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Gay-Parade: Priester ruft zum Steinewerfen auf

14.06.2012 | 16:10 |   (DiePresse.com)

In Bulgarien protestieren Menschenrechtler gegen einen Priester, der seine Gläubigen aufgerufen hat, eine Homosexuellen-Parade in mit Steinen zu bewerfen.

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Ein orthodoxer Priester aus der südbulgarischen Stadt Sliwen hat seine Gläubigen dazu aufgerufen, die Teilnehmer der bevorstehenden jährlichen Homosexuellen-Parade in Sofia Ende Juni mit Steinen zu bewerfen. Er bezeichnete dies als "geeignete Variante" für Christen sich gegen die "üble Versammlung" zu wehren und rief damit bei Menschenrechtlern heftige Proteste hervor. Kritik übte der Priester auch an Bürgermeistern und Ministern, welche die Veranstaltung zulassen: Sie gehörten mit einem Mühlenstein um den Hals ins tiefe Meer, so die Empfehlung des Geistlichen, wie die Tageszeitung "Standart" am Donnerstag berichtete.

Die Äußerungen des Priesters sorgten bei Menschenrechtsgruppen prompt für Empörung. Die bulgarische Vertretung des Helskinki-Komitees sah sich gezwungen den Vorfall bei der Staatsanwaltschaft und der Bischofskonferenz der Bulgarischen orthodoxen Kirche (BOK) zu melden. Man sei beunruhigt über den offenen Aufruf zur Gewalt, der gegen die Gesetze des Landes und die Grundsätze der Kirche verstoße, so das Helsinki-Komitee.

Worte "zu buchstäblich" verstanden?

Das kirchliche Internetportal "dveri.bg" kritisierte dagegen, dass die Menschenrechtler die Worte Janakiews "zu buchstäblich" verstanden hätten, vielmehr hätte der Geistliche das Matthäus Evangelium Kapitel 18 Vers 6 zitiert ("Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlenstein um den Hals im tiefen Meer versenkt würde."). Auch der zuständige Bischof von Sliwen wollte gegenüber der Tageszeitung "Monitor" keine eindeutige Stellung beziehen und erklärte nur in Bezug auf die Homosexualität, er könne sich nicht für etwas aussprechen, wogegen die Bibel ausdrücklich sei.

Jährlich verfasst die Heilige Synode der Bulgarischen Orthodoxen Kirche vor der Gay-Parade in Sofia eine Deklaration, welche die Homosexuellen verurteilt.

(APA)

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6 Kommentare
Gast: murmeltier_neuneu
09.07.2012 16:41
0 0

Aha

Und was passiert dann mit dem Priester? wird er "respektier" weil er einen Glauben hat und nicht zu rVerantwortung gezogen?

Wenn cih schon höre: "das ist metaphorisch" zu sehen, oder "so habe ich das nicht gemeint" kommt mir das Kotzen!
Klar meinen die das wortwörtlich!
solchen Leute gehört die Mündigkeit entzogen!

Gast: karr
19.06.2012 22:48
1 0

.

So viele empörte Leser hier! Ich vermute es sind mindestens tausend Postings. :D

Kann schon sein. Bei 4 hab ich aufgehört zu zählen.


Gast: Dr. Laura
15.06.2012 16:54
5 1

Das fünfte Gebot...

Da hat AUSGERECHNET ein Priester wohl nicht richtig in der Bibel gelesen...
1.) Du sollst NICHT töten.
2.) "Wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein".

" er könne sich nicht für etwas aussprechen, wogegen die Bibel ausdrücklich sei."

Interessant, man beruft sich auf ein Zitat in der Bibel, in der Zugleich steht, man solle nicht töten - pickt man sich jetzt einfach die Stellen raus womit man Gewalt rechtfertigen und übersieht andere Stellen?!?

Ach, steht im Alten Testament nicht auch was von "Auge um Auge, Zahn um Zahn"?
Darf man sich das jetzt auch als Begründung raussuchen um dazu aufzurufen den Priester mit Steinen (zurück) zu werfen?
man beruft sich doch nur auf die Bibel....

Gast: _gast_
15.06.2012 07:34
7 1

„Priester aus der südbulgarischen Stadt Sliwen hat seine Gläubigen dazu aufgerufen, die Teilnehmer der bevorstehenden jährlichen Homosexuellen-Parade in Sofia Ende Juni mit Steinen zu bewerfen“


das ist dann wohl gelebte „christliche“ Nächstenliebe :o(


Gast: mir wird angst und bang
14.06.2012 18:39
10 2

Wer schützt die Menschen vor solchen Hass-Predigern?