Russe will Hitler-Geburtshaus kaufen und zerstören

07.11.2012 | 20:14 |   (DiePresse.com)

Der russische Abgeordnete Klinzewitsch sammelt Geld für den Kauf des Hauses im oberösterreichischen Braunau.

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Der russische Abgeordnete Franz Klinzewitsch von der Regierungspartei Einiges Russland will das Geburtshaus von Adolf Hitler im oberösterreichischen Braunau am Inn kaufen, um es dann abzureißen. Klinzewitsch wolle die für den Kauf nötige Summe von rund zwei Millionen Euro sammeln, sagte seine Sprecherin Victoria Suchowa am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP in Moskau. Hitler war am 20. April 1889 in Braunau geboren worden.

Der kommunistische Abgeordnete Wadim Solowiew unterstützt die Idee. Alles was mit dem Andenken des Faschismus zu tun habe, müsse von der Erdoberfläche verschwinden, sagte Solowiew der Tageszeitung "Iswestija". Er wolle mit seinen Parteikollegen an dem Hauskauf teilnehmen. Hitlers Geburtshaus war in der Vergangenheit als Bibliothek, als Schule, als Bank und schließlich als Betreuungseinrichtung für Behinderte genutzt worden. Seine künftige Verwendung ist umstritten.

Bürgermeister wollte Nutzung als Wohnhaus

Um das Hitler-Geburtshaus war Ende September in Braunau eine Diskussion entbrannt. Während Bürgermeister Hannes Waidbacher (VP) einer Wohnnutzung des Gebäudes offenbar den Vorzug gegenüber einer Gedenkstätte geben wollte, plädierte die Grüne Landtagsabgeordnete Maria Buchmayr für ein "Haus der Verantwortung" und dafür, dass der Bund die Immobilie kauft. Auch die SPÖ Braunau sprach sich gegen die Pläne des Bürgermeisters aus, das Hitler-Geburtshaus als Wohngebäude zu nutzen. Bezirksparteivorsitzender Harry Buchmayr befürchtete, dass dieses Angebot die falsche Klientel ansprechen könnte und plädierte ebenfalls für einen Ankauf durch die öffentliche Hand.

(APA/AFP)

 
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54 Kommentare
 
12
tsugaru
09.11.2012 02:37
3

Der Genosse Abgeordneter wird gebeten

sein Affentheather auschliesslich innerhalb der Grenzen Russlands abzuziehen.
Kasperln seiner Art gibt es hierzulande mehr als genug...

ServusMiteinend
08.11.2012 23:09
4

Passt, verkauft ..

Der Darabos kann sein Desserteursdenkmal gleich in Moskau aufbauen ...

Lasst die neue Generation Österreichs endlich in Ruhe mit dem was passiert ist.

Ingsoc
08.11.2012 22:10
4

Kann er gratis haben und damit machen, was er will.

Wenn er das Russendenkmal am Schwarzenbergplatz dafür mitnimmt.

mr. vain_
08.11.2012 17:58
4

Geh bitte...

...reißt es ab, dann brauchen wir sich nicht mehr diese mühseligen G'schichterln anhören.

Ilka
08.11.2012 15:38
24

Dieser

Abgeordnete sollte sich kostenlos die Stalin-Statue aus Wien mit nach Hause nehmen dürfen.

Antworten Der Hausverstand
08.11.2012 22:11
5

Re: Dieser

aber geh, wer will schon den groessten Verbrecher aller Zeiten zu Hause hängen haben. da ist es schon besser, wenn dieser dodl in Wien haengen bleibt - damit niemand dieses scheusal als Warnung fuer die Nachwelt vergisst und stets daran erinnert wird, was dieser verdammte Kommunismus fuer unheil über unsere schöne Welt brachte und bringt.

Antworten vo1kstanz
08.11.2012 16:09
18

Re: Dieser

... samt den Verehrern aus Hofburg und Rathaus.

Michael
08.11.2012 15:04
7

Das nenne ich Vergangenheitsbewältigung

Abreissen, verdrängen, bestrafen.

Thronfolger
08.11.2012 14:29
6


eulenspiegel
08.11.2012 14:02
10

Andere Nationen haben da einen anderen Zugang

Vor einigen Jahren hatte ich Besuch von polnischen (!!!) Geschäftsfreunden. Die fragten mich, ob man in Braunau das Geburtshaus von Hitler besuchen könnte. Die meinten wohl, da wäre ein Museum drin. Mein dummes Gesicht damals hätte ich selbst gern gesehen...

Antworten Michael
08.11.2012 15:10
8

Re: Andere Nationen haben da einen anderen Zugang

Naja, das hat wohl weniger mit Nationen zu tun, als mit geistiger Reife.

Es gibt wohl in allen Ländern Menschen, die daraus lernen und die Thematik trotz des Grauens objektiv betrachten können.

Und dann gibt es jene vorauseilend Gehorsamen, die alles verabscheuen, das nach "verboten" klingt. Das sind genau jene, die damals die Mitläufer waren, welche alles ermöglicht haben. Nur jetzt auf der anderen Seite.

Antworten Antworten mr. vain_
08.11.2012 18:01
1

Re: Re: Andere Nationen haben da einen anderen Zugang

"Es gibt wohl in allen Ländern Menschen, die daraus lernen und die Thematik trotz des Grauens objektiv betrachten können." - Ja klar, Sie meinen wohl Leute wie Mahmud Ahmadinedschad. Der ist nämlich ein glühender Verehrer von (...)

amerga
08.11.2012 12:50
0

geniale kunstaktion

die österreicher sollten das als reinigungsritual erleben.

Antworten EisernWien
09.11.2012 09:36
1

Re: geniale kunstaktion

in Österreich juckt das Thema schon lange niemanden mehr nur die linken brauchen es noch damit sie wenigstens über irgendwas reden können

LNGO
08.11.2012 12:44
15

Die Meinung einer Generation...

Wen interessiert dieser blöde Hitler noch? Seine Geburt ist 120 Jahre her...

Warum muss der Schrecken der damaligen Zeit andauernd an die Öffentlichkeit - von allen Seiten?

Ich bin 50 Jahre nach Kriegsende geboren - mich intressiert dieser Dreck nicht. Die Welt hat aktuell genug Probleme!

Zeit für eine Schlussstrichdebatte!

meinungvomstammtisch
08.11.2012 12:12
19

Pffffft!


Also dieses böse, böse Haus aber!

freeman
08.11.2012 11:34
2

Gar keine so schlechte Idee,

Wir brauchen weder eine Pilgerstätte für rechte Recken noch eine weitere drittklassige Gedenkstätte als Beschäftigungstherapie für Museumswärter.

Was genau sollte eine Gedenkstätte oder ein Museum in Hitlers Geburts(!)haus bringen?

Warum sollte man diesen Ort als Nicht-Verehrer der dort geborenen Person überhaupt besuchen?

Welche nur dort vermittelbare Geschichte soll dem potentiellen Publikum dort präsentiert werden? Babyfotos vom Diktator?

Ich halte es für mehr als absurd, wenn irgendwann Schulkassen Exkursionen zu "Hitlers Geburtshaus" machen und dort über die Schrecken des Nationalsozialismus aufgeklärt werden - da gäbe es - gerade in Oberösterreich - 1.000 geeignetere Orte.

persil 4.0
08.11.2012 11:28
23

Das Haus steht zurecht unter Denkmalschutz!


Die Kommunisten können sich ihr Geld sonstwohin stecken!


Antworten Ilka
08.11.2012 15:48
12

Re: Das Haus steht zurecht unter Denkmalschutz!

Die sollen sich die Stalin-Statue aus Wien mit nach Hause nehmen.

Toast
08.11.2012 11:20
21

Wichtigtuerei von Pseudo-Moralisten.

Wenn ich micht nicht irre, dann wurde Hitler in dem Haus geboren und lebte dort ganze 2 Wochen. Das Haus deswegen abzureißen ist völliger Unsinn. Denn dann müßte man konsequent sein und alles abreißen worin Hitler jemals gewohnt hat oder was von Hitler gebaut wurde. Eigenartigerweise verbeißt man sich aber immer nur in Kleinobjekte die, zumindest aus Sicht mancher Leute, niemand braucht. Alles was noch benötigt wird (Voest etc.) erregt dagegen keinerlei Aufmerksamkeit.

Antworten mecreant
08.11.2012 12:00
11

Re: Wichtigtuerei von Pseudo-Moralisten.

"Alles was noch benötigt wird..."
z.B.: die Kirchensteuer.....;-))

Tremian
08.11.2012 10:57
8

das haus kann echt viel dafür...

... das in Ihm ein Wahnsinniger gschlupft ist...

tippe auf schimmelbefall und daraus resultierende geistige beeinträchtigung

ThomasFuhringer
08.11.2012 10:49
15

Wozu?

Und dann auch alle Häuser, in denen Hitler übernachtet hat, abreissen?

Kaufen wir auch alle Lenin- und Stalin-Statuen und Bilder, die in Russland noch überall stehen, um sie zu zerstören?

myolnir
08.11.2012 10:29
6

man könnte auch ein laufhaus...

ziegruppenorientierte öffentliche nutzung!

Malleus Maleficarum
08.11.2012 10:25
15

der wunsch ist aus russischer sicht zwar verständlich...

...aber wie wäre es, vor der eigenen türe zu kehren und sich stalins häuschen vorzunehmen?

Hans_im_Glück
08.11.2012 10:22
18

Man sollte vielleicht mit gleichem Schwung auch gegen Stalin, Lenin und Marx vorgehen.

Nur die Nationalsozialisten zu verteufeln ist ungerecht.

Daher bitte zuerst vor der eigenen Haustüre kehren.

 
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