Vietnam: Popstar küsste Mönch und wird dafür bestraft

Der Sänger muss mit einer dreimonatigen Auftrittssperre rechnen. Er küsste den Mönch aus Freude über dessen Gebot bei einer Charity-Versteigerung.

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Archivbild – (c) EPA (MAK REMISSA)

Vietnams bekanntester Popstar hat einen Mönch geküsst und muss deshalb mit einer dreimonatigen Auftrittssperre rechnen. Nachdem ein Foto des Kusses bei einer Spendenaktion zur Internetsensation geworden war, verlangte das Kulturministerium am Mittwoch eine Bestrafung von Dam Vinh Hung.

Der 41-jährige hatte Anfang November eine Weinflasche versteigert, um Geld für Tumor-Patienten zu sammeln. Er versprach, den Gewinner zu küssen. Zwei buddhistische Mönche reichten das höchste Gebot ein - umgerechnet rund 2000 Euro. Prompt küsste Hung den einen Mönch auf den Mund, den anderen auf die Hand. "Buddhistische Mönche auf die Lippen zu küssen gehört sich nicht", sagte der Direktor der Abteilung für darstellende Kunst im Kulturministerium, Vuong Duy Bien. "Unsere Gesellschaft toleriert keinen homosexuellen Kuss."

Die Mönche wurden von ihrem Kloster bestraft und müssen die nächsten drei Monate ohne Kontakt zur Außenwelt in der Pagode bleiben. Hung hat sich entschuldigt. Neben dem Auftrittsverbot kann er auch eine Geldstrafe bis zu 200 Dollar bekommen

(APA)

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