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Pfarre Stützenhofen: Schaltet sich nun der Vatikan ein?

14.05.2012 | 10:40 |   (DiePresse.com)

Die Glaubenskongregation will angeblich eine Erklärung zu der Pfarrgemeinderatswahl, bei der ein bekennender Homosexueller gewählt wurde.

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Die "Causa Stützenhofen" beschäftigt nun offenbar den Vatikan. Die Glaubenskongregation soll sich der Vorgänge rund um die Pfarrgemeinderatswahl in der niederösterreichischen Gemeinde angenommen haben. Einerm Bericht des "Standard" zufolge sollen die Wächter über die kirchliche Lehre per Brief eine Erklärung von Kardinal Christoph Schönborn angefordert haben.

Schönborn hatte die Wahl eines Pfarrgemeinderats akzeptiert, obwohl dieser in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft lebt. Schönborns Sprecher konnte ein entsprechendes Schreiben aus Rom indes nicht bestätigen. Ihm sei kein Brief in diesem Sinne bekannt, und "der Kardinal sieht keinen Druck von der Glaubenskongregation", hält er fest.

Entscheidung soll nicht rückgängig gemacht werden

Der "Standard" beruft sich auf "gut informierte Vatikan-Kreise", wonach die Glaubenskongregation gültiges Kirchenrecht ins Treffen führt: Homosexuelle Handlungen seien demnach Sünde. Die Glaubenskongregation, in der katholischen Kirche für den Schutz der kirchlichen Lehre zuständig, wolle nun eine Darlegung Schönborns zum Fall. Erfolge die nicht, liege bereits ein Beschluss vor, den Kardinal bei seiner nächsten Rom-Reise vorzuladen. Es sei aber nicht beabsichtigt, Schönborns Entscheidung rückgängig zu machen, man wolle aber eine Zusicherung, dass es sich um einen einmaligen Vorfall halte.

Keine Bestätigung gab es auch zu alldem von Schönborns Sprecher. Er hielt in der Zeitung indes fest, es habe sich "um eine aus pastoralen Erwägungen getroffene Einzelfallentscheidung" gehandelt. Und der Kardinal habe die Wahl "nicht bestätigt, sondern nur nicht beeinsprucht".

 

(APA)

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28 Kommentare
 
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Die kirchliche Lehre ist doch für den Vatikan und die Glaubenskongregations einfach halt viel wichtiger als ein Glaubender

-wer sich im Klub nicht an die strengen , von alten Männern eingeforderten Regeln hält, darf zwar gerne zahlendes Mitglied sein, aber nicht einmal eine Mithilfe dieser "Subjekte "ist offiziell erlaubt.Aber die Auswahl in den Pfarren ist ja riesig, Mitarbeiter so weit das Auge reicht, Kirchenbänke überbesetzt,eine wahre Drängelei!Da kann man nur den Alleranständigsten eine Mitarbeit erlauben.....wenigstens bei den Laien muss man streng sein!

Gast: Ronald R.
14.05.2012 19:17
25 4

Der Vatikan ist

das Reich des Bösen.

Antworten Gast: _gast_
16.05.2012 20:26
2 0

Re: Der Vatikan ist

treffend :o(

Re: Der Vatikan ist

Und so manche Postings kommen aus dem Reich der Ahnungslosen.

Antworten Antworten Gast: Requerimiento
16.05.2012 05:34
3 0

Re: Re: Der Vatikan ist

Deshalb sind wir ja so froh dass es dich gibt, jemanden der das checkt, wer zu den Ahnungslosen gehört und wer nicht. Ich bin übrigens auch für das unaufhebbare Prinzip des blinden Gehorsams gegenüber den geistlichen Leitern, die den Willen Gottes repräsentieren.

Antworten Antworten Antworten Gast: Claudius Incorruptus
16.05.2012 17:25
2 0

der Teufel

konnte Jesus damals noch nicht solche Schätze anbieten, wie sie sich mittlerweile in den Vatikanischen Museen angesammelt haben...

Antworten Gast: Claudius Incorruptus
14.05.2012 21:20
10 2

Als Jesus damals in der Wüste

vom Teufel versucht wurde, wies er diesen zurück. Die Kirche hat das dann später nicht mehr so eng gesehen und ist darauf eingegangen. Schließlich war es ja ein vorteilhaftes Angebot. *fg*

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ist darauf eingegangen

Wäre die röm.-kath. Kirche auf den Teufel eingegangen, dann wäre sicher viel weniger Böses (und weniger Böse) im Vatikan.

27 3

@ „Pfarre Stützenhofen: Schaltet sich nun der Vatikan ein?“






das sind die wahren Probleme von alten Männern, denen die Leute davonlaufen…






27 2

@ „man wolle aber eine Zusicherung, dass es sich um einen einmaligen Vorfall halte…“






dass ein Pfarrgemeinderat mit überwältigender Mehrheit gewählt wird, weil er engagiert, ehrlich und christlich ist…?






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@ „um eine aus pastoralen Erwägungen getroffene Einzelfallentscheidung“






was ist dann mit all den anderen „Einzelfällen“ in den Pfarrgemeinderäten…?






Antworten Gast: Hääääh??
14.05.2012 19:12
2 13

Re:ad:"was ist dann mit all den anderen „Einzelfällen“ in den Pfarrgemeinderäten…?"

Wo sind die ach so vielen anderen Pfarrgemeinderäte, die in eingetragenen Partnerschaften leben? Oder was meinst du eigentlich konkret?

Antworten Antworten Gast: Bernhard, Wien-Hernals
14.05.2012 20:08
12 0

Re: Re:ad:"was ist dann mit all den anderen „Einzelfällen“ in den Pfarrgemeinderäten…?"

Also in unsrer Pfarre gibt es einen Pfarrgemeinderat, der schwul ist. Er lebt zwar nicht in einer eingetragenen Partnerschaft, aber es weiß jeder und es ist auch wurscht, weil er ein guter Mensch und eine Stütze für die Gemeinde ist. Ich weiß auch, dass unsere Gemeinde da nicht die einzige ist.

Re: Re: Re:ad:"was ist dann mit all den anderen „Einzelfällen“ in den Pfarrgemeinderäten…?"

Es ist auch überhaupt kein Problem schwul zu sein. Auch für die Katholische Kirche nicht.

Antworten Antworten Antworten Gast: Hääääh?
14.05.2012 20:46
1 8

Re: Re: Re:ad:"was ist dann mit all den anderen „Einzelfällen“ in den Pfarrgemeinderäten…?"

Was ich gemeint habe, ist folgendes: Unser aller Kyniker stellt eine "zynische" Frage nach all den anderen "Einzelfällen", und ich weiß beim besten Willen nicht, was er damit meint. Ist er nicht einverstanden, dass es schwule Pfarrgemeinderäte gibt? Meint er, dass auch die anderen schwulen Pfarrgemeinderäte eine bischöfliche Extraerlaubnis bekommen müssten, obwohl es ja (wie in Ihrem Beispiel) auch ohne geht? Meint er, dass es eh ganz viele schwule Pfarrgemeinderäte gibt? Meint er etwas ganz anderes? Ich habe sein Postung einfach nicht verstanden, und deshalb hätte ich gerne eine nähere Erklärung, und zwar von Kyniker persönlich.

Re: Re: Re: Re:ad:"was ist dann mit all den anderen „Einzelfällen“ in den Pfarrgemeinderäten…?"


Erzdiözese Salzburg: ein weiterer homosexueller Pfarrgemeinderat outet sich
http://www.kath.net/detail.php?id=36055
„Kein Problem mit homosexuellen Pfarrgemeinderäten gibt es offensichtlich auch in der Erzdiözese Salzburg. Gegenüber der APA hat sich mit Markus Casna ein Pfarrgemeinderat geoutet, der seit 19 Jahren mit seinem homosexuellen Partner zusammenlebt und seit elf Jahren Pfarrgemeinderat in Kaprun im Salzburger Pinzgau ist.“


Noch ein schwuler Pfarrgemeinderat
http://diepresse.com/home/panorama/religion/748177/Noch-ein-schwuler-Pfarrgemeinderat
„In Kaprun wurde heuer zum dritten Mal ein homosexueller Pfarrgemeinderat gewählt.“


Schwuler Pfarrgemeinderat in Kaprun voll akzeptiert
http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/2993860/schwuler-pfarrgemeinderat-kaprun-voll-akzeptiert.story
„Der Werbefachmann sieht sich in dem 3.000-Einwohner-Ort Kaprun voll integriert und akzeptiert. Er hat seine Beziehung zu seinem Freund vor zwei Jahren in einer eingetragenen Partnerschaft besiegeln lassen. Auch bei der Pfarrgemeinderatswahl 2012 war die gleichgeschlechtliche Beziehung kein Hindernis. "Wir haben uns ja schon vor Jahren geoutet. Ich bin heuer zum dritten Mal und an fünfter Stelle gewählt worden, von 16 Kandidaten. Wir sind eine aufgeschlossene Gemeinde, es gibt keine Ressentiments.“



Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Hääääh?
15.05.2012 00:49
1 5

Besten Dank für Ihre Links,

aber ich glaube, Sie haben nur die Überschriften meiner Postings aufmerksam gelesen. Meine Frage an den Kyniker ist nämlich noch immer nicht beantwortet. Auch wenn ich jetzt also sogar aus drei Meldungen weiß, dass es also in Kaprun auch einen schwulen Pfarrgemeinderat gibt (war mir übrigens nicht neu, ich lese nämlich auch aufmerksam), weiss ich noch immer nicht, was der Kyniker uns mit seinem "was ist dann mit all den anderen „Einzelfällen“ in den Pfarrgemeinderäten…?" sagen will. Ist er jetzt für oder gegen schwule Pfarrgemeinderäte? Will er, dass die anderen auch eine bischöfliche Bestätigung bekommen oder nicht? Will er, dass sich der Vatikan auch in den anderen "Einzelfällen" einschaltet oder nicht? War das nur ein Pawlow'scher Reflex beim Lesen des Wortes "Einzelfall" ohne mitzukriegen, worum es diesmal geht, oder nicht? Bitte inständigst um eine Antwort! (Nicht von Ihnen, sondern vom Kyniker.)

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Morgenstund hat Gold im Mund
15.05.2012 07:23
8 0

Re: Besten Dank für Ihre Links,


Lieber Hääääh (!),

der Einzige schwule Gemeinderat wird der sicher nicht sein, die anderen „Einzelfälle“ hat ein spinnerder Pfarrer halt nicht publik gemacht.


Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Hääääh?
15.05.2012 13:53
0 0

Re: Re: Besten Dank für Ihre Links,

Ja, schon gut. Aber davon verstehe ich das Posting vom Kyniker noch immer nicht. Bei seinem mittleren Posting bekommt man den Eindruck, dass er mit schwulen Pfarrgemeinderäten eh einverstanden ist. Das unterste (das mit den "Einzelfällen") wäre für sich allein stehend so zu interpretieren, dass etwas gegen diese "Einzelfälle" getan werden müsste. Ich kenn mich nicht aus und möchte endlich vom Kyniker persönlich wissen, was er denn jetzt eigentlich meint. Bekomme ich nicht bald eine Antwort von ihm, würde das dann doch bedeuten, das Darabimo (15.5., 8:50) recht hat.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: bin tolerant
14.05.2012 22:48
0 0

nun ja,

so lange das nicht zur Bedingung wird. ;-)

Gast: lieber ketzen als kotzen
14.05.2012 16:14
15 3

"Wächter über die kirchliche Lehre"

werden jetzt wieder die Hunde der Inquisition losgelassen?

Gast: überfordert
14.05.2012 15:22
0 0

Schönborn verstrickt sich immer mehr im Strudel der Ereignisse

Kluges Management sieht anders aus...

Er wird sich halt im brüderlichen Einverständnis argumentativ herauswinden.

Dabei verspielt der ambitionierte Übervorsichtige seine Papst-Chancen als Benedikt-Nachfolger.

Re: Schönborn verstrickt sich immer mehr im Strudel der Ereignisse

Diese "Chancen" als Benedikt-Nachfolger gab's nur in manchen österreichischen Zeitungen. Schönborn ist wohl nicht einmal im erweiterten Kreis. Auch weil es total undenkbar ist, dass nach einem Papst aus einem deutschsprachigen Land wieder ein Papst aus einem deutschsprachigen Land kommt.

Und der Kardinal habe die Wahl "nicht bestätigt, sondern nur nicht beeinsprucht".

Es bewegt sich also doch etwas.

Im Vereinsrecht gilt nur das Recht der Untersagung. So die Behörde den Verein nicht untersagt, ist er Rechtens.

Die Kirche ist meines Wissens nach auch ein Verein.

Antworten Gast: gegner
14.05.2012 14:19
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Re: Und der Kardinal habe die Wahl "nicht bestätigt, sondern nur nicht beeinsprucht".

"ihres wissens"

nun, die kath. kirche ist kein verein, sondern eine körperschaft öffentlichen rechts!
wird ihnen wohl nicht viel sagen, aber ich sags ihnen trotzdem!

Re: Re: Und der Kardinal habe die Wahl "nicht bestätigt, sondern nur nicht beeinsprucht".

Die Kirche ist kein Verein, warum?

Damit sind die Kirchen steuerbefreit. Punkt!

 
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