinnert, was ja auch seine Pflicht ist. Nur wollen die meisten "Gläubigen" heute nicht daran erinnert werden....

Re: Re: Re: Passenderer Titel für den Artikel:

Diese Regeln sind nicht von Gott, sondern von den Menschen geschaffen worden ! Nirgends steht im NT, daß ein Geschiedener bzw. Wiederverheirateter von den Sakramenten ausgeschlossen ist.
Jesus hat sich oft im Kreis von "Sündern" aufgehalten. Daran sollten sich die Ratzingers und sonstigen Erzkonservativen ständig erinnern.

Re: Re: Re: Re: Passenderer Titel für den Artikel:

Aber auch Jesus hat stets auf Fehlverhalten hingewiesen und die Scheidung klar abgelehnt - etwas anderes hat ja der Amraser Pfarrer auch nicht getan, er hat sogar extra noch betont, daß er niemanden ausschließt. Von einem Ausschluß der Sakramente kann hier keine Rede sein, umso mehr als zu den Sakramenten auch das Sakrament der Beichte zählt.

Re: Re: Passenderer Titel für den Artikel:

Soll natürlich ....die "Gläubigen" der katholischen Kirche...heißen.

Gast: Otto von Kalksburg
27.04.2012 18:11
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Interessant

Jetzt mucken auch schon die Katholiken im heiligen Land Tirol auf.

Wohin soll das noch führen, mit dieser Kirche ?

also

das kirchenrecht ist etwas was sich ein paar leute im laufe der zeit zusammengereimt haben.
nicht mehr und nicht weniger.
die argumentation des oben genannten pfarrers mag aktuell auf einem blatt papier so draufstehen - mit dem empfinden der mehrheit der gläubigen hat daas aber nix zu tun.
wie bei vielen anderen dingen auch hat sich im laufe der zeit ein, interessanterweise bis heute nie andiskutierter, unterschied herausgebildet - zwischen "der heirarchie" und dem "fussvolk".

gesprochen wird darüber nicht bis überhauptnicht.
so kommt es dann das eine bischofskonferenz oder der papst in rom über dinge spricht und die überweigenden mehrheit den gläubigen das im grunde wuarst ist.


Antworten Gast: N:N
27.04.2012 18:49
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Re: also

Für ihre Glaubensgenosse in Tirol ist doch ohnehin die Frau Heizer zuständig, da müssen sie dann gar nicht in die Kirche, die macht das zuhause und ohne Papst in Rom, am Küchentisch. Wenn sie es noch bequemer wollen, lassen sie es sich von ihr erklären und werden ihr eigener Papst. Aber bitte belästigen sie nicht die Katholiken , die treu zu ihren Glauben stehen mit ihrer Wurschtigkeit.

Gast: vergilius
27.04.2012 16:30
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wenn ich an die schlangen bei der kommunion denke

und an die gähnende leere bei den beichtstühlen, dann kann ohnehin etwas nicht stimmen. erstkommunion und firmungen sind für die meisten sowieso nur ein singulärer auftritt im sakralen raum, und dann stellen sie großartig forderungen, was alles aufgeboten werden muss. ich weiß, wovon ich schreibe. glückwunsch dem herrn pfarrer, der endlich einlmal zu einem passenden augenblick die passenden worte gefunden hat. aber - wie immer - fällt ihm die obrigkeit in den rücken. die sorge um die paar netsch ablass-steuer dürfte mehr wiegen als die loyalität zum mitbruder.

Antworten Gast: nur ein gast
27.04.2012 17:41
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Re: wenn ich an die schlangen bei der kommunion denke

wenn ich für das zeugs bezahle, möchte ich gefälligst auch eine leistung

Antworten Antworten Gast: vergilius
27.04.2012 17:55
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Re: Re: wenn ich an die schlangen bei der kommunion denke

sehn Sie: diese haltung meinte ich.

Fleisch und Blut Christi

Ich boykottiere schon seit Langem die Kommunion. Ist mir irgendwie zu makaber. Weil das Dogma der Transsubstantiation kann ich als guter Katholik wohl kaum ablehnen.

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Re: Fleisch und Blut Christi

gut dass man wenigstens als guter christ das dogma der transubstantion wohlgemut ablehnen kann
;-)

Gast: Su Nuraxi
27.04.2012 14:02
9 22

Ich warte schon darauf,

dass es als Skandal gilt, wenn ein Priester sagt, Mord oder Diebstahl seien Sünden.

 
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