Arbeiter reißen aus Versehen französisches Schloss ab

05.12.2012 | 16:52 |   (DiePresse.com)

Bauarbeiter rissen in der Nähe von Bordeaux ein Schloss aus dem 18. Jahrhundert ab, das sie eigentlich nur renovieren sollten.

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Einen folgenschweren Irrtum haben Bauarbeiter in Frankreich begangen. Sie rissen in der Nähe von Bordeaux ein Schloss aus dem 18. Jahrhundert ab, das sie eigentlich nur renovieren sollten, wie die Gemeindeverwaltung von Ivrac am Mittwoch mitteilte. "Das Schloss Bellevue war der Stolz und die Freude von Yvrac", sagte die frühere Eigentümerin Juliette Marmie. Nun stehe der ganze Ort mit seinen 2.500 Einwohnern unter Schock.

Der russische Besitzer Dmitri Stroskin versicherte der Zeitung "Sud Ouest", dass er das "erste Opfer" dieses Irrtums seiner polnischen Bauarbeiter sei. Er wolle das 13.000 Quadratmeter große Anwesen aber originalgetreu wieder aufbauen lassen.

Wer für die Zerstörung des zum Architekturerbe erklärten Schlosses verantwortlich ist, scheint für Stroskin nicht mehr klärungsbedürftig. Auf dem Schild mit der Baugenehmigung stand klipp und klar das Wort "Renovierung".

(APA/sda)

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5 Kommentare

Volle Auftragsbücher für "Renovierungen" in Deutschland

Da fallen mir doch unwillkürlich zahlreiche Gebäude in Deutschland ein, zu denen man diesen polnischen Spezialtrupp zwecks “Renovierung” hinschicken könnte.
Da wären sie auf Jahre ausgelastet.

Ich freue mich schon..


..auf einen entsprechenden Bericht demnächst, über die "Renovierung" des Eiffelturmes.

Zur Entlastung der polnischen Bauerbeiter muss man aber auch sagen, dass französisch wirklich eine schwere Sprache ist.

Da die Sache schon so schwungvoll angefangen hat, und da allgemein "hoher Seegang" zu herrschen scheint ob des polnischen Wodkas, dürfen wir uns alle schon einmal auf das Ergebnis des "originalgetreuen Wiederaufbaus" freuen -- das wird sicher eine Mischung aus M.C. Escher und Kandinsky.

Im Übrigen würde es mich nicht wundern, wenn Hollande demnächst verkünden sollte, dass ab soundsoviel Uhr zurückgeschossen wird.

Worüber die Presse alles berichtet...

aber offenbar nicht gerne über unangenehme Ereignisse, die in der Stadt mit der weltweit höchsten Lebensqualität passieren...
selbst der Standard zeigt weniger Zurückhaltung...

http://derstandard.at/1353208303697/Raubueberfall-in-Wien-Meidling-Trio-schlug-21-Jaehrigen-bewusstlos

http://derstandard.at/1353208240942/Carjacking-in-Wien-Taeter-erst-14-und-15-Jahre-alt

Den Rest kann man sich auf bundespolizei.gv.at/pressemeldungen durchlesen…

Was gedenkt die Stadtregierung gegen die zunehmende Kriminalität in Wien zu unternehmen?
Zustände wie im wilden Westen. Und nein, das war vor 5 oder 10 Jahren nicht so schlimm. Inzwischen überlegt man es sich, abends nur noch in Gruppen fortzugehen. Derlei Gedanken wären einem noch Mitte der 2000er Jahre niemals gekommen.

Vielleicht sollte man diese Bauarbeiter

ins Westjordanland schicken, um die dortigen jüdischen Siedlungen zu "renovieren" ...

Re: Vielleicht sollte man diese Bauarbeiter

Prima --- diese Idee "hat was" und müßte sogar leicht zu bewerkstelligen sein, denn in I. leben ja inzwischen auch genügend jüdische Bürger russischer Herkunft.. es wäre also nicht einmal eine Kostenfrage für Auslandarbeiter anstehend .....

Möglicherweise gäbe es sogar auch West-EU-Bürger, die mit aushelfen würden --- vielleicht gar "kostenneutral"

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