Ein Fensterbär aus Wien erregt derzeit die Aufmerksamkeit österreichischer Medien. Inzwischen hat der lebensgroße Plüschbär nicht nur auf Facebook eine beständig wachsende Fangemeinde. Das Sommerloch macht's möglich: Auch deutsche Internetportale berichteten von dem lebensgroßen Teddy, der Anfang Juli am Fenster einer Wohnung am Sechshauser Gürtel in der Nähe des Westbahnhofs erschienen ist.
Das auch als "Gürtelbär" bekannte Stofftier blickt Richtung U-Bahn-Station Gumpendorfer Straße. Am Freitag war er dem Wetter entsprechend mit einem rot-weiß-rotem Sonnenschirm ausgestattet. Seine Accessoires wechseln häufig, mal trägt er einen Hut oder ein T-Shirt, oder er hat ein Glas Schokoladencreme vor sich stehen.
Währenddessen werden die "Likes" auf seiner Facebook-Seite minütlich mehr. Am Freitag hatte die Fanseite "Der einsame Fensterbär aka. Wiener Gürtelbär" am frühen Nachmittag schon mehr als 1600 Anhänger.
Martin Schneidewind, Komponist des ebenfalls auf dem sozialen Netzwerk zu findenden Songs "Der einsame Fensterbär", ist der Gründer der Fan-Seite. "Wir hatten noch keinen Kontakt zu den Besitzern des Bären", sagte er der Austria Presseagentur. So eine große Resonanz auf seine Fanpage hatte er jedenfalls nicht erwartet.
"Ich glaube, die Wohnung ist ansonsten leer"
Das Rätsel über den Besitzer des Bären ist indes noch ungelöst. Eine Mitarbeiterin einer Pferdefleischerei, die im gleichen Haus wie der Bär ansässig ist, gab an, dass oft Passanten in das Geschäft kommen, um sich nach dem Teddy zu erkundigen. "Ich glaube, die Wohnung ist ansonsten leer", sagte sie.
Dem Bezirksvorsteher von Rudolfsheim-Fünfhaus war der neue Bewohner noch nicht bekannt. Nachgehen würde man dem Phänomen aber schon, hieß es. Derweilen haben die Betreiber der bärigen Facebook-Seite schon weitere Pläne mit dem Objekt ihrer Begierde geschmiedet: "Dieses Wochenende wird an einem Videodrehkonzept mit Fanbeteiligung getüftelt", hieß es in einem Posting von Freitagvormittag.
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(APA)
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